Der Sämann

Saatgut aus der Fülle des Lebens-mit-Gott







  • Buchtipps vom Sämann



    vernetzt mit Emergent Deutschland

    Das Buch vom Sämann Wie die Bibel Sinn macht

    Bücher mit dem Sämann In allen Städten und Dörfern Beziehungsweise Leben Zeitgeist
    Zeitgeist
  • Täglich Brot

    • Irisches Gebetbuch
    • Richard Foster, Dallas Willard, Walter Brueggemann (Hrsg.) – Renovaré Spiritual Formation Study Bible
  • Was ich höre

    • Bob Dylan – Nashville Skyline
    • Bon Iver – Bon Iver
    • Coldplay – Mylo Xyloto
    • Jens Böttcher – Viva Dolorosa
    • Johnny Cash – Bootleg Vol. 2: From Memphis to Hollywood
    • Johnny Cash – Bootleg Vol.3: Live Around the World
    • Johnny Cash – I Would Like to See You Again
    • Johnny Cash – Now, there Was a Song!
  • Was ich lese

    • Gustav Aulén – Das christliche Gottesbild in Vergangenheit und Gegenwart: Eine Umrißzeichnung
    • Manfred Scheuch – Historischer Atlas Deutschland: Vom Frankenreich bis zur Wiedervereinigung
    • Saul Friedländer – Das Dritte Reich und die Juden
    • Stephen R. Covey – The 8th Habit: From Effectiveness to Greatness
    • Thomas C. Oden und Cindy Crosby – Ancient Christian Devotional: A Year of Weekly Readings
    • William Shakespeare – The Complete Works
Egoload - Analytischer Denker

Emergent Village

Friend of Missional

Firefox

Falls dieser Blog nicht richtig angezeigt wird, klicke hier

Dieser Blog ist lizensiert unter einer Creative Commons 3.0-Lizenz

ecto

apple

Döner macht schöner!

