Der Sämann

Saatgut aus der Fülle des Lebens-mit-Gott







  • Buchtipps vom Sämann



    vernetzt mit Emergent Deutschland

    Das Buch vom Sämann Wie die Bibel Sinn macht

    Bücher mit dem Sämann In allen Städten und Dörfern Beziehungsweise Leben Zeitgeist
    Zeitgeist
  • Täglich Brot

    • Irisches Gebetbuch
    • Richard Foster, Dallas Willard, Walter Brueggemann (Hrsg.) – Renovaré Spiritual Formation Study Bible
  • Was ich höre

    • Bob Dylan – Nashville Skyline
    • Bon Iver – Bon Iver
    • Coldplay – Mylo Xyloto
    • Jens Böttcher – Viva Dolorosa
    • Johnny Cash – Bootleg Vol. 2: From Memphis to Hollywood
    • Johnny Cash – Bootleg Vol.3: Live Around the World
    • Johnny Cash – I Would Like to See You Again
    • Johnny Cash – Now, there Was a Song!
  • Was ich lese

    • Gustav Aulén – Das christliche Gottesbild in Vergangenheit und Gegenwart: Eine Umrißzeichnung
    • Manfred Scheuch – Historischer Atlas Deutschland: Vom Frankenreich bis zur Wiedervereinigung
    • Saul Friedländer – Das Dritte Reich und die Juden
    • Stephen R. Covey – The 8th Habit: From Effectiveness to Greatness
    • Thomas C. Oden und Cindy Crosby – Ancient Christian Devotional: A Year of Weekly Readings
    • William Shakespeare – The Complete Works
Egoload - Analytischer Denker

Emergent Village

Friend of Missional

Firefox

Falls dieser Blog nicht richtig angezeigt wird, klicke hier

Dieser Blog ist lizensiert unter einer Creative Commons 3.0-Lizenz

ecto

apple

Döner macht schöner!

[Wegmarken] Numeri 14 – Konfusion

1. Juni 2006

Verunsichert durch den Bericht der Kundschafter weint das Volk in dieser Nacht. Alle murren gegen Mose und Aaron, klagen Gott an, wären lieber in Ägypten oder in der Wüste gestorben, statt beim Angriff auf Kanaan ihr Leben zu lassen. Sie beschließen schon, einen Führer zu wählen und nach Ägypten zurück zu gehen, als Mose und Aaron auf ihr Angesicht fallen, Josua und Kaleb ihre Kleider zerreißen und das Volk beschwören: „Gott kann uns das Land geben, rebelliert nicht gegen ihn, fürchtet die Feinde nicht, sie sind ohne Schutz, weil Gott mit uns ist.“ Das Volk hört nicht auf sie, sondern versucht, sie zu steinigen, als vor aller Augen die Herrlichkeit Gottes erscheint. Gott hat genug von der Rebellion und dem Murren des Volkes; er will sie mit der Pest schlagen und enterben und statt dessen aus Mose eine größere und mächtigere Nation als Israel zu machen. Mose hingegen bittet für das Volk, um Gottes Ehre und um seines Werkes an ihnen willen möge Gott ihnen doch vergeben. Seine Bitte wird erhört; Gott vergibt dem Volk, beschließt aber, dass keiner von ihnen das verheißene Land sehen soll; 40 Jahre lang werden sie durch die Wüste ziehen, bis alle gestorben sind. Daraufhin sterben 10 der Kundschafter durch eine Plage, nur Josua und Kaleb bleiben am Leben. Das Volk erkennt seine Sünde, will sie wiedergutmachen und (gegen den Willen Gottes) nach Kanaan einzumarschieren. Mose kann sie nicht davon abhalten und so ziehen sie los, obwohl Mose und die Bundeslade im Lager bleiben. Die Quittung: Israel wird von den Kanaanitern und Amalekitern vernichtend geschlagen.

