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Verschiedene Orte, gemeinsame Praxis – wie kann heute eine »Ordensregel« aussehen?

29. September 2008

1997 war ich Teil des Leitungsteams einer Jungschargruppe, deren Teilnehmer ca. 10 Jahre alt waren. 1999 äußerten einige der Jungs während eines Zeltlagers den Wunsch, auch zu Hause solche Bibelarbeiten durchzuführen, wie sie sie von der Freizeit gewohnt waren. Zusammen mit einem Mitverschwörer, der neben zwei weiteren Personen mit mir diese Jungschar leitete, begannen wir von diesem Zeitpunkt an, uns wöchentlich zu treffen und kapitelweise das Johannesevangelium durchzugehen. Es folgte der Römerbrief und im Anschluß dann das Buch Nicht wie bei Räubers, welches den Namen inspirierte, den wir unserer Gemeinschaft gaben: »Schoßhocker«, denn wir wollen – schwäbisch geschwätzt – bei unserem himmlischen Vater »auf dem Schoß hocken«. Einiges hat sich seitdem getan, einige Jungs haben sich verabschiedet, zwei Mädels sind dazu gekommen, wir haben viel gemeinsam erlebt, sind durch unterschiedliche Prozesse gegangen, haben gefeiert, aneinander gelitten und sind miteinander gewachsen. Irgendwann kristallisierte sich dann unser Motto heraus: »Gemeinsam verbindlich Jesus folgen«. Durch die bewußte Entscheidung, in der engen Verbindung mit genau diesen Mitmenschen den Weg der Nachfolge zu gehen, aufgrund der gemeinsamen Geschichte und aufgrund der beteiligten Persönlichkeiten 😉 paßte diese Truppe nie so ganz zur traditionellen Gemeindelandschaft, bekam aber vom örtlichen CVJM ausreichend Raum zum Experimentieren und zur Entfaltung. Ein beständiger Ratgeber auf unserem Weg war dabei Bonhoeffers Gemeinsames Leben. Viele meiner persönlichen Überzeugungen haben sich in diesem Kontext geformt.
Mittlerweile sind wir alle in den Zwanzigern, einer ist verheiratet, und während die eine Hälfte noch in der beschaulichen Heimat wohnt, sind die anderen ausgeflogen – nach München (wo sich momentan vier von uns befinden), Berlin, Karlsruhe und Urberach. Da wir jedoch immer davon überzeugt waren, daß die Bande dieser Gemeinschaft enger geknüpft sind als in den meisten kirchlichen Kleingruppen, war klar, daß es – inspiriert von Zinzendorfs Senfkornorden – auf eine neue Weise weitergehen würde. Und so denken wir nun schon seit Längerem an einer Art »Ordensregel« herum. Allerdings dreht sich diese weniger um die evangelischen Räte Armut, Keuschheit und Gehorsam, sondern wir suchen nach konkreten Praktiken oder geistlichen Übungen, die uns zusätzlich zu unserem vierteljährlichen persönlichen Treffen miteinander und mit Jesus verbinden sollen. Die Herausforderung liegt darin, den unterschiedlichen Persönlichkeiten, Lebensrhythmen und Orten gerecht zu werden und Dinge zu finden, die von jedem auf seine Art gefüllt werden können. Auf Folgendes sind wir bislang u.a. gekommen:

  • ein tägliches, vorformuliertes, kurzes Gebet, das unsere Werte und Identität ausdrückt
  • eine wöchentliche Gebetszeit für die Gemeinschaft als Ganze und die einzelnen Glieder
  • zwischen den Treffen die Beschäftigung mit dem gleichen Bibelbuch und Notizen dazu, was für die Einzelperson und/oder die Gemeinschaft als Ganze wichtig wird
  • die Übernahme der Patenschaft für ein Kind in der dritten Welt

Warum ich das schreibe? Nicht, weil ich denke, daß wir den Dreh raus haben. Wir sind nicht die Ersten damit. Auch nicht, weil ich glaube, daß dies ein Beitrag zu einer neuen Gemeindeform sein könnte. Meiner Ansicht nach sollte jeder Christ in einer lokalen Gemeinschaft mit realen Menschen verwurzelt sein, die er öfter sieht als viermal pro Jahr. Alle Möglichkeiten des Web 2.0 können diese meiner Ansicht nach nicht ersetzen.
Ich schreibe das, weil ich mit den vier oben genannten Punkten nicht zufrieden bin und weil ich mir von Dir weitere Anregungen erhoffe. Leben-mit-Gott ist soviel mehr als diese Punkte. Was denkst Du dazu? Welche Praktiken/Übungen fallen Dir noch ein, die der Liste hinzugefügt werden könnten? Und vielleicht kennst Du ja ein kostenloses, einfach zu bedienendes Webtool, mit dem unter Ausschluß der Öffentlichkeit a) ein Austausch über das gemeinsam zu lesende Bibelbuch, b) die Koordination gemeinsamer Termine und c) die Information über Gebetsanliegen, Orga u.ä. möglich wäre – die Beiträge am Besten noch abonnierbar per Mail oder RSS-Feed? (Die Kombination mehrerer Tools macht keinen Sinn, da nicht alle Glieder der Gemeinschaft soviel Zeit im Web verbringen wie der Autor dieser Zeilen.)

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2 Kommentare zu “Verschiedene Orte, gemeinsame Praxis – wie kann heute eine »Ordensregel« aussehen?”

  1. Judith sagt:

    Jetzt sagt sogar der Leiter, dass die Schoßhocker ein elitärer Orden sind. 😉
    Ich seh mich zwar nicht gerade qualifiziert, irgendetwas zu eurem Leben-mit-Gott zu sagen…
    … aber als Webtool könnte ich mir vorstellen, dass sich mit Livejournal etwas machen lässt oder mit einem passwortgeschützten WordPress-Blog?

  2. Walter sagt:

    oder Friendfeed.


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