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Vom Dichten und Denken und, achja: Wie ich die Bibel verstehe und mir den Umgang mit ihr vorstelle

19. Mai 2009

[Ist doch ein scheinbar bedeutungsschwangerer Titel für einen neuen Post nach sechs Wochen Funkstille, oder?] In den letzten Wochen bin ich immer wieder on- und offline auf Publikationen gestoßen, in denen entweder dieser Blog oder mein kleiner Artikel in ZeitGeist zitiert wurde, wenn es darum ging, zu beweisen, dass und warum die »Emerging Church«-Bewegung doof ist. Und ich muß nun damit leben, als »einer der Vordenker dieser Bewegung im deutschsprachigen Raum« bezeichnet zu werden. Das macht mir ja eigentlich auch nichts aus; schließlich ist ja jeder selbst schuld, wenn er – ohne selbst nach-zudenken – einfach das übernimmt, was ich ihm vor-gedacht habe. Und außerdem denke ich mir ja manchmal was bei dem, was ich denke und dann auch äußere. Aber leider beschleicht mich immer häufiger das Gefühl, dass das, was mir gedacht zu haben nachgesagt wird, gar nicht aus meinem Kopf stammt. Dann sehe ich genauer hin und stelle fest: Es sind tatsächlich Worte, die ich geschrieben habe – nur scheinen sie im neuen Kontext nicht das zu sagen, was ich ursprünglich gemeint hatte. Es wird also nicht das nach-gedacht, was ich vor-gedacht habe, sondern es wird mir etwas angedichtet, was ich nie gedacht hätte. Und das ist schade. Insbesondere deshalb, weil plötzlich Mauern errichtet werden, wo Brücken sein könnten. Faszinierenderweise sind mir viele andere Beiträge in den erwähnten doch ungenannt bleibenden Publikationen oft sehr sympathisch, weil sie sich darum bemühen, Gedanken aus der Heiligen Schrift verständlich zu machen. Ich lese diese Beiträge, nicke zustimmend mit dem Kopf und freue mich über sie. Sind ja doch eigentlich Brüder (warum schreiben in diesen Publikationen eigentlich nie Frauen? und warum reden sie sich so oft mit der Kombination aus »Bruder«+Nachname an?) im Geiste (auch wenn sie gerne diejenigen, die den Heiligen Geist betonen, etwas schief ansehen oder aber gleich verteufeln). Aber irgendwie kommen diese Brüder im Geiste immer zu dem Schluss, dass die Bewegung, derer sie mich als einen deutschsprachigen Vordenker zuordnen, böse (und oft: »vom Teufel«) ist. Das finde ich wie gesagt sehr schade. Dachte ich doch, dass niemand Jesus den Herrn nennen kann, außer durch den Heiligen Geist. Wenn also ich Jesus den Herrn nenne und sie es auch tun, dann gehören wir doch auf dieselbe Seite, oder?
Nun da Du, lieber Bruder im Herrn, kein Vertreter emergenten Gedankenguts mehr werden wirst und das auch nicht sollst, dieses Blog liest, mich für böse oder verblendet hältst und nach Munition für weitere Anti-Emerging-Artikel suchst, mache ich Dir ein Angebot: Lade hier kostenlos meine Diplomarbeit (Bachelor-Thesis) herunter, die ich an der Werkstatt für Gemeindeaufbau geschrieben habe. Das gute Stück ist drei Jahre alt und heißt Theologia Semper Reformanda: Grundlinien für theologisches Arbeiten in der Zeit nach der Moderne. Ja, ich weiß, das klingt ein wenig protzig. Mir ist damals kein besserer Titel eingefallen, aber irgendwie find ich’s auch heute noch ein bißchen cool. Wenn Du über den Titel hinweg sehen kannst, dann schau Dir das pdf mal an. Darin lege ich u.a. dar, wie ich die Bibel verstehe und mir den Umgang mit ihr vorstelle. Und warum ich glaube, dass wir in manchem, wie wir die Bibel verstehen, umdenken sollten, weil wir dem, was uns die Autoren vor-gedacht haben, des Öfteren etwas hinzu-gedacht und ihre Gedanken in unsere Verständnisse hinein-gedacht haben. Du darfst es lesen und zitieren, und ich hoffe, dass wenn zukünftig mein Name im Zusammenhang mit dem »Schriftverständnis der Emerging Church«-Bewegung fällt, diese Arbeit zumindest berücksichtigt wird. Natürlich kann man auch in dieser Arbeit manches falsch verstehen oder aus dem Zusammenhang reißen. Aber vielleicht stellst Du ja fest, dass wir unter Umständen gar nicht so weit auseinander liegen und es möglicherweise an der Zeit wäre, die eine oder andere Brücke zu bauen. Ich würde mich jedenfalls freuen. Ganz ehrlich.

