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Archiv für die 'Wegmarken' Kategorie

[Wegmarken] Weiter geht’s!

13. April 2007

Lang ist es her, dass ich die letzte Wegmarke gesetzt habe. Aber da aufgeschoben nicht aufgehoben heißt, beginne ich ab sofort wieder damit, fortlaufend über einen Bibelteil zu posten.
Ein Gedanke vorab: Ich betreibe hier keine tiefschürfende Exegese, sondern sinne in meiner „Stillen Zeit“ über ein Kapitel aus der Schrift nach, notiere mir meine Gedanken und blogge dann irgendwann später darüber. Mir geht es in den Wegmarken nicht darum, alles an’s Tageslicht zu fördern, was in dem zugrunde liegenden Abschnitt der Schrift verborgen liegt (was sowieso unmöglich ist). Mein Ziel ist schlicht, dasjenige festzuhalten, was mir während der Beschäftigung mit dem Text wichtig geworden ist, was einen Widerhall in mir gefunden und weitere Prozesse des Nachdenkens ausgelöst hat. Und das kann in jeder Meditations- und Gebetszeit etwas völlig Anderes sein. Darum entspanne Dich, wenn Du in dem Text andere Entdeckungen machst als ich. Nur weil ich A schreibe heißt das noch lange nicht, daß ich nicht auch B für richtig halten würde. Wegmarken sind zusammenhangslose, subjektive und spontane Gedankenfragmente. Ein Rückschluß auf meine Theologie läßt sich hieraus nicht immer zwangsläufig ziehen. Und übrigens: Wenn Du im selben Kapitel andere Dinge entdeckt hast, oder mit dem von mir Geposteten gar nicht zufrieden bist, dann freue ich mich über Deinen Kommentar und den Dialog mit Dir.

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[Wegmarken] Josua 4 – Ein Zeichen für spätere Generationen

10. Januar 2007

Gott gibt Josua den Auftrag, einen Mann aus jedem Stamm Israels auszuwählen. Jeder soll einen Stein mitten aus dem Jordan nehmen, dort, wo die Priester mit der Bundesladen standen. Diese Steine sollen am Ort des abendlichen Lagers abgelegt werden. Nach der Auswahl der zwölf Männer nehmen diese die Steine und platzieren sie jenseits des Jordans. Dazu stellt Josua mitten im Jordan weitere zwölf Steine auf. Das Volk überquert den Fluß; dabei die 40.000 Mann aus den Stämmen Ruben, Gad und Halb-Manasse vorneweg. Nachdem die Priester mit der Bundeslade auch auf der anderen Seite angekommen sind, kehrt das Wasser zurück. Das Volk lagert in Gilgal, wo Josua die aus dem Jordan gehobenen Steine aufstellt. Sie sollen als Zeichen für spätere Generationen dienen. Josua weist die Israeliten an, auf die kommenden Fragen ihrer Kinder nach der Bedeutung dieser Steine zu antworten und ihnen zu erzählen, was Gott an seinem Volk getan hast – am Jordan genauso wie am Roten Meer, „damit alle Nationen der Erde die Macht Gottes erkennen und jeder für immer den Herrn fürchte.“

Jeder Stamm stellt einen Stein auf, Einheit-in-Verschiedenheit. Gemeinsam stellt sich das Volk unter Gott. Gemeinsam werden die Steine aufgestellt. Aber jeder einzelne ist gefordert, die Botschaft weiterzusagen, die Geschichte zu erzählen, Zeugnis von den Taten Gottes abzulegen. Das Ziel: Alle Nationen sollen Gott erkennen. Dieses Ziel ist heute noch dasselbe.

Was hat Gott im letzten Jahr an Dir getan? Wie hast Du ihn erlebt? Welchen „Stein“ kannst Du aufstellen, um Dich an das Handeln Gottes in Deinem Leben zu erinnern? Wie sieht Deine Geschichte mit Gott im vergangenen Jahr aus? Mit wem kannst Du sie teilen? Nicht „das Evangelium predigen“, sondern einfach nur Deine Erfahrung mit Gott weitergeben.

