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Exiles (3) – Jesus in’s Exil folgen

13. November 2006

{Das ist der vierte Post zu Michael Frost’s Exiles: Living Missionally in a Post-Christian Culture.
Ein zugegebenermaßen sehr langer Post, aber lohnenswert, da voller Sprengstoff. Die Vorgänger: 1|2|3}

Jesus demütigte sich und nahm die Schwacheit der menschlichen Natur an. Zwar wurde in seinem Leben die Kraft Gottes sichtbar, doch griff er nicht auf Symbole irdischer Gewalt zurück. Seine Macht war Demut, Friede, Liebe und Barmherzigkeit. Er diente den Menschen und brachte Heilung, Wiederherstellung und Versöhnung. Wenn Exilanten treu im Host-Imperium der Zeit nach Christendom leben wollen, dann sind die Erzählungen aus den Evangelien ihre gefährlichen Erinnerungen. Sie entzünden unser Vorstellungsvermögen und erinnern uns daran, dass es möglich ist, auf fremdem Boden zu gedeihen und gleichzeitig Jahwe zu dienen.Wie konnte es dazu kommen, dass manche Gemeindeleiter unserer Tage Managern in der Wirtschaft gleichen? Wie kommt es, dass das radikale, subversive Leben Jesu so gezähmt wurde, dass Christen in Ghettos leben und die Verbindungen zu unseren gefährlichsten Erinnerungen verloren haben?

Wenn wir so wie die Hebräer in Babylon treue Exilanten sein wollen, dann müssen wir auf unsere herausfordernsten und inspirierendsten Erinnerungen zurückgreifen. Für die Hebräer beinhaltete dieser Kanon von Erinnerungen die radikalen Erzählungen über ihre pilgernden Vorväter, aber insbesondere die bemerkenswerte Geschichte des Exodus, welche ihnen die Hoffnung gab, dass so wie Gott sie aus Ägypten gerettet hatte, er sie auch eines Tages aus Babylon retten könnte. Wir dürfen uns nicht vom Leben hier in Babylon hypnotisieren lassen. Noch können wir mit den Werten Babylons oder den Symbolen zeitlicher irdischer Macht einverstanden sein. Wir müssen entschlossen an unseren gefährlichen Erinnerungen an den Messias festhalten, der auf fremdem Boden wohnte und auf perfekte Weise veranschaulichte, wie das Leben eines Exilanten aussehen muß. (52)

In der Inkarnation kommt Gott der Menschheit nahe – körperlich und relational. Auf dieselbe Weise müssen Exilanten den Menschen, unter denen sie leben, nahe kommen, wenn sie ihr Leben und ihren Dienst am Exilanten Jesus ausrichten wollen. Darum müssen Christen dorthin gehen, wo auch Christus hingehen würde: Zu den Armen, den an den Rand gedrängten, den Orten des Leids. Sie müssen bereit sein, sich selbst zu sterben, um Jesu radikalem Lebensstil der Selbsthingabe und des Opfers zu folgen. Das bedeutet die Bereitschaft zu leiden und die Aufgabe von Reichtum, weltlicher Macht und Position. Wer dem Vorbild Jesu folgen will, muß (a) aktiv Leben teilen – an den Ängsten, Frustrationen und dem Kummer seiner Host-Gemeinschaft teilhaben; (b) die Sprache und Denkformen derer, mit denen wir Jesus teilen wollen, verwenden; (c) bereit sein, zu den Menschen zu gehen anstatt zu erwarten, dass sie kommen werden; (d) darauf vertrauen, dass das Evangelium auf alltägliche Weise kommuniziert werden kann – durch Akte des Dienstes, liebevolle Beziehungen und gute Taten.

Wir müssen den Menschen so nahe kommen, dass unsere Leben sich an den ihren reiben und sie den inkarnierten Christus in unseren Werten, Überzeugungen und Handlungen sehen können, die sich in sinnvollen, eindrücklichen kulturellen Formen ausdrücken. (55)

Der beste Ort, Menschen einer Host-Kultur nahezukommen, sind sogenannte „dritte Orte“. Zum Verständnis: Der „erste Ort“ eines Menschen ist sein Zuhause, der „zweite Ort“ die Arbeitsstelle und der „dritte Ort“ ein Platz, der regelmäßig besucht wird, leicht erreicht werden kann und an dem Gemeinschaft mit Freunden, Nachbarn etc. stattfindet. Klassische „dritte Orte“ sind Cafés, Kneipen, Vereinsheime, Jugendhäuser etc. „Dritte Orte“ sollten eher keinen Eintritt kosten, Essen und Trinken gehört meist dazu, man fühlt sich zuhause und findet schnell ins Gespräch.

