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Archiv für die 'Wortakrobatik' Kategorie

Like Elijah

1. März 2012

[Wie bereits erwähnt, habe ich meine Geschichte mit 1Kö 19. Der Vollständigkeit halber nun einige Zeilen, die ich 2005 geschrieben habe. Ich habe sie unverändert gelassen, auch wenn ich heute vieles anders sagen würde. Enthalten ist ein Auszug von Delirious‘ »Obsession« und Bon Jovis »In these arms«]

Abgemüht
Abgekämpft
Den Triumph eingefahren
Alles gegeben
Das Volk zurückgeholt
Großer Sieg am Tag des Herrn
Wahrlich am Leben

„Töten will ich Dich!“
Projektil aus dem Nichts
Trifft das Zentrum

Flucht
Weg!
Raus!
Allein sein
Allein mit dem Schmerz
Allein mit dem Frust
Einfach nur allein

„So nimm denn nun meine Seele von mir!“

Genug jetzt
Schluß jetzt
Frust total
Der Kanal ist voll
Oberkante Unterlippe

Eingeschlafen
Aufgeweckt
Essen und Trinken
Wieder Schlaf
Alles im Nebel

Nochmals geweckt
Ein Engel ist es
Abermals gegessen
Und auf die Reise gemacht

Vierzig Tage
Vierzig Nächte
Bis zum Gottesberg

Eine Höhle dort
Platz für die Nacht

Plötzlich ist da Gottes Wort
Kommt zu ihm
Spricht ihn an
Stellt eine einfache Frage
Offen
Entwaffnend
Wie so oft
Gottes Wort
„Elia, was machst Du hier?“
Fünf Worte nur
Einfache Frage
Spiegelt Gottes Interesse
Läßt Raum für seinen Diener

Und dann bricht es aus ihm heraus
Eine Eruption
Dämme reißen
Alles kann er sagen
Der ganze Frust kanalisiert sich

„Ich habe geeifert für den HERRN, den Gott Zebaoth; denn die Kinder Israels haben deinen Bund verlassen und deine Altäre zerbrochen und deine Propheten mit dem Schwert erschlagen und ich bin allein übriggeblieben und auch mir trachten sie nach dem Leben.“

Zerfressen vom Eifer um das Haus des Herrn
Letzter Mohikaner unter Abgefallenen
Last Man Standing

Frustriert sagt er das
Zerrissen
Um seinen Lohn wurde er betrogen
Ein wenig Anerkennung wäre nett gewesen
Nun ist er ausgebrannt
Hat schlicht genug
Der Kanal ist randvoll
Oberkante Unterlippe
Es reicht

Gottes Antwort?
„Geh heraus und tritt auf den Berg vor den HERRN“

Aufstehen
In Bewegung kommen
Vor Gott treten
Ob er sich zeigt?
Wie er sich zeigt?
Gespannte Erwartung

Großer
Starker
Berge zerreißender
Felsen zerbrechender Wind
Geht vor dem HERRN her

Der HERR aber war nicht in dem Wind

Ein Erdbeben

Der HERR aber war nicht im Erdbeben

Ein Feuer

Der Herr aber war nicht im Feuer

Dann aber
Leise
Weich
Kaum vernehmbar
Fast zerbrechlich
Nähert sich Gott
Ist plötzlich ganz da

Stimme eines sanften Säuselns
Ton eines leisen Wehens
Umgibt ihn
Hüllt ihn umfassend ein

Nicht mehr in Jerusalem
Im weit entfernten Tempel

Nein

Hier ist das Heiligtum

„What can I do with my obsession
With the things I cannot see?
Is there madness in my being?
Is it wind that blows the trees?
Sometimes You’re further than the moon
Sometimes You’re closer than my skin
And you surround me like a winter fog
And you surround me like a winter coat“

Hier ist Gottes Nähe

Gehüllt in seinen Mantel tritt Elia hinaus
Und da steht er vor dem Herrn

Und wieder Gottes Stimme
„Was hast Du hier zu tun, Elia?“

And I will come like Elijah came
Cause I have fought like Elijah fought
And I have danced like Elijah danced
Yes I will come like Elijah came

I will come like Elijah came
Cause I’ve felt the pain that Elijah felt
And I am tortured like Elijah was
Yes I will come like Elijah came