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[Wegmarken] Josua 3 (5) – Der Durchzug durch den Jordan

28. November 2006

Und es geschieht: Die Priester, welche die Bundeslade tragen, setzen ihren Fuß in’s Wasser des Jordans, der zu diesem Zeitpunkt weit über die Ufer getreten ist, und das Wasser steht still. Wie beim Durchzug durch’s Rote Meer halten die Wassermassen inne; das Volk zieht hindurch, während die Priester mit der Lade in der Mitte des Flusses warten und dann als Letzte an das Ufer treten.

Das ist Glaube: Wider den Augenschein auf das Wort Gottes hin handeln. Ihm Vertrauen und den Schritt in’s Ungewisse wagen. Gott hält sein Wort. Erst nach dem Loslaufen, im Gehen, während der Aktion erfährt das Volk die Erfüllung der Verheißung. Geht es uns nicht oft ähnlich? Also: Frisch an’s Werk! Setze um, was Gott Dir aufgetragen hat – er war mit Mose, er war mit Josua und er ist auch mit Dir und ebnet Deinen Weg.

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[Wegmarken] Josua 3 (4) – Der Lebendige

27. November 2006

Josua kündigt dem Volk den unmittelbar bevorstehenden Durchzug durch den Jordan an. Am Passieren des Jordans werden sie erkennen, daß der lebendige Gott mit ihnen ist und ihnen das Land geben wird.

Es ist immer wieder gut, sich bewußt zu machen, daß Gott lebendig ist – aktiv, am Wirken, ein reales Gegenüber und nicht nur ein philosophisches Spekulationsobjekt. Was hast Du in der Vergangenheit mit Gott erlebt, das Dir Vertrauen gibt, daß er auch in Zukunft Deinen Weg ebnen wird?

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[Wegmarken] Josua 3 (3) – Groß sein

24. November 2006

„Heute werde ich anfangen, Dich in den Augen der Israeliten groß zu machen und zu demonstrieren, daß ich mit Dir bin“ sagt Gott zu Josua.

Irgendwie wollen wir ja alle groß sein, anerkannt werden. Wie in Babel einen Turm bauen. ist dieses Streben schöpfungsimmanent? Oder ist es Teil unserer gefallenen Natur? Gott verwirklicht sich ja auch selbst – in der Schöpfung. Und er verschenkt sich selbst – in der Erlösung. Er verschenkt sich, um sich zu verwirklichen. Christus entäußert sich, um den Traum Gottes zu erfüllen. Wieder mal diese Perichoresis, ein eng umschlungener Tanz. Lassen sich diese Punkte auseinander halten? Hat Gott die Welt erschaffen, um angebetet zu werden? Oder um sich an Menschen zu verschenken? Verschenkt sich Gott an Menschen, um geliebt zu werden? Oder um zu lieben? Beides! Wie die Sache mit der Prädestination und dem freien Willen… Er verwirklicht sich im Verschenken und verschenkt sich im Verwirklichen. Faszinierend…

Was ist es also um dieses Streben nach Größe in uns? Ist der Wunsch, am Ende vom Herrn das „Recht so, Du tüchtiger und treuer Knecht!“ zu hören, am Ende nicht doch reiner Egoismus? Ich wehre mich dagegen. Schließlich trägt uns Jesus auf, aus dem uns Anvertrauten viel Frucht zu schaffen und stellt sogar eine Belohnung in Aussicht.

Wer ist groß? Wie wirst Du groß in den Augen Gottes? Indem Du nicht danach trachtest. Aber wenn Du danach trachtest, klein zu werden, DAMIT Du einmal groß wirst, schießt Du Dir dann nicht selbst in’s Knie? Also geht es gar nicht darum, groß zu werden, sondern treu den Willen des Herrn zu tun und „der Diener aller“ zu sein. Darum: Ich will mich nicht selbst groß machen bzw. groß von mir denken. Andererseits: Auch ich bin wundervolles Geschöpf Gottes, nach seinem Plan und seinen Vorstellungen erdacht, mit wunderbaren Fähigkeiten ausgestattet. Das gilt es von Herzen zu bejahen und zu feiern! Und wenn Gott dann der Ansicht hat, jemanden von uns groß zu machen, weil er das für unseren Dienst nützlich erachtet, dann soll es eben sein…

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[Wegmarken] Josua 3 (2) – Heiligt Euch!

