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[Foster] Unaufhörliches Gebet

9. Februar 2007

{Dies ist der fünfzehnte Post zu Richard Fosters Buch Prayer: Finding the heart’s true home. Die Vorgänger: 1|2|3|4|5|6|7|8|9|10|11|12| 13|14}

„Wenn der Geist gekommen ist, um in jemandem zu wohnen, dann kann diese Person niemals aufhören zu beten; denn der Geist betet ohne Unterlaß in ihm. Ob er schläft oder wach ist, in seinem Herzen findet die ganze Zeit Gebet statt. Er mag essen oder trinken, er mag ruhen oder arbeiten – der Weihrauch des Gebets wird spontan aus seinem Herzen aufsteigen. Das schwächste Rühren des Herzens ist wie eine Stimme, die still und verborgen zum Unsichtbaren singt.“ (Isaak der Syrer)

Gewöhnliche Menschen aus allen Zeiten sagen uns, daß die beständige Unterhaltung mit Gott möglich ist. „Laß das Gedenken an Jesus sich mit Deinem Atem verbinden“, rät Juliana von Norwich und Kallistos meint, unaufhörliches Gebet bestehe in der beständigen Anrufung des Namens Gottes. Frank Laubach berichtet: „Beständig in der Nähe Gottes zu bleiben, ihn zum Gegenstand meines Denkens und zum Gegenüber meiner Gespräche zu machen, ist das Erstaunlichste, was mir jemals begegnete.“

Durch einen praktischen und verständlichen Prozeß können wir auf dieselbe Weise leben. Außerdem ist beständige Gemeinschaft in mancherlei Hinsicht einfacher als unsere normale Art des Betens. Dadurch, daß wir regelmäßig Verbindung aufnehmen, entwickeln wir Intimität und Ausgeglichenheit. Warum letzteres? Weil wir feste Gewohnheiten der Gerechtigkeit entwickeln. Im Laufe der Zeit werden diese „heiligen Übungen“ ihr integratives Werk tun, so daß Beten leicht, natürlich und spontan wird – schwerer wird es sein, sich des Gebetes zu enthalten. Unaufhörliches Gebet spricht irgendwie Frieden in’s Chaos. Wir beginnen, etwas von der kosmischen Geduld Gottes zu erfahren. Unsere zerbrochenes und zerstückeltes Handeln fokussiert sich auf einen neuen Referenzpunkt. Wir erfahren Frieden, Ruhe, Klarheit und Festigkeit in der Ausrichtung unseres Lebens. Aber all dies entsteht nicht von allein. Wir müssen es wollen, es mit verzehrender Leidenschaft wollen.

Als Christen in der Geschichte danach strebten, der biblischen Weisung, ohne Unterlaß zu beten, zu folgen versuchten, entwickelten sie zwei grundsätzliche Formen unaufhörlichen Gebets. Die eine ist formaler, liturgischer, die andere dialogorientierter und spontaner.

Das eine ist das „Breath Prayer“, Gebet beim Atmen. Ein einziger Satz, der sich beständig wiederholt. Der berühmteste ist das Jesus-Gebet: „Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes, sei mir Sünder gnädig“. Suche Deinen eigenen Satz, die Sehnsucht Deines Herzens, eine einzelne Fürbitte wie z.B. „Lehre mich Sanftmut, Vater“ oder „Herr, zeige mir Deinen Weg“ etc. Und dann bete Dein Atem-Gebet so oft, wie es Dir möglich ist. Laß es Gott tief in den Tiefen Deines Geistes einpflanzen. Sei nicht in Eile oder verändere Dein Gebet zu schnell. Bete diesen Satz immer und immer wieder, beständig und unaufhörlich, bis er sich mit Deinem Atmen verbunden hat und jeder Atemzug zum Gebet wird.

Die zweite Form ist das „Einüben der Gegenwart Gottes“. [Es geht zurück auf Bruder Lorenz, Thomas Kelly und Frank Laubach]. Diese schlichte Praxis besteht darin, im freudigen Bewußtsein der Gegenwart Gottes durch den Tag zu gehen und beständig flüsternde Lob- und Anbetungsgebete aus dem Herzen fließen zu lassen. Lorenz rät uns, aus unserem Herzen eine private Kapelle zu machen, wohin wir uns von Zeit zu Zeit zurückziehen können um friedlich, demütig und liebevoll mit Gott Gemeinschaft zu haben. Er ermutigt uns dazu, innerliches Gebet zur letzten Tat des Abends und ersten des Morgens zu machen.

Wer das „Gebet ohne Unterlaß“ erfahren will, benötigt erstens Disziplin in seinen Übungen, zweitens muß dann dieses Werk ins Unterbewußte übergehen, drittens in’s Herz und viertens die ganze Persönlichkeit durchdringen. Es wird wie unser Atem oder unser Blut, das sich durch den ganzen Körper bewegt. Das Gebet entwickelt einen tiefen Rhythmus in uns.

Im inneren Heiligtum unserer Seele wartet Gott auf uns. Er heißt uns dort willkommen, wo wir, in den Worten von Madame Guyon, ein „beständiges inneres Verweilen“ erfahren können. Und das Schöne daran: Der Ertrag übersteigt den Aufwand bei Weitem.

„Herr unser Herrscher, wie herrlich ist Dein Name in allen Landen!“ Die nächtlichen Sternbilder singen Dein Lob. Die ganze Schöpfung scheint mit Dir, dem Meister-Dirigent, in Harmonie zu sein. Alle, außer mir. Warum? Warum will ich allein meine eigene Melodie singen? Oh, ich bin gewiß ein stures Geschöpf. Vergib mir.
Ich wünsche mir, umfassender und öfter in Harmonie mit Dir zu sein. Ich wünsche mir eine beständige, unaufhörliche Kameradschaft. Bitte, nähre dieses Verlangen in mir, das im Moment so klein und unscheinbar erscheint. Möge ich eines Tages wie ein Baum werden, „gepflanzt am Wasser, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. In allem, was er tut, floriert er.“
Um Jesu willen.
Amen.

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