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[Missional SynchroBlog] »Was ist missional?«

23. Juni 2008

Rick Meigs hat zum Missional SynchroBlog aufgerufen, und so wird heute auf diversen Blogs zu lesen sein, was der jeweilige Autor unter dem Wort »missional« versteht. Eine Liste der teilnehmenden Blogs findest am Ende dieses Posts.

Ich habe zu diesem Thema schon einiges geschrieben, so z.B.

Mehr findest, wenn Du »missional« in das Suchfenster über meiner rechten Sidebar eingibst.

Was also meine ich, wenn ich das Wort »missional« verwende?
Gott ist in sich selbst eine sich gegenseitig durchdringende und sich aneinander verschenkende dreieinige Gemeinschaft. Mit den Worten des 1. Johannesbriefes: Gott ist Liebe. Gott hat die Menschen zu seinem Ebenbild geschaffen und erst die menschliche Gemeinschaft, die sich aneinander verschenkt, reflektiert das Wesen Gottes. Die in Genesis 3 geschilderten Ereignisse hatten zur Folge, daß die ursprüngliche und vollkommene schöpfungsinhärente Einheit zwischen Gott, Menschen und Schöpfung (kurz gesagt: Der Ur-Shalom) zerriß, Sünde in die Welt kam und Menschen seither von sich selbst, von einander, von Gott und von der Schöpfung entfremdet sind. Die Folgen scheinen durch die Kapitel 4-11 des ersten Mosebuches hindurch und auch wir leiden unter ihnen. In Genesis 12 beginnt Gott sein neues Werk mit Abraham, dessen Nachkommen zum großen Volk und zum Segen für die Nationen werden sollen. Mit Israel schließt Gott einen Bund und setzt es zum Licht für die Völker. Daran, wie Israel gemäß der Idee Gottes und in Gemeinschaft mit Gott leben würde, sollten die anderen Völker die Herrlichkeit Gottes erkennen. Dieser Plan mißlang und Gott verhieß einen neuen Bund, in dem er seine Weisung in die Herzen seines Volkes schreiben würde. Im Messias Jesus wurde Gott selbst Mensch und lebte auf vollkommene Weise nach der Idee Gottes, verkörperte Gottes Wesen, verkündete Gottes Willen und Herrschaft, brachte Menschen an Leib und Seele Heilung, trieb Dämonen aus und formte seine Schüler zur neuen Gemeinschaft, der er auftrug, sich untereinander zu lieben, so wie er sie geliebt hatte. In Tod und Auferstehung Jesu wurden Sünde, Tod und Teufel in jeglicher Gestalt besiegt und entmachtet. Nach seiner Himmelfahrt setzte sich Jesus zur Rechten des Vaters und sandte den Heiligen Geist, der an Pfingsten in den Nachfolgern Jesu Wohnung nahm und sie zur neuen Gemeinschaft, dem Leib des Messias, der Gemeinde oder Kirche verband. Dieser Gemeinschaft seiner Nachfolger hatte Jesus seine Sendung übertragen. Die Mission Jesu ist nun die Mission der Gemeinde: Allen Nationen zu Nachfolgern Jesu zu machen, die so leben, wie Jesus seine Jünger zu leben gelehrt hatte. Mit dem Heiligen Geist zieht die Kraft Gottes in das Herz des Gläubigen ein und bezeugt ihm, daß er ein Kind Gottes ist. In dieser seiner Identität liegt der Schlüssel zur Heilung der Selbst-Entfremdung. Die Vergebung der persönlichen Schuld der Menschen, die Jesus auf sich genommen hatte, heilt die Entfremdung zwischen Menschen und Gott. Mit dem Heiligen Geist schreibt Gott dem Gläubigen auch seinen Willen ins Herz, beginnt ihn zu transformieren und unter Zuhilfenahme geistlicher Übungen sowie innerer und äußerer Umstände dem Wesen Jesu gleichzugestalten. In der Gemeinschaft der Jesus Nachfolgenden, der Kirche, wird der Fremde zum Bruder. Wem vergeben wurde, der vergibt anderen. Wer von Gott angenommen wurde, der nimmt den Anderen an, wendet sich ihm zu, teilt sein Leben mit ihm, trägt seine Lasten mit. Die Entfremdung zwischen Menschen kann heil werden. Wer in der Gemeinschaft Gottes und der Gläubigen lebt, begreift die Schöpfung als gutes Geschenk Gottes, das liebevoll bebaut und bewahrt werden will. Hierin liegt der Keim für die Heilung der Entfremdung zwischen Menschen und der Schöpfung.
Endziel der Mission der Gläubigen ist das Königreich Gottes bzw. daß der Wille Gottes auf Erden so geschehe, wie das im Himmel der Fall ist. Missionales Leben bedeutet also, der Sendung Jesu gemäß zu leben. Missional heißt für mich, auf allen Ebenen daraufhin zu wirken, daß Menschen mit Gott, mit sich selbst, miteinander und der Schöpfung versöhnt werden und leben. Darum schließt missionales Handeln Evangelisation genauso ein wie Umweltschutz, Anbetung Gottes, das Streben nach sozialer Gerechtigkeit, die Kommunikation der Idee Gottes durch die unterschiedlichsten kulturellen Formen, Gemeindebau und vieles mehr.
Missionales Denken erkennt, daß es Gott ist, der eine Mission hat und überall in der Welt am Wirken ist. Aus dem Dialog mit Gott wird ersichtlich, an welcher Stelle welche Menschen an der Mission Gottes partizipieren. Missionales Selbstverständnis weiß sich von Gott gesandt und lebt, um der Sendung Gottes zu dienen.
Missionale Gemeinde weiß sich als Teil der Sendung Gottes. Missionale Gemeinde wird je nach Kontext radikal anders aussehen, weil sie sich dem Wirken Gottes in ihrem Kontext unterordnet und daran teilhat. Ihre Aktivitäten, Programme, Strukturen, Beziehungsnetze etc. sind von ihrem spezifischen Auftrag und ihrer örtlichen Umgebung her bestimmt. Missionale Gemeinde wird zur einander liebenden und sich aneinander und an andere verschenkenden Gemeinschaft, die das Wesen Gottes reflektiert.
Missional heißt für mich, dem “von Gott Gesandt-Sein” in allen Belangen Rechnung zu tragen, in jeder Hinsicht nach dem zu streben, was auf dem Herzen Gottes ist. So zu leben, wie Jesus leben würde, wenn er mein Leben leben würde.

