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Foster: Einfaches Gebet

6. Januar 2007

{Dies ist der vierte Post zu Richard Fosters Buch “Prayer: Finding the heart’s true home”. Die Vorgänger: 1|2|3}

Dom John Chapman sagte: „Bete so wie Du kannst, nicht so, wie Du nicht kannst.“ Jeder möchte mehr Zeit im Gebet verbringen, aber es gibt viele Dinge, die uns davon abhalten wollen, und den meisten werden wir zu gegebener Zeit auf den Grund gehen. Jetzt wollen wir uns nur einer Sache zuwenden, einem Gedanken, der unter uns modernen Hochleistungstieren so verbreitet ist. Nämlich der Annahme, wir müßten zuerst alles „in Ordnung gebracht“ haben, um zu beten. Unser Problem ist, daß wir davon ausgehen, daß Gebet etwas sei, das wir meistern können, so wie wir Algebra oder das Reparieren von Autos meistern. Daß wir in eine Position „oben an der Spitze“ kommen, in der wir kompetent sind und alles unter Kontrolle haben. Aber beim Gebet kommen wir „darunter“, wo wir ruhig und absichtlich die Kontrolle abgeben und inkompetent werden. Emilie Griffin schreibt: „Zu beten heißt, naiv werden wollen.“ Wir müssen nicht in Ordnung, oder rein, oder erfüllt von Glauben oder sonstwas sein. Das bedeutet Gnade. Wir sind nicht nur durch Gnade errettet, sondern wir leben auch durch Gnade. Und wir beten durch Gnade. Unsere Motive werden niemals rein genug sein, wir werden nie gut genug sein oder genug Erkenntnis haben, um recht zu beten. Wir müssen diese Dinge einfach auf die Seite legen und anfangen, zu beten. Tatsächlich ist es der Akt des Gebets selbst – die beständige, intime Interaktion mit Gott -, der für die Erfüllung dieser Belange Sorge trägt.

Im Einfachen Gebet bringen wir uns selbst vor Gott, so wie wir sind, mit Warzen und allem. In einer sehr realen Weise geht es im Einfachen Gebet um uns. Unsere Nöte, unsere Wünsche, unsere Angelegenheiten bestimmen unsere Gebetserfahrung. Wir machen viele Fehler, und manchmal wird das Einfache Gebet auch das Gebet des Neuanfangs genannt. Einfaches Gebet ist die gebräuchlichste Gebetsform in der Bibel. In Einfachem Gebet bringen normale Menschen gewöhnliche Angelegenheiten vor einen liebenden und mitfühlenden Vater. Einfaches Gebet ist der Anfang des Betens. Es ist das Gebet von Kindern, und wir werden wieder und wieder dahin zurückkommen.

Es gibt eine Versuchung, die besonders die „Fortgeschrittenen“ und Anspruchsvollen trifft: Diese elementare Gebetsweise zu verachten. Sie wollen das Einfache Gebet überspringen, in der Hoffnung, vorwärts zu kommen und „reifere“ Gebetserfahrungen zu machen. Der einzige Weg, über „selbstzentriertes Gebet“ hinwegzukommen (wenn das überhaupt jemals geschehen wird) ist, durch es durchzugehen, nicht es zu umgehen. Wenn wir beten, wahrhaftig beten, dann wird der wahre Zustand unseres Herzens enthüllt. So sollte es sein. Dann beginnt Gott, in uns zu wirken. Das Abenteuer fängt dann gerade an.

Ganz einfach: Wir fangen damit an, wo wir stehen. Bei unseren Familien, in unserem Beruf, mit unseren Nachbarn und Freunden. Zu glauben, daß Gott uns in den gewöhnlichen Umständen des täglichen Lebens erreichen und segnen kann, darum geht es im Gebet. Auf die natürlichste und einfachste Weise lernen wir das Gebet, indem wir die normalen Erfahrungen des Alltags nehmen und sie zu Gott bringen. Wir sollten überhaupt kein Problem damit haben, uns bei Gott zu beschweren, mit Gott zu diskutieren oder ihn anzuschreien. Mach Dir zum jetzigen Zeitpunkt keine Gedanken darüber, wie man „richtig“ betet, rede einfach mit Gott. Teile Deine Verletzungen, Deine Sorgen, Deine Freuden offen und frei mit ihm. Gott hört in Liebe und Mitgefühl zu, so wie wir es tun, wenn unsere Kinder zu uns kommen. Er freut sich an unserer Gegenwart. Wenn wir das tun, dann werden wir etwas von unschätzbarem Wert entdecken. Wir werden herausfinden, daß wir durch Gebet lernen, wie man betet.

