Foster: Die Bewegung nach oben – Nach der Intimität streben, die wir brauchen
30. Januar 2007
{Dies ist der elfte Post zu Richard Fosters Buch Prayer: Finding the heart’s true home. Die Vorgänger: 1|2|3|4|5|6|7|8|9|10}
Wir sind Exilanten und Fremdlinge, bis wir in Gott kommen, dem wahren Zuhause unseres Herzens. Stolz und Furcht haben uns in sicherer Entfernung gehalten. Aber wenn die Zurückhaltung in uns durch das Wirken von Glaube, Hoffnung und Liebe überwunden wird, bewegen wir uns nach oben, in die göttliche Intimität hinein. Und so werden wir wiederum zu unserem Dienst an anderen befähigt.
Leo Tolstoi erzählt von drei Eremiten, die auf einer Insel lebten. Ihr intimes und liebendes Gebet war so schlicht wie sie selbst: “Wir sind drei, Du bist drei; hab Erbarmen mit uns. Amen”. Manchmal geschahen Wunder, wenn sie auf diese Art beteten.
Eines Tages besuchte sie der Bischof, weil er sie über die rechte Weise zu beten lehren wollte. Nachdem er die Mönche unterrichtet hatte, segelte er wieder los, auf das Festland zu, und freute sich darüber, daß er die Seelen solch einfacher Männer erleuchtet hatte. Plötzlich sah er, wie jenseits des Hecks seines Schiffes ein großer Lichtball über den Ozean schien. Er kam immer näher, bis der Bischof erkannte, daß es die drei Einsiedler waren, die über das Wasser rannten. Als sie am Schiff angekommen waren, sagten sie zum Bischof: “Es tut uns wirklich leid, aber wir haben einen Teil Deiner Lehre vergessen. Könntest Du uns bitte nochmals unterweisen?” Der Bischof schüttelte den Kopf und entgegnete sanft: “Vergeßt alles, was ich Euch gelehrt habe, und betet weiterhin in Eurer gewohnten Weise.”



















































