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[Foster] Meditatives Gebet

23. Februar 2007

{Dies ist der siebzehnte Post zu Richard Fosters Buch Prayer: Finding the heart’s true home. Die Vorgänger: 1|2|3|4|5|6|7|8|9|10|11|12| 13|14|15|16}

Meditation ist die Zunge der Seele und die Sprache unseres Geistes. (Jeremy Taylor)

Wenn wir über die Wahrheit meditieren, dann bewegt sie sich vom Mund in den Verstand und sinkt dann in’s Herz. Durch Nachsinnnen und Wiederkäuen erwirkt sie in dem Betenden eine liebende, glaubensvolle Antwort.

Manipuliere Gott nicht. Empfange nur. Gemeinschaft mit ihm ist nichts, was Du hervorbringen könntest. Sie ist wie Schlaf. Du kannst Dich nicht selbst zum Schlafen bringen, aber Du kannst die Bedingungen schaffen, die nötig sind, damit Schlaf geschieht. Alles, was Du tun mußt, ist die Bedingungen schaffen: Öffne Deine Bibel, lies sie langsam, höre auf sie und sinne über sie nach. Zuerst müssen wir uns Kopf und Verstand von der Heiligen Schrift füllen und in Zucht nehmen lassen, bevor wir mit echtem Gewinn in unmittelbarer Gemeinschaft in die Gegenwart des Heiligen treten können.

Im Meditativen Gebet hört die Bibel auf, ein Nachschlagewerk für Zitate zu sein und wird stattdessen zu wunderbaren Worten des Lebens, die uns zu dem Wort des Lebens führen. Das meditative Gebet unterscheidet sich auf vom Studium der Schrift. Wo letzteres die Exegese betont, konzentriert sich die Schriftmeditation darauf, den Abschnitt innerlich aufzunehmen und ihn persönlich anzuwenden. Das geschriebene Wort wird zum lebendigen Wort, das sich an uns richtet. In dieser besonderen Zeit müssen wir alle Arroganz zur Seite legen und mit demütigem Herz auf das hören, was uns gesagt wird.

Die einfachste und grundlegendste Weise, den Text der Schrift zu meditieren, geschieht durch die Vorstellungskraft. Wir sehnen uns danach, die biblische Narrative zu sehen, zu hören und zu berühren. Auf diese einfache Weise fangen wir an, die Geschichte zu betreten und sie zu unserer eigenen zu machen. Statt nur passiv zu beobachten nehmen wir aktiv teil. Indem wir unsere Vorstellungskraft verwenden, bringen wir auch unsere Emotionen mit in die Gleichung, so daß wir mit Herz und Verstand zu Gott kommen. Es ist lebenswichtig, die Schrift intellektuell zu verstehen, aber wenn wir sie nicht emotional erlebt haben, dann haben wir sie nicht vollständig verstanden. Wir streben danach, die Gedanken Gottes nach-zudenken, uns an seiner Gegenwart zu erfreuen, wünschen uns seine Wahrheit und seinen Weg. Je mehr wir auf diese Weise leben, desto mehr benutzt Gott unsere Vorstellungskraft für seine guten Absichten.

Als praktische Hilfe schlägt Ignatius von Loyola vor, alle unsere Sinne dafür zu verwenden, die Schrift zu erleben. Wir riechen das Meer. Wir hören, wie das Wasser gegen das Ufer drängt. Wir sehen die Menschenmenge. Wir fühlen die Sonne auf unserem Kopf und den Hunger in unserem Magen. Wir schmecken das Salz in der Luft. Wir berühren den Saum seines Gewandes.

Denk daran, daß Gott sich im meditativen Gebet immer an unseren Willen wendet. Christus konfrontiert uns und stellt uns vor die Entscheidung. Wenn wir seine Stimme gehört haben, müssen wir seinem Wort gehorchen.

Es gibt einen Spezialausdruck für diese Art des Bibellesens, und vielleicht hilft es Dir, ihn zu kennen – lectio divina (götttliches Lesen). Dies ist eine Art des Lesens, bei der der Verstand in’s Herz hinabsteigt und beide in die LIebe und Güte Gottes gezogen werden. Natürlich ist die Bibel die primäre und reine Quelle für lectio divina. Aber wir können auch aus den großen geistlichen Schriften Vorteil ziehen, von denen sich Christen über die Jahrhunderte hinweg genährt haben. Das sind Worte, die aus denen fließen, die auf dem Berg Sinai leben, aber dennoch gewöhnliche Männer und Frauen auf deren Ebene ansprechen. Beispiele für solche Schriften sind: Das Leben des Mose (Gregor von Nyssa), die Bekenntnisse (Augustinus), Die kleinen Blümlein des heiligen Franziskus, Offenbarungen göttlicher Liebe (Juliana von Norwich), die Nachfolge Christi (Thomas von Kempen), die Tagebücher John Woolmans, das Leben des Heiligen Antonius, die Autobiographie von Teresa von Avila etc. Eine der lohnenswertesten Erfahrungen beim Lesen der geistlichen Meister ist die Entdeckung, wie schnell sie von präziser Beschreibung in leidenschaftliches Gebet und dann wieder in’s Erzählen übergehen – ohne daß es im Geringsten gekünstelt erscheint.

Im meditativen Gebet spricht Gott uns persönlich an. Es ist nichts, was wir bewirken könnten.

Herr, jetzt will ich über Deine unbequemen Worte „Ich bin gekommen, ein Feuer anzuzünden auf Erden“ (Luk 12,49) meditieren. Was bedeuten sie? Was bedeuten sie für mich?
Gibt es Dinge in mir, die ausgebrannt werden müssen? … Stolz? … Furcht? … Wut? Verzehre sie, alle zusammen.
Gibt es Dinge in dieser Welt, die Du zerstören willst – die religiösen Systeme, die wir vor Dir zu verbergen suchen – die künstlichen Grenzen, die uns von einander trennen: Schwarze von Weißen, Männer von Frauen, Eltern von Kindern – die schreckliche Ungerechtigkeit, die den Schwachen und Hoffnungslosen zugefügt wird – die unaussprechliche Gewalt, die Frauen und ungeborenen Kindern angetan wird?
Vergib uns, oh Herr.
Um Jesu willen.
Amen.

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