I will come like Elijah came
Cause Your fire burned me just like he was burnt
And my heart is torn like Elijah’s was
Yes I will come like Elijah came

I will come like Elijah came
Cause I feel passion like Elijah did
I have the longing that Elijah had
Yes I will come like Elijah came

I will come like Elijah came
Cause I feel hunger like Elijah did
And I am thirsting like Elijah was
And I am striving like Elijah was
I was frustrated like Elijah was
Still I am somehow

But I am longing
I am searching
I am running

And I am coming like Elijah came
Walking hence and forth
Running to and fro
Searching here and there
And I will find that cave

I’m not longing for the fire
I’m not searching for the storm
I’m not running for the eartquake
What I’m needing Lord Is You

„Like the poet needs the pain
Like the desert needs the rain
I need you“

Need you close
Need you here
Need you now
Need you pure
Need you Lord

And I will come like Elijah came
Cause I need what Elijah had
And wanna have what Elijah had
I wanna find what Elijah found

I’m not longing for the fire
l’m not searching for the storm
I’m not running for the earthquake
What I’m needing Lord is you

I am running for your whisper
I am searching for your breath
I am longing for your presence
What I’m needing Lord is you

I have come like Elijah came
And I am standing where Elijah stood
Surround me with your presence
Blow onto me your breath
Let me hear your whisper
Draw me close
And hold me still

Let it be
You and me
Hold me still

Tender in your arms
Singing silently
Over me

Blowing smooth into my face
Touch me gently
Hold me still
Let me find my heart’s true home

And I will go like Elijah did
I will be sent like Elijah was
I’ll speak for you like Elijah did
I’ll take your orders like Elijah did

And finally I’ll fly to you
Rise and soar
Fly like Elijah did
And I will see both him and you

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Nachruf

3. Oktober 2010

(für L.K.)

Während der Sportschau ein Anruf
Wenige Worte übermitteln kompakt die Sachinformation:
Autounfall
Tot

Unsichere Reaktion bis zum Auflegen des Hörers
Fußball läuft weiter, dringt aber nicht durch
Die Nachricht diffundiert
Sickert ein
Durchdringt mich

Autounfall im Land jenseits des Ozeans
Bilder entstehen in meinem Kopf
Wer saß am Steuer?
Wie ist es passiert?
Die Bilder lösen sich auf, verdrängt von der Nachricht:
Tot

Ich hatte immer gedacht, daß aus Dir mal eine ganz große werden würde

Deine Leidenschaft kommt mir in den Sinn
Die Suche nach dem Echten
Die Rastlosigkeit
Der Zug nach vorn

In meinem Kopf sehe ich Dich lachen
Erinnere mich an diesen Klang
Unverkennbar
Aus jeder Menschentraube herauszuhören

Deine Lebenslust und Freude haben mein Leben reicher gemacht

Offensichtlich habe ich übersehen
Daß Du schon längst eine ganz große warst

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[Wortakrobatik] Widerstand

2. November 2007

[Diese Zeilen entstammen meinem inneren Dialog während der Lobpreiszeit im p-shuttle am letzten Sonntag.]

Widerstand!
Widerstand dem „Es geht halt nix…“
Widerstand dem Sich-Abfinden mit der „Dürrephase“
Widerstand!

Die nagende Frustration ist himmelhoch angeschwollen und hat den Damm gebrochen

Widerstand den leeren Worten!

Dem pseudointellektuellen Geschwätz
Dem verständnisvollen Nicken
Der political correctness
Der Profilierungssucht
Die nirgendwo anecken will
Sich von Extrempositionen distanziert
Nur vor sich hin blubbert
Und diesen Jesus, dem mein Herz gehört, um seine Schärfe beraubt
Sage ich heute den Kampf an!

Dies ist ein Schrei nach Kraft und Gegenwart des lebendigen Gottes

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Ein Satz, der mich begleitet

1. August 2007


The ball I threw
While playing in the park
Has not yet reached the ground

(Dylan Thomas)

Ein melancholischer, tiefer, melodischer, poetischer, einfach schöner Satz, der sich immer wieder bei mir meldet.
Was fällt Dir dazu ein?

