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[Everything Must Change] Teil 1 – Zwei alles beherrschende Fragen

4. November 2007

[Dies ist der zweite Post zu Brian McLaren’s Buch Everything Must Change: Jesus, Global Crises and a Revolution of Hope. Die Einführung findest Du hier.]

Seit Brian ein Twen war, stellte er sich zwei Fragen, die Im Laufe der Zeit zu den alles beherrschenden Fragen seines Lebens wurden:

  • Was sind die größten Probleme auf der Welt?
  • Was hat Jesus zu diesen Problemen zu sagen?

Aus diesem Nachdenken ergaben sich weitere Fragen nach der Ursache des Versagens der christlichen Religion bzw. ihrer Anhänger, die nach McLarens Ansicht nicht signifikant zur Bewältigung der globalen Krise beitrugen, sondern sich damit beschäftigten, entweder (a) nach dem Tod in den Himmel zu kommen oder (b) mit der Hilfe Gottes auf Erden glücklicher und erfolgreicher zu werden. Darum lautet die Ausgangsfrage, die zum vorliegenden Buch führte: »Was müßte geschehen, damit die Nachfolger Jesu in zunehmendem Maße zu einer einflußnehmenden Kraft würden, die dem Guten dieser Welt dient?»

Brian erzählt von Begegnungen auf dem afrikanischen Kontinent, die ihn mit dem Scheitern der »Religion der Missionare« konfrontierten und zum tieferen Nachdenken anregten. Aber auch im Westen sähe es nicht anders aus: Die größten Debatten in den Gemeinden würden um persönliche Moralvorstellungen, angemessene Musik im Gottesdienst oder Details biblischer Auslegungen geführt, was im Vergleich zu Rassismus, Völkermord, Gleichgültigkeit gegenüber Armen und Minderheiten, Ausbeutung der Umwelt und ungerechtem Krieg beschämende Massenzerstreuungswaffen seien. Seine beiden Ausgangsfragen verbanden sich zu einer einzigen: »Was könnte sich ändern, wenn wir die Botschaft Jesu – die gute Nachricht vom Reich Gottes – auf die größten Probleme der Welt anwenden würden?«

Ein angemessenes Verständnis von Gott und Glauben kann die Menschen darin schulen, aufrecht zu gehen, die Lügen einer dysfunktionalen Gesellschaft infrage zu stellen und für ihre Veränderung zu arbeiten. Ein fehlgeleitetes Verständnis hingegen kann ein Opiat sein, das ihre Köpfe in Unterwerfung oder Verzweiflung unten hält, so daß sie weiter dem gesellschaftlichen System, das sie zerstört, dienen, seine Lügen glauben und sich an sein selbstzerstörerisches Skript halten.

In der westlichen Welt haben Christen Brian zufolge meist den falschen Standpunkt eingenommen und sich auf die falschen Themen konzentriert, so daß ein typisches Bild des verkrampften, verurteilenden, unausgewogenen, reaktionären, negativen und heuchlerischen Christen entstanden sei. Das Christentum beschäftigte sich zu sehr mit „mir“, „meiner Seele“, „meinem geistlichen Leben“ und „meinem ewigen Schicksal“, statt sich mit der vorherrschenden gesellschaftlichen und globalen Wirklichkeit auseinanderzusetzen, die von systemischer Ungerechtigkeit, Armut, ökologischer Krise und vielerlei systemischen Fehlfunktionen geprägt sei. Darum sei das Christentum eine gescheiterte Religion.

Vielen, die sich im globalen Norden mit diesen Fragen auseinandersetzen, habe das Wort postmodern sehr geholfen, für diejenigen im globalen Süden sei es das Wort postkolonial gewesen. Brian drückt seine Unzufriedenheit mit der modernen, westlichen und kolonialen Version des Christentums aus, ohne dabei Jesus und den christlichen Glauben über Bord werfen zu wollen:

Wir wollen das Gute und Wahre im christlichen Glauben nicht verwerfen. Aber damit wir unserem Glauben guten Gewissens anhangen können, müssen wir ihn von den Viren entwanzen, die in seine Software eingedrungen sind – moderne, westliche, koloniale, imperiale, rationalistische, reduktionistische und andere Viren.

Ein überzogenes Selbstvertrauen schien die Wurzel des Problems der Dominanten zu sein. Diese Sicherheit kam einerseits aus der modernen, rationalistischen Philosophie und andererseits aus den Metanarrativen, rachsüchtigen und dominierenden Rahmenerzählunge, die dafür sorgten, daß Nationen oder Kulturkreise teuflisch, genozidal und vielleicht sogar suizidal wurden, da sie in der Lage waren, den ganzen Planeten zu vernichten. Zurück bei seinen Ursprungsfragen dachte Brian darüber nach, ob im Kern des Lebens und der Botschaft Jesu der Versuch stand, die ungesunden Rahmenerzählungen seiner Zeit bloßzustellen, herauszufordern, zu konfrontieren, zu transformieren und zu ersetzen, und ob die ungesunden Rahmenerzählungen der Zeit Jesu in denen der heutigen Zeit einen Nachklang finden.

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5 Kommentare zu “[Everything Must Change] Teil 1 – Zwei alles beherrschende Fragen”

  1. [Everything Must Change] Teil 2 - Suizidalsystem » Der Sämann » Blog Archiv » [Everything Must Change] Teil 2 - Suizidalsystem sagt:

    […] Must Change: Jesus, Global Crises and a Revolution of Hope. Direkt zur Einführung und zu Teil 1. Zunächst eine Zusammenfassung, anschließend wieder übersetzte […]

  2. [Everything Must Change] Teil 4 - Jesus neu vorgestellt » Der Sämann » Blog Archiv » [Everything Must Change] Teil 4 - Jesus neu vorgestellt sagt:

    […] Everything Must Change: Jesus, Global Crises and a Revolution of Hope. Direkt zur Einführung, zu Teil 1, zu Teil 2 und zu Teil 3. Dieses Mal wieder übersetzte […]

  3. [Everything Must Change] Teil 6 - Das Wohlstandssystem » Der Sämann » Blog Archiv » [Everything Must Change] Teil 6 - Das Wohlstandssystem sagt:

    […] Change: Jesus, Global Crises and a Revolution of Hope. Direkt zur Einführung und zu den Teilen 1|2|3|4|5. Dieses Mal wieder übersetzte […]

  4. [Everything Must Change] Teil 7 - Das Gleichheits-/Fairneßsystem » Der Sämann » Blog Archiv » [Everything Must Change] Teil 7 - Das Gleichheits-/Fairneßsystem sagt:

    […] Change: Jesus, Global Crises and a Revolution of Hope. Direkt zur Einführung und zu den Teilen 1|2|3|4|5|6 Dieses Mal wieder übersetzte […]

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