Der Sämann

Saatgut aus der Fülle des Lebens-mit-Gott







  • Buchtipps vom Sämann



    vernetzt mit Emergent Deutschland

    Das Buch vom Sämann Wie die Bibel Sinn macht

    Bücher mit dem Sämann In allen Städten und Dörfern Beziehungsweise Leben Zeitgeist
    Zeitgeist
  • Täglich Brot

    • Irisches Gebetbuch
    • Richard Foster, Dallas Willard, Walter Brueggemann (Hrsg.) – Renovaré Spiritual Formation Study Bible
  • Was ich höre

    • Bob Dylan – Nashville Skyline
    • Bon Iver – Bon Iver
    • Coldplay – Mylo Xyloto
    • Jens Böttcher – Viva Dolorosa
    • Johnny Cash – Bootleg Vol. 2: From Memphis to Hollywood
    • Johnny Cash – Bootleg Vol.3: Live Around the World
    • Johnny Cash – I Would Like to See You Again
    • Johnny Cash – Now, there Was a Song!
  • Was ich lese

    • Gustav Aulén – Das christliche Gottesbild in Vergangenheit und Gegenwart: Eine Umrißzeichnung
    • Manfred Scheuch – Historischer Atlas Deutschland: Vom Frankenreich bis zur Wiedervereinigung
    • Saul Friedländer – Das Dritte Reich und die Juden
    • Stephen R. Covey – The 8th Habit: From Effectiveness to Greatness
    • Thomas C. Oden und Cindy Crosby – Ancient Christian Devotional: A Year of Weekly Readings
    • William Shakespeare – The Complete Works
Egoload - Analytischer Denker

Emergent Village

Friend of Missional

Firefox

Falls dieser Blog nicht richtig angezeigt wird, klicke hier

Dieser Blog ist lizensiert unter einer Creative Commons 3.0-Lizenz

ecto

apple

Döner macht schöner!

Archiv für die 'Wortakrobatik' Kategorie

[Wortakrobatik] Vision

11. März 2007

Neues will er tun
Hat es lang schon angekündigt
Alten Sehern offenbart

Leer kommt es nicht zurück
Netzt die Erde
Geht auf wie Samen
Bringt reiche Frucht
Durchläuft die Erde
Schafft sein Vok
Baut sein Reich

Wie Tau der Morgenröte
Liegen Zions Söhne
Erheben sich aus einem Tal voller Knochen
Eben noch Totengebeine
Jetzt schon ein überaus großes Heer

Vom abgehauenen Baum
Bleibt nur der Stumpf
Prachtvolle Bauten lassen Ruinen zurück
Von Schakalen durchstreift

Das Wort ist ergangen
Die Erfüllung steht aus
Dem Augenschein entgegen
Un-glaublich scheint es

Und doch ist es wahr
Bleibt es Fundament
Fester Halt
Wegweisendes Licht

„Durch dich soll gebaut werden, was lange wüst gelegen ist; und wirst Grund legen, der für und für bleibe; und sollst heißen: Der die Lücken verzäunt und die Wege bessert, daß man da wohnen möge.“

Abgelegt unter Wortakrobatik | Keine Kommentare »

[Wortakrobatik] Call of the Wild

10. März 2007

Langsam
Fängt es an
Kommt das geliebte Unbehagen zurück

Langsam
Kribbelt es wieder
Nimmt die Unzufriedenheit mit dem Status Quo überhand

Wake up boys
There’s a light at the window
I can hear someone knocking on the door
There are voices in the street
And the sound of running feet
And they whisper the word
REVOLUTION

Eine Saite in mir vibriert
Zu lange re-aktiv gelebt
Zu lange nur funktioniert
Da muß mehr sein

Zuviele Programme
Ausgefüllte, nicht ausgenutzte Zeit
Aufgaben und Projekte ziehen vorbei
Hinterlassen doch nur Leere

There are men coming down from the valley
There are tall ships lying off the coast
And they carry the light
In the dark of the night
Like a whisper in the wind –
REVOLUTION

Sehnsucht, wieder gefordert zu werden
Den ganzen Mann in die Waagschale werfen zu müssen
Einsatz auf Gedeih und Verderb
Ende des Urlaubs
Zurück an die Front

Warte auf den Ruf zu den Waffen
Auf den Boten des Himmels
Auf die göttliche Order
Zurück an die Front

Will ein Streiter Jesu sein
Soldat im Kreuzesschatten
Unterwegs im Auftrag des Herrn
Die Bewegung anführen
Und mich einreihen ins Glied
Mein Leben ganz für seine Sache geben

Bring my gun and a handful of silver
By the sea we will gather for the fight
It’s been so many years
So many tears
We have lost once before
Now we’ll settle the score
When our cannons will roar –
REVOLUTION

Das Pulver wieder riechen
Die Detonationen wieder spüren
Projektile pfeifen hören
Jede Faser angespannt
Ganz ausgerichtet auf den König
Seinen Befehl erwartend
Zu marschieren auf den leisesten Wink

Watch and wait, get ready for the sign
There are many here among us now
Who have not seen the light
We must send the word to all the people in the land
Go to every hill and mountain
For the time is now at hand
To light a fire
Light a fire

Let us march the road up the rocky hill tonight
Under cover of the darkness
We will slip behind the lines
And we will take the men who have stolen our land
For the years of domination
Hit them right between the eyes
And light a fire
Light a fire
Light a fire
They will see through the world!