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Subversive Influence

31. Juli 2007

Aus den Tiefen meines Palms sind diese Notizen aufgetaucht, die ich irgendwann im letzten Jahr festgehalten habe und die sich mit meiner Vorstellung von Gemeinde beschäftigen:

Subversive Influence
NO manipulation
NO show-attendance
NO pre-ordained programme
NO more lemmings following the leader

But
Every member contributing
The Spirit only constituting
Limb with limb concatenating
Christians simply marching
Onward to maturity

Church on the other side
CHRIST on the other side
Disciples following their master
Reaching to the lost
Hearing prophetically
Acting apstolically
Thinking missionally
Connecting globally
Loving totally
Salt and light
Being church
Representing CHRIST

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Kreuzweg Re-Imagined

7. April 2007

Verraten
Verhaftet
Verleugnet
Verhört
Verspottet
Verachtet

Getrieben
Geschlagen
Gegeißelt
Gequält
Geschunden
Gebrochen
Getreten
Gepeitscht
Genagelt
Gekreuzigt
Getötet

Das ultimative Subjekt
Nur noch passives Objekt in den Händen der Sünder

Und trotzdem:

Keiner nimmt Dir das Leben
Selber hast Du es gegeben
In allem bleibst Du doch der Handelnde

Paul Gerhardt’s Worte
Mel Gibson’s Bilder
Verbinden sich in meinem Kopf

Tränen fließen frei

Gedanken blitzen auf
Verschwinden wieder

Was in diesen 15 Stunden geschah
Vermag niemand zu sagen
Die Ereignisse zu berichten
Ihre Auswirkung ermessen zu wollen
Ist blanker Hohn

Hier liegt der Kern meiner Identität

Gnade
Barmherzigkeit
Vergebung
Versöhnung
Identifikation
Neuschöpfung
Wiederherstellung
Sieg
Vollbracht!

Der Geschmack des Weines
Im Mund
Das Bild der Fleischfetzen
Am Kreuz
Dein Leben in mir

Gehorsam bis zum Tod am Kreuz

Zerrissener Vorhang im Tempel
Berstende Erde
Offene Gräber
Wandelnde Gerechte
Wankende Welt

Dein ist der Name
Der über alle Namen ist
Vor Dir werden sich beugen
Die Knie aller
Im Himmel
Auf Erden
Unter der Erde
Bekennen wird jede Zunge:

Jesus Christus ist der Herr!

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Gethsemane Re-Imagined

6. April 2007

Dunkel ist die Nacht
Dumpfe Stimmen
Zwölf Männer im Garten
Acht setzen sich
Der Meister heißt sie bleiben

Petrus, Jakobus und Johannes
Kleiner Kreis
Innerer Kern
Zeuge der Ohnmacht des Gottessohnes

Zu schwer die Last
Zu schwach die Schultern
Der Acht

Betrübter
Zagender
Angstvoll zitternder
Bebender
Messias
Offenbart sich nur den dreien

Triumphal war er eingezogen in die Stadt des großen Königs
Kraftvoll hatte er das Haus Gottes von Räubern und Dieben befreit
Souverän hatte er Pharisäer, Sadduzäer und Schriftgelehrte in die Schranken gewiesen
Sich salben lassen und Füße gewaschen
Den Verräter entlarvt
Doch jetzt
Scheint
Er
Am Ende

Bittet sie inständig, mit ihm zu wachen
Beistand zu leisten in seiner bittersten Stunde
Ihn nur ja jetzt nicht zu verlassen

Wirft sich auf den Boden
Ringt
Fleht
Kämpft
Will nicht diesen Kelch trinken

Stärkung durch einen Engel
Tiefe Angst
Schweiß tropft wie Blut

Alles ist dem Vater möglich!
Ob er denn keinen Ausweg weiß?
Ob es denn gar nicht anders geht?
Ob er diesen Kelch denn wirklich trinken muß?
Oder ihn der Allmächtige nur, Abraham gleich, auf die schrecklichste Probe stellt?
Wenn er es auch tut, der Wille des Vaters möge geschehen!

