[The Forgotten Ways] Abschluß
5. Juni 2007
{Dies ist der zwölfte Post zu Alan Hirsch’s The Forgotten Ways: Reactivating the Missional Church. Die Vorgänger: 1|2|3|4|5|6|7|8|9|10|11. Den Anhang des Buches “A Crash Course in Chaos” werde ich nicht beackern, da ihn Björn Wagner übersetzt hat. Zur Vorschau und Diskussion oder direkt zum Download}
… wir werden nicht aufhören zu forschen
Und das Ende all unseres Forschens
Wird die Ankunft an unserem Ausgangspunkt sein
Den wir dann zum ersten Mal kennen werden
(T.S. Eliot, “Little Gidding”)
Wenn wir zu den originären Wurzeln christlicher Mission und Gemeinde zurückkehren, legen wir etwas frei, das lange vergessen war, an das uns unsere Mythen und die Geschichten der Märtyrer nur vage erinnern und das in den Leben unserer Heiligen und Helden nur flüchtig eingebettet ist. Es ist, als wären wir über einen äußerst wichtigen Schatz gestolpert, der irgendwie vergraben war, verborgen in den dunklen Nischen dicht gefüllter ekklesialer Archive. In der Wiedererlangung dieses Schatzes entdecken wir uns in sehr realem Sinne auf entscheidende Weise wieder.
Apostolischer Genius (und seine zusammengesetzten Elemente missionaler DNA) hält unseren eigenen Praktiken und Vorstellungen von Gemeinde einen mächtigen Spiegel vor und bietet uns so diesen gefährlichen Vergleich zwischen uns und den bemerkenswerten Jesus-Bewegungen der Geschichte. Das ist gefährlich, weil so unsere tiefsten Instinkte geweckt werden, unser latentes Potential aufgewühlt wird und wir zu radikalem, paradigmatischem Wandel gerufen werden. Das ist subversiv, weil es eine tiefgreifende Neuausrichtung unserer Leben und unserer Gemeinschaften erfordert, weil es eine Umkehr zu dem Ort einschließt, an dem alles begann – die Rückkehr zu jenem wilden und revolutionären Messias und den radikalen Bewegungen, die im Lauf der Zeit von seinem Leben und seiner Lehre inspiriert wurden.
Es ist meine große Hoffnung für die Gemeinde, daß Apostolischer Genius tatsächlich nicht etwas ist, das wir der Kirche aufoktroyieren müssen, als ob es für uns etwas Fremdes wäre, sondern etwas ist, das bereits in uns existiert. Es ist wir! Es ist unser eigentlichster Ausdruck als Volk Jesu. Und weil das so ist, müssen wir es nur erwecken und kultivieren. Es ist das gemeinsame Erbe des Volkes Gottes, und es ist ein direkter Hinweis auf unsere eigene Bestimmung, während wir den beängstigenden Herausforderungen des 21. Jahrhunderts entgegensehen. Aber diese Herausforderung beständiger Anpassung und Neugestaltung entlang missionaler Linien bleibt ein grundlegender Teil dessen, was es bedeutet, der Vorstellung von Kirche treu zu sein, die Jesus ursprünglich im Sinn hatte. Das ist kein fremdes Werk; es macht vielmehr einen entscheidenden Teil unseres Zeugnisses in der Welt aus, in der wir leben.
Die Entdeckung großer Wahrheiten bringt eine gewisse Verantwortung mit sich, ihrer gemäß zu leben. In diesem Buch ging es darum, ein verlorenes Potential an’s Licht zu bringen, das zu lange mitten im Herzen des Volkes Gottes verborgen lag. Ja, es wird Veränderung bedeuten, und es wird uns auf ein Abenteuer mitnehmen, wo wir es riskieren müssen, überfordert zu werden. Aber hierin liegt unsere Hoffnung, denn es bleibt das immer wirksame Evangelium, das die Kraft hat, unsere Welt sowohl zu retten, als auch zu verändern. Es bleibt unser tiefstes Erbe. Und es liegt an uns, die wir dem Weg des Evangeliums folgen, auf eine Weise zu handeln, daß seine herrliche Kraft entriegelt wird. Wie es bei Paulus war, bei der frühen Kirche und durch all die Jahrhunderte hindurch, so wird es auch bei uns sein – es wird einen hoffnungsvollen, vertrauenden Glauben in den Einen, der rettet, brauchen.
Technorati Tags: Alan Hirsch, The Forgotten Ways
























































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