Feuer
Das er anzuzünden gekommen ist
Feuer
Wie er wünschte, daß es schon brennte!

[Die eingefügten englischen Zeilen entstammen dem Lied „Revolution“ von Chris de Burgh aus dem Live-Album High on Emotion. Ich habe sie frei nach Gedächtnis geschrieben. Sie entsprechend nicht zwingend dem Originaltext.]

Abgelegt unter Wortakrobatik | Keine Kommentare »

[Wortakrobatik] Unverhofft

9. März 2007

Unverhofft schöner Tag berührt mein Herz
Im fernen Narnia geht die Kunde
Langsam kommt Er näher
Und ist plötzlich ganz da
Erfüllt den Raum

Unverhofft dringt Gottes Gegenwart herein
Unerwartet zieht er mich in sich
Durch-dringt alles

Die Zeit einfrieren
DEN Moment festhalten
In diesem Erleben immer verbleiben

Das ist es nicht
Leider

Die Quelle finden
Beständig aufsuchen
Durchdrungen sein vom Fluß

Gräben ziehen
Leitungen legen
Kanäle öffnen
Dem Strom Raum geben

Auf daß er jeden erfassen möge!

Abgelegt unter Wortakrobatik | 2 Kommentare »

[Wortakrobatik] Bring den Regen mit

7. März 2007

Leise fallen sie
Unmerklich
Doch sie fallen

Verdunsten zunächst auf der Oberfläche
Später dringen sie ein
Feuchten die Erde

Regentropfen wünsche ich mir
Meine Seele anzufeuchten
Die rissig und ausgedörrt ist
Sich vor Sehnsucht verzehrt

Heute oder Morgen
Nach zwei Tagen
Oder am dritten Tag

Ungewißheit
Bleibende Spannung

Hoffnung
Angst

Verkrampfte, zusammengezogene Seele
Gegenwärtig bist Du ferne
Und fehlst mir

Abgelegt unter Wortakrobatik | 2 Kommentare »

[Wortakrobatik] Kein Flaschengeist

4. März 2007

Im Zuge der erneuten Dichtwut der p-shuttle.Community werde ich in diesen Tagen auch wieder mal Älteres von mir beisteuern – viel Spaß!

Kein Flaschengeist

Mächtig
Herrlich
Prächtig
Ist ER

Wirkt Wunder
Tut Unfaßbares
Ist hoch
Höher noch
Am höchsten
Zu hoch
Viel zu hoch
Für uns

Unbegreifbar
Allein anzubeten

Dennoch –
Sonnen wollen wir uns in Seinem Glanz
Wollen Seine Erfolge uns gutgeschrieben sehen

Wir, die wir unser Leben nicht um eine Spanne verlängern können
Wie sollten wir aus IHM einen Automaten machen können?
Ergebnis auf Knopfdruck?

IHN am Gängelband führen?
Einem Tanzbären gleich?
Den Allmächtigen zu einer Marionette degradieren?

Der Löwe von Juda ist nicht zahm
Tanzt nicht nach unserer Pfeife
Macht keine Kunststücke
Springt nicht durch Feuerreifen
Nur weil es uns danach ist

Nein, zahm ist er nicht

Groß ist er
Stark und wild
Frei
Ultimativ zu hoch für uns
Niemals erklärbar
Verstehbar
Durchdringbar
Nachvollziehbar

Statt dessen
Genuin souverän

Hält sich nicht an unsere „geistlichen Gesetze“
Befolgt nicht unsere „biblischen Prinzipien“

Nein –
Er ist das Prinzip

Verzehrendes Feuer
Glühende Liebe
Unnahbares Licht
Ewig

Nein –
Er braucht nicht zu handeln
Braucht nicht unsere Bestätigung
Hat Applaus nicht nötig
Wirbt aber um unsere Liebe

Hat sich klein gemacht
Hat gelitten
Für uns

Ruft uns zu sich

Hat ein Abenteuer bereit
Eine neue Geschichte
Sein Reich ist im Kommen
Und ist schon hier

Kommt wild
Gewaltig
Zerbrechlich
Sanft

Unaufhaltsam kommt Sein Reich
Kommt anders
Nicht auf unsere Weise
Kommt anders
Kommt wie ER will
Kommt zu uns auf Seine Weise

Nein –
ER muß nicht wirken
Wenn wir es wollen
Noch läßt er sich beschwören
Wie ein Flaschengeist

Das Meer mißt ER in der hohlen Hand
Die Sterne kennt ER mit Namen
Der Himmel und aller Himmel Himmel
können IHN nicht fassen
Noch ein Autoaufkleber
Oder Ansteckpin

Der HERR ist GOTT!