[Wortakrobatik] Treffen am Jakobsbrunnen

16. November 2006

{Auch diese Geschichte war für’s letzte p-shuttle.}

2000 Jahre sind jetzt schon beinahe vergangen seit diesem Tag. In der klirrenden Mittagshitze löst sich eine schemenhafte Gestalt aus der Stadt Sychar. Über die staubigen Straßen bewegt sie sich auf den großen Brunnen zu. Jakob hatte ihn gegraben, Israels Stammvater, Urahn auch der Samariter, die in Sychar wohnen, dort im Niemandsland zwischen Galiläa und Judäa. Einen Umweg machen die frommen Israeliten um Samaria, wenn sie nach Jerusalem wollen. Sie sehen herab auf die Samariter, die ursprünglich auch zum Volk Gottes gehörten, nun aber wohl vom rechten Weg abgekommen waren. So genau wusste das niemand. Besser, man gab sich nicht mit ihnen ab. Gebeugt läuft diese Frau. Schaut sich immer wieder um. Niemand soll sie sehen. Hier, unter den verachteten Samaritern ist selbst sie eine, die gemieden wird. Was wussten die anderen, was in ihr vorging? Langsam rückt der Brunnen in ihr Blickfeld. Ist dort jemand? Sie schützt ihre Augen gegen die Sonne und erkennt: Ein Reisender sitzt am Brunnen, lehnt sich gegen einen Stein. Zögernd geht sie näher. An den Quasten an seiner Kleidung erkennt sie den Juden. Auch das noch! Sie will schon umkehren, doch was dann? Wann sie soll sie denn sonst kommen? Später in der Abendkühle wird der Brunnen bevölkert sein. Nein, besser einem Juden begegnen als die Blicke der anderen ertragen zu müssen. Müde sieht er aus und erschöpft. Sie senkt ihren Blick, tritt an den Brunnen und will Wasser schöpfen. „Gib mir zu trinken.“ Der Jude hat sie angesprochen. Will er flirten? Was soll das bedeuten, hier draußen in der Einöde außerhalb der Stadt? „Wie, du bittest mich um etwas zu trinken, der du ein Jude bist und ich eine samaritische Frau?“ Er antwortet: „Wenn du erkennen würdest, was Gott geben will, und wer jetzt von Dir um etwas zu trinken bittet, dann würdest Du ihn bitten und er würde Dir lebendiges Wasser geben.“ Das ist zu hoch für sie. Ob er in der Hitze und vor Erschöpfung einen Sonnenstich bekommen hat? Lebendiges, frisches, reines Quellwasser gab es hier nirgends. Schon das abgestandene Brunnenwasser war ein Segen in der Hitze! „Herr, du hast doch gar nichts, womit du schöpfen könntest, und der Brunnen ist tief! Wo willst Du denn lebendiges Wasser herbekommen? Willst du dich etwa über Jakob stellen, der diesen Brunnen gegraben hat? Und das Wasser hier war gut genug, so dass er und sein ganzes Vieh davon getrunken hat.“ Der Jude richtet sich auf und schaut sie an. „Jeder, der von dem Wasser aus diesem Brunnen trinken wird, wird wieder Durst bekommen. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht mehr dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zur Quelle werden, aus der Wasser ins ewige Leben sprudelt.“ Nun stand es fest: Er hatte zuviel Sonne abbekommen. Im Scherz spielt sie sein Spiel mit. „Herr, gib mir solches Wasser, damit ich keinen Durst mehr bekomme und hierher laufen muß, um mir etwas zu trinken zu holen!“ Wieder schaut er sie an und sagt sanft: „Geh hin, ruf deinen Mann und komm wieder her!“ Eine dunkle Röt überzieht ihr Gesicht, sie schaut zu Boden. „Ich habe keinen Mann“. Er antwortet: „Das stimmt, Du hast keinen Mann. Fünf Männer hattest Du und der, den Du jetzt hast, ist nicht Dein Mann!“ Woher konnte er das wissen? Er hatte recht: zwei waren gestorben und drei hatten ihr einen Scheidebrief gegeben. Ha, die Verfluchte! Wie sie sich in Sychar das Maul über sie zerrissen! Das wird nie was mit der! Wen interessierte es da noch, was sie jetzt trieb?! Aber woher weiß er das? Was war das für ein Mensch, der ihr die Wahrheit über sie ins Gesicht sagte? Der ihren Durst kannte. Lebendiges Wasser in ihrem Inneren, ja danach sehnte sie sich wirklich. Ausgetrocknet war sie, nicht anders als die staubigen Straßen und die dürren Büsche, die hier standen. Wie lechzten die verdorrten Grasbüschel nach Regen! Kühlung, Erfrischung, neues Leben und Frieden – das war es, was ihr auch fehlte. Konnte ihr dieser Mann weiterhelfen? Offensichtlich war er ein Mann Gottes. „Herr ich sehe, dass du ein Prophet bist. Sag, haben die Juden recht, wenn sie sagen, man solle Gott in Jerusalem anbeten, oder liegen meine Leute richtig, die diesen Berg vorziehen?“ – „Glaube mir“, sagt er, „es wird eine Zeit kommen, in der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Jetzt ist die Zeit schon angebrochen, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten. Gott ist Geist, und man muß ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“ Er nannte Gott Vater! Das hatte sie ja noch nie gehört! Ob Gott tatsächlich wie ein Vater war? Wenn er recht hatte, dann konnte man ja überall zu Gott kommen, dann wäre es ja egal, ob man im Tempel war, oder sonst wo. Erregt antwortete sie: „Ich weiß, dass der Messias kommen wird, der Gesalbte Gottes. Der wird uns das alles verkündigen und erklären.“ Längst hatte sie ihren Wasserkrug abgestellt. „Ich bin es, der mit dir redet.“ Plötzlich waren da noch mehr Männer, zwölf andere, alles Juden. Sie hatte sie herankommen sehen, aber nicht bewusst wahrgenommen. Ehrerbietig umgaben sie ihren Gesprächspartner. Offensichtlich gehörten sie zum ihm. Ob das seine Schüler waren? Dann war er ja ein Rabbi und – natürlich! Das musste dieser Jesus sein! Viel hatte sie schon von ihm gehört. Er zog mit zwölf Jüngern durchs Land und es hieß, er mache Kranke gesund, tue Wunder und sei vielleicht der Messias! Schnell lief sie los. Sie musste in die Stadt, sie musste es weitersagen! Mochten die anderen denken, was sie wollten! Jesus war da, den mussten alle sehen, der kannte ihre Vergangenheit, der hatte sie so – besonders behandelt, wie ein gleichwertiges Gegenüber! Das hatte schon lange niemand mehr getan! Er kannte ihre Vergangenheit, aber es schien ihm nichts auszumachen. Trotzdem hatte er ihr alles erklärt. Sie rannte immer schneller und fing schon an zu rufen. Jeder sollte es hören!

del.icio.us:[Wortakrobatik] Treffen am Jakobsbrunnen digg:[Wortakrobatik] Treffen am Jakobsbrunnen spurl:[Wortakrobatik] Treffen am Jakobsbrunnen wists:[Wortakrobatik] Treffen am Jakobsbrunnen simpy:[Wortakrobatik] Treffen am Jakobsbrunnen newsvine:[Wortakrobatik] Treffen am Jakobsbrunnen blinklist:[Wortakrobatik] Treffen am Jakobsbrunnen furl:[Wortakrobatik] Treffen am Jakobsbrunnen reddit:[Wortakrobatik] Treffen am Jakobsbrunnen fark:[Wortakrobatik] Treffen am Jakobsbrunnen blogmarks:[Wortakrobatik] Treffen am Jakobsbrunnen Y!:[Wortakrobatik] Treffen am Jakobsbrunnen smarking:[Wortakrobatik] Treffen am Jakobsbrunnen magnolia:[Wortakrobatik] Treffen am Jakobsbrunnen segnalo:[Wortakrobatik] Treffen am Jakobsbrunnen gifttagging:[Wortakrobatik] Treffen am Jakobsbrunnen

Kommentar schreiben

XHTML: Sie können diese Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>