Unruhig
Aufgewühlt
Sucht er Trost bei seinen engsten Freunden

Schlafend findet er sie
Schlafend inmittten der Wende der Gezeiten
Der Stunde, in welcher das Schicksal der Schöpfung auf dem Spiel steht

Nein, auch auf sie ist kein Verlass
Er weckt sie
„Wachet! Betet!“

Und betet doch selbst
Das ganze Sein zum Vater emporhebend fleht er um Errettung aus dieser Stunde
Und ergibt sich in den Willen des Höchsten

Nein, Jesu Wille war das nicht
Nein, souverän war er nicht
Nein, es lief anders, als er es sich ersehnte

Schwacher
Hilfloser
Ängstlicher
Zagender
Leidender
Ach so menschlicher
Gott

Ob ich diese Ohnmacht aushalten kann?
Was, wenn Jesus sich anders entschieden hätte?

Er hat es nicht
Er hat überwunden
Zuflucht gefunden im Willen des Vaters

Allein gelassen
Als das Los der Welt auf des Messers Schneide stand
Hat er doch überwunden

Aller Macht entäußert
Kulmination der Inkarnation
Adams Fall umgekehrt
In der Stunde der Finsternis trägt das Licht den Sieg davon

Er hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen dem dargebracht, der ihn vom Tod erretten konnte; und er ist auch erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt. So hat er, obwohl er Gottes Sohn war, doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt. Und als er vollendet war, ist er für alle, die ihm gehorsam sind, der Urheber des ewigen Heils geworden. … Weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn er trägt ihre Sünden. Darum will ich ihm die Vielen zur Beute geben und er soll die Starken zum Raube haben, dafür dass er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleichgerechnet ist und er die Sünde der Vielen getragen hat und für die Übeltäter gebeten.

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Abendmahl Re-Imagined

6. April 2007

Trockenes Brot bricht in meinen Händen
Saugt sich voll mit Wein
Schwere, rote Tropfen fallen zu Boden

_

Von Geißelhieben zerrissen
Hängt Dein Fleisch in Fetzen vom Rücken herab
Blut tropft auf die Erde
Rot und Schwer
Läßt
Spuren im Sand
Zurück

In gemeinschaftlicher Runde sprichst Du den Segen
Brichst das Brot
Reichst den Kelch

Einst hat Abraham mit Melchisedek Brot und Wein geteilt
In der Nacht des Auszuges jede Familie des Volkes ein Lamm geschlachtet
Den Ysop-Zweig in das Blut getaucht
Und die Türpfosten bestrichen
Gegessen mit dem Stab in der Hand
Bereit zum Aufbruch

Der Todesengel ging vorüber
„When I see the blood, I shall pass over you“

„Warum ist diese Nacht anders als alle anderen Nächte?“

Tonnenschweres Gericht über Ägypten
Todesschreie undbändigen Schmerzes
Hastiger Aufbruch im Dunkel der Nacht

Die Ältesten Israels auf dem Berg
Schauen die Gegenwart des Herrn
Essen und trinken

Der Prophet hat ein Gesicht
Jesaja schaut
Und sieht
Ein Festmahl auf dem Berg Zion
Eine Feier auf dem Gottesberg
Ein Festmahl für alle Völker
Ein fettes Mahl
Ein Mahl von reinem Wein
Bereitet vom Herrn der Heerscharen selbst
Der Tod ist verschlungen auf ewig

Nicht allein das Brot
Das Wort Gottes hingegen
Gibt uns Leben

Am Anfang war es bei Gott
Das Wort
Dann ist es Fleisch geworden

„Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt,
… der hat das ewige Leben und ich werde ihn am jüngsten Tage auferwecken
… der bleibt in mir und ich in ihm“

Den Segen gesprochen
Das Brot gebrochen
Hast Du in gemeinsamer Runde

Das Brot – Dein Leib
Der Wein – Dein Blut
Geschlagen
Vergossen
Für die Sünde der Welt
Zur Versöhnung mit dem Vater
Zur Stiftung neuer Gemeinschaft

Um Leben zu spenden
Und Tod zu beenden
Auf ewig

_

Der Geschmack des Weines in meinem Munde verflüchtigt sich
Das Staunen bleibt
Über Brot und Wein
Über Leib und Blut
Über Vergebung und Versöhnung
Über den Priester, der sich selbst als Lamm darbrachte

Die Vorfreude wächst
Sie nimmt beständig zu

Der Geschmack des Weines in meinem Munde erinnert mich an die Zukunft
Wenn Du das nächste Mal vom Gewächs des Weinstocks trinken wirst
An einer großen Festtafel
Mit Abraham, Isaak, Jakob und mir

