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Foster: Das anbetende Gebet

31. Januar 2007

{Dies ist der zwölfte Post zu Richard Fosters Buch Prayer: Finding the heart’s true home. Die Vorgänger: 1|2|3|4|5|6|7|8|9|10|11}

In der Schule der Anbetung lernt die Seele, warum sie das Streben nach jedem anderen Ziel ruhelos gelassen hat. (Douglas Steere)

Gebet ist die menschliche Antwort auf das beständige Ausgießen der Liebe, mit dem Gott jede Seele belagert. Unsere direkteste Rückantwort nennt sich Anbetung. Sie ist die spontane Sehnsucht unseres Herzens, Gott zu loben, zu ehren, groß zu machen und zu segnen. Einerseits ist Anbetung keine besondere Gebetsform, denn jedes wahre Gebet ist von ihr erfüllt. Andererseits ist sie aber doch von allen anderen Gebetsarten unterschieden, da wir in der Anbetung die verfeinerte Luft selbstloser Hingabe betreten. Im anbetenden Gebet lieben wir Gott um seiner Selbst willen, für sein eigentliches Wesen, für seine strahlende Freude.

Die zwei Seiten des anbetenden Gebets, Danksagung und Lob, werden gewöhnlich so unterschieden: In der Danksagung rühmen wir Gott für das, was er für uns getan hat; im Lob rühmen wir Gott für das, was er in sich selbst ist. Diese Unterscheidung ist zulässig, aber wir dürfen sie nicht zu wichtig nehmen. In unserer Erfahrung weben sich die beiden ineinander und werden Teil eines organischen Ganzen. Wenn wir eine Demarkationslinie ziehen wollen, dann liegt das Lob über der Danksagung, da wir uns in der Danksagung immer noch in einem gewissen Grad um uns selbst drehen, im Lobpreis aber zu selbstvergessener Anbetung aufsteigen und nur noch die Majestät und Macht Gottes sehen, seine Gnade und sein Heil rühmen. Wenn wir nur das Herz des Vaters sehen könnten, würden wir viel öfter zu Lobpreis und Danksagung hingezogen werden. Unser Gott sehnt sich danach, ersehnt zu werden; er besteht nicht aus Stein; sein Herz ist das empfindsamste und zarteste.

Nach C.S. Lewis hält uns folgendes von der Anbetung ab: Mangelnde Aufmerksamkeit, falsche Aufmerksamkeit (wir sehen einen Sonnenuntergang und wollen ihn analysieren, statt den Schöpfer zu loben), Habgier (nicht nach immer mehr streben, sondern uns an dem Vorhandenen erfreuen) und Eingebildetheit.

Das anbetende Gebet muß erlernt werden. Es geschieht nicht von allein. Wir beginnen dort, wo wir gerade stehen, mitten in unserem normalen Leben. Wir erkennen die Güte Gottes nicht durch ein Nachsinnen über die Güte Gottes, sondern indem wir einen Schmetterling beobachten. Darum ist mein Rat: Fang damit an, indem Du diese kleinen Kreaturen beobachtest, die über die Erde kriechen. Studiere oder analysiere sie nicht. Schau einfach den Vögeln und Eichhörnchen und Enten zu. Schau einfach zu, bewerte nichts, schau nur zu. Nimm sie einfach nur wahr. Wenn wir das regelmäßig tun, werden wir bald Freude erfahren. Und jenseits dieser Freuden zieht es uns hin zum Geber des Vergnügens. Sprich aus Deinem innersten Zentrum der Dankbarkeit und Ruhe heraus kleine, flüsternde Danksagungen. Danach übe Dich in der Dankbarkeit. Entwickle die Gewohnheit, für die einfachen Gaben, die Du jeden Tag erfährst, Dank zu sagen. Danach mach Gott groß. Der einfachste Weg ist, den Psalter zu benutzen, die biblischen Psalmen zu beten. Nach einer gewissen Zeit werden diese Worte nicht nur zu Deinen eigenen werden, sondern werden Dich zu eigenen führen. Wenn wir Worte der Schulderkenntnis sprechen, führen sie uns zum Bekenntnis, zur Würdigung, Dankbarkeit, Danksagung, Lobpreis und Anbetung. Zuletzt kommt freudiges, ausgelassenes, mit-den-Füßen-stampfendes Feiern. Wir klatschen, lachen, rufen, singen, tanzen. Feiern gelingt in Gemeinschaft am besten, aber auch wenn wir allein sind, sind wir niemals allein, da wir uns dem jubilierenden Singen der Engel, Erzengel und lebendigen Geschöpfe anschließen, über die wir nur Vermutungen anstellen können.

Oh höchster, herrlicher Gott, wie groß ist mein Dilemma! In Deiner furchtbaren Gegenwart scheint Stille angebracht zu sein. Aber wenn ich still bin, dann werden die Steine schreien. Wenn ich aber reden will, was soll ich dann sagen?
Liebe bringt mich zum Reden, wenn es auch wie Stammeln klingt. Ich liebe Dich, Herr Gott. Ich bete Dich an. Ich verehre Dich. Ich beuge mich vor Dir.
Danke für die Geschenke Deiner Gnade:
– die Beständigkeit von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang,
– die staunenswerten Farben,
– den Trost bekannter Stimmen.
Ich erhebe Dich, Herr. Laß mich Deine Größe sehen – soweit ich sie aufnehmen kann. Hilf mir, mich in Deiner Gegenwart in endlosem Staunen und unaufhörlichem Lobpreis zu beugen.
Im Namen dessen, dessen Anbetung niemals misslang,
Amen.

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