Abgelegt unter Wortakrobatik | Keine Kommentare »

[Wortakrobatik] Die heilige Kunst der Konversation

3. Februar 2007

Falls Du genauso wie ich die Verbindung aus exzellentem Kaffee und einem guten Gespräch schätzen solltest, dann dürften Dich die folgenden Zeilen ansprechen:

Holy, holy, holy is this almighty moment!
Two beings, coffee on their breaths,
with puffs of air exchange their souls
on wispy sounds, from very deep to deep!

I walk away from the moment
with a new limp
and
with a new hope,
for I have wrestled with God
in another whom I call
„friend.“

Das ganze Gedicht „The Holy Art of Conversation“ findet sich hier bei John Frye.

Abgelegt unter Aus dem Netz gezogen, Wortakrobatik | Keine Kommentare »

[Wortakrobatik] Fußspuren

24. Dezember 2006

Runder Bauch spannt sich
Fuß eines noch Ungeborenen zeichnet sich ab

Christus im Bauch Marias
Drängt auf die Welt
Will seine Fußspuren hinterlassen

Suchen und selig machen, was verloren ist
Armen frohe Botschaft bringen
Kranke heilen

Geknicktes Rohr nicht zerbrechen
Glimmenden Docht nicht auslöschen
Die Werke des Teufels zerstören

Seit 2000 Jahren ist die Welt nicht mehr dieselbe
Dieses Kind hat seine Fußspuren hinterlassen

Ob Du sie finden
und ihnen folgen wirst?

.
..

….
……
…….
..
..

In diesem Sinne wünsche ich allen regelmäßigen und zufälligen Gästen auf dem Feld des Sämanns ein gesegnetes Weihnachtsfest, Zeit, über die Menschwerdung Gottes und ihre Folgen nachzudenken und neu von Staunen und Dankbarkeit erfüllt zu werden.

[Keine Ahnung, wem die Credits für obiges Bild gehören, gesehen habe ich es schon viele Male, vor kurzem bei Ben Edson.]

Abgelegt unter Wortakrobatik | 2 Kommentare »

[Wortakrobatik] Rede Herr, Dein Knecht hört

3. Dezember 2006

Aus meiner gestrigen Meditationszeit:

Wind kommt auf
Meine Segel straffen sich
Habe lange gewartet
Bricht jetzt die Zeit an?

Will die Wolke suchen
Dem Feuer nachgehen
Dem Lamm folgen, wohin es mich führt

Der zarten Stimme Raum geben
Hinhören auf das leise Wispern
Das sanfte Klopfen in meinem Herzen
Das von außen, von oben kommt
Soll mich leiten

Alles in mir verzehrt sich nach Dir

Abgelegt unter Wortakrobatik | Keine Kommentare »

[Wortakrobatik] Zeilen zum 20. November

20. November 2006

Passend zum letzten p-shuttle über Immanenz/Transzendenz Gottes und die Unzulänglichkeit unserer Gotteserkenntnis wieder mal was aus George MacDonald’s Diary Of An Old Soul:

I know not how – for that I first must know thee.
I know I know thee not as I would know thee,
For my heart burns like theirs that did not know him,
Till he broke bread, and therein they must know him.
I know thee, knowing that I do not know thee,
Nor ever shall till one with me I know thee –
Even as thy son, the eternal man, doth know thee.

Abgelegt unter Wortakrobatik | Keine Kommentare »