Puh, ein prall gefülltes Kapitel. Gedankensplitter aus meinem Kopf:

  • Israel. Wahnsinn, der radikale Abfall. Sie vergessen alles, was Gott in der Vergangenheit für sie getan hat, kündigen ihm den Bund, vertrauen nicht mehr. – Kennst Du auch Situationen, in denen Deine Welt zusammenzubrechen scheint? Eigentlich lächerlich, denn da ist der Allmächtige, der einen Bund mit Dir geschlossen hat! Schon vergessen? Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein? Hast Du ihn nicht in der Vergangenheit immer wieder krass erlebt? Denkst Du nicht, dass das auch in Zukunft der Fall sein wird?
  • Josua & Kaleb. Die harten Jungs. Haben die rechte Sichtweise. Kennen ihren Gott. Versuchen, dem Volk die Wahrheit zu zeigen. Riskieren Kopf und Kragen. Beeindruckend. Anders als alle anderen werden sie das Land Kanaan betreten. Gott stellt sich zu denen, die sich zu ihm stellen.
  • Gott. Zornig. Wütend. Ungeduldig. Hat genug von seinem Volk. Gott, wie ihn das Neue Testament nicht schildert. Archaisches, zu überwindendes Gottesbild? Antropomorph und deshalb abzulehnen? Nein. Gott, der sich auf die Beziehung zu seinem Volk eingelassen hat und an ihr leidet. Gott ist nicht kalt und emotionslos, sondern leidenschaftlich.
  • Mose. Versucht von der Ankündigung Gottes, zur großen Nation zu werden. Setzt sich aber wieder und wieder für diejenigen ein, die ihm ans Leder wollen. Wie beim goldenen Kalb. Oder bei Aaron und Mirjam. Typos/Vor-Bild auf Christus  („Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun“) und Vorbild für uns.
  • 10 Kundschafter. Bezahlen mit dem Tod. Hätten sie doch die Größe Gottes im Blick behalten, statt von der Größe der Kanaaniter geblendet zu werden…
  • Konsequenz der Sünde. Gott vergibt, aber das Volk trägt die Konsequenz seines Vergehens. Keiner wird das Land Kanaan betreten. Gott hat auch David’s Schuld vergeben. Dennoch ist Bathsebas erstes Kind gestorben. Manchmal gilt es, trotz Vergebung der Schuld mit den Konsequenzen eigener Sünde klarzukommen.
  • Nix gelernt. Israel erkennt: Gott zu mißtrauen war ein Fehler. ‚Die Rebellion war eine Frechheit, ja. Aber Gott, dass Du uns jetzt einfach so 40 Jahre lang im Kreis rum schicken willst, das kann ja wohl auch nicht Dein Ernst sein, oder? Also lass mal gut sein, wir folgen Dir ja, nehmen jetzt gemütlich das Land ein, also komm, Gott, mach uns doch mal den Weg frei, bitte!‘ Und ZACK! – vernichtend geschlagen vom Feind. Sie wollen Gottes Weisung nicht befolgen. Sie wollen einen Gott nach ihrem Gutdünken. Sie wollen selbst definieren, was Gottes Wille ist und was nicht. Sie wollen. Sie wollen wollen. Sie wollen wollen dürfen. Selbst das Heft in der Hand haben. Selbst entscheiden. Wie ich das kenne. Wie ich dazu neige, mich nach Dingen zu sehnen, diese vor Gott auszubreiten, nach gewisser Zeit sie „meine Berufung“ zu nennen, ihnen nachzujagen, sie auszuleben und sie als Gottes Willen zu bezeichnen. Aber sind sie das wirklich? Oder ist das nur ein schöner Selbstverwirklichungstrip, der damit endet, von den Kanaanitern vernichtend geschlagen zu werden? Wo ist die Balance zwischen „Habe Deine Lust am Herrn, der wird Dir geben, was Dein Herz begehrt“ und „Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach“?
del.icio.us:[Wegmarken] Numeri 14 - Konfusion digg:[Wegmarken] Numeri 14 - Konfusion spurl:[Wegmarken] Numeri 14 - Konfusion wists:[Wegmarken] Numeri 14 - Konfusion simpy:[Wegmarken] Numeri 14 - Konfusion newsvine:[Wegmarken] Numeri 14 - Konfusion blinklist:[Wegmarken] Numeri 14 - Konfusion furl:[Wegmarken] Numeri 14 - Konfusion reddit:[Wegmarken] Numeri 14 - Konfusion fark:[Wegmarken] Numeri 14 - Konfusion blogmarks:[Wegmarken] Numeri 14 - Konfusion Y!:[Wegmarken] Numeri 14 - Konfusion smarking:[Wegmarken] Numeri 14 - Konfusion magnolia:[Wegmarken] Numeri 14 - Konfusion segnalo:[Wegmarken] Numeri 14 - Konfusion gifttagging:[Wegmarken] Numeri 14 - Konfusion

Kommentar schreiben

XHTML: Sie können diese Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>