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[Chrysalis] Kapitel 7: Alleine gehen – Hervortreten

9. März 2009

[Das ist der achte Post zu Alan Jamiesons Buch Chrysalis: The Hidden Transformation in the Journey of Faith.]
Chrysalis-6
Wenn wir versuchen, für immer im Kokon zu bleiben, dann wird dieser zu unserem Grab. Jetzt braucht es einiges an Mut, da es keine Abkürzungen oder leichte Zehn-Schritte-Programme gibt. Der fremde und einsame Platz in unserem Glaubenskokon ist uns zur Heimat geworden. Es kommt uns riskant vor, nun anderen von unserem Glauben zu erzählen oder uns einer Gemeinschaft anzuschließen. Das Hervortreten aus dem Kokon wird alles an Kraft und Durchhaltevermögen fordern, was wir haben, aber andernfalls werden wir nicht das Maß an Stärke in Glauben und Charakter entwickeln, das wir für die nächste Phase brauchen. Dies ist eine Übergangszeit. Habe ich den Mut und die Entschlossenheit, über die Schwelle zu treten und meinen Glauben auf eine neue Weise auszuleben? Wenn wir an diesem Punkt stehen, dann kann uns das wachsende Bewußtsein der Jünger inspirieren, dass Christus auferstanden war und sie einlud, ihm in neuer Weise zu folgen. Es brauchte Zeit, bis diese neue Wirklichkeit sie ergriffen und ihr Verständnis verändert hatte. Dieses Ereignis ist wie ein schwarzes Loch in der Erfahrung der Jünger. Die normalen Regeln und Erwartungen ihrer religiösen Vorstellungen wurden unversöhnlich verändert. Der Prozess des Hervortretens aus einer Veränderung des Glaubens schließt mindestens zwei bedeutsame Schritte mit ein: Sich wieder an einer Gemeinschaft zu beteiligen und – basierend auf dem eigenen Verständnis der persönlichen Vision und Berufung – anderen und der Welt zu dienen.

Sich wieder in eine Gemeinschaft des Glaubens einbringen
Wenn wir eine Weile im Kokon waren und großen persönlichen Gewinn aus dieser abgeschotteten Zeit gezogen haben, kommt irgendwann der Tag, an dem wir spüren, dass wir uns wieder mit anderen verbinden, ihnen dienen und von ihnen lernen müssen, wenn wir unseren Glauben weiter entwickeln wollen. Das heißt, dass wir wieder zum aktiven Gemeindemitglied werden – nicht nur zum passiven Gottesdienstbesucher. Insbesondere ist es wichtig, in Beziehung zu Menschen zu kommen, die an verschiedenen Punkten ihrer eigenen geistlichen Reise sind. Wir brauchen ihre Geschichten und werden von ihrer Leidenschaft und Hingabe motiviert. Ebenso bringen wir unsere Erfahrungen mit der Chrysalis-Phase mit ein. Das ist der erste Schritt: Hin zur Gemeinschaft – gemeinsame Einheit mit anderen Christen.

Unsere Berufung finden
Der zweite Schritt geht hin zu unserem Beitrag, dahin, uns an andere hinzugeben. Hier nimmt unsere zerbrechliche Vorstellung unserer Berufung langsam Form an. Es geht darum, auf die Stimme in uns zu hören, die uns dazu ruft, zu dem Menschen zu werden, als der ich geboren wurde, mein originales Selbst zu erfüllen, das mir bei meiner Geburt von Gott gegeben wurde. In unserer Chrysalis-Phase ist jetzt die Zeit der Rekonstruktion und des Neuaufbaus. Nun verspüren wir ein neues Verständnis von einer Lebensweise, die mit unserem tiefsten Verständnis unseres Selbst und dessen, was wir in der Welt zu sein und zu tun wünschen, übereinstimmt. Es muß aber nochmals gesagt sein: Unser Verständnis von Berufung zu finden, ist mühevoll. Kein Teil der Chrysalis-Phase ist einfach. Es geht um tiefe und schwierige emotionale und geistliche Arbeit. Unsere Seele spricht nur in ruhiger, einladender und vertrauenserweckender Umgebung ihre Wahrheit aus. In unserem Tun müssen wir beständig darauf achthaben, ob wir und andere das Gefühl bekommen, dass der Geist Gottes mit uns ist. Indem wir unser Handeln immer wieder reflektieren, zeigt sich vielleicht langsam der Weg, den wir zu gehen haben.