[Wortakrobatik] Treffen am Jakobsbrunnen

16. November 2006

{Auch diese Geschichte war für’s letzte p-shuttle.}

2000 Jahre sind jetzt schon beinahe vergangen seit diesem Tag. In der klirrenden Mittagshitze löst sich eine schemenhafte Gestalt aus der Stadt Sychar. Über die staubigen Straßen bewegt sie sich auf den großen Brunnen zu. Jakob hatte ihn gegraben, Israels Stammvater, Urahn auch der Samariter, die in Sychar wohnen, dort im Niemandsland zwischen Galiläa und Judäa. Einen Umweg machen die frommen Israeliten um Samaria, wenn sie nach Jerusalem wollen. Sie sehen herab auf die Samariter, die ursprünglich auch zum Volk Gottes gehörten, nun aber wohl vom rechten Weg abgekommen waren. So genau wusste das niemand. Besser, man gab sich nicht mit ihnen ab. Gebeugt läuft diese Frau. Schaut sich immer wieder um. Niemand soll sie sehen. Hier, unter den verachteten Samaritern ist selbst sie eine, die gemieden wird. Was wussten die anderen, was in ihr vorging? Langsam rückt der Brunnen in ihr Blickfeld. Ist dort jemand? Sie schützt ihre Augen gegen die Sonne und erkennt: Ein Reisender sitzt am Brunnen, lehnt sich gegen einen Stein. Zögernd geht sie näher. An den Quasten an seiner Kleidung erkennt sie den Juden. Auch das noch! Sie will schon umkehren, doch was dann? Wann sie soll sie denn sonst kommen? Später in der Abendkühle wird der Brunnen bevölkert sein. Nein, besser einem Juden begegnen als die Blicke der anderen ertragen zu müssen. Müde sieht er aus und erschöpft. Sie senkt ihren Blick, tritt an den Brunnen und will Wasser schöpfen. „Gib mir zu trinken.“ Der Jude hat sie angesprochen. Will er flirten? Was soll das bedeuten, hier draußen in der Einöde außerhalb der Stadt? „Wie, du bittest mich um etwas zu trinken, der du ein Jude bist und ich eine samaritische Frau?“ Er antwortet: „Wenn du erkennen würdest, was Gott geben will, und wer jetzt von Dir um etwas zu trinken bittet, dann würdest Du ihn bitten und er würde Dir lebendiges Wasser geben.“ Das ist zu hoch für sie. Ob er in der Hitze und vor Erschöpfung einen Sonnenstich bekommen hat? Lebendiges, frisches, reines Quellwasser gab es hier nirgends. Schon das abgestandene Brunnenwasser war ein Segen in der Hitze! „Herr, du hast doch gar nichts, womit du schöpfen könntest, und der Brunnen ist tief! Wo willst Du denn lebendiges Wasser herbekommen? Willst du dich etwa über Jakob stellen, der diesen Brunnen gegraben hat? Und das Wasser hier war gut genug, so dass er und sein ganzes Vieh davon getrunken hat.“ Der Jude richtet sich auf und schaut sie an. „Jeder, der von dem Wasser aus diesem Brunnen trinken wird, wird wieder Durst bekommen. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht mehr dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zur Quelle werden, aus der Wasser ins ewige Leben sprudelt.“ Nun stand es fest: Er hatte zuviel Sonne abbekommen. Im Scherz spielt sie sein Spiel mit. „Herr, gib mir solches Wasser, damit ich keinen Durst mehr bekomme und hierher laufen muß, um mir etwas zu trinken zu holen!“ Wieder schaut er sie an und sagt sanft: „Geh hin, ruf deinen Mann und komm wieder her!“ Eine dunkle Röt überzieht ihr Gesicht, sie schaut zu Boden. „Ich habe keinen Mann“. Er antwortet: „Das stimmt, Du hast keinen Mann. Fünf Männer hattest Du und der, den Du jetzt hast, ist nicht Dein Mann!“ Woher konnte er das wissen? Er hatte recht: zwei waren gestorben und drei hatten ihr einen Scheidebrief gegeben. Ha, die Verfluchte! Wie sie sich in Sychar das Maul über sie zerrissen! Das wird nie was mit der! Wen interessierte es da noch, was sie jetzt trieb?! Aber woher weiß er das? Was war das für ein Mensch, der ihr die Wahrheit über sie ins Gesicht sagte? Der ihren Durst kannte. Lebendiges Wasser in ihrem Inneren, ja danach sehnte sie sich wirklich. Ausgetrocknet war sie, nicht anders als die staubigen Straßen und die dürren Büsche, die hier standen. Wie lechzten die verdorrten Grasbüschel nach Regen! Kühlung, Erfrischung, neues Leben und Frieden – das war es, was ihr auch fehlte. Konnte ihr dieser Mann weiterhelfen? Offensichtlich war er ein Mann Gottes. „Herr ich sehe, dass du ein Prophet bist. Sag, haben die Juden recht, wenn sie sagen, man solle Gott in Jerusalem anbeten, oder liegen meine Leute richtig, die diesen Berg vorziehen?“ – „Glaube mir“, sagt er, „es wird eine Zeit kommen, in der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Jetzt ist die Zeit schon angebrochen, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten. Gott ist Geist, und man muß ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“ Er nannte Gott Vater! Das hatte sie ja noch nie gehört! Ob Gott tatsächlich wie ein Vater war? Wenn er recht hatte, dann konnte man ja überall zu Gott kommen, dann wäre es ja egal, ob man im Tempel war, oder sonst wo. Erregt antwortete sie: „Ich weiß, dass der Messias kommen wird, der Gesalbte Gottes. Der wird uns das alles verkündigen und erklären.“ Längst hatte sie ihren Wasserkrug abgestellt. „Ich bin es, der mit dir redet.“ Plötzlich waren da noch mehr Männer, zwölf andere, alles Juden. Sie hatte sie herankommen sehen, aber nicht bewusst wahrgenommen. Ehrerbietig umgaben sie ihren Gesprächspartner. Offensichtlich gehörten sie zum ihm. Ob das seine Schüler waren? Dann war er ja ein Rabbi und – natürlich! Das musste dieser Jesus sein! Viel hatte sie schon von ihm gehört. Er zog mit zwölf Jüngern durchs Land und es hieß, er mache Kranke gesund, tue Wunder und sei vielleicht der Messias! Schnell lief sie los. Sie musste in die Stadt, sie musste es weitersagen! Mochten die anderen denken, was sie wollten! Jesus war da, den mussten alle sehen, der kannte ihre Vergangenheit, der hatte sie so – besonders behandelt, wie ein gleichwertiges Gegenüber! Das hatte schon lange niemand mehr getan! Er kannte ihre Vergangenheit, aber es schien ihm nichts auszumachen. Trotzdem hatte er ihr alles erklärt. Sie rannte immer schneller und fing schon an zu rufen. Jeder sollte es hören!

