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Emergent Forum – Rückschau (1)

6. Dezember 2007

[Eigentlich wollte ich diesen Post ja »Nachlese« nennen, aber Peter ist mir damit zuvorgekommen. Weitere Berichte gibt es in Hufi’s Redationsbüro.]

Vorgeschichte
Anfang des Jahres trafen wir uns in einer kleinen Gruppe, um über Emergent Deutschland nachzudenken. Nur ein paar wenige Menschen. Entscheidungen werden getroffen, erste Aufgaben verteilt. Fühlte sich gut an. Mitte August ging der Blog online. Schnell verbreiteten sich die Banner in der Blogosphäre, die ersten Anmeldungen zu den Studientagen und zum Forum trudelten ein. Schmerzlich wurde mir dann bewußt, daß ich nicht in Marburg und Hamburg würde dabei sein können. Während der Tage sitze ich am Rechner und warte auf die Reaktionen der Blogger. Sie sind positiv. Erleichterung macht sich breit.

Freitag
Es geht los mit Stau. Eine halbe Stunde zu spät komme ich zum Treffen der Koordinationsgruppe. Sitze zum ersten Mal Brian und Jason gegenüber. Und sie sind mir sofort sympathisch. Abends spricht Brian aus »Everything Must Change«. Nichts Neues, habe ich doch erst das Buch gelesen. Will aber die Frage nicht zur Seite schieben: Was hat die Botschaft Jesu den Problemen der Welt zu sagen? Und wie haben Nachfolger Jesu damit umzugehen?
In der Nacht wird Bier getrunken. Ein Beweisfoto gibt es bei Haso. Schön.

Samstag -1-
Ich habe recht gut geschlafen. Die anderen nicht. Schnarchend habe ich sie wachgehalten. Nach dem Besuch beim Bäcker geht es um 10 Uhr los. Toby beginnt und erinnert an David, der in des großen König Sauls Rüstung nicht laufen konnte. Die Kleider müssen passen. Welche sind es, die für »Emergent Deutschland« passen? Wir wissen es (noch) nicht, sind aber gespannt. Peter macht weiter und betont: Wenn wir über das Neue nachdenken, stehen wir im Strom des Alten. Yo, das gefällt mir. Habe ich doch von den unterschiedlichsten Ecken der Kirchengeschichte Inspiration erhalten. Und ich will auch meine persönlichen Wurzeln nicht verleugnen. Oftmals denke ich, daß Vertreter der emergenten Konversation am Schärfsten gegen ihre (meist evangelikalen) Hintergründe schießen und dabei das Kind mit dem Bade ausschütten.

Der erste Input kommt von Brian. Er betont: Bei »Emerging Church« handelt es sich nicht um ein denominationell begrenztes Phänomen oder eine neue Bewegung, sondern um einen neuer Jahresring am gesamten Baum des Leibes Christi, der in allen Denominationen wächst. Hier, in diesem Jahresring, müssen Gespräche stattfinden und Freundschaften entwickelt werden, in denen Raum für Austausch über Probleme und Fragen ist, die wir nicht im Griff haben. Wir starten neue Experimente, die nicht miteinander konkurrieren. Brian kommt auf mich zu und sagt: »DoSi, we may disagree on some areas, but we are friends.« Lustig, das. Hat er vielleicht doch eine prophetische Gabe? Dann kommt ein weiser Satz: Kritik wird kommen, aber »critic makes you bitter or better.« Brian betont: In allem, was wir an den Start bringen, muß Christus, der immer in Bewegung ist, im Zentrum bleiben und wir müssen der Zeit, die wir miteinander verbringen, einen hohen Stellenwert einräumen. Er erzählt von neuen Gemeinde-, Evangelisations- und Jüngerschaftsmodellen, neuen liturgischen Ansätzen, dem Einsatz für Arme, Umwelt und Frieden („Wenn die Kirche nur barmherzig ist, ohne Gerechtigkeit zu üben, dann ist sie Teil des Problems“) sowie dem neuen Stellenwert des geistlichen Wachstums (»spiritual formation«, leider nicht wirklich auf deutsch wiedergebbar). Eben davon handelt sein neues Buch Finding our way again. Erwähnung findet auch die neue Wertschätzung der Verschiedenheit (Konfessionen, Rassen, Geschlechter, globaler Norden/Süden).

Nach einem schönen Kaffee, der von Haso bezahlt und dem VfB Stuttgart ermöglicht wurde, geht es mit Jason weiter. Auch er betont den sicheren Raum für Austausch und Begegnung. Außerdem beobachtet er auch unter älteren Gemeinden und Gemeindegliedern den Wunsch nach Bewegung und Veränderung der Kirche. Zwar machen wir einzigartige Erfahrungen mit der Postmoderne, andererseits hat die Kirche in der Geschichte aber auch schon Ähnliches in anderen liminalen Situationen erlebt. Jetzt wachsen tiefe, ökumenische Beziehungen. Traditionelle Kirchen und Megachurches werden nicht abgeschafft, sondern behalten ihren Platz – sie erreichen Menschen, die andere Kirchen nicht erreichen können – auch nicht die neuen Gemeinden. Diese gibt es in vielfältiger Gestalt: Missional, monastisch, liquid, experimentell. Das sind die Forschungsabteilungen der Kirche, die großes Risiko eingehen, um dem Leib Christi Segen und Ressourcen zu bringen. Manche von ihnen haben eine kurze Dauer – sie leben auf und verwelken wieder, aber ihre Samen befruchten die anderen Gemeinden. Andere leben länger und arbeiten nachhaltiger. Es gibt kein allein selig machendes „Gemeindemodell“ – auch nicht für die »Emerging Church«. Wenn wir als Christen unseren Fokus auf die Probleme der Welt richten und uns fragen, was Jesus will, daß wir dafür tun, dann wird sich Gemeinde daran ausrichten. Die Zukunft gehört den bestehenden und traditionellen genauso wie den emergenten Gemeinden – wir brauchen sie alle und wir brauchen einander. Deep Church & Generous Ecclesiology gründen in Hebr 12,1f: Wir sind gefordert, die Kirche zu verändern, zu sagen: »Ich will helfen; Jesus, ich werde Dich suchen und finden und die Träume und Wünsche, die Gott für seine Kirche hat, festhalten.« Ein Wolke von Zeugen feuert uns an. Die kleinen und unscheinbaren Schritte, die wir gehen, schließen sich zur weiten Bewegung des Leibes Christi zum Bau des Reiches Gottes zusammen.

[to be continued…]

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Ein Kommentar zu “Emergent Forum – Rückschau (1)”

  1. Emergent Marburg, Hamburg & Erlangen at einAugenblick.de sagt:

    […] Dominik Sikinger: • Emergent Forum – Rückschau (1) […]


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