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12 Kommentare zu “Vom Dichten und Denken und, achja: Wie ich die Bibel verstehe und mir den Umgang mit ihr vorstelle”

  1. Johannes sagt:

    „Aber vielleicht stellst Du ja fest, dass wir unter Umständen gar nicht so weit auseinander liegen und es möglicherweise an der Zeit wäre, die eine oder andere Brücke zu bauen. Ich würde mich jedenfalls freuen. Ganz ehrlich.“
    😉 Ich suche keine Munition…8) Ähm, seid ihr Emmerging Church Anhänger der Meinung das man sich selber für Jesus entscheiden muss oder seht ihr das mehr relativ. Und noch ne Frage wegen den nicht so weit auseinanderlieben 😉 denkt ihr das die Bibel Irrtumslos ist und für unser Leben wichtig und unfehlbar oder eher nicht…
    So hab mir mal als nicht Emergentler das gefragt, aber ich weiß das ihr untereinader sehr verschieden seid 😉
    MfG Johannes

  2. DoSi sagt:

    Hallo Johannes,
    danke für Deinen Kommentar.
    Die Unterschiedlichkeit hast Du richtig erkannt, daher kann ich nur für mich sprechen. Ich antworte Dir in einem Satz: »Ich glaube der Bibel.« Soll heißen: Ich glaube das, was die Bibel sagt in Bezug auf die Bibel selbst und die Entscheidung für Jesus. 8)

  3. Steve sagt:

    Lieber Johannes,
    ich bin mal so frei, auf deine Fragen zu antworten, ohne dass ich mich (bisher) zur EmCh-Bewegung zähle.

    Du hast richtig festgestellt, dass Emergente sehr verschieden sind. So gibt es auch ganz unterschiedliche Ansichten. Denn jeder Christ hat seine eigentümliche Theologie, die durch seine Sozialisation geprägt und immer unvollkommen ist. Da EmCh keine Glaubenssätze vorgibt (Wer sollte dies auch einem Gesprächskreis tun?) ist die theologische Bandbreite natürlich größer als beispw. in einer bestimmten Denomination. Da die beiden von dir gestellten Fragen innerhalb der Christenheit (auch innerhalb des Protestantismus) unterschiedlich beantwortet werden, wirst du auch in der EmCh-Bewegung unterschiedliche antworten bekommen. Die meisten „Relevants“ (gemäß Ed Stetzers Einteilung der Bewegung in Relevants, Reconstructionists und Revisionists) beispw. würden die Fragen ‚klassisch‘ evangelikal beantworten.
    Vielleicht solltest du DoSi direkt fragen, was er zu diesen Fragen denkt.