Abgelegt unter Wortakrobatik | Keine Kommentare »

[Wortakrobatik] Mose und die Herrlickeit Gottes

15. November 2006

{Habe ich für’s letzte p-shuttle geschrieben; hier nochmals zum Nachlesen. Paßt gut zum vor kurzem erfolgen Pentateuch-Rückblick.}

Da stand er nun, der Mann Gottes. Mehr als 80 mal hatte er schon den Sommer ins Land ziehen sehen. Was hatte er nicht alles erlebt? Die Kindheit im Haus der Sklaven, aufgewachsen im Königspalast, als Prinz der Weltmacht Ägypten. Immer hatte er sich als Fremder gefühlt, als Hebräer. Hatte Gott gefragt, wie lange er denn noch zusehen wolle, wie sein Volk unterdrückt würde. Eines Tages dann war sein Temperament mit ihm durchgegangen und er hatte fliehen müssen. Wurde heimisch als Fremder in einem fremden Land. Seine besten Jahre hatte er als Hirte der Schafe eines Midianiters verbracht. Hatte geheiratet und war Vater geworden. 80 Jahre war er dann alt gewesen, als sein Leben noch einmal neu zu beginnen schien. Als ihn der Gott seiner Ahnenväter Abraham, Isaak und Jakob an jenem brennenden Dornbusch dazu berufen hatte, sein Volk Israel aus dem Glutofen Ägypten zu führen. Zögerlich war er dem Auftrag nachgekommen, hatte gemeinsam mit seinem Bruder Aaron die Ältesten des Volkes um sich geschart und war zum Pharao gegangen. Wieder und wieder hatte dieser widerstanden, aber der Arm Gottes war stärker gewesen. Furchtbare Plagen hatten Ägypten getroffen, Angst und Schrecken hatte den Pharao ergriffen, so dass er letztlich nachgab und die Hebräer ziehen ließ, nur um sie dann doch wieder zu verfolgen. Das Meer hatte sich geteilt, trockenen Fußes waren die Israeliten hindurch gezogen. Ihre Feinde jedoch waren in den tosenden Wellen verschwunden. Bis auf den letzten Mann war die gewaltige Armee vernichtet worden. Fröhlich war das Volk zum Sinai gewandert, wo sie unter Rauch, Feuer, Posaunenschall, Blitzen und Donner die Gegenwart Gottes auf den Berg hatten herabkommen sehen. Ganz allein war Mose hinauf gestiegen, wo ihm der HERR die beiden steinernen Gebotstafeln gegeben hatte, beschrieben von der Hand Gottes. Und er hatte ihm seine Weisung kundgetan. 40 Tage waren vergangen, seit Mose auf dem Berg war, als das Volk Aaron ein goldenes Kalb hatte gießen lassen. „Das ist dein Gott, Israel, der dich aus Ägypten geführt hat!“, so riefen sie in ekstatischer Begeisterung. Wie zornig war der HERR gewesen! Unbegreiflich groß war seine Gnade mit dem Volk. Er hatte ihnen vergeben. Er hatte einen neuen Anfang gemacht. Doch seine Gegenwart wohnte nicht unter ihnen. Außerhalb des Lagers hatte er seine Stiftshütte aufschlagen lassen, auf der die Wolkensäule ruhte und wo er Mose begegnete. Mit ihm sprach er von Angesicht zu Angesicht. Mose aber wollte mehr. „Laß mich Deine Herrlichkeit sehen!“ Das war sein tiefstes Verlangen. Gott gab ihm zu verstehen, dass kein Mensch leben könne, der seine Herrlichkeit sehe. Darum sprach er zu Mose: „Ich werde alle meine Güte vor dir vorübergehen lassen und den Namen des HERRN vor dir kundtun: Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich. Es ist Raum bei mir, da sollst du auf dem Fels stehen. Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, will ich dich in die Felskluft stellen und meine Hand über dir halten, bis ich vorübergegangen bin. Dann will ich meine Hand von dir tun, und du darfst hinter mir her sehen; aber mein Angesicht kann man nicht sehen.“ Das war sein Versprechen gewesen. Am nächsten Tag war Mose früh am Morgen ein weiteres Mal auf den Berg Sinai gestiegen und zu Gott auf den Gipfel getreten.

