Wir bekennen das irdische Leben Jesu
5. Februar 2007
Ist Dir schon einmal aufgefallen, daß unsere altkirchlichen Glaubensbekenntnisse das irdische Leben Jesu faszinierenderweise überspringen? So heißt es im Apostolicum: “Empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria” – und dann? “Gekreuzigt, gestorben und begraben” – als ob die Jahre zwischen Geburt und Kreuzigung irrelevant wären…
Sind sie aber nicht! Stell Dir vor: Gott wird Mensch! Johannes schreibt:
Das Wort ward Fleisch
und wohnte unter uns
und wir sahen seine Herrlichkeit
eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater
voller Gnade und Wahrheit (Joh 1,14)
Worin bestand/besteht diese Herrlichkeit Jesu? Ist Christus allein gekommen, um “gekreuzigt, gestorben und begraben” zu werden? Ich meine: Nein. Die Herrlichkeit Jesu wird auch sichtbar daran, daß und wie er in allem den Willen des Vaters getan hat. Sein praktisches, irdisches Leben, wie es in den Evangelien berichtet wird, ist uns Maßstab, Vorbild und Richtschnur für unser Leben. Gottes Absicht ist es, uns in das Ebenbild seines Sohnes zu verwandeln, also uns alle so umzugestalten, daß wir in unserem Verhalten auf allen Eben Christus ähnlicher werden. Darum bekennen wir das irdische Leben Jesu. Wer Jesus sieht, der sieht den Vater. Ihm wollen wir folgen, auf ihn wollen wir hören, mit ihm wollen wir uns vergleichen (lassen).
Ein Text, der uns dabei helfen kann, dies immer wieder in den Blick zu bekommen, ist das Jesus-Bekenntnis von Brian McLaren, das ich über Umwege hier bei Danny gefunden habe und das ich Dir an’s Herz legen möchte.









































