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Gilead an Allerheiligen

2. November 2007

Heute habe ich den Feiertag genutzt, um wieder einmal einen Roman zu lesen: Das 2004 erschienene Gilead, für das Marilynne Robinson 2005 den Pulitzer-Preis erhielt.
Gilead
Das Buch besteht aus einem einzigen Monolog – der (am Ende) 77-jährige Reverend John Ames schreibt über mehrere Wochen hinweg einen langen Brief an seinen siebenjährigen Sohn. Ames weiß, daß seine Lebenszeit abläuft, daß er keine Möglichkeit mehr haben wird, »von Mann zu Mann« mit seinem Sohn zu reden, und hält deshalb alles, was er ihm noch sagen wollte, was aber aufgrund dessen noch so geringen Alters unmöglich scheint, schriftlich fest. Dabei wechseln sich Blicke in die Vergangenheit ab mit der tagebuchähnlichen Schilderung des aktuellen Geschehens. Die Rückblenden kreisen beständig um dieselben Ereignisse und Inhalte – Kindheit; Schilderungen des Vaters und Großvaters (beide ebenfalls im Predigtamt); Erinnerungen an seine erste Ehefrau, die bei der Geburt des ersten gemeinsamen Kindes zusammen mit letzterem verstarb; nachfolgende lange Zeit innerer Einsamkeit; das Kennenlernen seiner jetzigen Frau und Mutter seines Sohnes. Immer wieder kommt Ames auf denselben Punkt zurück und fügt weitere Details hinzu. Beständig wird die eigene Erfahrung im Licht der Erzählungen der Bibel gedeutet und auf Predigtentwürfe Ames‘ zurückgegriffen. Vor dem Auge und vor allem im Herz des Lesers entsteht das Bild eines Mannes, der von Gott in den Dienst genommen wurde und der die Nachfolge Jesu immer ernst genommen hat und auch im Jetzt noch nimmt. Seine Sorgen, Ängste, Schmerzen, Träume, Freuden und Schwächen bestimmen die Narrative.

Marilynne Robinson hat ein Buch über Rassengleichheit, über Vergebung und Versöhnung, über Freundschaft, über das Leben in einem US-amerikanischen Dorf, über das Leben-mit-Gott und über die Schönheit des Lebens an sich geschrieben, das ich empfehle. Mit einer einfachen und klaren Sprache erschafft die Autorin eine Welt, in die ich beim Lesen – das mehr einer Meditation statt dem Verschlingen eines Romanes glich und ähnliche Gefühle hervorrief wie das Hören von Johnny Cash’s American Recordings – schnell hineingezogen wurde und die in mir den Wunsch reifen ließ, am Ende meines Lebens eine ebensolche Wärme auszustrahlen, wie sie bei John Ames spürbar wurde. Die Retrospektiven haben mich desöfteren an meinen Großvater denken lassen, der ebenfalls immer und immer wieder über dieselben Ereignisse bzw. Abschnitte seiner Biographie sprach, die ihm wertvoll und wichtig waren und von denen er bis ins hohe Alter zehrte. Die Lektüre dieses Romans hat mich in mancherlei Weise berührt und beschenkt.

Ein gutes Buch, um es an Allerheiligen zu lesen und dabei an Menschen zu denken, die mir auf dem Weg Jesu Vorbilder waren.

Our dream of life will end as dreams do end, abruptly and completely, when the sun rises, when the light comes. And we will think, All that fear and all that grief were about nothing. But that cannot be true. I can’t believe we will forget our sorrows altogether. That would mean forgetting that we have lived, humanly speaking. Sorrow seems to me to be a great part of the substance of human life. (S. 104)
There were two further points I felt I should have made in our earlier conversations, one of them being that doctrine is not belief, it is only one way of talking about belief, and the other being that the Greek word sozo, which is usually translated „saved,“ can also mean healed, restored, that sort of thing. (…) My first thought was that nobody ought to be as lonely as he looked to me walking along by himself. (239f)

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