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[Everything Must Change] Teil 5 – Das Sicherheitssystem

20. November 2007

[Dies ist der sechste Post zu Brian McLaren’s Buch Everything Must Change: Jesus, Global Crises and a Revolution of Hope. Direkt zur Einführung, zu den Teilen 1|2|3|4. Dieses Mal wieder übersetzte Ausschnitte.]

Wenn wir uns selbst in die Rahmenerzählung Jesu, die gute Nachricht vom Königreich Gottes, hineinstellen, dann können wir einen Neuanfang machen und unsere gesellschaftliches System neu aufbauen – nicht als Suizidmaschine, sondern als Liebesgemeinschaft, eine Art Gartenstadt wie in Offb 21. Jesus nachzufolgen heißt, seinem Friedensaufstand beizutreten und Gemeinschaften zu formen, die nicht mehr durch Gewalt, Unterdrückung, Genozid, Ausschluß und Einschüchterung Frieden schaffen wollen, sondern durch Gerechtigkeit, Weitherzigkeit, gegenseitiges Verständnis und die Bereitschaft, Verfolgung zu erleiden statt sie anderen widerfahren zu lassen. Jesus zu folgen bedeutet, in Bezug auf all die blutdürstigen und kriegslüsternen Stammesgötter zum Atheist zu werden und an den lebendigen Gott der Gnade und des Friedens zu glauben, der in Christus sein eigenes Blut als Manifestation der Amnestie und Versöhnung vergießt. Umzukehren, zu glauben und nachzufolgen – zusammengenommen bedeutet das nichts anderes, als den gewaltsamen Feldzug Cäsars zu verlasen und dem göttlichen Friedensaufstand Jesu beizutreten.

Der Zweck des US-Sicherheitssystems ist das Ungleichgewicht des Wohlstandes in den USA zu gewährleisten und damit das amerikanische Imperium zu erhalten und auszubreiten. Die nationale Sicherheitsstrategie der USA lautet: Beherrschen, einschüchtern und sich nicht an die Regeln halten, deren Einhaltung von allen anderen verlangt wird – das klassische Manifest des imperialen Geistes. Vielleicht ließe sich sagen, daß sich der Krieg gegen den Terror als ein Krieg des Terrors ausgewiesen hat – oder als Krieg miteinander konkurrierender Arten von Terror: Organisierter und reicher amerikanischer Terror gegen zufälligen und improvisierten dschihadistischen Terror. Ein solcher Krieg scheint für alle beteiligten Parteien selbstmörderisch zu sein – und auch für diejenigen, die im Kreuzfeuer stehen. Für den Rest der Welt hat uns [i.e. die USA] unsere Gier nach absoluter Sicherheit schon an den Rand moralischen Bankrotts gebracht. Wie weit wird das noch gehen? Bis zum wirtschaftlichen Bankrott? Oder bis zum Untergang der Zivilisation durch einen Atomkrieg? Wir sollten für das erstere beten. Aber eigentlich sollten wir für eine radikale Veränderung unserer Rahmenerzählung eintreten, so daß wir von der Seite Cäsars auf die Seite Jesu wechseln, bevor es zu spät ist.

Die USA produzieren mehr als die Hälfte aller weltweiten Waffen. Je mehr wir zum Alleingang neigen, desto zurückhaltender werden die Vereinten Nationen uns gegenüber und desto mehr steigt unser Bedürfnis nach Sicherheit. Krieg kann zur Sucht werden, zur „Massenzerstreuungswaffe“, die vom langweiligen Alltag ablenkt und den besonderen Kick schenkt. Wer den Krieg studiert, wird zu dem Schluß kommen, daß nur ein geistliches Programm unsere Welt (eingeschlossen die Vereinigten Staaten) von der Kriegssucht und den Emotionen, die unsere Kriegsmaschinerie in Gang setzen, heilen kann. Was Jesus über die Wahl zwischen Gott und Geld sagte (Mt 6,24) kann in Bezug auf Sicherheit genauso wahr sein: Vielleicht kann niemand zwei Sicherheitsmeistern dienen, sondern muß zwischen den Waffen der Militarisierung und den ausgestreckten Armen Christi wählen [Wortspiel: Waffen und Arme jeweils „arms“], muß sich dafür entscheiden, entweder nach dem Frieden des Schwertes oder nach dem Frieden des Herrn zu leben [peace of the sword/Lord]. Das sind zwei Straßen, die behaupten, zum Schalom zu führen, aber sie können nicht beide Recht haben.

Wir brauchen einen neuen Dialog jenseits der alten Positionen vom gerechten Krieg oder Pazifismus. Um uns von unserer Sucht nach dem Narkotikum des Krieges zu befreien, muß Jesus zweierlei tun: Er muß die Sehnsucht nach Sicherheit mit einer anderen Sehnsucht ersetzen und die potentielle Langweile der Friedenszeiten mit etwas Erfüllenderem als dem Pulver des Krieges füllen. Das Königreich Gottes als Leben in Fülle kommt zu denjenigen, die sich nicht nach Sieg oder Freiheit sehnen, sondern nach Gerechtigkeit, nicht nach Rache, sondern nach Barmherzigkeit und Frieden, die bereit sind, um der Gerechtigkeit willen zu leiden, statt anderen Schmerz zuzufügen. Jesus malte das Bild eines Volkes, das aktiv nach Frieden strebt – die zweite Meile geht, die andere Wange hinhält, Freunden und Feinden frei gibt. Dieses aktive Friedensstiften war kein Ausdruck von Niederlage oder Schwäche, sondern benötigte eine mutige und zuversichtliche Verpflichtung, Gewalt zu überwinden. Auch heute noch fordert uns die Lehre Jesu heraus, die betrügerischen, süchtig machenden Gefühle, die uns in den Krieg treiben, zurückzuweisen und lädt uns ein, in Nächstenliebe, Versöhnung und dem Bauen lebendiger und versöhnter Gemeinschaften neuen Sinn zu finden.

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2 Kommentare zu “[Everything Must Change] Teil 5 – Das Sicherheitssystem”

  1. [Everything Must Change] Teil 7 - Das Gleichheits-/Fairneßsystem » Der Sämann » Blog Archiv » [Everything Must Change] Teil 7 - Das Gleichheits-/Fairneßsystem sagt:

    […] Jesus, Global Crises and a Revolution of Hope. Direkt zur Einführung und zu den Teilen 1|2|3|4|5|6 Dieses Mal wieder übersetzte […]

  2. [Everything Must Change] Rückschau » Der Sämann » Blog Archiv » [Everything Must Change] Rückschau sagt:

    […] Teil 3 – Jesus wieder in seinem ursprünglichen Zusammenhang sehen Teil 4 – Jesus neu vorgestellt Teil 5 – Das Sicherheitssystem […]


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