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Fußwaschung Re-Imagined

4. April 2007

Der letzte Abend im vertrauten Kreis
Passa
Nur einer am Tisch kannte die Tiefe dieses Mahls
Das Lamm, das der Welt Sünde trägt

Ein Streitgespräch
Wer wohl der Größte sei
ER steht auf
Legt sein Gewand ab
Bindet den Sklavenschurz um
Gießt Wasser in ein Gefäß
Wäscht ihre die Füße

Ganz still ist es am Tisch
Sonderbares Schweigen
Von plätscherndem Wasser und reibendem Tuch untermalt

Hände
Bald darauf von Nägeln entstellt
Reinigen zärtlich staubige Füße

Einer kann es nicht ertragen
Will es nicht zulassen

ER tut es dennoch
Spricht tiefe Worte

„Wer gewaschen ist, bedarf nichts, als daß ihm die Füße gewaschen werden“
„Du wirst es hernach verstehen“

Der menschgewordene Gott erniedrigt sich
Wäscht den Dreck der Straße ab

Niemand ist größer als ER
Keiner hat je sich so tief gebeugt

_

Ich erinnere mich, Jesus
Wie Du vor mir knietest
Mir die Füße zu waschen

Noch heute bebt mein Herz

Dieser Blick in Deinen Augen
Dringt durch
Wärmt
Liebt
Rettet
Schützt
Versteht
Erleuchtet
Tröstet
Schenkt Nähe
Heilt allumfassend

Segen

Dieses Bild, Jesus
Wird mich nie mehr verlassen
Hat sich eingegraben in die Tiefe meines Seins

Ich sollte vor Dir knien
Eigentlich
Doch an diesem Tag war es anders
Sonderbar anders

Laß mich knien
Vor Dir
Vor anderen
MIt dem Staub in Berührung kommen
Hilf dem Diener zu tun
Was der Meister getan hat

Laß diese Fußwaschung mein Wesen transformieren

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Judas Re-Imagined

3. April 2007

Judas
„Der Sohn des Ischariot, der ihn hernach verriet“

Ob Dein Weg vorgezeichnet war, Judas?
Ob Du gar keine Wahl hattest?

„Habe ich nicht euch Zwölf erwählt?
Und einer unter Euch ist ein Teufel.“

Was in Dir vorgegangen sein mag, Judas
Als ER das sagte?

Nicht gegönnt hast Du IHM
Die Salbung durch Maria
Lieber wäre das Öl verkauft worden
Und der Erlös in Deine Tasche gewandert

Was Dich zu den Hohenpriestern getrieben hat
IHN zu verraten
Für 30 Silberlinge
Vermag ich nicht zu ermessen

Geldgier war es nicht

Ob Du IHN dazu treiben wolltest
Sich zu offenbaren
Als König und Messias?

Kleinmütig warst Du, Judas
Wolltest den Verrat ohne Aufsehen hinter Dich bringen

Hast Du geahnt, was kommten würde, Judas
Als ER das Brot brach
Und Dich als den Verräter entlarvte?

„Was Du tust, das tue bald“

Im Garten
Hast Du IHN wieder getroffen

„Verrätst Du den Menschensohn mit einem Kuß?“

Was mag in Deinem Herzen gewesen sein, Judas
Als ER keinen Widerstand leistete
Des Malchus‘ Ohr gar wieder heilte
Keine zwölf Legionen Engel zur Hilfe eilten
Als sie IHN abführten
IHN, der doch eigentlich ihr Herrscher war?

Verzweifelt warst Du, Judas
Als die Todesstrafe beschlossen war
Unschuldiges Blut hast Du verraten, Judas
Das hast Du erkannt

Aber es gab kein Zurück
So dachtest Du jedenfalls
Warfst das Geld in den Tempel
Hast Deine Tat bitter bereut
Und Dich erhängt
Bist dabei vorüber gestürzt
Und Deine Eingeweide sind entzwei geborsten
_

Ich sinne nach über Dich, Judas

Warum hast Du IHN verraten?
Wolltest Du die Konfrontation?
Dass ER sich offenbare vor allem Volk
Die Römer vertreibe
Das Reich Davids wiederherstelle
Wie es die Propheten geschaut hatten?

