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Emergente Theologie und Jürgen Moltmann

5. Juli 2008

In einer seiner 20 Depeschen schrieb Tony Jones: »Für Emergente ist Theologie ort- und zeitgebunden und geschieht im Dialog. Um den theologischen Riesen der Vergangenheit gegenüber treu zu sein, streben Emergente danach, deren theologisches Gespräch weiterzuführen.« Wie ein Selbstverständnis emergenter Theologie aussehen kann, führt Jürgen Moltmann im Vorwort seines 1995 erschienenen Buches Das Kommen Gottes: Christliche Eschatologie aus:

Bis heute ist Theologie für mich ein ungeheures Abenteuer, Entdeckungsreise in ein mir unbekanntes Land, Ausfahrt ohne gewisse Rückkehr, Weg ins Unbekannte mit vielen Überraschungen und nicht ohne Enttäuschungen. Wenn ich eine theologische Tugend habe, dann eine, die bisher nicht als solche anerkannt wurde: Neugier.
Ich habe Theologie nie als Verteidigung von alten Lehren oder kirchlichen Dogmen betrieben, sondern immer als Entdeckungsreise. Darum ist mein Denkstil experimentell: ein Abenteuer der Ideen, und mein Mitteilungsstil: die Form des Vorschlags. Ich verteidige keine unpersönlichen Dogmen, ich äußere aber nicht nur meine persönliche Meinung: ich mache Vorschläge in einer Gemeinschaft. Die Sätze, die ich schreibe, sind darum ungesichert und – wie manche meinen – waghalsig. Sie sollen zum eigenen Denken herausfordern und natürlich auch zum sachlichen Widerspruch. Auch Theologen gehören zur communio sanctorum, wenn denn die wahren Heiligen nicht nur die gerechtfertigten Sünder, sondern auch die angenommenen Zweifler sind und also ebenso sehr zur Welt wie zu Gott gehören.
Theologie ist eine Gemeinschaftsaufgabe: Daraus folgt, daß die theologische Wahrheit wesentlich – und nicht nur zur Unterhaltung – dialogisch ist. Es gibt theologische Systeme, die nicht nur in sich selbst widerspruchsfrei, sondern auch von außen unwidersprochen zu bleiben beabsichtigen. Sie sind wie die Festungen, die nicht eingenommen werden können, aus denen man aber auch nicht ausbrechen kann, und die darum ausgehungert werden. Ich habe nicht den Wunsch, mir eine solche theologische Festung zu bauen. Mein Bild ist der Exodus des Volkes und ich warte auf theologische Schilfmeerwunder. Theologie ist für mich keine kirchliche Dogmatik und keine Glaubenslehre, sondern Phantasie für das Reich Gottes in der Welt und für die Welt in Gottes Reich und darum immer und überall öffentliche Theologie, aber niemals und nirgendwo religiöse Ideologie der bürgerlichen und politischen Gesellschaft, auch nicht der sog. »christlichen«. Manche haben gemeint, ich sage theologisch zuviel und mehr über Gott, als man wissen könnte. Ich fühle tiefe Demut vor dem Geheimnis, das wir nicht wissen können, darum sage ich alles, was ich mir denke. (Moltmann, Das Kommen Gottes, 14f)

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3 Kommentare zu “Emergente Theologie und Jürgen Moltmann”

  1. Mike B. sagt:

    Spannend. Gut geschrieben.

  2. Natanael Disla sagt:

    Sehr gute Vereinbarung.

  3. Christian Beese sagt:

    Es scheint im Trend unserer Zeit zu liegen, Begriffe wie Dogma, Bekenntnisse, Grundsatzschriften, Lehren der Väter als eine Art Schimpfwort zu betrachten.
    Da es aber “nichts Neues unter der Sonne” gibt, werden auch die heutigen “Undogmatischen” wieder dogmatisch werden, nur ohne Wurzeln in den “Lehren der Väter”.
    Nur kleine Kinder meinen, sie müssten das Rad neu erfinden.
    Das einzige, was bei dieser individualistischen, relativistischen Herangehensweise an die Lehren der Bibel herauskommen wird, ist ein immer schneller drehendes Karussell neuer Ideen, deren Halbwertzeit immer kürzer werden wird.
    Christian


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