„Dritte Orte“ sind der bedeutendste Platz, an dem christliche Mission geschehen sollte, denn dort sind die Menschen entspannter, weniger geschützt und offener für sinnstiftende Unterhaltung und Interaktion. (58)

Wer die Evangelien auch nur oberflächlich liest, wird schnell das Interesse Jesu für „dritte Orte“ bemerken. Um in der heutigen Gesellschaft nach dem Vorbild Jesu zu leben, ist es vonnöten, regelmäßig an „dritten Orten“ abzuhängen. Missionale Nähe kann am leichtesten in Bars, Sporthallen, Gemüseläden, Schönheitssalons, Bürgerhäusern und Cafés erreicht werden. Wenn wir Menschen auf die Art beeinflussen wollen, wie es Jesus getan hat, dann sollten wir dort ihre Nähe suchen, wo sie entspannen und Sinn finden. Viele Christen kommen aber deshalb in ein Dilemma, weil eben die Gemeinde zu ihrem dritten Ort geworden ist. Der Schlüssel zum Aufbau missionaler Nähe liegt in Regelmäßigkeit und Spontaneität. Mit der Prämise, das Werk Jesu tun zu wollen, als Gewand, ziehen uns unsere Gemeinden von genau den Menschen weg, mit denen Jesus uns gerne Zeit verbringen sehen möchte.

Lies die gefährlichen Geschichten in den Evangelien und erzähl mir dann, dass Jesus Dich so sehr mit gemeindlichen Aktivitäten beschäftigt sehen will. Lies jene radikalen Erzählungen von einem, der von religiösen Menschen angeklagt wurde, ein Säufer und ein Vielfraß zu sein. Ich bin überzeugt davon, dass diese Geschichten – wenn Du sie ernstnimmst – Dich aus der organisierten Christenheit hinaus an die „dritten Orte“ Deiner Umgebung treiben werden. (63)

Noch-nicht-Christen nahe zu kommen ist das eine, aber Exilanten haben gelernt, dass sie genau dort die Gegenwart Christi praktizieren sollen. Wenn wir den Menschen erlauben, unsere Leben zu lesen, dann müssen sie auf unseren Seiten die Geschichte Jesu erkennen können. Die Gegenwart Christi zu praktizieren bedeutet, ein lebendes Beispiel des Lebens Jesu zu sein. Dabei geht es nicht um sündlosen Gehorsam, sondern darum, in immer größerem Maße zu Menschen voller Gerechtigkeit, Freundlichkeit, Barmherzigkeit, Stärke, Hoffnung, Gnade, Freigiebigkeit und Gastfreundschaft zu werden. Frost bezieht sich in seinen Ausführungen zum Praktizieren der Nähe Christi auf den immer noch sehr zu empfehlenden Klassiker Allzeit in Gottes Gegenwart von Bruder Lorenz (oder Laurentius) von der Auferstehung, wenn er auch anfügt, dass das missionale Praktizieren der Gegenwart Christi über die innerlichen Überzeugungen und Übungen, die Bruder Lorenz beschreibt, hinausgeht. Lorenz konnte mit der herkömmlichen klösterlichen Andacht nicht viel anfangen und entwickelte seine eigene Spiritualität.

(1) Er suchte Gottes Gegenwart und versuchte, sein Herz durch beständiges Bekenntnis und Buße rein zu halten.
(2) Er sah Gottes Gegenwart und schaute immer wieder im Alltag auf Gott.
(3) Er lebte Gottes Gegenwart und tat alles aus Liebe zu Gott.
(4) Er sprach in der Gegenwart Gottes, indem er immer wieder kurze, einfache Gebete sagte.
(5) Er schätzte die Gegenwart Gottes; sie war ihm wichtiger als alles andere.

Frost empfiehlt Exilanten Rechenschaftsbeziehungen und einen ehrlichen Umgang mit ihren Sünden; Gottes Gegenwart in Kunst, Schönheit, Arbeit, Essen, Kummer, Schmerz und Freude wahrzunehmen und ihn in nichtreligösen Kategorien zu denken und Nicht-Christen vorzustellen; über alles mit Gott zu reden und ihn in allem zu suchen.

