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[Secret Message] Kapitel 17 – Das friedfertige Königreich

19. Oktober 2007

[Dies ist der achtzehnte Post über Brian McLaren’s Buch The Secret Message of Jesus: Uncovering the Truth that Could Change Everything. Die Vorgänger: 1|2|3|4|5|6|7|8|9|10|11|12|13|14|15|16|17. Das vorliegende Kapitel gehört zu Teil 3: »Stell Dir vor… : Eine Erkundung darüber, wie die geheime Botschaft Jesu alles verändern könnte«]

Das Königreich, von dem Jesus spricht, übt seine Macht nicht mit Gewalt, sondern in mutiger, sich verschenkender Liebe aus. Das Endziel ist Shalom – umfassender Friede, viel mehr als das Ende eines Konflikts, sondern ein ganzheitliches Leben in Fülle und im Gleichgewicht. Die Apostel Jesu haben nie Gewalt angewendet, sondern ihre Nachfolger dazu aufgefordert, zu leiden, zu vergeben und den Ausgang Gott anzuvertrauen, statt die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Paulus spricht von Waffen, die nicht aus der Welt sind und die auch nicht zum Kampf gegen Fleisch und Blut gedacht sind. Zu diesem Arsenal gehört der Gürtel der Wahrheit, der Brustpanzer der Gerechtigkeit, die Schuhe des Friedensevangeliums, das Schild des Glaubens, der Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches er mit der Logik (oder Botschaft oder logos) Gottes identifiziert. In diesem Licht kann die Kreuzigung Christi als radikale Zurückweisung des Gebrauchs brutaler Gewalt angesehen werden. Das bedeutete für die frühe Kirche, daß das Reich Gottes nicht durch die Ausübung, sondern durch das Erdulden von Gewalt triumphieren würde. Mit der Zeit änderte sich das, als der christliche Glaube von einer unbekannten zu einer mißverstandenen, später verfolgten, dann tolerierten, anschließend begünstigten und letztlich der offiziellen Religion des römischen Reiches wurde. Schließlich – es ist schwer zu begreifen, aber wir müssen der Wahrheit ins Auge sehen – nahm die Kirche selbst das Schwert in die Hand, um Bekehrungen zu erzwingen und Häretikern hinzurichten.

Später wurde im Gefolge von Augustinus die Theorie des „gerechten Krieges“ entwickelt um auf die Frage zu antworten, ob ein Christ, der sich selbst ja nicht verteidigt, nicht doch zu den Waffen greifen müßte, um seinen Nächsten zu beschützen. Sieben Kriterien machen demnach einen gerechten Krieg aus: Ein gerechtes Anliegen, die Kriegserklärung durch eine legitime Autorität, das Ziel der Rückkehr zum Frieden, Krieg als allerletzte Möglichkeit, eine annehmbare Hoffnung auf Erfolg und Mittel, die dem Zweck entsprechen. Wie auch immer wir zu dieser Frage stehen, so scheinen mir doch drei Dinge klar zu sein: Diejenigen die sich – basierend auf der Lehre Jesu – der Gewaltfreiheit verpflichten, werden – für den Fall daß sie damit heute vielleicht noch falsch liegen – eines Tag richtig liegen, wenn Gottes Traum für die Welt zur Erfüllung gekommen ist. Zweitens müssen wir uns in Zeiten des Konfliktes daran erinnern, daß Jesus uns zur Feindesliebe aufgerufen hat. Drittens müssen wir immer im Auge behalten, daß wir zusammen mit unseren Feinden einen gemeinsamen Feind haben: Die innere Dunkelheit, an die sich die geheime Botschaft Jesu wendet – die dunklen Triebe von Lust, Gier, Ärger und Haß, die uns in Konflikte und Kriege treiben.

Wir werden uns alle darüber einig sein, daß ein „gerechter Krieg“ nach dem obigen Maßstab besser ist als ein ungerechter Krieg. Aber wir müssen dennoch fragen, ob es nicht doch noch etwas besseres gibt. Als Jesus sagte: „Selig seien die Friedfertigen“, als er davon sprach, die andere Wange hinzuhalten, die zweite Meile zu gehen, und großzügig zu geben, da machte er uns klar, daß das aktive Streben nach Frieden der beste Weg ist – der Weg des Königreichs. Wie könnte dieser dritte Weg aussehen?
Erstens müssen wir uns klarmachen, daß das Reich Gottes nicht durch Gewalt vorwärts schreitet.
Zweitens müssen wir hinzufügen, daß das Reich Gottes durchaus während Zeiten von Gewalt vorwärts schreiten kann. Darum halte ich es für besser, Menschen mit einer Sicht für das Reich Gottes im Militärdienst zu haben, als keine dort zu haben, denn sie werden es nicht vergessen, daß ihre Feinde die Geliebten Gottes sind. Natürlich werden Geheimagenten des Reiches Gottes bisweilen auch vor schweren Entscheidungen stehen, bei denen es vielleicht um Befehlsverweigerung geht. Aber das ist in allen anderen Gesellschaftsbereichen auch so.

Ich glaube, daß es an der Zeit ist, darüber nachzudenken, was in zehn, zwanzig oder hundert Jahren geschehen könnte, wenn wir weniger Geld für die Erhaltung des Friedens mit Waffengewalt ausgeben würden und statt dessen in die Schaffung des Friedens investieren würden, indem wir die unterschwelligen Ursachen der Konflikte angingen – Ungerechtigkeit, Mangel an Barmherzigkeit und Sympathie, Rassismus, Korruption, Armut, Unterdrückung freier und anständiger Presse – und die Furcht, den Haß, die Gier, Ignoranz und Lust, die sie anheizen. Egal welchen Weg wir wählen – der Preis wird hoch sein; es ist nur die Frage, welchen Preis wir lieber bezahlen wollen. Ob wir im Augenblick Pazifisten sind oder die Theorie vorbereitender Gewaltminderung vorziehen – immer wenn wir beten: „Dein Reich komme; Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden“, dann beten wir für das Ende von Krieg und Gewalt und das Anbrechen von Gottes Shalom. Das ist an sich schon ein Akt des Friedenstiftens, weil wir danach streben, unseren Willen am Willen Gottes auszurichten und unsere Träume am Traum Gottes.

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2 Kommentare zu “[Secret Message] Kapitel 17 – Das friedfertige Königreich”

  1. [Secret Message] Kapitel 18 - Die Grenzen des Königreichs » Der Sämann » Blog Archiv » [Secret Message] Kapitel 18 - Die Grenzen des Königreichs sagt:

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  2. [Secret Message] Nachwort und Anhang » Der Sämann » Blog Archiv » [Secret Message] Nachwort und Anhang sagt:

    […] [Dies ist der dreiundzwanzigste Post über Brian McLaren’s Buch The Secret Message of Jesus: Uncovering the Truth that Could Change Everything. Die Vorgänger: 1|2|3|4|5|6|7|8|9|10|11|12|13|14|15|16|17|18|19|20|21|22.] […]


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