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[Everything Must Change] Teil 6 – Das Wohlstandssystem

21. November 2007

[Dies ist der siebte Post zu Brian McLaren’s Buch Everything Must Change: Jesus, Global Crises and a Revolution of Hope. Direkt zur Einführung und zu den Teilen 1|2|3|4|5. Dieses Mal wieder übersetzte Ausschnitte.]

Das Sicherheitssystem existiert bekanntermaßen hauptsächlich zum Schutz und zur Unterstützung des Wohlstandssystems. Beide können nur zusammen „repariert“ werden. In der Wirtschaft geht es nicht um Zahlen oder Statistiken, sondern um die immaterielle Währung des Verlangens und der Sehnsüchte. Der vom katholischen Theologen Tom Beaudoin eingeführte Begriff Theokapitalismus beschreibt ein nach Wohlstand strebendes System, das wie eine Religion oder ein religiöser Kult funktioniert – mit Einkaufszentren als Kathedralen, Vergnügungsparks als Pilgerstätten, Stars und Promis als Vorbilder und Heilige, dem Fernsehen als Altar und einem Abendmahl aus Chips und Cola oder Bier. Dieses System suggeriert Identität, Gemeinschaftsgefühl, Vertrauen, Ekstase, Bekehrungserlebnisse und Ruhe für die Seele – alles gebunden an das beworbene Produkt, die angesagte Musik etc. Theokapitalistischer Glaube hat vier geistliche Gesetze:

  • Fortschritt durch schnelles Wachstum
  • Seelenfrieden durch Besitz und Konsum
  • Erlösung allein durch Wettbewerb
  • Freiheit zum Gedeihen durch Konzerne, die niemandem Rechenschaft zu geben haben

Wenn Jesus zu unseren globalen Krisen etwas zu sagen hat, dann muß er diese falsche Gottheit angehen. Dazu gehört der verantwortliche Umgang mit den Ressourcen der Erde, von denen auch unsere Nachkommen leben werden müssen. Wenn wir einen Krieg um die knapper werdenden Rohstoffe vermeiden wollen, dann müssen wir weniger verbrauchen und unabhängiger werden. Es ist Wahnsinn, zu glauben, daß wir durch „Wachstum“ – den immer steigenden Verbrauch – alle Probleme lösen werden können. In dieser Erzählung sind wir an einer großen Krise angelangt. Die mächtigen Hauptdarsteller haben ihre Verpflichtung gegenüber noch nicht geborenen Charakteren vergessen. Nun müssen neue Helden mit einer neuen Vision und einem neuen Weg aufstehen, wenn unsere Rahmenerzählung nicht zu unserer Todesanzeige werden soll. Wenn Jesus der Held ist, der an diesem entscheidenden Moment andere zum Heldentum inspirieren kann, dann muß er diese Sorglosigkeit gegenüber zukünftigen Generationen in unserer gesellschaftlichen Narrative und den selbstmörderischen Wahnsinn des theokapitalistischen Glaubens ansprechen und eine bessere Erzählung bringen.

In seiner neuen Rahmenerzählung vom Reich Gottes, stellt Jesus den vier Gesetzen theokapitalistischen Glaubens seine eigenen Gesetze entgegen:

  • Gute Taten zum Wohle der Allgemeinheit
  • Zufriedenheit durch Dankbarkeit und Teilen
  • Erlösung durch das Streben nach Gerechtigkeit
  • Freiheit zum Gedeihen durch den Aufbau besserer Gemeinschaften

Wirtschaftslehre muß keine triste Wissenschaft sein, die von den sogenannten dreckigen Gewinnsüchtigen studiert wird. Sie kann zu einer Geschichte werden, in der Menschen gemeinsam auf das Wohl der Allgemeinheit in der Liebesökonomie Gottes hinarbeiten. Jeder setzt seine Gaben ein und strebt danach, aus ihnen das Beste zu machen. Zusammen sind sie dankbar für alles, was sie haben und verdienen. Sie teilen mit den Notleidenden. Systemische Ungerechtigkeiten, von denen einige profitieren und andere benachteiligt werden, versuchen sie zu beseitigen, damit das System immer mehr zu dem wird, was es sein kann und soll. Reiche und Arme trachten gemeinsam danach, bessere Gemeinschaften zu schaffen, die wiederum eine bessere Welt schaffen. Sie erkennen dabei, daß diese gemeinsame Anstrengung wahren Wohlstand freisetzt. Dies ist ein hehrer und in vielerlei Hinsicht realitätsferner Traum. Aber er ist näher, als wir vielleicht denken. Ein solcher Traum kann das Wohlstandssystem vom Selbstmord zur Hoffnung tragen.

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Ein Kommentar zu “[Everything Must Change] Teil 6 – Das Wohlstandssystem”

  1. [Everything Must Change] Teil 8 - Eine Revolution der Hoffnung » Der Sämann » Blog Archiv » [Everything Must Change] Teil 8 - Eine Revolution der Hoffnung sagt:

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