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Foster: Das Gebet der Tränen

21. Januar 2007

{Dies ist der siebte Post zu Richard Fosters Buch “Prayer: Finding the heart’s true home”. Die Vorgänger: 1|2|3|4|5|6}
 
Tränen sind wie das Blut in den Wunden der Seele (Gregor von Nyssa)

Was ist das, dieses Gebet der Tränen? Es bedeutet, daß es uns „durch’s Herz geht“ (Apg 2,37), daß wir fern von Gottes Güte sind und sie immer wieder beleidigen. Es bedeutet, über unsere Sünden und die Sünden der Welt zu weinen. Es bedeutet, in die befeienden Erschütterungen der Buße einzutreten. Es ist das intime und ultimative Bewußtsein, daß uns Sünde von der Fülle der Gegenwart Gottes trennt.

Worum geht es in all dieser Sorge, dem Weinen und Klagen? Es hört sich womöglich etwas bedrückend an – zumindest für diejenigen von uns, die in einer Religion der positiven Gefühle und des Wohlstands aufgewachsen sind. Die alten Schreiber hatten jedoch eine andere Sicht. Sie sahen es als eine Gabe an, nach der man streben soll, das „Charisma der Tränen“. Für sie waren die Menschen am bemitleidenswertesten, die mit trockenen Augen und kalten Herzen durch’s Leben gingen. Sie nannten dieses innere Herzensgetümmel sogar „tiefe Freude“. Freude ist in der Tat das augenfälligste Resultat eines Herzens, das sich fortwährend in Reue beugt. Der Heilige Ammonas schreibt: „Angst bringt Tränen hervor, und Tränen Freude. Freude bringt Särke, wodurch die Seele in allen Dingen Frucht bringen wird.“

Wenn das gefühlsmäßige Zentrum unseres Lebens unberührt bleibt, dann ist das so, wie wenn eine Fackel unangezündet bleibt. Tränen sind ein Zeichen – kein untrügliches Zeichen wohlgemerkt, aber nichtsdestotrotz ein Zeichen – dafür, daß Got dieses Zentrum berührt hat. Durch das Gebet der Tränen erlauben wir Gott, uns unsere Sündhaftigkeit und die Sündhaftigkeit der Welt auf der emotionalen Ebene zu zeigen. So weit ich es erkennen kann, sind Tränen der Weg, wie Gott uns Hilfe, mit dem Verstand in’s Herz hinabzusteigen und uns dort in fortwährender Verehrung und Anbetung zu neigen. Martin Luther erklärt, daß das Leben des Christen ein Leben der täglichen Buße sein sollte. Täglich bekennen wir, täglich kehren wir um. Das Gebet der Tränen ist das primäre Hilfsmittel für unsere Umkehr.

Wir können schlicht nicht dafür sorgen, daß die Buße des Herzens geschieht. Sie ist nicht etwas, das wir schaffen können, indem wir uns durch eine besondere Atmosphäre und eine bestimmte Art Musik in eine spezielle Stimmung bringen. Sie ist ein Geschenk Gottes, schlicht und einfach. Aber sie ist eine Gabe, die Gott gerne denen schenkt, die ihn darum bitten. Und darum bitten wir ihn mutig und beharrlich um ein zerbrochenes Herz.  Wir bitten um weinende, klagende Herzen. Wir machen uns eins mit den vielen Stimmen aus allen Zeitaltern, bitten um das Geschenk der Buße, das Gebet der Tränen. Manchmal läßt sich unser Gebet auf ein einziges Wort reduzieren: „Barmherzigkeit!“

Und wir bekennen. Wir geben unseren Mangel an Glauben zu, unsere Distanz, unsere Hartherzigkeit.
Und wir empfangen. Unser Gott, der treu uns gerecht ist und auch voll Barmherzigkeit, wird vergeben und wird reinigen.
Und wir gehorchen. Es genügt nicht, Gott um ein weiches und gebrochenes Herz zu bitten, wo Raum zur Buße ist. Es reicht nicht aus, frei und offen unsere vielen Vergehen zu bekennen. In dem Wort der Vergebung liegt der Ruf zum Gehorsam.

Gnadenvoller Jesus,
es fällt mir leichter, mit meinem Verstand zu Dir zu kommen, als mit meinen Tränen. Ich weiß nicht, wie ich vom emotionalen Zentrum meines Lebens her beten soll oder wie ich überhaupt mit diesem Teil von mir in Berührung kommen soll. Trotzdem komme ich zu Dir so, wie ich bin.
Es tut mir leid, daß ich Deine Liebe oft verworfen habe. Bitte vergib mir alle meine Vergehen gegen Dein Gebot. Ich kehre von meinen harten und gefühllosen Wegen um. Zerbrich mein steinernes Herz mit den Dingen, die Dein Herz brechen.
Jesus, Du hast Dich in Deiner größten Prüfung Deiner Todesangst nicht geschämt und hast Tränen tiefen, tiefen Kummers geweint. Im Gedenken an Dein Leid, hilf mir, über meine Sünde zu weinen… und über meine Sünden.
Um Deinetwillen und in Deinem Namen bete ich.
Amen.

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