Zu eng war Dein Blick
Hast die Pläne des Allmächtigen zu den Deinen gemacht
Hast nur Deine Deutung zugelassen
Warst Dir so sicher

Ich sinne nach über Dich, Judas
Und erkenne mich selbst in Dir
_

SEINE Auferstehung hast Du nicht mehr erlebt
Noch das Frühstück am See Tiberias
Als ER Petrus vergab
Hast nicht einmal gehört
Wie Er am Kreuz hängend seinen Peinigern verzieh

Meinst Du, Judas
ER hätte Dir nicht vergeben?

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Salbung Re-Imagined

1. April 2007

Abendessen im Hause Simons des Pharisäers
Der aussätzig war
Jesus im Kreis seiner Freunde
Auch Lazarus sitzt am Tisch
Maria und Martha warten auf
Vertraute, fröhliche Runde
Ruhe außerhalb Jerusalems
Der Stadt in Aufruhr
Nachdem Jesus triumphierend einzog
Und die Händler aus dem Tempel trieb
Jetzt aber
Ein ruhiges Abendessen

Maria hatte den Raum verlassen
Kommt zurück mit einer Flasche
Kostbares Nardenöl
Und sie weint
Kniet vor Jesus, der am Tisch liegt, sich zu ihr wendet
Ihre Tränen tropfen auf die Füße des Herrn
Bis sie ihren Haarknoten löst
Und die Füße Jesu mit ihrem langen, wallenden Haar trocknet

Die Blicke stören Maria nicht
Als sie seine Füße zu küssen beginnt
Sich wieder aufrichtet
Ihr unendlich wertvolles Fläschchen zerbricht
Das betörende Öl auf das Haupt Jesu gießt
Seine Füße salbt

Eine stadtbekannte Sünderin
Von sieben Dämonen besessene Hure
Mag sie gewesen sein

Was war, ist vergangen
Dieser Moment gehört ihr
Schamlos liebkost sie den Messias
Der von Gott Gesalbte wird von einer Sünderin gesalbt
Und läßt es zu
Verteidigt sie
Schafft ihr Raum in Gegenwart des Pharisäers
Und kritischer Jünger

Wenn es nur möglich wäre, Jesus
Dich tatsächlich leibhaftig vor mir zu sehen
Wenn ich Dir nur sagen könnte, Jesus
Was tief in meinem Inneren pulsiert
Und Dir entgegen wallt
Wenn ich nur könnte, Jesus
So gerne würde ich es tun

Worte – plötzlich inhaltsleer
Taten haben ihre Bedeutung verloren
Können weder sagen noch zeigen
Was kommuniziert werden will

Laß mich lernen, Jesus
Von Maria
Das Kostbarste zu zerbrechen
Und es Dir zu schenken
Zu weinen in Deiner Gegenwart
Frei ohne Scham den Kopf zu erheben
Und Deine Füße zu küssen
Dein Haupt zu salben
Das mir begegnet
In meinem Nächsten

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Tempelreinigung Re-Imagined

1. April 2007

Jesus kommt in den Tempel
Will sein in dem, was seines Vaters ist
Wird aber nicht still
Neigt sich nicht zum Gebet
Aus Stricken macht er eine Peitsche
Treibt die Händler hinaus
Stößt die Tische der Wechsler um
Stößt die Sitze der Taubenverkäufer um
Reinigt den Vorhof der Heiden
Ein Bethaus soll der Tempel sein
Nicht eine Räuberhöhle

Wenn Du in mein Leben kommst, Jesus
Was wirst Du umstoßen?
Was wirst Du hinaustreiben?
Ob dieser Blog ein Haus des Gebets ist
Oder eine Räuberhöhle?
Was wirst Du entfernen
Wenn Du in mein Haus kommst, Jesus?
Wenn Du durch die Zimmer gehst
Was wirst Du finden, das die Gemeinschaft mit Gott hindert?

Hatte gedacht, dass Du Dich zuhause fühlst bei mir, Jesus
Ob ich darin falsch gelegen bin?

Lass mich eine Peitsche flechten, Jesus
Durch meinen Terminkalender gehen
Den Tages- und Wochablauf abschreiten
Den Feedreader durchforsten
Und die Del.icio.us-Tags
Wie auch mein Lesematerial

Reinige mein Inneres, Jesus
Gedanken, Ideen, Vorstellungen
Wirf um, was Dir entgegen steht
Den Ton leisen Wehens unterdrückt
Damit die Stimme sanften Säuselns
Raum gewinnen möge

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[Wortakrobatik] Brille oder Kontaktlinsen?

