Die Transformation des Willens
6. Mai 2008
Unser Wille muss Sohneswille werden. Dann können wir sehen. Sohnsein aber heißt Bezogensein; es ist ein Relationsbegriff. Es bedeutet das Ablassen von der Autonomie, die sich in sich selbst verschließt; es schließt das ein, was Jesus mit dem Wort vom Kindwerden sagt. So verstehen wir auch das Paradox, das im Johannes-Evangelium weiter ausgeweitet ist: dass Jesus einerseits sich ganz dem Vater als Sohn unterordnet und dass er gerade so ganz in der Gleichheit mit dem Vater steht; ihm wirklich gleich, eins mit ihm ist.
Aus: Joseph Ratzinger/Beneditkt XVI. – Jesus von Nazareth, 394.
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