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Magische Nacht

10. April 2008

Togermanywithlove1
Dreizehn Jahre alt war ich, als Bloodgood in Ludwigsburg spielten. Freunde hatten mich gefragt, ob ich mitwollte. Nein, DoSi hatte keinen Bock. Wer war überhaupt Bloodgood? Wochen später entdeckte ich die Band für mich. Langsam begann ich mich darüber aufzuregen, daß ich das Konzert nicht besucht hatte. Ein Jahr später wurde dieser Auftritt in limitierter Auflage als Live-Album unter dem Namen »To Germany with Love» veröffentlicht. Bloodgood lösten sich auf. Ich besorgte mir ein Tape des mittlerweile vergriffenen Albums und hörte es in meinem Sony-Walkman rauf und runter. Jahre später hatte ich den Führerschein, und im Tapedeck des Autoradios wechselte sich Bloodgood mit meiner Auslese von Larry Normans Trilogie ab. Später kam ein drittes Tape mit einer Auswahl des Schaffens von Delirious? dazu. Keine Kassette aber habe ich jemals annähernd so oft gehört wie die von Bloodgood. Sie begleitete mich auf Freizeiten, Busfahrten, beim Zeitungsaustragen. Wo immer ich war – dieses Tape war dabei. Einige Male wurden in Heimerdingen (und auch einmal mit meiner Beteiligung beim Schulgottesdienst in Ditzingen) bei evangelistischen Einsätzen (die gab es damals noch) zu den Klängen von Bloodgoods Crucify und The Messiah die Ereignisse um die Kreuzigung und Auferstehung Jesu schauspielerisch dargeboten. Bloodgoods Top of the Mountain gehört zu den Liedern, die ich am liebsten verwende, um meinem König und Meister auszudrücken, was er mir bedeutet. Diese Band hat meiner Seele ihren Stempel aufgedrückt.
Togermanywithlove2
Seit vielleicht zwei Jahren ist das alte Tape verschollen, aber in der Zwischenzeit wurde To »Germany with Love« wiederveröffentlicht und ziert wie die anderen Alben dieser feinen Combo meinen Plattenschrank. Vor kurzem gesellte sich auch noch »All Stand Together» hinzu, das mir [depone] freundlicherweise überließ. Das Liedgut Bloodgoods fand seinen Weg auf meinen Sony Clié und meinen Palm Lifedrive. Wehmütig dachte ich immer wieder an die verpasste Chance in Ludwigsburg zurück, und hätten es meine Anatomie und Motorik zugelassen, so hätten meine Zähne ihren Weg in meinen Allerwertesten gefunden…
BloodgoodDetonationRockinahardplace
AliveinamericaOutofthedarknessThecollection
Allstandtogether

Seit 2002 mehrten sich die Gerüchte, Bloodgood versuche sich an einem Comeback. 2006 spielten sie dann tatsächlich beim Cornerstone Festival, 2007 ebenfalls, und das, was meine Hauspostille HM Magazine in der Rückschau zu diesen Auftritten verlauten ließ, war durchaus vielversprechend. Viel Skepsis (Bandleader Michael Bloodgood hatte mittlerweile sein fünftes Lebensjahrzehnt vollendet) paarte sich mit einem zart aufwachsenden Hoffnungspflänzchen, ob es mir vielleicht doch noch einmal vergönnt sein würde, die Jungs live zu sehen.

Letzten Samstag erfüllte sich dieser Traum bei Legends of Rock in Ennepetal.

Nach 15-jähriger Wartezeit bin ich nun 28 Jahre alt, evangelistische Einsätze der alten Spielart haben wir Emergenten abgeschafft, „White Metal“ gibt es nicht mehr, Grunge und Crossover haben mein Lieblingsgenre in den 1990er Jahren ins Koma versetzt. Die „christliche Musikszene“ härterer Gangart scheint mir ein arges Ghetto zu sein, in dem sich mehrheitlich in den 80ern Steckengebliebene finden, „christliche Musiker“ lassen auf der Bühne schlimme Plattitüden vom Stapel, und das Publikum jubiliert jedes Mal, wenn es vom Star auf der Bühne einen Satz hört, dem es dogmatisch zustimmt. Wieder einmal erlebe ich, daß ich mich in dieser Menge unwohl fühle, fremd und gleichzeitig zu Hause. Ein Gefühl, das ich aus fast jedem Gottesdienst und jeder gemeindlichen Veranstaltung kenne und das ich auch beim Christival wieder erleben werde.

Das unangehme Gefühl verläßt mich, als ich mit Narnia Long Live the King schmettere, die ganzen Whitecross-Klassiker mitsingend feiere und danach die Performance von Glenn Kaiser in mich aufsauge. Nach einer Pause während des Gigs von Blindside schüttet dann beim Auftritt von Bloodgood mein System innerhalb kürzester Zeit derart viele Gückshormone aus, daß ich die Befürchtung habe, mein Körper könne die Emotion nicht aushalten und müsse zerspringen.

Magst Du elektronische Musik, Emo oder was auch immer hören – es sei Dir zugestanden. Aber auf meinem aktuellen Walkman-Handy von Sony werden Bloodgood ihren Stammplatz behalten.

Auf YouTube finden sich auch Mitschnitte von Bloodgood. Ich habe mich dafür entschieden, ein Lied von Whitecross einzubinden, den Klassiker schlechthin, der mich immer wieder neu berührt und der tief in meine Identität eingegangen ist. Eine magische Nacht.

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8 Kommentare zu “Magische Nacht”

  1. Simon sagt:

    🙂 Geil wars!!!

  2. Mike sagt:

    Cool. Bloodgood gehörten auch zu meinen Jugendhelden. 1991 war ich an einem Konzert der Band in Bern. Ich musste also nicht so lange warten :-).

  3. march. sagt:

    wow. in the kingdom – das hatte ich ja total vergessen. danke sehr!

  4. Ralf sagt:

    Ich hab’s je eigentlich geahnt: In Ennepetal zu wohnen und nicht da zu sein ist ein Riesenfehler. „In the Kingdom“ sorgt für Gänsehaut *in der Vergangenheit schwelg*

  5. Mike sagt:

    habe gerade „All stand together“ auf iTunes gezogen. Da kommen wirklich viele alte Erinnerungen. Bin die nächsten Tage mit Freunden im Schwarzwald (Nahe Hausach).

  6. Mike sagt:

    noch was: Di oder Mi nächste Woche (15. oder 16.April) kommt Wolfgang Simson zu uns nach Hausach. Wir sind mit dem Leitungsteam in den Ferien. Falls du auch Lust hast, auf einen Diskussionsabend: 0041 76 318 07 01. Weiss nicht ob noch Netzzugang habe, darum die mobile Nummer.

  7. toby sagt:

    Ich möchte hier ja nicht angeben, aber ich war auf dem legendären Konzert als Bloodgood zum ersten mal auf europäischen Boden gespielt hat. 🙂 Bin wahrscheinlich einfach der Älteste hier! Vorgruppe war damals übrigens Idle Cure…

  8. DoSi sagt:

    @Toby: Hehe, Idle Cure, die kenn ich auch noch.

    @Mike: Hat leider nicht gepaßt – ich hoffe, Ihr hattet ne gute Zeit!


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