Exilanten wissen, dass ihr alltägliches Leben – egal ob als Anwalt, Bauarbeiter oder in der Elternrolle zuhause – die Möglichkeit bietet, Gott zu dienen. Ihre Frömmigkeit basiert nicht auf eindeutig religiösen Aktivitäten in speziellen religiösen Räumen, sondern auf der Fähigkeit, die Gnade Gottes in jedem Bereich menschlicher Existenz wahrnehmen zu können – essen, trinken, arbeiten, baden, schlafen, alles mit Gott und deshalb zur Ehre Gottes. Das ungeschulte Auge nimmt dabei keinen Unterschied wahr; ein zufälliger Beobachter könnte schwerlich den Unterschied zwischen einem Christen und einem Nicht-Christen erkennen, die dieselben Dinge tun. In ihrem Innern aber ist der Unterschied gewaltig. (68) [Wie das ganz praktisch aussehen kann, beschreibt Daggi in ihrer Küchenmeditation, die ich Dir hiermit an’s Herz lege.]

Die oben aufgezählten fünf Übungen stellen sicher, dass Exilanten ein mit Gott verbundenes Leben führen, auch ohne einen Sonntagsgottesdienst zu besuchen. Zu diesen inneren Übungen schlägt Frost noch fünf äußere vor, die er später im Buch erläutern wird. Das sind Gastfreundschaft (Zuhause und Esstisch mit anderen teilen), Freigiebigkeit (Ressourcen an Bedürftige geben), Gerechtigkeit (Energie für eine faire Politik einsetzen), ökologische Haushalterschaft (Hingabe, für das zerbrechliche Ökosystem, in dem wir leben, Sorge zu tragen) und Mission (Bereitschaft, in die ganze Welt gesandt zu werden, damit alle Menschen erkennen, dass Jesus Herr über alle ist). Die Qualität eines solchen an Christus orientierten Lebensstils wird die Menschen zu dem uns innewohnenden Geist Jesu führen. Trotz der Stärke dieser Kraft ins uns gilt es im Blick zu behalten, dass Christus nackt und mit leeren Händen gestorben ist. Er hielt kein Symbol der Macht in der Hand. Er ist der Archetypus des armen, an den Rand gedrängten Radikalen. Auf keinerlei Weise profitierte er von dem, was er lehrte, sondern erlitt er Unaussprechliches dafür. Eine neue christliche Bewegung ist erforderlich, welche die grundlegende Machtlosigkeit des Revolutionärs wiederentdeckt. Frost zitiert John Eldredge’s Waking the Dead, das ich auch sehr mag:

Gott ruft kleine Herzensgemeinschaften zusammen, die füreinander und für die Herzen derer, die noch nicht freigesetzt wurden, kämpfen. Die Kameradschaft, diese Intimität einiger tapferer Seelen – sie ist erreichbar. Das ist das christliche Leben, das Jesus uns gegeben hat. Das ist absolut normal. (73)

Die christliche Gemeinde sollte immer eine von Gott abhängige Untergrundbewegung sein. Dort, wo sie in der Welt wächst, hat sie keine Gebäude, keine Ausbildungsstätten, keinen Klerus, kein Geld. Die Marginalisierung der Gemeinde ist das Empfehlungschreiben für ihre Botschaft an die Welt. Wer Jesus in’s Exil folgen will, der muß seiner Umgebung nahe kommen und all den Ballast los werden, den ihm die traditionelle Gemeinde aufgebürdet hat. In seinem inneren Leben und seinem äußeren Handeln muß er die Gegenwart Christi praktizieren.

Wie Jesus werden wir nackt und mit leeren Händen zu anderen gehen, aus keinem anderen Antrieb, als Gnade zu zeigen und Barmherzigkeit zu üben. Und ob wir es mögen oder nicht – früher oder später wird uns jemand fragen, warum wir leben, wie wir leben. Und an diesem Punkt müssen Exilanten bereit sein, den Namen Jesu in einer Umgebung zu nennen, wo er vielleicht nie gehört werden wird. In anderen Worten: Auch wenn manche Exilanten gerne jedem Gedanken an evangelistisches Handeln dem Rücken kehren würden, weil sie so sehr vom schmählichen Verhalten der Evangelisten, die sie in der Vergangenheit erlebt haben, abgeschreckt wurden, müssen sie anerkennen, dass die Verkündigung Jesu ganz natürlich aus einem inkarnatorischen Lebensstil fließen wird. (75)

Zu lange hat die Kirche einer Welt gepredigt, die nicht mehr länger zuhören wird. Viele Exilanten wurden von ausbeuterischen und manipulativen evangelistischen Methoden genauso abgeschreckt wie von totaler Siplifizierung des Evangeliums. Darum würden sie viel lieber dienen als evangelisieren, aus Angst davor, zu engstirnigen Fundamentalisten zu werden. Dabei gilt es aber, nicht das Kind mit dem Badewasser auszuschütten und die Verkündigung zu vergessen. Diese wird aber aller Voraussicht nach nicht monologisch geschehen, sondern eine längere Zeit dauern und sich über viele Gespräche erstrecken.

