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[The New Christians] Kapitel 2 – Depeschen aus dem Grenzland der amerikanischen Kirche

20. Juni 2008

Das Evangelium von Gottes kompromissloser Liebe zu den Menschen und der ganzen Schöpfung, das auf die vollkommenste Weise in Jesus von Nazareth Fleisch wurde, ist ebensowenig vorhersagbar wie es der Messias mit dem wilden Blick war. Jesus ließ sich weder von den kulturellen oder politischen noch von den theologischen Kräften seiner Zeit zähmen.

3. Depesche:
Das Evangelium ist wie Lava: Egal wie viel Kruste sich über ihm gebildet hat – es wird immer einen schwachen Punkt finden und hindurch brechen.

Heute liegt es wieder unter einer Schicht aus Bürokratie, Institutionalismus, Dogmatismus, Individualismus und Konsumverhalten begraben. Aber Jesus läßt sich nicht zähmen. Immer wenn er an die Kette gelegt werden soll, reißt er sich los und fängt an, Ärger zu machen. Das Evangelium bringt Menschen dazu, seltsame und schöne Dinge zu tun. Im Kern ist das emergente Christentum eine Bewegung von bestimmten Menschen zu einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort, die auf das Evangelium reagieren, das (wieder einmal) durch die Kruste bricht. Die sich verändernde Plattentektonik der Postmoderne hat dabei zu den ersten Rissen geführt. Die Postmoderne kann – genauso wie die emergente Bewegung – nicht so einfach definiert werden. Für Lyotard geht es um das Anzweifeln von großen Rahmenerzählungen, für Cornel West darum, daß Europa nicht mehr länger im Zentrum steht und für Emmanuel Levinas und Jürgen Moltmann ist es ganz einfach die Welt nach Auschwitz. Angesichts des Pluralismus der globalisierten postmodernen Welt gibt es zwei Möglichkeiten: Säkularisierung (die Unterschiede zwischen Glaubensrichtungen herunterspielen) oder Fundamentalismus (den Rückzug ins eigene Lager). Emergente Christen versuchen den dritten Weg: Der Versuch, sowohl an der eigenen Identität festzuhalten als auch sich gleichzeitig der Identität des anderen zu öffnen. Für diejenigen, die auf Modelle, Paradigmen, 21-unbestreitbare-Gesetze oder 7-Schritte-Programme stehen, brechen schwere Zeiten an, da die emergente Antwort auf den Pluralismus immer ad hoc ist, kontext- und situationsbezogen. Und das bedeutet, daß emergente Gemeinden in Bezug auf Leitungsstrukturen, Gebäude oder Gottesdienstformen ganz unterschiedlich aussehen können. Was sie gemeinsam haben, ist ein Ethos, dieselbe Wellenlänge, derselbe Herzschlag. Und das ist schwammig.
Emergente akzeptieren nicht einfach blind alles, was man ihnen erzählt. Sie stellen ständig Fragen. Das kann nach Besessenheit aussehen, aber sie versuchen wirklich zu verstehen, wie das Evangelium in unterschiedlichen Kontexten zu verstehen und zu leben ist. Die emergente Kirche läßt sich nicht leicht definieren oder kategorisieren. Sie hat viele Formen und viele Stimmen.

4. Depesche:
Die emergente Bewegung erschien in den späten 1990er Jahren auf der Bildfläche, als sich eine Gruppe christlicher Leiter darüber auszutauschen begann, wie sich die Postmoderne auf den Glauben auswirkt.

[An dieser Stelle erzählt Tony darüber, wie aus einer Initiative des Leadership Network die Gruppe entstand, die später zu Emergent Village wurde.]

5. Depesche:
Die emergente Bewegung lebt nicht nur in Nordamerika, sondern wächst rund um den Globus.

Wenn Kirche das ist, was geschieht, wenn Menschen dem auferstandenen Jesus begegnen und sich darauf festlegen, diese Begegnung in ihren Begegnungen aufrechtzuerhalten und zu vertiefen, dann gibt es weiten theologischen Raum für unterschiedliche Rhythmen und Stile, solange wir die Identifikation mit dem selben lebendigen Christus im Herzen jedes Ausdrucks gemeinsamen christlichen Lebens miteinander teilen. (Rowan Williams, Erzbischof von Canterbury)

Was Emergente gemeinsan haben, ist die Freundschaft. Vielleicht könnte die neue Definition dessen, was „christlich“ ist, nicht länger darauf liegen, an welche speziellen Lehren jemand glaubt oder zu welcher Art Kirche er gehört, sondern wie (und wie intensiv) er in das Gefüge der globalen Christenheit eingewoben ist. Viele in der Kirche haben versucht, ein kleines bißchen des emergenten Virus einzufangen – genug, um sie »relevant«, aber nicht genug, um sie krank zu machen. Viele Emergente werden Dir sagen, daß Du nicht nur ein bißchen emergent sein kannst, genausowenig, wie Du ein bißchen »schwanger« sein kannst. Ganz oder gar nicht. Eine halbherzige Annahme dieser Depeschen aus dem emergenten Grenzland wird unvermeidlich zur Frustration führen.

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Ein Kommentar zu “[The New Christians] Kapitel 2 – Depeschen aus dem Grenzland der amerikanischen Kirche”

  1. Mike B. sagt:

    Danke für die gute Zusammenfassung.


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