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[Everything Must Change] Teil 4 – Jesus neu vorgestellt

19. November 2007

[Dies ist der fünfte Post zu Brian McLaren’s Buch Everything Must Change: Jesus, Global Crises and a Revolution of Hope. Direkt zur Einführung, zu Teil 1, zu Teil 2 und zu Teil 3. Dieses Mal wieder übersetzte Ausschnitte.]

Wir dürfen nicht nur darauf schauen, was Jesus sagte, sondern müssen auch in Betracht ziehen, was er meinte, wenn wir uns fragen, was seine Botschaft für uns heute heißen kann. Und selbst dann müssen wir uns aufgrund unserer menschlichen Begrenztheit immer bewußt sein, daß wir auch falsch liegen können. Jesus hat nicht von »Narrativen« oder »Rahmenerzählungen« gesprochen, sondern von der »guten Nachricht«. Dieser Terminus wurde in seiner Zeit vom römischen Imperium verwendet, um Siegesnachrichten des Kaisers zu verkünden – eine Rahmenerzählung von Frieden durch Herrschaft, Gewaltanwendung, zentralisierte Macht und Kontrolle sowie die Auslöschung von Feinden. In seiner Botschaft vom Reich Gottes schlägt Jesus eine ganz neue Rahmenerzählung vor und möchte, daß die Menschen ihm genug vertrauen, um seinem Weg zum Frieden eine Chance zu geben. Zwar verwendet er ebenfalls eine stark exklusive Sprache – die gilt aber denen, die selbst andere ausschließen (Schriftgelehrte, Pharisäer) und schließt diejenigen ein, die sonst ausgeschlossen werden (Prostituierte, Sünder, Nichtjuden). So dekonstruiert Jesus das vorherrschende System der Exklusion. Es ist der Wunsch des Vaters im Gleichnis vom verlorenen Sohn, alle seine Kinder zum Fest nach Hause zu holen.

Die Metapher vom Königreich Gottes, die Jesus verwendete, drückt seine alternative Rahmenerzählung aus, ist aber in heutiger Zeit etwas problematisch geworden. Darum würde Jesus heutzutage vielleicht andere Metaphern entwickeln:

  • um sich an die globale Sicherheitskrise zu richten, würde Jesus vielleicht vom göttlichen Friedensaufstand reden
  • in Bezug auf die Fairness-/Gleichheitskrise, würde Jesus vielleicht von Gottes Unterror-Bewegung reden
  • die globale Wohlstandskrise würde Jesus vielleicht angehen, indem er von der globalen Liebesökonomie reden würde
  • die ganze Rahmenerzählung ließe sich vielleicht als Gottes heiliges Ökosystem bezeichnen, in dem es darum geht, daß Gottes Traum für diese Welt wahr wird

Im Herzen der imperialen Narrative steckt eine Unsicherheit, ein tiefes Unbehagen: Der Reichtum, den wir angehäuft haben, könnte verloren gehen, unsere Güter könnten rosten oder verrotten. Für Jesus ist Geben eine sicherere Investition als Anhäufen und Horden. Darum schlägt er eine alternative Rahmenerzählung vor, in der Wohlstand, Gleichheit und Sicherheit durch Weitherzigkeit und nicht durch furchtsames Zusammenraffen erreicht werden. In seinen Augen fließt eine natürliche Fülle, eine natürliche Versorgung von Gott. Er wirbt dafür, dem himmlischen Vater zu vertrauen, der auch die Vögel und Blumen versorgt. In Gottes globaler Liebesökonomie finden wir alles, was wir an Wohlstand, Gleichheit und Sicherheit brauchen. Damit wirbt Jesus für eine Rahmenerzählung, in der Gott uns durch die natürlichen Systeme der Schöpfung versorgt, in der wir innerhalb dieser Systeme unsere geschöpfliche Würde, aber auch unsere Begrenzungen erkennen, in der wir unsere Verwandtschaft mit Vögeln und Blumen, Jahreszeiten und dem Erdboden feiern.

Viele unserer gegenwärtigen Endzeitvorstellungen basieren auf falschen Auslegungen des Buches der Offenbarung und sind nicht nur unmoralisch, sondern auch gefährlich. Das Schwert, das aus dem Munde Jesu kommt und die Nationen schlägt (Offb 19), ist das unbewaffnete Evangelium vom Reich Gottes, das die „Reiche dieser Welt“, die Machtstrukturen und die Suizidmaschine überwinden wird – nicht mit physischen Waffen, sondern mit einer Botschaft der Gerechtigkeit. Das Blut auf dem Gewand Jesu ist nicht das seiner Feinde, sondern sein eigenes. In diesem Verständnis erhalten wir keinen gewalttätigen Jesus, der bei seinem zweiten Kommen das vollendet, was der sanftmütige Jesus des ersten Kommens nicht geschafft hat, sondern eine dichterische Beschreibung dessen, wie der sanftmütige Jesus des ersten Kommens durch seine „Schwäche“ machtvoll überwindet – ein Friedefürst, dessen Versöhnungswort wahrhaft mächtiger ist als das Schwert Cäsars. Unser Verständnis der Offenbarung stellt uns vor die Wahl: Entweder wird die Welt immer schlechter werden und ein dschihadistischer Jesus wird am Ende alles gewaltsam unterwerfen, oder aber das Gute wird durch Friede, Liebe, Treue, Wahrheit und mutiges Erdulden von Leid obsiegen und Unterdrückung und Folter werden überwunden werden. In dieser Sichtweise wird keine gute Tat vergessen werden oder umsonst sein. Darum sollten wir jetzt damit beginnen, treu weitermachen und niemals aufhören, bis der Traum wahr wird. Auch wenn uns das unser Leben kosten wird, müssen wir durchhalten, weil der Tod nicht das Ende ist und selbst der Tod das Fortschreiten von Gottes Liebe und Frieden nicht aufhalten kann.

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4 Kommentare zu “[Everything Must Change] Teil 4 – Jesus neu vorgestellt”

  1. [Everything Must Change] Teil 5 - Das Sicherheitssystem » Der Sämann » Blog Archiv » [Everything Must Change] Teil 5 - Das Sicherheitssystem sagt:

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  2. [Everything Must Change] Teil 6 - Das Wohlstandssystem » Der Sämann » Blog Archiv » [Everything Must Change] Teil 6 - Das Wohlstandssystem sagt:

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  3. [Everything Must Change] Teil 7 - Das Gleichheits-/Fairneßsystem » Der Sämann » Blog Archiv » [Everything Must Change] Teil 7 - Das Gleichheits-/Fairneßsystem sagt:

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