Da kam der HERR hernieder in einer Wolke, und Mose trat daselbst zu ihm und rief den Namen des HERRN an. Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber, und er rief aus: HERR, HERR, Gott, barmherzig und gnädig und geduldig und von großer Gnade und Treue, der da Tausenden Gnade bewahrt und vergibt Missetat, Übertretung und Sünde, aber ungestraft läßt er niemand, sondern sucht die Missetat der Väter heim an Kindern und Kindeskindern bis ins dritte und vierte Glied! Und Mose neigte sich eilends zur Erde und betete an.

(Exodus 34,5-8)

Abgelegt unter Wortakrobatik | 1 Kommentar »

[Wortakrobatik] 13 Jahre Schweigen

7. November 2006

Im Zuge meines Rückblick über den Pentateuch hier ein Gedicht, das ich 2006 beim Nachsinnen über Abraham geschrieben habe. Nachdem Gott einen Bund mit Abraham geschlossen und ihm einen Nachkommen versprochen hatte, Sara aber lange kinderlos blieb, zeugte Abraham mit Hagar den Ismael. Als Ismael dann 13 Jahre alt war, erschien Gott Abraham und eröffnete ihm, daß Sara ein Kind gebären würde. Abraham antwortete nur: „Ach dass Ismael möchte leben bleiben vor dir!“ (Gen 17,18). 13 Jahre lang hatte er geglaubt, Ismael wäre der Verheißungsträger und der Bund, den Gott mit Abraham geschlossen hatte, würde an Ismael weitergegeben. War aber nicht so. Abraham hatte sich getäuscht. Gottes Plan war ein anderer. Im Nachdenken über diese 13 Jahre, in denen die Beziehung Gott-Abraham wohl etwas still gewesen sein muß, habe ich folgende Zeilen verbrochen. Mal sehen, was Du darüber denkst…

13 Jahre Schweigen
(über Abraham, der Ismael zeugte)

13 Jahre Schweigen
13 Jahre Stille
13 lange Jahre

Das Leben geht seinen Gang
Freude und Trauer
Arbeit und Mühsal
13 lange Jahre

Sorge und Schmerz bestimmen den Alltag
Hoffnung und Erwartung
Eigene Pläne
13 lange Jahre

Alles im Lot, so scheint es
Jedoch – wer sieht in eines Mannes Herz?
Hohles Heil vielleicht
Vages Gehen auf dünn anmutendem Eis

13 Jahre sind vergangen
Zum Manne fast der Säugling gewachsen
Das Kind der Magd der ersehnte Erbe?
Leibhaftige Erfüllung der Verheißung?
Gottes Wege sind das nicht!
Nach 13 Jahren wird die Stille durchbrochen
Nach 13 Jahren spricht der Herr ein neues Mal
Wiederholt die Verheißung
Erneuert das Versprechen
Bekräftigt sein Wort

Nein, er hat ihn nicht vergessen
Nein, er hat ihn nicht verlassen
Eigne Pläne lehnt er ab
Zu seinem Bunde aber steht er
Unverrückbar
Fest und sicher
Gilt sein Wort

Wenn der Weg auch fehl ging
Wenn die Zeit auch lang schien
Die Verheißung bleibt
13 Jahre eigne Pläne
13 Jahre eigne Wege
13 Jahre scheinbar recht
Diesmal trog der Schein

13 Jahr‘ im Kreis gegangen
13 Jahr‘ die Spur verfehlt

Gottes Pfade still verlassen
In sich selber sich verrannt
Äußerlich wohl ganz in Ordnung
Innerlich – was war da los?

Der Vater des Glaubens
Vom Herrn erwählt
Pate des Bundes und Träger der Verheißung
Wie hast Du, Abraham, den Weg verloren
Die vertraute Stimme nicht gehört?
Hat Dein Herz es nicht vernommen
Daß solch ein Pfad in’s Leere führt?