31. März 2007

Natürlich Brille! Was für eine Frage… Zum selben Schluß kommt John Hegley:

Glasses Good, Contact Lenses Bad

In the embrace of my glasses
I openly accept my vulnerability
and affirm my acceptance of outside help.
As well as providing open acknowledgement
of the imperfection of my eyesight
my glasses are a symbolic celebration
of the wider imperfection that is the human condition.
In contrast contact lenses are a hiding of the fault
they pretend the self-sufficiency of the individual
and minister unto the cult of stultifying normality,
they are that which should be cast out of your vision:
they are a denial of the self,
they are a denial of the other,
they are a betrayal of humanity.

Quelle: Essential Book of Poetry: Five Centuries of Verse. London: Chancellor, 1994. S. 399.

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Einzug Re-Imagined

26. März 2007

Jesus zieht ein in Heimerdingen
Nicht auf einem Esel, nein
Er steigt aus dem Bus aus
Zwölf junge Männer und einige Frauen sind bei ihm
Sie jubeln, strahlen, freuen sich
Langsamen, festen Schrittes geht er
Vorbei an Geldinstitut und Gasthaus
Passanten bleiben stehen, drehen sich um
Kinder rennen zu ihm
Was ist es, das sie anzieht?
In den Arm nimmt er sie alle
Zieht Bonbons aus der Tasche
Verteilt sie lachend nun hier auf dem Marktplatz
Steht vor der Bäckerei
Setzt sich auf eine Bank neben dem Rathaus
Erzählt
Wie er wohl aussähe?
Was er wohl sagte?
Wer wohl käme und ihm zuhörte
Wenn Jesus einzöge in Heimerdingen?
Ob er in die Kirche ginge?
Sich wohlfühlte am Altar oder auf der Kanzel?
Ob er den großen Spielplatz an der Straße nach Weissach vorzöge
Oder Beachvolleyball und Lagerfeuer am Waldrand
Ob er Asylanten besuchte oder Wohlhabende
Wer folgt ihm nach
Wer hält Abstand
Wer jubelt
Wer wendet sich ab
Wer leistet Widerstand
Wer bereitet den Weg
Dass Jesus einzieht in Heimerdingen?
Ist er bereits da
Oder lange schon wieder fort
Wo findest Du Jesus in Heimerdingen?

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[Wortakrobatik] No more Melody

24. März 2007

{Vor ein paar Jahren sind diese Zeilen entstanden, in meinem Kopf gibt es auch eine Melodie dazu 😉}

I’ve lost the words
I’ve lost the song
I’m broken down
There’s no more melody

The sound is left
The feelings gone
I’m broken down
There’s no more melody

LIFT ME UP
LET ME RISE AGAIN
COME NEAR ME LORD
TOUCH MY WOUNDED SOUL

Being here
All alone
Yet Your presence I feel

Nothing more
Just You alone
Sufficient for me

YOU LIFT ME UP
MAKE ME RISE AGAIN
YOU’RE NEAR ME LORD
FILL MY WOUNDED SOUL

Lightened and relieved
Finally released
I am free

And there’s air beneath my wings
I’m slowly mounting high
And gliding in the wind

I’M LIFTED UP
THERE’S STRENGTH IN ME
MY SOUL IS FILLED
AND I SOAR

YES I SOAR
FLYING HIGH
GLIDING IN THE SKY
OH I SOAR
AND YOU’RE MY MELODY

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Anbetung – ein Lebensstil

22. März 2007

Wenn Du jetzt einen tiefgründigen, allumfassenden, pointiert ausformulierten Artikel erwartet hast, muss ich Dich enttäuschen. Hierbei handelt es sich um Zeilen, über die ich unter obiger Überschrift in der Zeitschrift ERlebt der GGE Württemberg gestoßen bin. Dagmar Weber schreibt dazu: „Diesen Text fand ich beim Aufräumen eines Schrankes. Ich weiß nicht, wer der Verfasser dieser Zeilen ist.“

Anbeten heißt bei Jesus sein und IHM ins Antlitz schauen
nichts wollen als allein IHN lieben und vertrauen.
Anbeten heißt mit Jesus gehen, von IHM sich führen lassen;
In allen Lagen zu IHM stehen und seine Hand erfassen.
Anbeten heißt in Jesus ruhn von Hast und Angst und Sorgen,
von allem ruhelosen Tun, daheim sein und geborgen.
Anbeten heißt für Jesus sein mit Seele, Geist und Willen,
mit Seinem Willen eins zu sein und Seinen Plan erfüllen.
Anbeten heißt wie Kinder ruhn in Gottes Vaterarmen
und gar nichts wünschen, gar nichts tun –
als schmecken Sein Erbarmen.
Anbeten braucht der Worte nicht, Anbeten heißt auch Schweigen
sich liebend vor IHM beugen.

