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[Foster] Sakramentales Gebet

7. Februar 2007

{Dies ist der vierzehnte Post zu Richard Fosters Buch Prayer: Finding the heart’s true home. Die Vorgänger: 1|2|3|4|5|6|7|8|9|10|11|12|13}

Sakramentales Gebet ist inkarnatorisches Gebet. Gott hat sich in seiner Weisheit dazu entschlossen, uns sein Leben durch sichtbare Realitäten zu vermitteln. Dies ist ein großes Geheimnis. Gott, der reiner Geist ist, völlig frei von allen geschöpflichen Begrenzungen, erniedrigt sich angesichts unserer Schwäche und offenbart sich uns durch das Sichtbare und Physische. Brot und Wein sind von sakramentaler Kraft erfüllt. Der Reichtum und die Tiefe einer guten Liturgie kann uns zu hoher und heiliger Ehrfurcht erheben. Die Wärme und Intimität spontaner Anbetung kann uns in atemloses Staunen versetzen. In unserer Spiiritualität ist Raum für beides.

Ich habe herausgefunden, daß regelmäßige Andachtsgewohnheiten eine skelettähnliche Struktur formen, an der ich die Muskeln und das Gewebe beständigen Gebets anbringen kann. Ohne diese äußere Struktur hält die innere Sehnsucht meines Herzens einfach nicht zusammen. Die Bibel ist voll von Ritualen, Liturgien und Zeremonien aller Art. Jesus hat aller Wahrscheinlichkeit nach von frühester Kindheit an am liturgischen Leben seines Volkes teilgenommen. Während nicht alle Formen sakramentalen Gebets liturgisch sind, so sind doch alle recht empfangenen Liturgien sakramental.

Zunächst einmal hilft uns liturgisches Gebet, das Sehnen unseres Herzens, das ausgedrückt werden will, in Worte zu fassen. Zweitens vereinigen wir uns im liturgischen Gebet mit der Gemeinschaft der Heiligen, die vor uns dieselben Worte zu Gott gesprochen haben. Drittens hilft uns liturgisches Gebet, der Versuchung, spektakulär und unterhaltsam zu sein, zu widerstehen. Viertens widerstehen wir dadurch der Versuchung zur privaten Religion und fünftens vermeiden wir dabei allzugroße Vertrautheit, die Verachtung erzeugen könnte. Die Intimität des Gebets muß sich immer mit der unendlichen Distanz des Geschöpfes zum Schöpfer die Waage halten. Liturgien sind dazu da, das beste an christlicher Andacht zu erhalten und dadurch bewahren sie uns vor den neuesten Marotten. C.S. Lewis sagte einmal: „Der Auftrag an Petrus war: Weide meine Schafe, nicht: Starte Tierversuche mit meinen Ratten“.

Die Psalmen sind immer schon gleichzeitig sowohl das Gesang-, als auch das Gebetbuch der Gemeinde gewesen. Wenn Du Psalmen singst, dann singe sie betend. Laß zu, daß die Worte Dich zur Ruhe bringen, dazu, Dich niederzulassen, in die Tiefe zu führen. Wer mit vorgefaßten Gebeten nicht vertraut ist, findet in den Psalmen die bestmögliche Einführung. Wenn wir ganze Passagen auswendig lernen, senken sie sich tief in unser Herz und werden auf diese Weise unser spontanes Gebet befruchten und formen.

Im Herzen allen christlichen Gebets ist die Feier des Abendmahls, des heiligen Gemeinschaftsmahles. Hier findet sich fast jeder Aspekt des Gebets: Examen, Buße, Bitte, Vergebung, Betrachtung, Danksagung, Feier und viel mehr. In fast vollkommener Weise verkörpert das Abendmahl den zentralen Kern des Gebets: Wir nehmen ganz an den Handlungen teil, aber die Gnade, die daraus kommt, stammt allein von Gott. Alle Sinne sind beteiligt: Wir sehen, wir riechen, wir fühlen, wir schmecken. Wir hören die Einführungsworte: „Dies ist mein Leib. … Dies ist mein Blut.“ Kurz gesagt ist das eucharistische Gebet das vollständigste Gebet, das wir auf dieser Seite der Ewigkeit jemals darbringen können. Christus ist wahrhaft unter uns gegenwärtig, sein Leben teilt sich uns wahrhaft mit, aber wie das alles funktioniert ist ein heiliges Geheimnis.

Wenn ich vom Sakrament des Wortes spreche, dann meine ich mehr als nur Predigen, obwohl ich das Predigen natürlich mit einbeziehe. Das Wort steht gleichzeitig für mehrere Dinge: Jesus, der göttliche Logos; die Schrift, das geschriebene Wort Gottes; und das Aussprechen der Wahrheit Gottes durch Menschen unter der Kraft und Eingebung des Geistes. E.M. Bounds bemerkte: „Die Art unseres Betens bestimmt den Charakter unseres Predigens. Schwaches Gebet führt zu schwacher Predigt. Das Gebet verleiht der Predigt Stärke, Salbung und Schärfe.“ Wie können wir dabei helfen? Indem wir beständig für den Prediger beten. Aber es gibt noch etwas wichtigeres: Heiliges Zuhören. Wir hören mit dem Verstand, und wir hören mit dem Herzen. Die ganze Zeit nehmen wir unser Leben unter die Lupe und beten um Möglichkeiten, das Gehörte anzunehmen und umzusetzen.

Ich habe keinen Geist, ich bin ein Geist. In derselben Weise habe ich keinen Leib; ich bin ein Leib. Dasselbe gilt für Dich. Allerdings beten wir viel zu oft, als ob wir entkörperlichte Geistwesen seien. Es ist höchste Zeit, daß wir ein christlich-inkarnatorisches Verständnis unserer Leiblichkeit wiedergewinnen. Gottes Gnade wird uns über unsere Körper vermittelt. Wir beten Gott durch unseren Leib an. Wir beten mit unserem Körper und wollen deshalb unser Gebet auch auf vielfältige Weise durch unseren Leib ausdrücken. Ein erfülltes Gebetsleben besteht aus unendlicher Vielfalt. Wir kommen in liturgischer Würde und charismatischem Jubilieren vor Gott. Beides ist für eine ganzheitliche Gebetserfahrung entscheidend.

Unser Vater, der Du im Himmel bist,
Geheiligt werde Dein Name.
Deine Königsherrschaft komme,
Dein Wille geschehe,
Auf Erden so wie das im Himmel der Fall ist.
Gib uns heute unser tägliches Brot.
Und vergib uns unsere Übertretungen,
Wie auch wir denen vergeben, die an uns schuldig werden.
Und führe uns nicht in Versuchung,
Sondern erlöse uns vom Bösen.
Denn Dein ist das Reich, und die Macht,
Und die Herrlichkeit, in Ewigkeit.
Amen.

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2 Kommentare zu “[Foster] Sakramentales Gebet”

  1. Judith sagt:

    Ich komm nicht mehr mit… hast du das Ganze in einer eigenen Kategorie, dass ich es mal am Stück lesen kann, wenn ich Zeit hab?

  2. DoSi sagt:

    Ja klar, ist alles in „Spiritualität“.


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