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[Everything Must Change] Teil 8 – Eine Revolution der Hoffnung

28. November 2007

[Dies ist der neunte Post zu Brian McLaren’s Buch Everything Must Change: Jesus, Global Crises and a Revolution of Hope. Direkt zur Einführung und zu den Teilen 1|2|3|4|5|6|7 Dieses Mal wieder übersetzte Ausschnitte.]

Wir müssen die öffentliche Meinung verändern, indem wir die Werte verändern, die Einzelpersonen und Gruppen leiten, indem wir die Vision dessen ändern, was sowohl möglich als auch wünschenswert ist, indem wir letztlich unsere Rahmenerzählung ändern. Die selbstmörderische Rahmenerzählung, die unsere Welt bestimmt, bezieht ihre Macht nur daraus, daß ihr Glauben geschenkt wird. Wenn wir glauben, daß Gott uns in seiner Gnade einen neuen Weg, eine neue Wahrheit und ein neues Leben anbietet, dann können wir von den Teufelskreisen unserer selbstmörderischen Rahmenerzählung befreit werden. Die Revolution, die wir brauchen, beginnt in uns – in unseren Köpfen, in unseren Herzen – als ein Akt des Glaubens, ein Vertrauenstransfer weg vom vorherrschenden System hin zu einer neuen Art des Sehens, Glaubens und Lebens.

Der Tod Jesu stellte das Böse in Cäsars skrupellosem Königreich bloß. Seine Auferstehung machte seinen Jüngern klar, daß alle Macht Cäsars die Verwundbarkeit des Reiches Gottes nicht überwinden, die Speere Cäsars das Herz Gottes nicht erobern und die Peitschen, Nägeln und Kreuze Cäsars Gottes Weg der Liebe und Versöhnung nicht besiegen können. Im Schatten der Auferstehung Jesu wurde seinen Jüngern klar, daß sie niemals wieder gemäß der Rahmenerzählung Cäsars würden leben können. Vielleicht können wir uns jetzt auch in einem neuen Licht sehen, träumend von einem Aufstand des Friedens, der Hoffnung und Heilung. Dazu werden wir Glauben benötigen – den Glauben, daß die alte Erzählung in den Suizid führt und daß eine neue Erzählung (gute Nachricht) von Befreiung und Versöhnung möglich ist, wenn wir nur alles neu überdenken und daran glauben. Wir stehen vor der Wahl, ob wir es wagen, gegen die Suizidmaschine zu glauben und Jesus zu vertrauen – hin zu einer anderen Welt.

Für die Nachfolger Jesu bedeutete der Glaube an ihn auch das Teilen seines Glaubens: Daß sich unsere Welt auf einer selbstmörderischen Flugbahn befindet und daß unsere Leben den Unterschied ausmachen können. Es verlangt ein „lebendiges Opfer“: Das Leben aufzugeben, das wir leben könnten und stattdessen unser Leben der Aufgabe zu widmen, die Suizidmaschine durch ein heiliges Ökosystem, eine wunderbare Gemeinschaft, einen Heilungs- und Friedens-Aufstand zu ersetzen. Wenn wir heute Vertrauen wagen, dann können Schulen gebaut werden, Reiche und Mächtige können sich für ihre armen Nachbarn einsetzen, alte Ungerechtigkeiten können zugegeben und neue Beziehungen geboren werden. Wenn wir nur glauben, dann können sich die Armen organisieren und ihre Arbeitskraft und Intelligenz dazu verwenden, ihre eigenen Gemeinschaften und Ökonomien zu gründen, statt nur ausgebeutet zu werden. Wenn wir nur glauben, dann können wir zu Abgesandten von etwas Schönem werden, das in unserer Welt geboren werden will. Dann werden wir von diesem sich entfaltenden und sich in die Höhe schraubenden Prozess erfaßt, der darin besteht, daß Gott ein wunderbares Ganzes zur Geburt bringt – das Königreich Gottes.

