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Crazy for God III: More than fiction

20. September 2010

[Das ist der dritte Post zu Frank Schaeffers Buch Crazy for God. Zu den ersten beiden: Einführung | Aufstieg und Ausstieg.]

Crazy For God-2
Nachdem Frank Schaeffer der religiösen Rechten seinen Rücken gekehrt hatte, versuchte er sich mit einigen Projekten über Wasser zu halten, die alle nicht von Erfolg gekrönt waren. Wie bereits erwähnt, erwiesen sich erst seine von ihm selbst als »semi-autobiographical« bezeichneten Romane als Wendepunkt, da sie sich überraschend gut verkauften. Darin nimmt er die Perspektive Calvin Beckers ein, Sprössling fundamentalistisch-evangelikaler US-Missionare, die in der Schweiz eine Kommunität gegründet haben. Ich habe nur die ersten beiden Teile der Becker-Trilogie gelesen – Portofino und Calvin: oder wie ich versuchte, meine Großmutter zu bekehren.
Portofino-2
Beide Bücher sind in deutscher Übersetzung günstig antiquarisch zu bekommen. »Portofino« handelt von den Abenteuern des elfjährigen Calvin im Italien-Urlaub. Sonne, Strand, italienische Lebensart und seine Freundin Jennifer aus England, deren Familie immer zeitgleich mit den Beckers in derselben Pension urlaubt, bringen ihm viel Freude. Auf der anderen Seite steht der religiöse Fanatismus der Eltern, für den er sich beständig schämt, personifiziert in seiner Mutter, die lautstark betend am Mittagstisch im Restaurant die Kellnerin ignoriert, Mitreisende im Zug mit Hilfe von aberwitzigen evangelistischen Hilfsmitteln (Jesus-Junk gab es wohl schon lange vor WWJD und Kawohl) die Mitreisenden zu bekehren versucht und immer wieder auf peinliche Weise Calvins sexuelle Aufklärung vorantreiben will. »Calvin: oder wie ich versuchte, meine Großmutter zu bekehren« spielt 5 Jahre später und handelt vom Leben in der Schweizer Kommunität/Missionsstation, von Kirchenspaltungen, familiären Konflikten und davon, wie Calvin es trotz vieler Herausforderungen letztlich doch schafft, wieder zur rechten Zeit nach Portofino zu kommen und Jennifer wieder zu sehen.
Calvin-2
Die Bücher sind wunderbar leicht und humorvoll geschrieben, lesen sich flüssig und lassen ein bitter-süß melancholisches Gefühl zurück. Ich wurde beim Lesen in die Geschichte hineingezogen und war etwas enttäuscht, dass der zweite Band fünf Jahre übersprang, weil ich wissen wollte, was in der Zwischenzeit geschehen war… Nach der Lektüre von »Crazy for God« faszinieren die Calvin-Becker-Romane, weil die Charaktere so eng an der Ursprungsfamilie Frank Schaeffers und Mitarbeitern L’Abris gehalten sind, dass es schwer fällt, nicht alles als quasi-autobiographisch zu verstehen. Dasselbe gilt für die Schauplätze und weitere Details. Frank Schaeffer gibt hier Einblick in das (erinnerte) Seelenleben seiner Kindheit, und so werden hier all die Themen, die in »Crazy for God« intensiv behandelt werden, spielerisch mit eingeflochten. Lesestoff für entspannte Stunden am Sonntagnachmittag, der zum Nachdenken einlädt. Meine Empfehlung.
(Dritter und letzter Teil der Calvin-Becker-Serie ist übrigens Zermatt).
Zermatt

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2 Kommentare zu “Crazy for God III: More than fiction”

  1. Crazy for God VI: Dreimal O-Ton III » Der Sämann » Blog Archiv » Crazy for God VI: Dreimal O-Ton III sagt:

    […] Crazy for God III: More than fiction […]

  2. Rückblick 2010 – Gedanken zum Lesestoff » Der Sämann » Blog Archiv » Rückblick 2010 – Gedanken zum Lesestoff sagt:

    […] Über Die Zweifel des Salaí habe ich mich bereits geäußert, ebenso über Frank Schaeffers Calvin und Portofino. Der Krimi des Jahres war für mich Christine Lehmanns Allmachtsdackel, was auch mit dem […]


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