    Nun möchte ich noch meine Meinung kundtun:
    Wenn wir uns das biblische Zeugnis anschauen, dann sehen wir, dass Menschen ganz unterschiedlich ‚zum Glauben‘ an Jesus Christus kommen. Es geschieht also nicht zwingend durch ein Übergabe-Gebet 😉 . Und es lässt sich nicht immer an einem Zeitpunkt festmachen. Mir fällt da immer sofort Paulus ein (obwohl es sicherlich bessere Beispiele gibt). Wann trifft er eine Entscheidung für Jesus? Trifft er überhaupt eine selbständige, individuelle Entscheidung?
    Wir Menschen denken immer so gern in ‚in‘ und ‚out‘ -Kategorien. Wir Nachfolger Christi möchten definieren, wer dazu gehört und wer nicht. Aber geht das so einfach? Ich glaube nicht! Entscheidend für mich im Umgang mit dem Nächsten ist, ob er sich auf Jesus zu bewegt oder von ihm weg. Meine Aufgabe ist es, ihn/sie auf dem Weg zu Jesus hin zu begleiten (und ihn natürlich selber zu gehen) oder dafür zu werben, dass er/sie sich (wieder) auf den Weg mit Jesus macht (Umkehr!).
    Zur Irrtumslosigkeit (Was ist hier übrigens der Unterschied zwischen irrtumslos und unfehlbar? Ich nehme mal an, du verstehst das auch synonym) der Bibel:
    Die Schrift versteht sich selbst als vom Geist inspiriert (meiner Meinung nach). Wie diese Inspiration der Autoren ausgesehen hat, wird von Christen unterschiedlich beantwortet. Wer hat aber recht? Ich persönlich vertrete die Theorie der Ganzinspiration, da nur sie für mich einen Sinn ergibt. Aber es bleibt eine Theorie. Mit Hinweis auf Verbal- oder Ganzinspiration wird dann folglich(?) die Irrtumslosigkeit der Schrift propagiert. Was bedeutet aber irrtumslos? (Natur-)Wissenschaftlich korrekt? Wenn (Natur-)Wissenschaft und Bibel auseinander liegen kann dies m.E. drei Gründe haben: 1) Die Wissenschaftler irren sich momentan in dieser Frage (dies propagieren viele Evangelikale; m.E. aber der seltenste Grund). 2) Unsere Exegese ist mangelhaft. 3) Unser menschlicher Verstand ist nicht in der Lage, die Widersprüche in Harmonie zu bekommen. (Nicht selten ist es wohl auch 4) eine Kombination aus 1) und 2)).
    Wie auch immer, die Schrift ist wichtig für unser Leben, denn darin offenbart sich Gott. Die allermeisten Emergenten würden diesem Satz wohl zustimmen.

    Noch ein Letztes: Ist es für dich entscheidend, dass ein Christ die beiden Fragen ‚klassisch‘ evangelikal (Man braucht eine individuelle, bewusste Entscheidung für Christus; die Bibel ist irrtumslos) beantwortet?
    Ich bin zu der Meinung gelangt, dass solche Glaubenssätze zweitrangig sind – zumal sie oft enge Antworten auf Fragen geben, welche die Schrift so nicht (eindeutig) beantwortet. Ob man den Willen Gottes tut, Liebe übt, Jesus‘ Gebote hält, daran zeigt sich doch, ob jemand ein evangelium-gemäßer Christ ist – nicht daran, ob er bestimmten Glaubenssätzen zustimmt.

  4. DoSi sagt:

    Hey Steve,
    nett, Dich hier zu lesen!

  5. Steve sagt:

    Noch was zu DoSis Post:
    Ich hoffe wirklich, dass sich die Leute deine Arbeit mal anschauen.
    Hab zwar nur drüber gelesen, kann aber dennoch sagen, dass das ne super Arbeit ist! Werde mir mal Zeit nehmen, sie genauer anzuschauen, denn das Thema interessiert mich sehr (und lateinische Titel mag ich sowieso ;-)). Die Literatur-Auswahl ist überragend!!! (Und das sage ich nicht nur, weil zwei meiner Dozenten auch berücksichtigt wurden ;-).) Sind wirklich alle dabei, die mir irgendwie zu dem Thema eingefallen sind (außer evtl. Millard J. Erickson).

    Danke übrigens noch einmal für die Bücher und die Gespräche! Hat sich ausbezahlt (nicht nur notenmäßig!).

  6. DoSi sagt:

    Danke für die Blumen – immer gerne wieder!