Gemeinschaften, die diese neue Art an Jüngern hervorbringen wollen, stehen vor der zweifachen Aufgabe, das verdeckte Curriculum der Suizidmaschine abzulegen und ihren eigenen Lehrplan zu entwickeln, nach dem sie ihre Leute unterrichten. Allerorten kommuniziert das System seine Werte, lehrt seine Fähigkeiten, zähmt jedes widerstrebende Verhalten und verstärkt jedes gewünschte Betragen. Wer von diesem verdeckten Curriculum mißgebildet wurde, ist sich dessen gar nicht bewußt. Es wurde zur unbewußten Brille, durch die er alles andere betrachtet. Menschen, die dem widerstehen wollen, sollte sich zusammenschließen und ihre Einsichten austauschen. Durch Worte und Taten, Lieder und Rituale sollten sie danach streben, selbst zu der Revolution zu werden, die sie in der Welt sehen wollen, ihre Vision verbreiten und andere dazu einladen, sich ihnen anzuschließen. Eine solche Gemeinschaft wäre ein heutiges Äquivalent zur ursprünglichen Gruppe von Nachfolgern Jesu. Es wäre die Kirche, die Jesus im Sinn hatte – eine Gemeinschaft, die Jünger formt, die auf die Befreiung und Heilung der Welt hinarbeiten und in der guten Nachricht Jesu vom Königreich Gottes gegründet sind. Alles, was sie brauchen, ist die Leidenschaft, Jesus und seine Botschaft zu verstehen, gepaart mit der Verpflichtung, mitten in einer Welt, in der sich alles ändern muß, das auszuleben, was sie verstanden haben.

In der Welt, von der wir träumen, respektiert das Wohlstandssystem demütig die schöpfungsimmanenten Begrenzungen. Zusammen mit dem Gleichheits-/Fairneßsystem setzt es die Energie der Gemeinschaft zum Wohle aller ein, ohne daß dabei die schwächsten Glieder vergessen werden. Gemeinsam transformieren diese beiden Systeme das Sicherheitssystem, dessen Bestreben sich nun darauf richtet, menschliches Leiden zu lindern. Im Kern dieser Gemeinschaft steckt eine gute Botschaft, welche die Menschen zu Kreativität, Harmonie, Versöhnung, Gerechtigkeit, Tugendhaftigkeit, Integrität und Frieden aufruft, weil dies die Werte unseres Schöpfers sind. Wir sind alle Teile eines Reiches, eines wunderbaren Ganzen, mit einem fürsorglichen Schöpfer, der treu zu uns ist, sogar in unserer Dummheit und Sünde. Gott ruft uns zur Versöhnung mit Gott, miteinander und der Schöpfung, damit wir von den falschen Erzählungen, die uns trennen und zerstören, ablassen, und er ruft uns auf, zusammen mit ihm auf die Heilung der Welt durch Liebe und das Streben nach Gerechtigkeit und dem Wohl aller hinzuwirken. Die Vision vom neuen Jerusalem kann unserer Vorstellungskraft Hoffnung in Bezug darauf geben, was durch die gute Nachricht vom Reich Gottes aus unserer Welt werden könnte. Jesus hat seine Jünger dazu aufgerufen, auf eine neue Weise zu leben. Dieser Aufruf gilt auch uns. Es beginnt mit Glauben muß aber zur Handlung auf vier Ebenen führen:

  • Die persönliche Ebene: Wenn wir vom vorherrschenden System zur Botschaft Jesu vom Reich Gottes überwechseln, dann werden wir Entscheidungen zu treffen haben. Wir werden anders beten, arbeiten, einkaufen, wählen, essen, Geld investieren, andere Aufgaben übernehmen, unsere Mitmenschen anders behandeln usw.
  • Die gemeinschaftliche Ebene: Gemeinsam fällt es uns leichter, uns zu verändern und der Botschaft Jesu entsprechend zu glauben und zu leben. Zusammen können wir einen Unterschied machen, indem wir gemeinsame Initiativen unterstützen – Missionseinsätze, Projekte für soziale Gerechtigkeit in unserer Stadt etc.
  • Die öffentliche Ebene: Einzelpersonen und Gemeinschaften verbinden sich in der Tradition von Martin Luther King Jr. und Desmond Tutu zu größeren sozialen Bewegungen, die auf gewaltfreiem Weg für gesellschaftliche Veränderungen eintreten.
  • Die globale Ebene: Wenn sich persönliche, gemeinschaftliche und öffentliche Bestrebungen vereinigen, dann kann das geschehen, was immer unmöglich schien.

Wenn Jesus davon spricht, daß uns nichts unmöglich sein wird (Mt 17,20), dann ist das ein Aufruf zum Handeln, unser Ruf, Berge zu versetzen und die soziale und geistliche Topographie unserer Welt zu verändern. Ja, Veränderung allein durch menschliche Anstrengung ist unmöglich. Aber der Glaube bringt Gottes schöpferische Kraft in unsere globalen Krisen hinein, so daß das Unmögliche für die Glaubenden zuerst möglich und dann unvermeidlich wird. Berge können versetzt werden und alles kann sich ändern. Es beginnt mit unseren Geschichten. Es beginnt mit Glauben. Es beginnt jetzt. Es beginnt mit uns.

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