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Das Volk, das einst in den Kirchenbänken saß

5. April 2007

Bill Kinnon hat einen herausfordernd-provokativen, polemischen Blogpost geschrieben, der gerade einiges an Staub aufzuwirbeln scheint: The People formerly known as The Congregation. („Das Volk, das früher ‚Die zum Gottesdienst versammelte Gemeinde‘ genannt wurde“)

Hier Auszug – frei übersetzt von mir:

Wir sind die Ebenbilder Gottes, die einst in den unbequemen Kirchenbänken oder Kinositzen aus Plüsch gesessen sind, um passiv Euren Predigten zu lauschen, in denen Ihr uns erklären wolltet, welchen Plan Ihr für unser Leben habt.
….
Oh, und Geld war wichtig. Einen Augenblick lang haben wir Euch sogar geglaubt, dass Gott uns belohnen würde, wenn wir unsere Zehnten gäben – oder uns verfluchen würde, wenn wir es nicht täten. Das Gesetz ist so viel einfacher zu predigen als die Gnade. Wer behauptet hätte, dass die ersten Christen eine Gütergemeinschaft lebten, wäre als Sozialist beschimpft worden – und natürlich: Kapitalismus ist ein direktes Geschenk Gottes. Bitte beachtet auch: Maleachi 3 ist an die Priester im alten Israel gerichtet. Das waren nicht die fröhlichen Geber, die Gott lieb hat.

Nein, es war nicht Gott, der Euch eingeflüstert hat, den „Raum unseres Zeltes weit zu machen“ – das war Euer Ego. Und nebenbei bemerkt kann man ein viele Millionen teures Vorzeige-Bauwerk kaum noch als Zelt bezeichnen.

Wir glauben nicht mehr an Eure Berufung „die am schnellsten wachsende Gemeinde“ in Stadt X zu sein. Das ist Eure Angelegenheit. Ihr wollt ein größeres Publikum. Wir sind nicht mehr Teil davon.

Unsere Ohren brummen immer noch aufgrund der Lautstärke, aber… Jesus ist nicht unser „Boyfriend“ – und wir werden eure doofen Liebeslieder nicht mehr singen, die so tun, als wäre er es doch. Happy-Clappy-Liedchen werden der Wirklichkeit der Welt nicht gerecht, in der wir leben, noch den Mächten und Gewalten, denen wir gegenüberstehen. Und schon gar nicht sind sie dessen würdig, den wir als König der Könige und Herrn der Herrn proklamieren.

Ihr habt uns eine Vielzahl an Programmen angeboten, bei denen wir mitmachen können. Wir dürfen die Gottesdienstbesucher begrüßen, sie auf den Parkplatz winken, den Kaffee ausschenken, im Bücherladen verkaufen, im Kinderdienst und bei der Technik mitarbeiten – was immer Ihr gebraucht habt, um Eure Träume vom herrlichen Unternehmen zu verwirklichen. Vielleicht habt Ihr es schon festgestellt: Wir sind nicht mehr da.

Wir sind Das Volk, das einst in den Kirchenbänken saß. Wir haben nicht aufgehört, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist zu lieben. Und genauso wenig meiden wir „die Versammlungen der Heiligen“. Wir versammeln uns nur nicht nur unter Eurer vermeintlichen Leiterschaft. Wir treffen uns in Cafés, um Esstische, in Parks und auf der Straße. Wir sind über Raum und Zeit hinweg miteinander verbunden, bringen uns in produktiven Austausch ein, wo wir lehren und gelehrt werden.

Wir leben mit unseren Nachbarn – in deren Häusern und sie in unseren. Wir lachen und weinen und leben wirklich – ohne dass ihr uns lehren müsstet, wie das geht, in Euren lächerlichen Büchern, anmaßenden CDs und Podcasts.

Wir stellen uns nicht gegen Paulus‘ Beschreibung von Leiterschaft in Eph 4. Wir sehen sie nur im Kontext der Lehre Jesus in Markus 10 und Matthäus 20 – dienende Leiterschaft. Wir sehnen uns von Herzen danach, daß dienende Leiter und Leiterinnen in ihre Gaben als Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer freigesetzt werden. Wir glauben an die Worte von Petrus, die uns alle als Priester beschreiben – nicht nur manche, und nicht nur ein Geschlecht.

Wir sind Das Volk, das einst in den Kirchenbänken saß. Wir hassen Euch nicht. Auch wenn manche von uns Narben tragen, die von Euch stammen. Viele von Euch sind unsere Brüder und unsere Schwestern, fehlgeleitet von dem System, das Ihr bewohnt und vergiftet von der Macht – aber immer noch unsere Familienmitglieder. (Obwohl es sich bei manchen wahrhaft um Wölfe im Schafspelz handelt.)

Und, als Das Volk, das einst in den Kirchenbänken saß, laden wir Euch ein, in diesem wunderbaren Abenteuer an unsere Seite zu treten. Mutig dorthin zu gehen, wohin der Geist uns führt. Über das zu staunen, was der Vater in den Gemeinschaften tut, in die er uns gestellt hat. Die Liebe zu leben, die Jesus uns gezeigt hat.

Geprägt von Bill’s negativen Erfahrungen. Einseitig, unausgewogen, arrogant. Aber schön.

Anmerkung:
George Barna hat diese (unsere?) Bewegung empirisch zu untersuchen versucht und ein Buch darüber geschrieben:
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Revolution

Update:
Lesenswerte Beiträge, welche die Diskussion weiterführen, sind:

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5 Kommentare zu “Das Volk, das einst in den Kirchenbänken saß”

  1. Bill Kinnon sagt:

    Thanks for posting this in German. I lived in the Schwartzwald as a 13 year old boy, but unfortunately do not speak your language.

  2. DoSi sagt:

    Well, actually I live in South Germany, reaching the Schwarzwald within 30 minutes by car. Hope you took good memories with you…

  3. Hufi sagt:

    Krasser Text. Cool. Danke für den Hinweis und die Übersetzung.

  4. Marlin sagt:

    Danke für’s Übersetzen und den Hinweis. Das ist wirklich gut!

  5. Journeyfiles » Blog Archive » Eine Stimme für die Leute, die sich vorher mal “die zum Gottesdienst versammelte Gemeinde” genannt hat sagt:

    […] übersetzt. (aller Dank geht an ihn – einen kurzen Apetittmacher gebe ich Euch hier, bevor ihr hier zuende lesen solltet…) Was denkt ihr darüber? “Wir sind die Ebenbilder Gottes, die einst in den unbequemen […]


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