War das Rufen Deiner Eva
Lauter als der Herr in Dir?
Hörtest Du nicht auf sein Werben
Das Dich rief: „Zurück zu mir“?
Daraus, will ich, Herr, es lernen
Stets an Deiner Hand zu gehn
Will Dich nimmermehr verlassen
Dein Wort täglich mehr verstehn
Deine Spur niemals verfehlen
Und am Ende vor Dir stehn

Ruf mich, wenn ich von Dir weiche
Wenn der Weg mir recht erscheint
Wenn mein Denken und mein Handeln
Deine Herrlichkeit verneint

Dir nur will ich leben, atmen
Will ich dienen, nahe sein
Deinen Namen will ich ehren
Und ertragen alle Pein

Wer mich sieht, soll Dich nur sehen
Wer mich sieht, soll Dir begegnen
Zeit, die er mit mir verbringt
Soll von Dir her reich ihn segnen

Nicht mühsam tastend voranschreiten
Auf dünn anmutendem Eis
Sondern tanzend, springend
Getragen von Dir
Geborgen in Dir
Sicher an Deiner Hand
Den von Dir offenbarten Weg schreiten

Selbsibel bleiben für den Ton leisen Wehens
Dir Raum geben

Offen für Weisung
Bereit zur Korrektur

Mit Dir als einzigem Fixsten das Leben feiern
Die Welt bunt anmalen
Gemeinschaftlich pilgern
Auf der Reise nachhaus

by DoSi 2005

Abgelegt unter Wortakrobatik | Keine Kommentare »

[Wortakrobatik] Zeilen zum 27. September

28. September 2006

Einen Tag verspätet kommen die Zeilen, die George MacDonald in seinem Diary Of An Old Soul zum 27.09. anbietet. Sie schließen direkt an das vorgestern Gepostete an. Nebenbei bemerkt dieses Büchlein zu jedem Tag des Jahres einen poetisch-philosophisch-gebetsmäßig formulierten Text in diesem Stil an. Lädt zum meditativen Nachdenken ein und erfreut mich jeden Tag aufs Neue. Hier also der gestrige Text:

On, eager, hungry, busy-seeing child,
Rise up, turn round, run in, run up the stair.
Far in a chamber from rude noise exiled,
Thy father sits, pondering how thou dost fare.
The mighty man will clasp thee to his breast:
Will kiss thee, stroke the tangles off thy hair,
And lap thee warm in fold on fold of lovely rest.

Erinnert mich an einen meiner liebsten Bibelverse – Zephanja 3,17:

Denn der HERR, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland. Er wird sich über dich freuen und dir freundlich sein, er wird dir vergeben in seiner Liebe und wird über dich mit Jauchzen fröhlich sein.

Abgelegt unter Wortakrobatik | Keine Kommentare »

[Wortakrobatik] Zeilen zum 26. September

26. September 2006


I see a little child whose eager hands
Search the thick stream that drains the crowded street
For possible things hid in its current slow.
Near by, behind him, a great palace stands,
where kings might welcome nobles to their feet.
Soft sounds, sweet scents, fair sights there only go –
There the child’s father lives but the child does not know.

Quelle: George D. MacDonald, Diary Of An Old Soul.

Abgelegt unter Wortakrobatik | Keine Kommentare »

[Wortakrobatik] The Road Not Taken

22. August 2006

Robert Frost’s Zeilen prägen mich seit mehreren Jahren, kommen immer wieder, poppen auf wie ein Fenster in Windows. Hier sein Gedicht:

Two roads diverged in a yellow wood,
And sorry I could not travel both
And be one traveler, long I stood
And looked down one as far as I could
To where it bent in the undergrowth;

Then took the other, as just as fair,
And havong perhaps the better claim,
Because it was grassy and wanted wear;
Though as for that the passing there
Had worn them really about the same,

And both that morning equally lay
In leaves no step had trodden black.
Oh, I kept the first for another day!
Yet knowing how way leads on to way,
I doubted if I should ever come back.

I shall be telling this with a sigh
Somewhere ages and ages hence:
Two roads diverged in a wood, and I –
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference.

Es bleibt eine Sehnsucht in mir, den schweren, wenig begangenen Weg zu finden und zu gehen, die enge Pforte, von der Jesus spricht. In allen Entscheidungen nicht nach der Funktionalität oder aus Bequemlichkeit zu urteilen, sondern den Weg des Meisters zu gehen. Die letzten, von mir fett gesetzten Zeilen drücken das aus.

Abgelegt unter Wortakrobatik | Keine Kommentare »

[Wortakrobatik] Zeilen zum 13. August

14. August 2006


Thou art the truth, the life. Thou, Lord, wilt see
To every question that perplexes me.
I am thy being; and my dignity
Is written with my name down in thy book;
Thou wilt care for it. Never shall I think
Of anything that thou mightest overlook –
In faith-born triumph at thy feet I sink.

Quelle: George MacDonald – „Diary Of An Old Soul“, S. 83.

Abgelegt unter Wortakrobatik | Keine Kommentare »

[Wortakrobatik] Barth’scher Genuß

20. Juli 2006

Karl Barth in einem Brief an Dietrich Bonhoeffer:

Die Welt liegt im Argen, aber nicht wahr, wir wollen uns die Pfeife auf keinen Fall ausgehen lassen.