23. November 2006

„Heiligt Euch, denn morgen wird der Herr unter euch Wunder tun!“ Das ist die Aufforderung Josuas an das Volk Israel vor dem bevorstehenden Durchzug durch den Jordan.

Heute würde ich gerne Deine Gedanken hören, geschätzter Leser. Die simple Anweisung Josua’s bringt mich zum Nachdenken. Zwar scheiden uns unsere Vergehungen von Gott, aber in Christus sind wir zur Gerechtigkeit geworden. Im Alten Testament war die Heiligung des Volkes wichtig, sonst hätte Gott nicht unter ihnen wohnen können. Heute sind wir in Christus die Geheiligten Gottes, also Heilige. Wenn wir unsere Sünde bekennen, reinigt uns sein Blut von aller Ungerechtigkeit. Die Frage, die ich mir dabei stelle: Müssen wir uns zusätzlich heiligen? Geht das überhaupt? Einige Male habe ich in meinem Leben die Erfahrung gemacht, daß mich der Geist Gottes sanft wispernd aufforderte, bestimmte Situationen vorbereiteter anzugehen als sonst – also irgendwie „geheiligter“, wenn das auch sonderbar anmutet. Beispielhaft sei hier eine Freizeit genannt, vor der ich den Impuls spürte, CDs und Kleidungsstücke von nicht explizit Christus glorifizierenden Bands zuhause zu lassen. Das habe ich getan und während der Freizeit eine Hauptrolle bei der Befreiung eines lieben Menschen von dämonischer Belastung gespielt. (Die nachfolgende positive Veränderung im Leben dieses Menschen ist mit dem Abstand mehrerer Jahre einfach wundervoll anzuschauen!) Das war das erste Mal, dass ich mit einer solchen Geschichte zu tun hatte, und ich hatte zuvor auch auf keinen Fall damit gerechnet. Bei der Konfrontation mit dämonischer Manifestation fühlte es sich definitiv gut an, die erwähnten Kleidungsstücke und Tonträger daheim gelassen zu haben. Nur: War ich deshalb „heiliger“? Hätte das Nicht-Befolgen dieses sanften Anstoßes durch Gott die Situation geändert? Wäre die Person evtl. nicht befreit worden? Hätte ich Schaden davontragen können? Wer hat bereits Ähnliches erlebt oder irgendwelche (gerne unfertigen) Gedanken dazu?

Mein Zwischenfazit: Es ist gut, sich bei bestimmten Anlässen auf den Impuls Gottes hin stärker durchleuchten zu lassen, als sonst und damit die Bereitschaft zum Gehorsam auszudrücken. Über die praktischen Folgen bin ich mir nicht wirklich im Klaren. [Nebenbei bemerkt will ich hier nicht das Faß der Frage nach „christlicher“ Musik bzw. der Beeinflussung des Hörers durch „nichtchristliche“ Musik aufmachen. Ich habe eine Meinung dazu, aber in diesem Post bewegt mich eine andere Frage.]

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[Wegmarken] Josua 3 (1) – Folgen

22. November 2006

Früh am Morgen steht Josua auf und zieht mit den Israeliten von Schittim aus an den Jordan. Am Ende der in Kapitel 1 angekündigten drei Tage gibt er dem Volk die Anweisung, der von den Priestern getragenen Bundeslade in gebührendem Abstand zu folgen.

Einiges zum Nachdenken:

  • Folge ich Gott? Gehe ich dorthin, wo er zu finden ist? Tue ich das, was er segnet? (oder bitte ich um Segen für das, was ich tue?)
  • Gibt es menschliche Leiter, denen ich folgen sollte, weil sie das Siegel der Gegenwart Gottes tragen? Oder will ich immer nur ein Freelancer sein?
  • Zum Abstand – Habe ich den nötigen Respekt vor der Heiligkeit Gottes? Nehme ich seine Gebote und Anweisungen ernst? Ist mir bewußt, dass er ein heiliger Gott ist, der trotz seiner Gnade und Barmherzigkeit Sünde in meinem Leben nicht cool findet?
  • Zum Abstand II – Wo baue ich einen künstlichen Abstand zu anderen Menschen auf, unter denen ich in Wahrheit nur ein Gleicher bin?
  • Kenne ich die „Furcht des Herrn“? Ehre ich seine Gegenwart? Oder ist sie schon normal geworden?

