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Rückblick 2010 – Gedanken zum Kino

8. Februar 2011

Lose Gedanken zu den Filmen, die ich letztes Jahr gesehen habe:

  • Stieg Larssons Vergebung hat die Millennium-Trilogie sauber zum Abschluß gebracht. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie David Fincher das besser machen will, bei allem, was man über das Projekt hört. Und wie bitte soll die Performance von Noomi Rapace getoppt werden?
  • Avatar hat Spaß gemacht, war aber lange nicht der Überhammer. Trotzdem: James Cameron hat da eine wunderbare Welt mit tollen Farben und Wesen kreiert.
  • Harry Potter 7.1: Enttäuschung für mich, fand 6 besser. Hoffe auf ein feines Finale.
  • Salt: So soll ein Agententhriller sein. Angelina Jolie zeigt, dass auch Film dieses Genres mit schauspielerischen Fähigkeiten aufgewertet werden können – mit freundlichen Grüßen an Clive Owen, Jason Statham, Megan Fox und Co.
  • Knight and Day: Herrlich selbstironisch. Schlägt Kiss & Kill um Längen und zeigt den überraschend großen qualitativen Unterschied zwischen den Paaren Tom Cruise / Cameron Diaz (Top) und Ashton Kutcher / Katherine Heigl (Flop).
  • Das A-Team: Wunderbarer Gute-Laune-Film. Hier ne Explosion, da ein cooler Spruch, dort ne Schießerei.
  • Die Reise auf der Morgenröte: Hat meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Bin mal gespannt auf die englischsprachige Version, da haben für mich die ersten beiden Narnia-Filme sehr viel besser funktioniert.
  • Toy Story 3: Pixar, weiß wie’s geht, und berührt mich immer wieder neu.

Sonstiges:
Der Film, bei dem ich am meisten gelacht habe: Vincent will Meer.
Schauspieler, von dem ich die meisten Filme gesehen habe: Robert Downey Jr. (Sherlock Holmes, Iron Man 2 – beide ganz ok; Stichtag: dröge)
Größter »kleiner Film«: Der kleine Nick

Enttäuschung des Jahres
:
Robin Hood – Ein schlechter Witz. Trauriger Höhepunkt: Die Landung der Truppen aus Frankreich. Innerhalb von zwei Minuten Film wird auf billigste Weise an Troja, 300 und Saving Private Ryan erinnert, so dass der ach so ernste Film wie eine Parodie wirkt. Das waren noch Zeiten, als Errol Flynn den Robin Hood geben durfte

Sonderpreis für den Dialog, der mich spontan zum Lachen brachte (was mir im Kino eher selten passiert):
Briefe an Julia (nette Schnulze, mag ich auch deswegen, weil sie in Italien spielt):
Ältere Italienerin zum jungen Engländer: »Du hast keine Romantik in Dir. Das ist, weil Du Engländer bist.«
Junger Engländer zur älteren Italienerin: »Wie hieß nochmal der Autor von „Romeo und Julia“?«
Ältere Italienerin (im Brustton der Überzeugung): »Williamo Shakespearelli!«

Sonderpreis für schauspielerische Leistungen:
Splice – Wahnsinnig intensives Kammerspiel mit brillantem Darstellerpaar Adrian Brody und Sarah Polley. Nichts für schwache Nerven.

Filme des Jahres (in my humble by accurate opinion 😉

Thetown
The Town – Gangsterballade ersten Ranges. Bestes Werk in diesem Genre seit Heat. So muß das sein und nicht anders.

Daskonzert
Das Konzert – Wunderbare französische Melange aus Komödie und Drama mit viel klassischer Musik und Mélanie Laurent, der zweiten Entdeckung aus Inglourious Basterds neben Christoph Waltz. Plötzlich hatte ich feuchte Augen.

Inception
Inception – Christopher Nolan, Hollywoods momentan heißester Regisseur, setzt auf The Dark Knight noch einen drauf, schreibt ein brillantes Drehbuch und läßt auch noch drei meiner absoluten Faves – Leo DiCaprio, Ellen Page und Marion Cotillard – zentrale Rollen spielen. Hab ich mir im Kino dreimal gegönnt.

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