  7. Johannes sagt:

    „Noch ein Letztes: Ist es für dich entscheidend, dass ein Christ die beiden Fragen ‘klassisch’ evangelikal (Man braucht eine individuelle, bewusste Entscheidung für Christus; die Bibel ist irrtumslos) beantwortet“
    Nun es ist mir wichtig, ich glaube das jeder Mensch sich entscheiden muss (ich weiß nicht wie er sonst Christ werden soll…S ) )
    Ich denke das wenn man meint das die Bibel nicht komplett wahr ist, man sich das raussucht was einem gefällt und das andere eben zurseite legt und wenn man das so macht/es so richtig ist kann man eben nicht wissen was wahr ist…

    „Mir fällt da immer sofort Paulus ein (obwohl es sicherlich bessere Beispiele gibt). Wann trifft er eine Entscheidung für Jesus? Trifft er überhaupt eine selbständige, individuelle Entscheidung?“
    Nun es wurde zumindest geschrieben das er betet…und zum Zeichen wurde er ja getauft. Ich glaube aber nicht das die Worte beim „Übergabegebet“ wichtig sind sondern das man sich seine Schuld vergeben lässt und sich entscheidet Jesus nachzufolgen. Paulus war zumindest danach anders 😀

    „Ich bin zu der Meinung gelangt, dass solche Glaubenssätze zweitrangig sind – zumal sie oft enge Antworten auf Fragen geben, welche die Schrift so nicht (eindeutig) beantwortet. Ob man den Willen Gottes tut, Liebe übt, Jesus’ Gebote hält, daran zeigt sich doch, ob jemand ein evangelium-gemäßer Christ ist – nicht daran, ob er bestimmten Glaubenssätzen zustimmt.“
    Nun ein echtes Christsein zeigt sich meiner Ansicht nach schon in den Werken, also was man macht… Aber der Glaube gehört meiner Ansicht nach dazu, also das man glaubt das Jesus für unsere Sünden starb und auferstanden ist…

    So der Beitrag ist etwas länger geworden…;)
    Grüße Johannes

  8. Steve sagt:

    Danke für dein Eingehen auf meinen Kommentar, Johannes.
    „Nun es ist mir wichtig, ich glaube das jeder Mensch sich entscheiden muss“.
    Stimme ich dir zu. Allerdings dürfen wir nicht den Fehler machen, diese Entscheidung (zu eng) zu definieren.

    „Ich denke das wenn man meint das die Bibel nicht komplett wahr ist, man sich das raussucht was einem gefällt und das andere eben zurseite legt“.
    Hast du vollkommen Recht. Gebe aber zu bedenken, dass für viele ist ‚wahr‘ und ‚irrtumslos‘ nicht das gleiche bedeuten. Ich finde es auch fundamental, dass Christen der Bibel glauben. Wir sollten aber nicht die aus der Gemeinschaft ausschließen, die sie nicht für irrtumslos halten.

    „Nun es wurde zumindest geschrieben das er betet…und zum Zeichen wurde er ja getauft“. Dass Paulus nach den Erlebnissen sich radikal geändert hat (umgekehrt ist) und sich durch sein Verhalten als Christ ausgezeichnet hat, steht außer Frage. Mit der Taufe hat er auch angezeigt, dass Jesus sein Herr ist. Ich möchte allerdings auch hier darauf hinweisen, dass wir von keiner Entscheidung im Sinne einer individuellen Lebensübergabe wissen. Sein Nachfolgen war einfach eine natürliche Folge der Begegnung mit Jesus.

    „Aber der Glaube gehört meiner Ansicht nach dazu“.
    Richtig, Glaube und Werke gehören immer zusammen. Nur heißt glaube, zuzustimmen, dass die Bibel irrtumslos ist? / dem apostolischen Glaubensbekenntnis? / Calvins Institutio? Ich denke nein.
    Der Glaube im NT ist immer auf die Person Jesus Christus gerichtet. Ich glaube an ihn.
    Das heißt selbstverständlich auch, dem Glauben, was er gesagt hat – und dann zu tun.
    Ich glaube z.B., dass er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist – und ich versuche, dass er immer mehr zu meinem Weg, meiner Wahrheit, meinem Leben wird. Die Frage bleibt aber: Was muss ein Nachfolger Jesus‘ über ihn glauben? Alles, was Jesus gesagt hat? – Die Jünger taten es jedenfalls (anfangs) nicht. Sind Tod (wofür? – die Sühne ist nur ein Aspekt) und Auferstehung Christi der Gradmesser? Was ist mit den zentralen Inhalten, dass Jesus das Reich Gottes baut und wieder kommt? Glaubt das jeder Christ?