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[Wortakrobatik] Behold, He comes

20. März 2007

Waiting for Years
In a dry and barren land
Empty Inside
Longing
Yearning
Thirsting
Reaching out

Behold, He Comes

Just a whisper in the wind
Coming from far away

Behold, He Comes

Sounds good
Too good perhaps
For a dying hope and a burning heart

Behold, He Comes

Seems too long for me
A secret too hard for me to grasp
Yet still true
Sound biblical doctrine
Yet so far away
Heard so often
Still not alive in me that day

Behold, He Comes

Burn in me
Explode in me
Blast through me
Let me implode

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[Wortakrobatik] Brighter than the Sun

16. März 2007

You Shine Brighter Than The Sun
Only Holy One
Won’t You Shine On Me Today?

Sein Angesicht leuchtet
Ist nicht rot vor Zorn
Nein es leuchtet
Leuchtet über mir
Leuchtet mir entgegen
Leuchtet mir zu

Brennt nicht
Ver-Brennt mich nicht

Strahlender Glanz seiner Herrlickeit
Der mich nicht ver-strahlt
Sondern anstrahlt

Leuchtender
Strahlender Glanz
Der Wärme spendet
Wohltuende
Heilende Wärme
Die Leben schafft
Aufrichtet
Bejaht

Dein Angesicht leuchtet
Strahlt
Erwärmt mich

Ttrifft sanft im Innersten
Zärtlich
Leicht
Aber völlig
Umfassend
Intensiv
Doch so unglaublich sanft

Sanftes, leuchtendes, wärmendes Licht
Licht von Deinem Angesicht
Strahlt mir zu
Strahlt mir entgegen
Licht von Dir wird mir zum Segen

(Die ersten drei Zeilen entstammen dem Lied „Bighter than the Sun“ von Paul Oakley)

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[Wortakrobatik] Totaliter Aliter

15. März 2007

Anders bist Du
Größer
Besser
Weiter
Tiefer
Anders

Wie wir eigentlich
Gleichzeitig aber auch –
Anders

Überraschst mich immer wieder neu
Schreibst meine Geschichte um

Passagen
Die ich auszuradieren gedachte
Erhalten plötzlich
Unerwartet
Neue, eigene Würde

Kleider
Die ich zu wechseln gedachte
– zu rot erschienen sie mir –
Erscheinen plötzlich
Unvermutet
Weiß
Strahlend rein
Blutgewaschen
In Deiner Quelle

Neu
Anders
Verändert

So heiligst Du
Mich
Meine Gedanken
Meine Berufung
Mein Leben
Meine Geschichte
Mich

Gibst mir Würde
Danke

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[Wortakrobatik] What if

12. März 2007

Was, wenn das Wurmloch nicht vorüber geht?
Wenn emerging emergent bleibt?
Wenn Prinzipien
Strategien
Modelle
Programme
Endgültig der Vergangenheit angehören?

Wenn
Außer Dir
Nichts
Mehr trägt?

Wenn die Annahme
Daß diese Phase nur einen Übergang darstellt
Auf falschen Voraussetzungen beruht?

Wenn das Warten
Auf Konsolidierung endlos währt?

DANN

Gilt es jetzt schon
Sich End-Gültig
An Dir
Festzukrallen

Mit diesem Gefühl
Des Druckes
Der Spannung
Permantem Unterwegs-Seins
Sich im-Fluß-Befindens
Freundschaft zu schließen
Es zu umarmen

Sich verabschieden
Von festgetretenen Pfaden
Von vorgezeichneten Wegen
Von (scheinbaren) Sicherheiten

Und sich Hals über Kopf
Hineinzustürzen
In Dein
Abenteuer

YEE-HAW!!

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