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[Wegmarken] Josua 2 – Spione im Hause Rahabs

20. November 2006

Trotz des Versprechens Gottes, Israel den Sieg über die Völker Kanaans zu schenken, sendet Josua Kundschafter aus, die Jericho ausspionieren sollen. Das macht deutlich: Gott und Mensch arbeiten zusammen, jeder leistet seinen Beitrag. Passivität is nich. Die Männer finden Unterschlupf im Haus der Hure Rahab. Eigentlich ein Skandal – kannten diese Jungs das Heiligkeitsgesetz nicht? Sicher kannten sie die Weisung Gottes, hatte doch Mose vor kurzem noch seine lange Deuteronomiumspredigt gehalten. Dennoch kennen die Kundschafter keine Scheu, sondern gehen dorthin, wohin sie sich wohl geführt wissen. Das Haus war richtig gewählt: Später kommen Soldaten, um die Spione zu finden, aber Rahab versteckt die Israeliten und sendet die Kundschafter auf eine falsche Fährte. Warum? Sie hat von den großen Taten Gottes an Ägypten und in der Wüste gehört, ist überzeugt davon, dass Israel siegreich sein und das Land Kanaan erobern wird. Glaube schreitet zur Tat: Rahab stellt sich auf die Seite Gottes und Israels und damit gegen ihr eigenes Volk. Dafür wird sie in die Reihe der Glaubenshelden in Hebräer 11 aufgenommen und erhält das Versprechen, dass Israel bei der Eroberung Jerichos das Haus Rahabs verschonen wird, so sie denn ein purpurrotes Band ins Fenster hängen wird. Dieses erinnert an die mit Blut bestrichenen Türpfosten der Israeliten, deren Häuser der Würgeengel in Ägypten verschonte und ist gleichzeitig ein kleines Vor-Bild auf das hin, was in Christus geschehen ist. Rahab berichtete den Kundschaftern auch, dass das ganze Volk Jerichos in Angst und Schrecken vor Israel gefallen ist. So wird auch an dieser Stelle deutlich, wie Gott seinem Volk schon den Weg bereitet hat, in Jericho bereits am Wirken ist, während Israel noch nicht einmal den Jordan überschritten hat.

Warum solltest Du, wenn Du in Christus bist, Dich scheuen, den Auftrag Gottes auszuführen, den er Dir gegeben hat, auch wenn Du dafür an Orte gehen oder Dinge tun mußt, die dem traditionellen Verständnis widersprechen? Wer weiß, ob Du nicht gerade dabei das Wirken und die Nähe Gottes erfahren wirst?

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[Wegmarken] Josua 1 (4) – Initiativ zur Einheit

15. November 2006

Nachdem Gott Josua beauftragt, ermahnt und ermutigt hat, beginnt das Abenteuer. Josua ruft das Volk zusammen und sagt: „Macht euch bereit! In drei Tagen werdet ihr über den Jordan gehen und das Land einnehmen, das Gott euch geben wird.“ Woher weiß er, daß es drei Tagen sind? Der Text gibt keinen Hinweis darauf, vielleicht hat Gott es gesagt, vielleicht nicht. Josua ergreift jedenfalls mutig die Initiative, ermuntert das Volk und geht voran. Nur wer von Gott ermutigt ist, kann auch vorbildhaft vorangehen auf das Wort des Herrn hin.

Josua richtet dann das Wort an die Stämme Ruben, Gad und Halb-Manasse, die ja diesseits des Jordans ihre Städte gebaut und versprochen haben, mit den anderen Stämmen in die Schlacht zu ziehen und das Land zu erobern. Josua erinnert sie daran und fordert sie auf, ihr Wort zu halten und mitzukämpfen, bis Gott dem ganzen Volk Ruhe gegeben hat. Auch heute gilt das noch: Der Leib Jesu ist eins und soll es auch sein. Es braucht das gegenseitige Tragen der Lasten. So schenkt Gott allen Ruhe.

