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    • Manfred Scheuch – Historischer Atlas Deutschland: Vom Frankenreich bis zur Wiedervereinigung
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Rückblick 2011 – Gedanken zum Lesestoff

6. März 2012

Schaue ich über das 2011 Gelesene fällt zuerst auf: 19 Shakespeare-Stücke habe mir Freude gemacht. Warum habe ich so lange gewartet? Offensichtlich war Macbeth in der Schule zu wenig, um mich für den guten Bill zu begeistern. Wird nun nachgeholt. Darüber hinaus finden sich diverse Romane und die üblichen Verdächtigen: Literatur, die sich mit der Kirche der Gegenwart, mit J.R.R. Tolkien und Johnny Cash auseinandersetzt. Das wird auch 2012 wieder so bleiben.
Weitere Splitter:

  • Christoph Biermanns Fußball-Matrix ist nett, bietet aber nichts, was einen 11Freunde-Leser noch überraschen könnte. Das Magazin für Fussballkultur ist immer diejenige Zeitschrift auf meinem Stapel, die ich als erstes in die Hand nehme.
  • Graphic Novels sind ja immer nett, letztes Jahr haben mich besonders die beiden Jesus-Bücher Manga Messias und Manga Jesus erfreut. Letzteres habe ich fast komplett auf einer Parkbank in Mailand gelesen, das sind natürlich immer nette Assoziationen 😉
  • G. K. Chestertons Man Who Was Thursday war einer der Klassiker, die schlicht Freude machen.
  • Ian Morgan Crons Chasing Francis wurde vor ein paar Jahren von Floyd McClung empfohlen, als ich ihn fragte, auf welche Weise er »Zeit mit Gott« verbringt. Ein wunderbares Buch, das eigentlich perfekt für die Edition Emergent Deutschland gewesen wäre… Wer die Hütte oder den Schrei der Wildgänse mochte, sollte Ich und Franziskus lieben.

Cf

  • Das Gegenstück dazu ist Sheldons In His Steps, ein Klassiker des »christlichen Romans«, der nun auch auf deutsch wieder aufgelegt wurde.
  • Die beiden ersten Bände von Hans Küngs Autobiographie (1|2) waren in vielerlei Hinsicht inspirierend. Besonderes aufmerksam habe ich die Anmerkungen zu seinem Lebens- und Arbeitsrhythmus sowie seinen Blick auf das Zweite Vatikanische Konzil gelesen.
  • Das Besondere an PunkMonk waren für mich die Lebensregel und die liturgischen Ansätze der Boiler Rooms.
  • Bewegende Gedichte in der Verarbeitung seiner Krebserkrankung bietet Robert Gernhardts Später Spagat, auf das ich durch das ebenfalls sehr intensive Tanner geht aufmerksam wurde, das die innere Reise eines Todkranken bis hin zur Sterbehilfe schildert.
  • Nachdem ich 2011 viel Zeit mit LOST verbracht hatte, war Chris Seays Gospel According to LOST sehr willkommen. So sollen Bücher sein!
  • Don Millers Million Miles in a Thousand Years hat mich mehr beschäftigt als damals Blue Like Jazz. Ein interessanter Ansatz, das Drehbuch des eigenen Lebens zu betrachten und sich zu fragen: Welche Geschichte erzählt eigentlich mein Leben?
  • Der Paraclete Psalter war ein feiner Begleiter für das tägliche Psalmgebet. Wer liturgisches Gebet mag und die Psalmen schätzt, sollte sich dieses Büchlein mal ansehen. Alle Texte sind komplett abgedruckt, der ganze Psalter ist für einen Vier-Wochen-Zyklus aufbereitet, der zu meiner Freude auch Magnificat, Benedictus und Nunc Dimittis enthält.
  • Nachdenklich macht Reborn to Be Wild, in dem Ed Underwood als Beteiligter am JesusMovement die damalige Zeit reflektiert, über Stolperfallen nachdenkt und der heutigen jungen Kirche wohlmeinende Ratschläge zur Nachhaltigkeit gibt. Das ist mal eine ganz andere Stimme im aktuellen Diskurs, die manchen zu vergeistlicht erscheinen mag, aus meiner Sicht aber sehr hilfreich ist. Dieses Buch habe ich hauptsächlich auf dem Freakstock gelesen. Auch ne nette Assoziation.
  • Robert Webers Ancient-Future-Serie ist grundsätzlich wunderbar. Auch Ancient-Future Time enttäuscht nicht. Wer sich etwas stärker in der Tradition der Kirche verorten und den Sinn des Kirchenjahres ergründen will, liegt hier richtig. Für unsere Aktion in der Fastenzeit war dieses Buch eine wertvolle Ressource. Dasselbe gilt für Scot McKnights Fasting in welchem er Fasten nicht als Mittel zur Erreichung eines Zieles, sondern als angemessenen Ausdruck einer inneren Haltung als Reaktion auf äußere Umstände definiert. Sehr gut. Scots King Jesus Gospel war ebenfalls fein. Der Mann schreibt feine kleine Bücher, die es wert sind, gelesen zu werden. Langsam aber sicher würde ich mich freuen, wenn er sowas wie eine NT-Theologie angehen würde… Nebenbei: Lieber N.T. Wright, wann kommt endlich das »große« Paulus-Buch?
  • Mein kleines biblisch-theologisches Buch des Jahres 2011 war Timothy Gombis‘ Drama of Ephesians. Schön, wie er den Brief aufschließt, Hauptmotive und Strukturen herausarbeitet und das gleichzeitig praktisch werden lässt. Wunderbar.

Gombis

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