Unser Zweck wird klar
Während wir es zulassen, dass uns Gottes Geist in der Dunkelheit unserer Chrysalis-Phase neue Wege auftut, entsteht eine Vision dessen, was zu sein wir berufen sind. Nun ist es an der Zeit, diesen Visionen Leben einzuhauchen. Es ist an der Zeit, nicht mehr länger nur von unserer Vision zu träumen; es ist an der Zeit, unseren Kokon hinter uns zu lassen und zu fliegen. Welch ein gruseliger Gedanke!

Wenn uns die Vision lähmt
Wir denken oft, dass wenn wir wahrhaftig unsere Bestimmung leben, wir dann etwas tun müssen, was die Welt verändern wird. Dies ist schlicht nicht wahr. Was wir in der Dunkelheit spüren, kommt in uns zum Leben in der Art wie wir leben und was wir tun, nicht in der Größe unseres Einflusses. Mutter Teresa wird die Aussage zugeschrieben: „Du kannst keine großen Dinge tun. Du kannst nur kleine Dinge mit großer Liebe tun.“ Wenn wir aus dem Kokon herauskommen, müssen wir uns darauf konzentrieren, wie wir tun, wozu wir uns berufen fühlen, und nicht auf die Auswirkung dessen, was wir tun. Wir sind uns selbst nur dann gehorsam, wenn wir das leben, was wir sind – und das auf eine Weise, die die Liebe und Gnade ausdrückt, die wir in der Dunkelheit erfahren haben. Unsere Vision kann uns auch deswegen lähmen, weil wir nicht wissen, wie wir ihr Leben einhauchen sollen. Der einzige Weg nach vorne ist, unsere Vision in lockerem Griff zu halten, weil wir wissen, dass sie sowohl stärker werden als auch sich weiterentwickeln wird. Im Moment haben wir eine provisorische Idee, die sich bewähren muß. Darum ist es wichtig, es einfach einmal zu versuchen. Wir lernen das zu werden, was zu werden wir berufen sind, indem wir es tun. Selbstverständlich wird sich das zunächst unbehaglich, komisch und ermüdend anfühlen. Aber je mehr wir es tun, desto mehr werden uns unser angeborenes Wesen und der Geist Gottes leiten. Mehr und mehr fühlt es sich natürlich an. Wenn wir auf die Art und Weise leben, zu der wir erschaffen wurden, dann blühen wir auf. Dies ist es, was zu tun wir bestimmt sind. Wir können zu einem Werkzeug werden, das nach den Konturen der Hand Gottes geformt ist. Dies ist der eigentliche Zweck der uns verwandelnden Glaubensreise. Wenn wir uns den dunklen Nächten des Glaubens überlassen, dann formen sie uns so, dass Gott uns benutzen kann; wir werden zu Werkzeugen, die durch ständigen Gebrauch perfekt in seine Hand passen. Das ist nicht immer ein leichter Prozess, wenn die rauen Kanten glatt geschliffen werden. Stück für Stück richtet sich unser Fokus weg von dem, was wir persönlich lernen oder gewinnen und hin zu dem, was Gott mit uns zu Gottes eigener Absicht erreichen kann. Das ist es, was es bedeutet, produktiv zu sein, und ironischerweise spüren wir in dieser Phase des christlichen Glaubens den Geist Gottes in unserem Leben dann am meisten, wenn wir produktiv sind und weiter im Gewahrwerden Gottes reifen. Das ist darum der Fall, weil wir uns immer mehr dessen bewußt sind, dass wir durch das Leben geformt und gestaltet werden, um willige Werkzeuge in der Hand Gottes zu werden. Und schlußendlich haben wir, während wir in Form gebracht wurden, um Gottes Absichten besser zu dienen, in unserem eigentlich Selbst und unserer Seele neue Tiefen an Hoffnung, Glaube und Liebe hervorgebracht.

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