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[The Forgotten Ways] Das Herz des Ganzen: Jesus ist Herr

6. Februar 2007

{Dies ist der sechste Post zu Alan Hirsch’s The Forgotten Ways: Reactivating the Missional Church. Die Vorgänger: 1|2|3|4|5}

Die spontane Ausbreitung der Kirche läßt sich leicht auf ihre Kernelemente reduzieren. Es braucht keine durchdachte Organisation, keine großen Finanzen, nicht viele bezahlte Missionare. Es mag das Werk eines einzigen Menschen sein, der weder beschlagen ist in den Dingen dieser Welt noch reich an Gütern dieser Welt… Was benötigt wird, ist Glaube, der den Menschen mit Gott verbindet und ihn entflammt. (Roland Allen)

Das innere Zentrum des biblischen Verständnisses von Gott ist, daß alle Dinge „von ihm und durch ihn und zu ihm“ (Röm 11,36 ) ihr Sein haben, „von dem alle Dinge kommen und durch den wir leben“ (1Kor 8,6). Ein Gott, der uns im Moment unserer Erlösung durch unseren Retter Jesus Christus sein eigen nennt. Wenn wir dies, den geistlichen Kern und die Umrandung der Jesusbewegungen nicht beachten, werden wir sie nie verstehen noch die Kraft, die sie erfüllte, wieder heraufbeschwören können. Behalte das immer im Gedächtnis, wenn wir die unterschiedlichen Bestandteile missionaler DNA des Apostolischen Genius untersuchen. Letztendlich geht es nur um Gott.

Die verfolgten Christen der Urgemeinde und der chinesischen Untergrundkirche klammerten sich am Evangelium Jesu Christi fest und schlossen so dessen befreiende Kraft auf. Aber mehr noch: Ein Werk, das die Verfolgung an den Verfolgten wirkt, ist deren Befähigung dazu, die Essenz der Botschaft zu destillieren und einen neuen Zugang zu ihr zu finden. Eine Untergrundkirche ist nicht in der Lage, sich mit schwerer systematischer Theologie und kirchlichem Dogma abzumühen. Sie muß mit leichtem Gepäck reisen. Darum wird alles zu Komplexe ausgeschieden und ein Wunder geschieht: Die Menschen entdecken ihre wahre Botschaft wieder, und die Bewegung wird geboren. Im Herzen aller großen Bewegungen liegt die Wiederbelebung einer einfachen Christologie (essentielle Vorstellungen davon, wer Jesus ist und was er tut), die den Jesus des neuen Testaments widerspiegelt – es handelt sich im buchstäblichen Sinne um Jesusbewegungen. Durch diese neue Einfachheit wird dann die Kapazität dazu entfesselt, die Botschaft über persönliche Beziehungen weiterzugeben. Der verzweifelte, von Gebet durchtränkte Mensch, der sich an Jesus festklammert, die Abhängigkeit von seinem Geist, die Destillation der Botschaft des Evangeliums zur einfachen Botschaft von Jesus als Herrn und Retter – das ist es, was die missionale Wirkmächtigkeit, die im Volk Gottes liegt, katalysiert hat.

Wenn wir die Botschaft in unseren Kontext destillieren wollen, dann müssen wir ihren Kern neu willkommen heißen, das vorrangige Thema der Bibel: Gottes erlösender Anspruch auf unser Leben. Im Herzen des biblischen Glaubens und der bemerkenswerten historischen Jesusbewegungen und somit im Kern aller authentischen Manifestationen des apostolischen Genius liegt der Glaube, daß Gott einer ist. Das neutestamentliche Bekenntnis „Jesus ist Herr“ nimmt direkten Bezug auf die altestamentlichen Offenbarungen der Natur Gottes, seiner Beziehung zur Welt und seinen Anspruch auf jeden Teilbereich unseres Lebens, persönlich und gemeinschaftlich, sowie die Erlösungserfahrung, welche die Bundesbeziehung zwischen Gott und seinem Volk schafft. Jahwe ist der EINE Gott, der über jeden Bereich des Lebens und der Welt herrscht. Authentische biblische Gläubige sind Monotheisten und haben – im Gegensatz zum polytheistischen Kontext der Menschen des Alten und Neuen Testaments – nur einen Referenzpunkt für Leben und Existenz, und das ist Gott. Die „Eifersucht“ Gottes muß als Weigerung, seinen exklusiven Anspruch auf die Herrschaft über das Leben seines Volkes zu teilen, verstanden werden. Nicht weil Gott sich „eifersüchtig fühlt“, sondern weil uns Götzendienst Schaden zufügt.

Gott ist EINER und es ist unsere Aufgabe, jeden Aspekt unseres Lebens unter diesen einen Gott Jahwe zu bringen – das ist biblische Anbetung, Gott von ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzem Verstand und mit aller Kraft zu lieben. Gott will mit jedem Bereich des Lebens der Gläubigen zu tun haben und nicht nur mit der sogenannten „geistlichen“ Dimension, die eine menschliche Erfindung ist, da im biblischen Wirklichkeitsverständnis nicht zwischen heilig und weltlich unterschieden wird. Die Inkarnation verändert die Natur Gottes nicht, sondern rückt den Fokus unserer Loyalität zum Offenbarer und Heiland Jesus Christus, der den Neuen Bund nicht nur in Kraft setzt, sondern selbst der Neue Bund ist. Jesus wird herrschen, bis er alle Feinde unterworfen hat, dann wird er sich Gott unterwerfen, „damit Gott sei alles in allem“ (1Kor 15,25-28).