Wie Du siehst, ist »missional« für mich ein sehr wichtiges Wort geworden. Wie das Wort »Evangelium« läßt es sich leicht übersetzen, es schließt allerdings sehr viel mehr ein, als ein Blogpost sagen könnte. Darum ein zweifache Einladung: Teile uns mit, was Du unter »missional« verstehst – entweder mit einem Kommentar oder einem eigenen Post auf Deinem Blog. Und zweitens schau Dir an, wer sich heute heute noch zum Thema geäußert hat:

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8 Kommentare zu “[Missional SynchroBlog] »Was ist missional?«”

  1. Missional and Dualism » The Blind Beggar sagt:

    […] Chad Brooks Chris Wignall Cobus Van Wyngaard Dave DeVries David Best David Fitch David Wierzbicki DoSi Doug Jones Duncan McFadzean Erika Haub Grace Jamie Arpin-Ricci Jeff McQuilkin John Smulo Jonathan […]

  2. The Missional Church and the Needs of the Community « Mission Issues sagt:

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  3. Missional SynchroBlog Update » The Blind Beggar sagt:

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  4. Patrick Oden sagt:

    Okay, I apologize for writing in English. My goal for this summer is to begin learning German for both more studies and for future conversations. For now my German is absolutely terrible.

    But your post was initially interesting to me as a challenge to see what I do know, not much, and because I am very curious about how German speakers are thinking about being missional.

    Moltmann has been an absolute crucial influence for me the last few years and I’m beginning to do my PhD this Fall on his thought as it connects to the missional and emerging churches. I’ve read most of his books now and he has been so far ahead on all this thinking that I’m continually amazed.

    Now that I’ve gotten a better understanding of what you said it sticks out for me in a different and better way. I absolutely love your tying the idea of missional to a strong emphasis on God. I think that is a big mistake we make here in the States. For us the tasks are often the primary goal. We want to know the technique or pattern that can get things done. We do not emphasize knowledge of God or make sure he is primary. Yes, the emphasis is there in words, but not in action.

    Continually recognizing and reminding ourselves that it is God’s mission first and we always participate in God’s mission and thus must always first focus on God, even if this seems not immediately practical, is the absolute key for being truly effective missional people. Being missional means having a love for real and true theology, truly knowing God and responding to his work in, as you say, different ways in different contexts.

    Thanks for this emphasis that is so needed in this conversation. As I learn more German I hope to get better and better at following and responding to your writings.

  5. DoSi sagt:

    Thank you for your comment. I’m fine with English and appreciate being a motivation for improving your German 😉

    I had been hearing a lot about Moltmann but initially started reading him when seeing his „Theology of Hope“in a Reading List on the original website of EmergentVillage. Since that I really have been digging him and I absolutely share your feelings – it seems almost unbelieveable what thoughts he articulated even decades ago.

    In short, my stance on missional is the outworking of the perichoresis in human community as the Imago Dei in the way of Jesus – made possible by the atonement and the indwelling presence of the Holy Spirit and inspired by the picture of Revelation 21 22.

  6. Missional SynchroBlog Destillat: Was also ist »missional«? » Der Sämann » Blog Archiv » Missional SynchroBlog Destillat: Was also ist »missional«? sagt:

    […] am Misisonal SynchroBlog teilgenommen, den Rick Meigs initiiert hat. Meinen Beitrag findest Du hier. Nun hat sich Brother Maynard die Mühe gemacht, die ganzen Beiträge zusammenzufassen und hat […]

  7. PastorBuddy | Was also ist “missional”? sagt:

    […] am Misisonal SynchroBlog teilgenommen, den Rick Meigs initiiert hat. Meinen Beitrag findest Du hier. Nun hat sich Brother Maynard die Mühe gemacht, die ganzen Beiträge zusammenzufassen und hat […]

  8. Power Home Solar Review sagt:

    Great site, I will be back. Well done


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