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Foster: Das Gebet der Ruhe

1. Februar 2007

{Dies ist der dreizehnte Post zu Richard Fosters Buch Prayer: Finding the heart’s true home. Die Vorgänger: 1|2|3|4|5|6|7|8|9|10|11|12}

Ruhe. Ruhe. Ruhe in Gottes Liebe. Das einzige Werk, das jetzt von Dir gefordert wird, ist seiner kleinen leisen Stimme in Deinem Innern die volle Aufmerksamkeit zu geben. (Madame Jeanne Guyon)

Durch das Gebet der Ruhe platziert Gott seine Kinder im Auge des Sturmes. Wenn alles um uns in Chaos und Verwirrung versinkt, kennen wir tief ins uns eine Stabilität und Klarheit. Mitten im intensivsten persönlichen Kampf sind wir ruhig und entspannt. Während uns tausend Frustrationen ablenken wollen, bleiben wir konzentriert und aufmerksam. Das ist die Frucht des Gebets der Ruhe. Heute, genau in diesem Augenblick, lädt Jesus Dich in seine Ruhe ein: „Nehmt mein Joch auf Euch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig. So werdet ihr Ruhe finden für Eure Seelen.“ (Mt 11,29)

Keine Lehre, die sich aus dem Sabbatprinzip ergibt, ist so wichtig, wie die Zentralität unserer Ruhe in Gott. Statt danach zu streben, daß dieses oder jenes geschieht, lernen wir, einem himmlischen Vater zu vertrauen, der es liebt, zu geben. Das soll für uns nicht Inaktivität, sondern abhängige Aktivität bedeuten. Wir nehmen die Dinge nicht mehr länger selbst in die Hand, sondern übergeben sie Gott und handeln dann aus innerem Antrieb. Durch das Gebet der Ruhe treten wir in eine intensive Stille, eine leise Wachsamkeit ein. In Gott zu ruhen bedeutet weder Resignation noch Trägheit. Es bedeutet nicht, daß wir uns zurücklehen und dann hoffen, daß Gott schon handeln wird. „Aktivismus“ und „Quietismus“ beschreibt nicht ausreichend, was im Gebet der Ruhe vor sich geht. Ja, es ist „Sabbatruhe“, was passiv klingt, aber wir müssen sie auch betreten, was wiederum aktiv klingt. Die alten Meister sprachen von otium sanctum, heiliger Muße, einer Art Balance im Leben: Aktivität und Ruhe, Arbeit und Spiel, Sonnenschein und Regen. Es geht um die Fähigkeit, die Aktivitäten des Tages in der kosmischen Geduld Gottes auszutragen. Heilige Muße bedeutet, mit der mittleren Stimme zu leben und zu beten. Die wunderbare Neuigkeit, die ich vermitteln will, ist, daß wenn wir am gnadenvollen Werk des Gebets teilhaben, das Werk des Gebets nicht von uns abhängt. Verstehst Du, was das für eine Erleichterung ist? Der Heilige Geist Gottes, das dritte Glied der Trinität, er selbst begleitet uns in unseren Gebeten. Wir können in diesem Werk, das der Geist an unserer Stelle vollbringt, zur Ruhe kommen.

Jesus Christus ist unser großer Hohepriester; es war die Funktion des Hohenpriester im alten Israel, vor Gott in Vertretung des Volkes Fürbitte zu tun. In unseren gestammelten Gebeten hat Gott mit sich selbst ewige Gemeinschaft. Das Wirken der Trinität konzentriert sich auf unsere schwächlichen Gebete. Gott der Geist übersetzt unser Seufzen und Stöhnen vor dem Thron im Himmel. Gott der Sohn vertritt uns in der Fürbitte vor dem Thron im Himmel. Und Gott der Vater, der auf dem Thron im Himmel sitzt, benutzt unsere Gebete, um ein vollkommenes Selbstgespräch zu schaffen – Gott spricht mit Gott.

Es gibt drei etablierte Übungen, die uns in’s Gebet der Ruhe führen sollen. Die erste ist Einsamkeit. In der Einsamkeit enthalten wir uns eine gewisse Zeit von unseren normalen Gewohnheiten der Aktivität und des Umgangs mit den Menschen, um [neu] zu entdecken, daß unsere Kraft und unser Wohlbefinden von Gott allelin herrühren. Wir lassen alles los und empfangen das himmlische Manna.
Die zweite Übung ist Silencio, oder das Ruhen-lassen dessen, was die Alten „kreatürliche Aktivität nannten“. Dabei geht es nicht so sehr um ein Schweigen der Worte, sondern ein Schweigen unserer zupackenden und manipulativen Kontrolle über Menschen und Situationen. In der Silencio lassen wir alle Bewegung ruhen, die nicht in Gott verwurzelt ist. Wir werden ruhig, bewegungslos, bis wir am Ende zentriert sind. Alles überflüssige Gepäck streifen wir ab, bis in die völlige Wirklichkeit des Königreiches Gottes kommen. Wir lassen alle Zerstreuungen fahren, bis wir zum Kern gekommen sind. Wir lassen Gott unsere Prioritäten neu sortieren und unnötigen Schaum eliminieren. Das Ruhen aller kreatürlichen Aktivität befähigt uns, Gott zu hören.
Der dritte Weg, wie wir in’s Gebet der Ruhe gleiten können, wird „Sammlung“ genannt. Sammlung bedeutet Fokus, bedeutet Ruhe des Verstandes, des Herzens und des Geistes. Wir können die Reflektion pflegen, über unsere Identität nachdenken, uns zurückziehen und über die Richtung unseres Lebens sinnieren. Darum geht es in der Sammlung.

Gelobter Heiland,
ich bin nicht gut darin, in der Senke Deiner Hand zu ruhen. Nichts in meiner Erfahrung hat mich diese Ruhe gelehrt. Ich wurde gelehrt, wie ich etwas in die Hände nehmen kann, wie ich die Kontrolle erlangen kann. Aber zu ruhen? Nein, ich habe kein Muster, kein Paradigma für das Ruhen.
Das stimmt nicht ganz. Jesus, als Du unter dem Volk in Jerusalem und auf den Hügeln Judäas unterwegs warst, hast Du diese Lebensweise vorgelebt. Du warst immer aufmerksam und lebendig. Du warst äußerst ansprechbar für den Willen des Vaters. Vielen Anforderungen bist Du begegnet, aber Du warst nie in Eile.
Hilf mir, in Deinen Fußtapfen zu gehen. Lehre mich, nur das zu sehen, was Du siehst, nur das zu sagen, was Du sagst, nur das zu tun, was Du tust. Hilf mir, Herr, ruhend zu arbeiten und ruhend zu beten.
Ich bitte das in Deinem guten und starken Namen.
Amen.

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