Unsere Identität als Bewegung ist wie auch unser Schicksal als Volk untrennbar mit Jesus verbunden, der zweiten Person der Trinität. Unsere Beziehung zu Gott besteht nur durch den Mittler; Jesus ist „der Weg“ ohne den niemand zum Vater kommen kann (Joh 14,6). Das ist es, was uns erst christlich macht. Darum ist das Christentum im Kern eine messianische Bewegung, die beständig das Leben, die Spiritualität und die Sendung ihres Gründers verkörpern und ausleben will. Jüngerschaft/Nachfolge, so zu werden wie unser Herr und Gründer Jesus, liegt im Kern der Aufgabe der Gemeinde. Darum muß alles, was wir tun und sagen, von der Christologie her bestimmt werden. Wenn wir den Ethos authentischen Christentums wieder zurückgewinnen wollen, dann müssen wir uns und unsere Organisationen an Jesus dem Herrn ausrichten und die Evangelien als Primärquellen für unsere Selbstdefinition verstehen.

Wenn wir dem Impuls des biblischen Monotheismus folgen, werden wir alle Bereiche und Dimensionen unseres Lebens heilig werden lassen – Familie, Arbeit, Spiel, Konflikt, etc. – und die Gegenwart Gottes nicht auf gespenstische „religiöse“ Gebiete beschränken. Wenn wir der falschen Unterscheidung zwischen sakral und säkular widerstehen und das Ganze unseres Lebens Jesus hingeben, leben wir wahre Heiligkeit aus. Es gibt nichts in unserem Leben, das nicht unter die Herrschaft Gottes gebracht werden könnte oder sollte. Es ist unsere Aufgabe, die verschiedenen Bestandteile unseres Lebens und unserer Gemeinschaften unter den Einen Gott zu bringen, der sich uns in Jesus Christus gezeigt hat.

Wie kann diese zentrale Kraft geistlicher mDNA unser missionales Verhalten leiten? Bis zu welchem Grad können wir inkarnieren? Wie weit ist zu weit? Wenn sich die uns umgebende Kultur in die Herrschaft Jesu und seinen exklusiven Anspruch über jeden Aspekt unseres Lebens einmischen will, dann dient der Monotheismus als letztgültiges Kriterium anhand dessen wir zwischen Synkretismus und inkarnatorischer Mission unterscheiden können. Synkretismus verwässert den Anspruch des biblischen Gottes und schafft eine Religion, die nur die Spannung, unter dem Anspruch Jesu Christi zu leben, mindert und am Ende bloß die religiösen Vorurteile der Host-Kultur bestärkt.

Was bedeutet das alles jetzt praktisch für diejenigen, die im Leben der Gemeinschaft Gottes Apostolischen Genius wiedererlangen wollen? Zunächst bedeutet es, das zentrale Bekenntnis „Jesus ist Herr“ ernstzunehmen und die Kirche um diesen Anspruch herum zu gestalten. Dazu kommt die Vereinfachung unserer Kernbotschaften, die Entwirrung unserer überkomplexen Theologien und die Erfassung der traditionellen Denkmuster, die unser Verhalten prägen und unser Selbstverständnis beherrschen. Ich bin mittlerweile absolut überzeugt davon, daß die einfache, unbelastete Christologie der neutestamentlichen Gemeinde im Herzen der Erneuerung der Kirche zu allen Zeiten liegt. Das Christentum ist im Kern seines Wesens eine „Jesusbewegung“ und eigentlich keine Religion. Das Bekenntnis, daß Jesus der Herr ist, enthält die Herausforderung, die absolute und beständige Zentralität Jesu sowohl für das Christentum als Ganzes als auch für die jeweilige örtliche Gemeinde ernstzunehmen. Der erste Schritt zur Wiedererlangung des Apostolischen Genius ist die Erneuerung der Herrschaft Jesu in all ihrer Einfachheit. Hierher muß die Gemeinde immer wieder zurückkehren, um erneuert zu werden. Er ist unser Eckstein, unsere bestimmende Mitte und unser Gründer. Darum hat er im Leben seines Volkes theologisch und existentiell den Vorrang. Wenn wir die missionale Übung der Inkarnation praktizieren, müssen wir immer unseren Blick auf die Herrschaft Jesu und seinen Exklusivitätsanspruch richten. Wie weit ist zu weit? Wenn wir Bereiche unserer Kultur und unseres Lebens nicht unter die Herrschaft Jesu bringen wollen – so einfach ist das.

Dieses Kapitel versuchte, das Epizentrum geistlicher mDNA zu definieren und zu artikulieren und damit ein entscheidendes Element des Apostolischen Genius. Die anderen Bestandteile der Struktur missionaler DNA gruppieren sich folglich um den Christozentrischen Monotheismus und werden von ihm geleitet – sie setzen ihn voraus. Im Herzen der Berufung und Sendung der Kirche liegt die Herausforderung, mit allem, was wir sind, und allem, was wir haben, Gott Antwort zu geben und so den Sinn unseres Lebens zu erfüllen.

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