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[Wortakrobatik] 13 Jahre Schweigen

7. November 2006

Im Zuge meines Rückblick über den Pentateuch hier ein Gedicht, das ich 2006 beim Nachsinnen über Abraham geschrieben habe. Nachdem Gott einen Bund mit Abraham geschlossen und ihm einen Nachkommen versprochen hatte, Sara aber lange kinderlos blieb, zeugte Abraham mit Hagar den Ismael. Als Ismael dann 13 Jahre alt war, erschien Gott Abraham und eröffnete ihm, daß Sara ein Kind gebären würde. Abraham antwortete nur: „Ach dass Ismael möchte leben bleiben vor dir!“ (Gen 17,18). 13 Jahre lang hatte er geglaubt, Ismael wäre der Verheißungsträger und der Bund, den Gott mit Abraham geschlossen hatte, würde an Ismael weitergegeben. War aber nicht so. Abraham hatte sich getäuscht. Gottes Plan war ein anderer. Im Nachdenken über diese 13 Jahre, in denen die Beziehung Gott-Abraham wohl etwas still gewesen sein muß, habe ich folgende Zeilen verbrochen. Mal sehen, was Du darüber denkst…

13 Jahre Schweigen
(über Abraham, der Ismael zeugte)

13 Jahre Schweigen
13 Jahre Stille
13 lange Jahre

Das Leben geht seinen Gang
Freude und Trauer
Arbeit und Mühsal
13 lange Jahre

Sorge und Schmerz bestimmen den Alltag
Hoffnung und Erwartung
Eigene Pläne
13 lange Jahre

Alles im Lot, so scheint es
Jedoch – wer sieht in eines Mannes Herz?
Hohles Heil vielleicht
Vages Gehen auf dünn anmutendem Eis

13 Jahre sind vergangen
Zum Manne fast der Säugling gewachsen
Das Kind der Magd der ersehnte Erbe?
Leibhaftige Erfüllung der Verheißung?
Gottes Wege sind das nicht!
Nach 13 Jahren wird die Stille durchbrochen
Nach 13 Jahren spricht der Herr ein neues Mal
Wiederholt die Verheißung
Erneuert das Versprechen
Bekräftigt sein Wort

Nein, er hat ihn nicht vergessen
Nein, er hat ihn nicht verlassen
Eigne Pläne lehnt er ab
Zu seinem Bunde aber steht er
Unverrückbar
Fest und sicher
Gilt sein Wort

Wenn der Weg auch fehl ging
Wenn die Zeit auch lang schien
Die Verheißung bleibt
13 Jahre eigne Pläne
13 Jahre eigne Wege
13 Jahre scheinbar recht
Diesmal trog der Schein

13 Jahr‘ im Kreis gegangen
13 Jahr‘ die Spur verfehlt

Gottes Pfade still verlassen
In sich selber sich verrannt
Äußerlich wohl ganz in Ordnung
Innerlich – was war da los?

Der Vater des Glaubens
Vom Herrn erwählt
Pate des Bundes und Träger der Verheißung
Wie hast Du, Abraham, den Weg verloren
Die vertraute Stimme nicht gehört?
Hat Dein Herz es nicht vernommen
Daß solch ein Pfad in’s Leere führt?

War das Rufen Deiner Eva
Lauter als der Herr in Dir?
Hörtest Du nicht auf sein Werben
Das Dich rief: „Zurück zu mir“?
Daraus, will ich, Herr, es lernen
Stets an Deiner Hand zu gehn
Will Dich nimmermehr verlassen
Dein Wort täglich mehr verstehn
Deine Spur niemals verfehlen
Und am Ende vor Dir stehn

Ruf mich, wenn ich von Dir weiche
Wenn der Weg mir recht erscheint
Wenn mein Denken und mein Handeln
Deine Herrlichkeit verneint

Dir nur will ich leben, atmen
Will ich dienen, nahe sein
Deinen Namen will ich ehren
Und ertragen alle Pein

Wer mich sieht, soll Dich nur sehen
Wer mich sieht, soll Dir begegnen
Zeit, die er mit mir verbringt
Soll von Dir her reich ihn segnen

Nicht mühsam tastend voranschreiten
Auf dünn anmutendem Eis
Sondern tanzend, springend
Getragen von Dir
Geborgen in Dir
Sicher an Deiner Hand
Den von Dir offenbarten Weg schreiten

Selbsibel bleiben für den Ton leisen Wehens
Dir Raum geben

Offen für Weisung
Bereit zur Korrektur

Mit Dir als einzigem Fixsten das Leben feiern
Die Welt bunt anmalen
Gemeinschaftlich pilgern
Auf der Reise nachhaus

by DoSi 2005

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