Die Angesprochenen reagieren und sichern Josua ihre Loyalität zu, wenn Gott mit ihm sein wird, so wie er es mit Mose war. Das ist das Siegel. Es fällt leicht, jemandem zu folgen, von dem sich erkennen läßt, daß Gott mit ihm ist.

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[Wegmarken] Josua 1 (3) – Eat this book!

14. November 2006

Eine weitere Anweisung gibt Gott Josua: „Handle in Übereinstimmung mit dem Gesetz Moses, dann wirst Du Gelingen haben. Laß das Buch der Weisung nicht von Deinem Munde kommen, sinne Tag und Nacht darüber nach, murmle es vor Dir her und handle entsprechend.“ Das ist der Weg. Die Weisung Gottes muß Raum in uns gewinnen. Eugene Peterson nennt sein Buch über lectio divina Eat this book. (Tobi hat vor kurzem über die Message-Übersetzung und einen Vortrag von Peterson mit dem Titel „Eat this book“ gepostet.) Iß dieses Buch! Nimm die Bibel und iß sie. Lese sie, denk drüber nach, nimm sie in Dich auf, kaue dran rum, laß sie Dich verändern und Dein Handeln prägen. Wenn wir Gottes Wort in uns wohnen lassen, erkennen wir sein Herz und seinen Willen. Was nützt rechte Lehre, wenn unser Herz nicht stimmt und unser Tun nicht paßt? Orthodoxie ist ohne Orthopraxie wertlos. Rechter Glaube und rechte Lehre erweist sich im Alltag. Intellektuelles Studium der Bibel und meditatives, erbauliches Nachsinnen schließen sich nicht aus, sondern ergänzen einander und befruchten sich, durchdringen Herz und Verstand. Theologie ist Leidenschaft!

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[Wegmarken] Josua 1 (2) – Gottes Beistand und Zu-MUT-ung

12. November 2006

„Jeden Ort, auf den Du trittst, will ich Dir geben. Niemand soll Dir widerstehen Dein Leben lang. Wie ich mit Mose gewesen bin, so will ich auch mit Dir sein. Sei mutig und stark!“ So spricht Gott zu Jousa. Er traut ihm zu, das Volk zu führen. Vielleicht hat es Josua auch als Zumutung empfunden. Aber Gott spricht ihm Mut zu. Er gibt einen großen Auftrag, aber er versichert Josua auch seines Beistandes. Wozu Gott beruft, dazu bestärkt und befähigt er auch. Er verläßt uns niemals. Oft hat mich der Zuspruch Gottes genau dann erreicht, als ich ihn am bittersten nötig hatte. Das tut immer wieder gut. Faszinierend dabei, welche Kommunikationswege er benutzt…

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[Wegmarken] Josua 1 (1) – Weiter geht’s!

11. November 2006

Nach dem Tod Moses spricht Gott zu Josua: „Mein Diener Mose ist tot. Jetzt mach dich bereit, mit dem Volk über den Jordan zu gehen, hinein in das Land, das ich dir geben werde.“ Die alte Zeit ist vorüber, mit dem Tod Moses ist ihr Ende greifbar. Nun rückt Josua in den Fokus und wird von Gott in den Dienst genommen. Er ist nicht mehr der „Assistent“ Moses, wie meine Bibel übersetzt. Wichtig: Gott schreibt seine Geschichte nicht primär mit anderen, sondern mit Dir! Was ist es, was er Dir sagt? „Überquere den Jordan“ ist der Auftrag Josuas. Der breite Strom, der die Israeliten auf der Ebene Moabs jetzt noch vom verheißenen Kanaan trennt. Der letzte Schritt hinein ins Land. Was ist Dein Jordan? Was sind die Hindernisse, die so hoch und beinahe unüberwindbar erscheinen, die Dich von Gottes Traum für Dein Leben (oder auch nur für die nächste Zeit Deines Lebens) trennen? Was ist es, das uns zurückhält? Es ist an der Zeit, weiterzugehen. Israel eroberte das Land Stück für Stück. Oft führt uns Gott Stück für Stück. Offenbart den nächsten Schritt dann, wenn er dran ist. Warum nicht jetzt den nächsten Schritt gehen?