Mein erster Rat ist einfach die Erinnerung daran, daß Gebet nichts mehr ist als eine beständige und wachsende Liebesbeziehung mit Gott dem Vater, Sohn und Heiligem Geist. Zweitens, wenn wir anfangen, dürfen wir durch unseren Mangel an Gebet niemals entmutigt werden. Selbst in unserer Gebetslosigkeit können wir nach Gott hungern. Wenn das so ist, dann ist der Hunger selbst Gebet. Zur rechten Zeit wird das Verlangen zur Tat führen und die Tat wird das Verlangen vergrößern. Wenn wir nicht beten können, dann lassen wir Gott unser Gebet sein. Auch sollte uns die Härte unseres Herzens keine Angst einjagen. Das Gebet wird es erweichen. Wir geben selbst unseren Mangel an Gebet an Gott ab. Ein gegensätzlicher, aber genauso wichtiger Ratschlag ist es, nicht mit aller Gewalt zu beten zu versuchen. Wenn das Gebet nicht Deine feste Gewohnheit ist, dann starte nicht mit einem zwölfstündigen Dialog, sondern nimm Dir ein paar Momente Zeit und lege alle Deine Energie hinein. Nebenbei gesagt: Selbst diejenigen, die geistlich am weitesten fortgeschritten sind – vielleicht besonders diejenigen, die geistlich am weitesten fortgeschritten sind – brauchen regelmäßige Zeiten des Lachens und Spielens, in denen sie einfach Spaß haben. Der nächste Rat klingt vielleicht sonderbar: Bete, wenn Du im Bösen wohnst. Rede mit Gott über das, was in Deinem Inneren vorgeht. Natürlich gefällt ihm Sünde nicht. Aber sie zu verbergen macht es noch schlimmer. Nochmals Emilie Griffin: „Der Herr liebt uns vielleicht am meisten, wenn wir scheitern und neu beginnen.“ Mein letzter Rat ist, daß Du zu Beginn nach unspektakuläten Gebetserfahrungen strebst. Und wenn wir es nicht gewohnt sind, kann die einfache und ruhige Begnung mit Gott so exotisch und frisch sein, daß sie uns enorme Freude bereitet.

Zu Beginn sind wir in der Tat Gegenstand und Zentrum unseres Gebets. Aber in Gottes Zeit und auf Gottes Weise ereignet sich in unserem Herzen eine kopernikanische Revolution. Langsam, fast nicht wahrnehmbar, bewegt sich unser Gravitätszentrum. Wir bewegen uns von der Annahme, Gott sei Teil unseres Lebens, zu der Erkenntnis, daß wir ein Teil seines Lebens sind. Auf wunderbare und geheimnisvolle Weise bewegt sich Gott von der Peripherie unserer Gebetserfahrung ins Zentrum. Eine Bekehrung des Herzens findet statt, eine Transformation des Geistes. Dieses wundervolle Werk der göttlichen Gnade ist die Hauptlast dieses Buches.

Lieber Jesus,
wie nötig habe ich es, zu lernen, wie man betet.
Und wenn ich ehrlich bin, dann weiß ich, daß ich oftmals nicht einmal beten will.
Ich bin zerstreut!
Ich bin eigensinnig!
Ich bin selbstzentriert!
In Deiner Barmherzigkeit, Jesus, bringe meine Wünsche mehr in Übereinstimmung mit dem, was ich wirklich brauche, damit ich möchte, was ich brauche.
In Deinem Namen und um Deinetwillen bete ich. -Amen.

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2 Kommentare zu “Foster: Einfaches Gebet”

  1. Hans Kolpak sagt:

    Das Gebet ist die stärkste Form von Energie,
    die man erzeugen kann,
    so real wie die Schwerkraft.

    Alexis Carrel
    französischer Biologe und Nobelpreisträger

    Noch Fragen?

    Hans Kolpak
    Biß der Woche

  2. DoSi sagt:

    Guter Satz, Danke!


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