Da hat einer den Nagel auf den Kopf getroffen…

Quelle: Eberhard Bethge – Dietrich Bonhoeffer: Theologe, Christ, Zeitgenosse, S. 218.

Abgelegt unter Wortakrobatik | Keine Kommentare »

[Wortakrobatik] Gib mir eine Geschichte

12. Juli 2006

[Seit etwas mehr als einem Jahr bewegt mich Andrew Jones‘ Gedicht „Give me a story„. Nachstehend eine deutsche Übersetzung von mir.]

_
Gib mir eine Geschichte
_
Du willst ein Statement, eine Aussage, die die Mission Gottes zusammenfasst
Dann los
Finde Dein Statement
Schaffe eines, das Dir helfen kann
Dich sicher zu fühlen in einem Käfig aus Worten
Eingeschnürt von einem Strick aus Klischees
Umschlossen von Logos, die der Erinnerung an die Sonntagsschule entstammen

Aber gib mir eine Geschichte
Gib meinen Freunden eine Geschichte
Damit sie nicht dazu verurteilt sind, ein Leben ohne Bedeutung zu leben

Gib mir keine Geschichte, die ich so einfach glauben kann
Gib mir ein Skript, um dessen Verständnis ich ringen muß
Das meinen Glauben ausdehnt
Das eine Lebensversicherung erfordert
Gib mir eine Geschichte, die mich von meiner Karierre wegreißt
Und mich auf eine Expedition schickt, die meine Fähigkeiten übersteigt
Ich brauche etwas, das es wert ist, dafür zu sterben
Ich habe noch den größten Teil meines Lebens zu geben
Aber ich brauche eine Geschichte, die meines Engagements würdig ist

Gib mir eine Geschichte, die ich berühren kann
Und riechen
Eine Geschichte mit echten Menschen
Eine Geschichte, die ein Gesicht hat
Eine Geschichte, die mein Gesicht hat
Meine Rolle
Meinen Ort
Mein Drehbuch
Denn ich wurde
Zuvor schon ausgewählt, ein Akteur zu sein
In dieser Geschichte, deren Handlung sich vor mir entfaltet
WieeinroterTeppichsichschnellerentwirrendalsichrennenkann
In mehr Richtungen, als ich vorhersehen kann
In mehr Farben, als ich verstehen kann
Eine Geschichte, die mir mein Potential entlockt
Und mich ruft
Heraus aus mir selbst
Der zu sein, der ich wirklich bin

Gib mir EINE Geschichte
Gib mir DIE Geschichte
Gib mir MEINE Geschichte

Sag mir, daß Gott größer ist als Du
GRÖSSER als Deine mit Tinte verfassten Statements
GRÖSSER als Deine Powerpoint-Präsentationen
Als Deine Zahlenprojektionen
Die Dich beeindrucken
Aber Gott erniedrigen

Gib mir eine Geschichte
Die mich auf herrliche Weise
L e b e n d i g
Werden läßt
Für die Absicht Gottes
Die mich atemlos rennen läßt, um mit Seinem Geist Schritt zu halten
Und mich gleichzeitig
Dazu einlädt
Langsam Erotisch
Mit
Gott
Zu Tanzen
In Einem
End
los
en

M
o
m
e
n
t

Warmer Leidenschaft
Mich in Frieden
Und Sicherheit birgt

Erzähle mir die Geschichte in neuen Worten
Damit ich nicht über hohle, impotente Phrasen stolpere
Damit mein Verstand sich nicht verabschiedet
Aufgrund trivialer Formulierungen
Die von Millionen achtlos verwendet werden
Die Worte verwenden, um das Geheimnis zu stehlen
Eines transzendenten Gottes
Der jeden Morgen frisch spricht
Mit neuer Gnade
!Überraschungen!
Die mich aus dem Ruhezustand wecken
Neue Gedanken in mir zum Glühen bringen
Träume von unmöglichen Kunststücken
Von atemberaubenden Abenteuern
Von Wundern des Allmächtigen
Vollbracht von den Händen
Und Gebeten
Von Menschen
Aus Hinterhöfen
Die hinter der Bühne stehen
Und einfache Kleidung tragen

Du willst ein Statement?

Dann los
Ich warne Dich
Warne Dich ein zweites Mal
Den Omnipotenten einzusperren
Den Geist Gottes einzufangen
Den Sohn auf ein Kreuz-Wort-Rätsel zu nageln

Dann los und versuch’s
Aber ich werde meinen Atem nicht anhalten
Und Du wirst die Mission Gottes nicht auf einen Autoaufkleber bannen können

Andrew Jones
Colorado Springs
December 2001

Abgelegt unter Wortakrobatik | Keine Kommentare »