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[Wegmarken] Fazit Pentateuch – Von Adam bis Josua

7. November 2006

Gott erschafft die Welt und stellt Adam und Eva als sein Bild in den Garten Eden, den sie bebauen und bewahren sollen. Dort begegnet er ihnen von Angesicht zu Angesicht. Im Urzustand also eine erfüllte Gemeinschaft der Menschen untereinander und mit Gott in Harmonie mit der Schöpfung. Verführt durch die Schlange übertreten Adam und Eva das Gebot Gottes, werden aus dem Garten verbannt und müssen die Konsequenzen tragen: Entfremdete Gemeinschaft, mühevolle Arbeit, Leiden und Tod. Weiterhin begegnet Gott einzelnen Menschen, aber die überwiegende Mehrheit lebt nach eigenem Gutdünken, so daß Gott die Flut schickt, welche allein die Familie des gerechten Noah überlebt. Gott verspricht, die Erde zu erhalten, doch wieder fällt die Mehrzahl der Menschen von ihm ab und geht ihren eigenen Weg. Nach der Sprachverwirrung infolge des Turmbaus zu Babel entwickeln einzelne Gruppen ihre eigene kulturelle Identität. Eine Familie greift Gott heraus: Mit Abraham und seinen Nachkommen schließt er einen Bund, verheißt, sie in ein eigenes Land zu bringen und zu einem gesegneten Volk zu machen, das zum Segen für alle Nationen werden soll. Über Isaak vererbt sich der Bund auf Jakob, dessen Familie unter seinem Sohn Joseph nach Ägypten zieht, sich dort vermehrt und in zwölf Stämme entwickelt. Unter einem neuen Pharao wird Israel unterdrückt und zum Sklavenvolk gemacht, bis Gott nach 400jähriger Gefangenschaft Mose erscheint, sich ihm offenbart und das Volk Israel mit starker Hand unter großen Wundern in die Freiheit führt. In der Wüste erhält Israel das Gesetz (die Weisung Gottes für ihr Leben, den Umgang miteinander und mit Gott), die Stiftshütte als Ort der Begegnung mit Gott, die Bundeslade als Zeichen seiner Gegenwart, das Opfersystem sowie Jahresfeste und Riten, welche die Identität des Volkes in Gott wie auch die Gemeinschaft untereinander und mit Gott beständig erneuern und vertiefen. Trotz wiederholter Rebellion führt Gott Israel durch Mose sicher durch die Wüste und erhält sie durch seine Versorgung. Nach 40 Extrajahren und einigen Schlachten kommen sie in der Jordanebene an, wo Mose dem Volk die Weisung Gottes nochmals wiederholt, den Bund Israels mit Gott erneuert und Josua als seinen Nachfolger einsetzt. Nach dem Tod Moses steht das Volk Gottes nun unter Führung Josuas vor dem Einzug ins Land Kanaan.

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[Wegmarken] Fazit Deuteronomium

4. November 2006

Von Juli bis Oktober (dieser Post ist vorgeschrieben) hat mich das fünfte Buch Mose begleitet. Die Jordanebene im Gebiet Moabs gegenüber Jericho ist das Setting für die lange Ansprache Moses, welche den größten Teil des Dtn’s ausmacht. Er blickt zurück auf den Auszug aus Ägypten und die Wüstenwanderung, erinnert an die großen Taten Gottes sowie an die Liebe Gottes zu seinem Eigentumsvolk und schärft Israel ein, die Weisung (bessere Übersetzung als „das Gesetz“) Gottes zu befolgen. Gott wird sein Versprechen halten und Israel ins Land Kanaan führen. Als sein Eigentumsvolk soll Israel heilig leben, sich von den heidnischen Praktiken der anderen Nationen unterscheiden, Gottes Feste und Riten einhalten sowie Gott und dem Nächsten dienen. Letztlich steht Israel vor der Wahl zwischen Segen und Fluch. Halten sie die Weisung Gottes, so wird sein Segen auf ihnen sein und die sie umgebenden Völker werden voll Staunens sein. Mose kündigt aber bereits den kommenden Abfall Israels sowie das Exil als dessen Folge an, verweist auf ein kommendes Königtum sowie auch auf Jesus. Nach seiner Predigt übergibt Mose den Hirtenstab Israels an Josua, segnet die Stämme des Gottesvolkes und darf vom Berg Nebo aus einen Blick auf das verheißene Land werfen, bevor er dann stirbt.

