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[Secret Message] Kapitel 20 – Die Ernte des Königreichs

22. Oktober 2007

[Dies ist der einundzwanzigste Post über Brian McLaren’s Buch The Secret Message of Jesus: Uncovering the Truth that Could Change Everything. Die Vorgänger: 1|2|3|4|5|6|7|8|9|10|11|12|13|14|15|16|17|18|19|20. Das vorliegende Kapitel gehört zu Teil 3: »Stell Dir vor… : Eine Erkundung darüber, wie die geheime Botschaft Jesu alles verändern könnte«]

Im Gegensatz zu den heute gängigen Annahmen erwarteten Jesus und seine Zeitgenossen die Auferstehung, wo man nicht körper- und zeitlos weg von der Erde, sondern im Körper in einem neuen Zeitalter in dieser Schöpfung leben würde, nach dem alles Falsche wieder richtig gemacht worden sein würde. Einen fernen, körper- und zeitlosen Zustand stellten sich die alten Juden nur für die Zeit zwischen Tod und Auferstehung vor – wie eine Art Wartezimmer.

Jesus sprach oft von der Ernte. Ich möchte dieser Metapher noch eine weitere Bedeutungsebene hinzufügen. Unser irdisches Leben wächst heran, und irgendwann wird die Erntezeit kommen. Auf der persönlichen Ebene wird die gute Frucht und die reife Ähre geerntet und gefeiert werden, und die schlechte Frucht wird beurteilt und als wertlos empfunden werden. Viele, die jetzt als die Letzten und Geringsten angesehen werden – arm, unwichtig, erfolglos -, werden am Ende als die Fruchtbarsten erwiesen werden. Viele, die jetzt als blühend, gerecht und erfolgreich empfunden werden, werden dann als Schwindler oder Blender entlarvt: Alles nur Blätter und Blüten, aber wenig Frucht.
Die Sprache von der Ernte läßt an ein finales Gericht denken, und das ist eine sehr komplexe und kontroverse Sache. Das Bild einer letzten Ernte verstärkt die Vorstellung, daß es eine Zeit der Rechenschaft (einen Gerichtstag) für jeden Menschen geben wird. Aber nicht nur für uns als Einzelpersonen. Es klingt schockierend, aber Gott wird uns als Gruppen und als Einzelne beurteilen.

Ein zentrales Element des Lebens und der Botschaft Jesu ist die radikale Zuversicht, daß der Tod nicht das Ende ist und daß es eine echte Auferstehung geben wird. [Das Nachfolgende bezieht sich auf 1Kor 15:] Für Paulus war die Auferstehung Jesu die erste Stufe der Ernte aller menschlichen Leben. Sie garantiert, daß alle, die zu Jesus gehören, auferweckt werden, „wenn er kommt“. Dann wird das Ende kommen – nicht ein Ende, nach dem nichts mehr geschehen wird, sondern das Ende als das Ziel, auf das sich gegenwärtig alles hin bewegt. Dann wird Christus das Reich Gott dem Vater übergeben, nach dem er „alle Herrschaft, Macht und Gewalt vernichtet hat“. Hier wird uns also ein Einblick in den Traum Gottes gewährt: Nicht die Zerstörung und der Austausch dieser Schöpfung, sondern die Zerstörung der herrschenden Mächte, welche die Schöpfung ruinieren. Unser Leib aus Fleisch und Blut wird in den Tod gepflanzt wie ein Samenkorn in die Erde. Der himmlische Leib, der aus der Saat erwächst, ähnelt unserem jetzigen Körper genauso wenig wie ein Weizenhalm dem Samenkorn, aus dem er emporkeimte. Es geht um Kontinuität und Diskontinuität. Was niedrig, vergänglich und schwach ist, wird unvergänglich, herrlich und stark auferstehen. Jesus verheißt seinen Nachfolgern, daß sie reichen Lohn empfangen werden – dafür, daß sie verfolgt wurden, ihre Feinde geliebt haben, im Geheimen den Armen gegeben, gefastet und gebetet haben, einen Propheten aufgenommen, einem Jünger einen Becher kalten Wassers gegeben und um seinetwillen Opfer in Bezug auf Familie, Eigentum und Sicherheit gebracht haben.

Die letzte Hoffnung jenseits des Todes ist also die Hoffnung der Auferstehung, die auch die Hoffnung der Vollendung ist, die Hoffnung an der Wiederherstellung aller Dinge teilzuhaben. Alles, was wir uns in unserem Leben ersehnt, wonach wir gestrebt, gearbeitet und in unserem Trachten für das Reich Gottes erlitten haben, wird uns schließlich in Fülle erwarten. Unser Träumen, Hoffen, Mühen und Lieben wird vollendet, erfüllt und belohnt werden im Reich Gottes, das dieses Leben und das danach in einer ehrfurchtgebietenden Wirklichkeit umfaßt.

Mit diesem Verständnis im Hinterkopf ist es mir unmöglich, über Einzelheiten zu spekulieren. Statt dessen bin ich mehr und mehr motiviert – magnetisiert trifft es besser – Gottes Pläne und Mission in diesem Leben zu suchen, mich in sie einzupassen und sie zu leben. Interessanterweise ist das genau das praktische Fazit, zu dem auch Paulus kommt: »Darum, liebe Brüder, steht fest. Laßt Euch von nichts erschüttern. Gebt Euch ganz dem Werk des Herrn hin, weil Ihr wisst, daß Eure Arbeit im Herrn nicht vergebens ist.« (1Kor 15,58)

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