    Ich glaube, wir liegen in unserer persönlichen Theologie sehr eng zusammen. Meine Absicht ist aber, dass wir (Evangelikalen) unsere Ansichten und v.a. unsere einfachen Antworten hinterfragen. Ist es für einen Christen so wichtig, dass er der ‚evangelikalen Orthodoxie‘ folgt? Wenn das unser höchstes Ziel ist, verbauen wir vielen Menschen den Weg der Nachfolge. Denn sie möchten diesen Jesus erst einmal kennen lernen, sich mit ihm auf den Weg machen, hören was er zu sagen hat – in der Gemeinschaft mit anderen Christen! Und je mehr er zu ihrem Herrn wird, desto mehr glauben sie auch seinen Worten und tun sie.

    Bei mir ist er noch länger geworden 😉

  9. Johannes sagt:

    „Wir sollten aber nicht die aus der Gemeinschaft ausschließen, die sie nicht für irrtumslos halten.“
    Nun sehe ich nicht so, es darf meines Erachtens auch gerne ein Atheist kommen 😀 ich nehme jeden Menschen an 😉 aber ich bin dann dagegen das so eine Meinnung dann von dieser Person als Warheit definiert wird…

    „Sind Tod (wofür? – die Sühne ist nur ein Aspekt) und Auferstehung Christi der Gradmesser? Was ist mit den zentralen Inhalten, dass Jesus das Reich Gottes baut und wieder kommt? Glaubt das jeder Christ?“
    Auf jeden Fall… Das sind ja wichtige Kernaussagen der Bibel. Die Sünde trennte jeden Menschen von Gott, Jesus hat die Strafe aus Liebe bezahlt(Jesus starb um uns zu retten, oder steht da was anderes in der Bibel?) und ist auferstanden, mit der Auferstehung steht und fällt das Christentum (siehe 1.Kor.15) und das man an den Sühnetod Jesu und seine Auferstehung glaubt ist für mich unaufgebar (siehe Römer 10.9 Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.) Ich denke wenn wir das aufgeben, geben wir das unaufgebbare auf…
    Klar Jesus kommt wieder und ich bin überzeugt davon…aber ich denke das ist nicht das Zentrale, wichtig ist erst dass die Trennung von Mensch und Gott überwunden wird, oder?
    Gottes Reich, nun ich denke in der Gemeinde ist es möglicherweise jetzt, aber richtig erst im Tausendjährigen Reich, welches Jesus aufrichten wird. Dann gehts nicht mehr so zu wie heute 😉

    „Ist es für einen Christen so wichtig, dass er der ‘evangelikalen Orthodoxie’ folgt? “
    Nun mir ist es wichtig, der biblischen 😉 Menschen können sich ja irren…

    So das wars schon…vorerst 😉
    Grüßle 😀

  10. Johannes sagt:

    Verbesserung
    „aber ich bin dann dagegen das so eine Meinnung dann von dieser Person als Warheit definiert wird…“
    nicht DEFINIERT sondern pupliziert
    Sorry 😉 richtig gedacht falsch geschrieben 😉 😛

  11. Christian Beese sagt:

    Hey Dominik, ich habe deine Bachelor-These heruntergeladen und studiere sie. Ich antworte dir, sobald ich zu einer Einschätzung gekommen bin.
    p.s. Ich freue mich zu lesen, dass du Thomas Schirrmachers „Ethik“ benutzt. Seit der 2. Auflage bin ich der Herausgeber. Inzwischen ist sie 8-bändig (inkl. Kurs- und Registerband).
    Auch das Buch „Gemeindebau nach biblischem Vorbild“ von Mauerhofer ist überarbeitet und in neuer Aufmachung bei mir erschienen.
    Gruß, Christian Beese (Reformatorischer Verlag)

  12. Caro sagt:

    Das hast Du wirklich sehr toll geschrieben. Du findest immer die richtigen Worte, die mich serh berühren. Mach weiter so!


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