Wenn aber solche Unterhaltungen von einem inkarnatorischen Lebensstil versüßt werden, werden sie viel wirksamer sein, weil sie über die Lippen von Männern und Frauen gehen, deren Lebensstil nachweislich solche Güte zeigt wie der ihres Herrn, Jesus. (76)

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8 Kommentare zu “Exiles (3) – Jesus in’s Exil folgen”

  1. marcussplitt sagt:

    yes man. Jetzt habe ich Bock auf dieses Buch.

  2. [depone] sagt:

    hi dosi,

    lese mich gerade durch deine posts zu exiles durch und wollte zu dem »christendom« begriff anmerken, dass es vielleicht am treffendsten ist wenn man in diesem zusammenhang von »säkularisierung« spricht, oder?

    allerdings mache ich mir zu dem ganzen gedankenkomplex von säkularisierung oder »post-christendom« gedanken und würde im sinne von z.b. casanova und anderen davon sprechen, dass wir uns nicht in einer nach-christlichen zeit befinden… aber darüber könnte man wieder trefflich diskutieren.

    grüße und danke für die zusammenfassungen, das ist sehr geil!

  3. DoSi sagt:

    Post-Christendom meint ja „Nach der Zeit, als die Verbindung aus Staat und Kirche eine alles prägende Kraft innehatte“. Säkularisierung heißt ja „Verweltlichung“, oder? aber was ist die „Welt“? Unsere Epoche ist ja nicht „weltlicher“ als vorher. Christendom war ja auch keine „christliche“ Zeit, deswegen ist unsere Epoche auch nicht nach-christlich, da bin ich mit Dir…

  4. [depone] sagt:

    :]

  5. Marlin sagt:

    das ist ein guter Abschnitt. Ich mag Frost und die Quellen, die er benutzt. Vor allem der Abschnitt mit Gottes Gegenwart resoniet stark. Ich habe heute morgen gerade von Ed Piorek gelesen: „Whenever you leave the presence of the Father, you are living in rebellion“. Ich finde auch, dass Bruder Laurenz sehr geil ist, dass er aber auch klösterlich beschränkt war. Daher sind die Vorschläge von Frost sehr gut, dies praktisch werden zu lassen.

    Wo ich mich frage ist bei den Dritten Orten. Sicherlich ist das ein großer Bereich, aber es hört sich hier so an als wäre es der Hauptort für Mission. Ist das so? Ich finde, dass Zuhause einen großen Einfluss hat, vor allem wenn man sehr offen andere einlädt und mit ihnen isst. Oder bei der Arbeit gibt es millionenfache Chancen, im Gegengeist die Güte Gottes zu zeigen.

    Auch die Aufforderung nach „Spontanität und Regelmäßigkeit“ ist etwas widersprüchlich, oder? Muss nicht, hört sich aber etwas widersprüchlich an.

    Gute Übersetzung übrigens!

  6. DoSi sagt:

    Wow, Marlin, du haust richtig rein mit einigen Comments am selben Tag…

    Frost stellt die Dritten Orte als primäre missionarische Aufgabe der Gemeinde dar, das ist richtig. Aus ihm spricht eben die Frustration darüber, daß viele Christen nicht dort sind, wo „das Leben gelebt wird“, weil sie zu sehr in Gemeindeaktivitäten eingespannt sind. Damit hat er zweifellos recht, das kann ich in meinem Umfeld aus erster Hand wahrnehmen. Natürlich stimme ich Dir zu: Arbeit und das Zuhause sind genauso wichtig. Wie sagt doch Wolfgang Simson: „Öffne Deine Haustüre, öffne Deine Küche, öffne Deinen Kühlschrank!“. Aber ich denke, daß Arbeit und Zuhause schon im allgemeinen Bewußtsein sind. Die Dritten Orte gehören da erst noch rein. Nebenbei bemerkt mußt Du die Menschen, die Du in Dein Zuhause einladen möchtest auch irgendwo kennenlernen, oder?

    Spontaneität und Regelmäßigkeit ist mein Fehler. Ich hab das gekürzt, so daß es mißverständlich rüberkommt. Frost meint: Regelmäßig Dritte Orte aufsuchen und spontan sein, wenn die dort gemachten Bekanntschaften Dich zu einer besonderen Aktion einladen, z.B. Barbecue o.ä. Ich hoffe, das macht deutlicher, was gemeint war…

  7. Marlin sagt:

    Danke für die Klärung. Ja, das macht mehr Sinn.

  8. Susanne sagt:

    Zum Posts von vom 4. Dez : O.K. nicht nach-christlich sondern eben nach-christdomisch oder nach-christenheitlich


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