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[Wegmarken] Numeri 22 – Wo Gott sonst noch zu finden ist

9. Juni 2006

Zum ersten Mal überhaupt bewegt sich der Fokus der Erzählung über mehrere Kapitel weg von Israel, das jetzt in der Ebene Moabs jenseits des Jordans gegenüber Jericho lagert. Balak, der König Moabs, rückt in den Mittelpunkt. Er hat miterlebt, wie Israel mit den Amoritern verfahren war und bekommt es deshalb mit der Angst zu tun, weshalb er Älteste Moabs und Midians zu Bileam, dem Sohn Peors, sendet, mit der Bitte, dieser möge doch für Balak das Volk Israel verfluchen, damit es besiegt werden könne. Denn Balak weiß: Wen Bileam segnet, der ist gesegnet, und wen Bileam verflucht, der ist verflucht. Die Boten kommen an, und Bileam meint, er müsse zuerst den HERRN befragen. Diese Unterredung mutet an wie ein Gespräch zwischen Gott und Mose. Bileam wird verboten, mit den Boten zu ziehen, was er ihnen mitteilt, worauf sie zu Balak zurückkehren. Dieser schickt sie ein weiteres Mal los; diesesmal bietet er Bileam große Ehren an. Der entgegnet nur: „Wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gäbe, so könnte ich doch nicht übertreten das Wort des HERRN, meines Gottes, weder im Kleinen noch im Großen.“ Dennoch befragt er Gott. Diesmal ist die Antwort positiv: Bileam soll mit den Boten ziehen, aber nur tun, was Gott ihm sagt. Faszinierenderweise ist Gott aber zornig, schickt seinen Engel, der sich mit gezücktem Schwert Bileam den Weg stellt. Seine Eselin weicht mehrmals aus, weswegen Bileam sie schlägt. Gott öffnet ihren Mund, und sie stellt Bileam zur Rede, warum er sie denn schlage, woraufhin Bileam dies mit ihrem Ausweichen begründet, aber nach ihrer Rückfrage feststellt, dass das eigentlich sonst nicht so ihre Art ist. Nun öffnet Gott Bileams Augen, der sieht den Engel mit gezücktem Schwert vor ihm stehen, fällt nieder auf die Knie und hört wie der Engel ihm eröffnet, dass Bileams Weg in seinen (d.h. Gottes) Augen verkehrt ist und er ihn getötet hätte, wenn die Eselin nicht dreimal ausgewichen wäre. Bileam erkennt seine Sünde, will umkehren, aber der Engel gebietet ihm weiterzugehen; er solle aber nur das sagen, was er, der Engel (und in dem Fall: Gott) zu ihm reden werde. Bileam zieht weiter, Balak kommt ihm bis zur Grenze Moabs entgegen. Bileam macht ihm deutlich, dass er nur Gottes Wort sagen werde. Sie kommen in Kiriath-huzoth an, wo Balak verschiedene Opfer darbringt und zu Bileam schickt. Am nächsten Tag führt Balak Bileam an einen höher gelegenen Ort, von wo aus er einen Teil des Volkes Israel sehen kann.

Sonderbare Geschichte, schon immer hat sie mich fasziniert, diese redende Eselin und der Esel, der da auf ihr saß. Was hat mir diese Erzählung heute zu sagen? Zunächst einmal ist mir das Verhalten Balaks eine Warnung, sich nicht dem offensichtlichen Wirken Gottes entgegenzustellen. Manchmal handelt Gott auf andere Weise, als ich es erwarte. Das will ich respektieren und feiern. Auch wenn es mich, mein Land – Oh WM 😉 -, oder meine Position in Frage stellen sollte.
Dann ist da dieser Bileam. Ein Nicht-Israelit, außerhalb des Bundes Gottes etc. – aber trotzdem scheint er einen ganz guten Draht zu Gott zu haben, erhält Offenbarung von ihm. Und es ist bekannt: Wen Bileam segnet, der ist gesegnet. Motiviert, öfter einfach den Segen Gottes über bestimmten Menschen oder Situationen auszusprechen. Kann ja nicht schaden… Eigentlich hat Bileam die rechte Einstellung: Ich werde nur tun, was Gott sagt. Und als Gott ihm die Reise verbietet, gibt es keine Diskussion. Als die Anfrage ein zweites Mal kommt, hätte ja eigentlich die erste Antwort Gottes noch immer Gültigkeit. Dennoch befrägt er ihn ein weiteres Mal. Macht er damit einen Fehler? Sollte uns ein Wort Gottes genügen? Gideon hat ja zwei Zeichen erhalten, und es heißt auch „Durch den Mund zweier oder dreier Zeugen …“ Jedenfalls kann ja Bileam nicht riechen, dass da Gottes Engel in seinem Weg steht und die Eselin deshalb zickt. Als er den Engel sieht, reagiert er in rechter Weise. Und Balak gegenüber ist auch alles in Ordnung. Er bekräftigt seinen Entschluß, nur das zu sagen, was Gott ihm gebietet. Aber… hätte er am Verhalten der Eselin merken können, dass da was im Busch ist? War er nicht sensibel genug der Stimme Gottes gegenüber? Und überhaupt – Gott: Erst verbietet er Bileam die Reise, dann erlaubt er sie, dann will er ihn plötzlich umbringen – warum und wie und was ist da gelaufen? Warum schickt Gott seinen Engel, dieser spricht aber in der ersten Person, als ob er Gott wäre? Viele Fragen in dieser Geschichte, die ich nicht zu beantworten weiß, die mich aber weiter herausfordern und mein Gottesbild hinterfragen, mich klein halten und Gott groß und geheimnisvoll. Ich liebe solche Geschichten! Mysterium tremendum…
Und dann ist da noch diese Eselin. Fängt plötzlich an zu sprechen. Interessant. Sind Tiere doch intelligenter, als wir gedacht haben? Oder spricht da Gott? Beruhigend in jedem Fall, dass Gott durch Esel spricht. Dann spricht er vielleicht auch manchmal durch uns Pseuo-Theologen 8)I

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