Ein Buch, das ich sehr mag. Ich liebe die Beschreibung der Majestät Gottes und das Loblied auf die Torah. Wieder und wieder zieht sich refrainartig durch die Predigt Moses: „Haltet die Weisung Gottes, sie ist ein Geschenk“. Wieder und wieder die Warnung: „Fallt nicht ab, wie Eure Elterngeneration in der Wüste beständig abgefallen ist“. Die Warnung war umsonst. Israel ist abgefallen. Wieder und wieder und wieder. Lies doch mal die Könige-Bücher. Es ist ein Elend. Und dann kam, was kommen mußte: Das babylonische Exil. Aber Gott hat sich wieder über sein Volk erbarmt. Er hat sie nach Hause zurückgeholt. Er hat in Jesus einen neuen Bund geschlossen. Mit uns. Mit mir. In diesem Bund gilt die einfache Folge Gehorsam=Segen nicht mehr, die das ganze Deuteronomium durchzieht. Unsere Schuld ist vergeben. Wie auch immer geartete Trübsal gehört zur Jesus-Nachfolge. Dennoch ist das fünfte Buch Mose heute nicht überflüssig. Im Gegenteil: Staune über Gott, meditiere immer wieder über die Aussagen über Gott, z.B. über diese hier. Und studiere die Gebote die Gott gibt. Fang an einzudringen in das, was die Idee Gottes HINTER einer speziellen Anweisung war. Erkenne das Herz Gottes, erspüre seinen Willen, wie er sich damals offenbart hat und bitte um die Erkenntnis seines Willens heute. Denke der Geschichte Israels hinterher, den ausgestreckten Armen Gottes und dem Abfall seines Volkes. Und freu Dich an Jesus! Er hat den Bund gehalten, er hat das Gesetz erfüllt, er ist für uns zum Fluch geworden, damit wir den Segen ererben. „Zuflucht ist bei dem alten Gott und unter den ewigen Armen“! (Deut 33,27a)

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[Wegmarken] Deuteronomium 34 (6) – Das Zeugnis über Mose

3. November 2006

„Er kannte Gott von Angesicht zu Angesicht. … Niemand tat Zeichen und Wunder wie Mose. … Niemals danach stand in Israel ein Prophet wie Mose auf.“

Hast Du die Sehnsucht, in eine ebensolche Beziehung zum Allmächtigen hineinzuwachsen wie Mose? Bist Du bereit, alle Deine Bilder und Vorstellungen von Gott immer wieder in Frage stellen und gegebenenfalls zerbrechen zu lassen, um die Größe, Majestät, Barmherzigkeit, Liebe und Herrlichkeit Gottes tiefer zu erkennen – IHN, der weiter und unfaßbarer ist, als es Deine Gedanken ertragen, als es Dir lieb sein kann?

Streckst Du Dich aus danach, die Herrlichkeit und das Wirken Gottes in Deinem Leben genauso zu erfahren wie Mose? Gibst Du Gott Raum, so an Dir und durch Dich zu handeln, wie ER das will (und Du oft nicht)?

Ein Prophet ist aufgestanden nach Mose – Jesus! In ihm wurde Gott Mensch, er hat die Herrlichkeit Gottes auf die Erde gebracht – oft überraschend anders als erwartet. Jesus ist herrlicher als Mose (Hebr 3,3). Was er sagt, das gilt (Apg 3,22). Bist Du bereit und gewillt, Dein Leben jeden Tag neu in den Dienst Jesu zu stellen, ihn tiefer kennenzulernen und seinen Willen umfassender zu tun?

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[Wegmarken] Deuteronomium 34 (5) – Das Zeugnis über Josua

2. November 2006

„Josua war voll des Geistes der Weisheit, weil Mose seine Hände auf ihn gelegt hatte; die Israeliten gehorchten ihm, wie es der Herr Mose geboten hatte.“

Wow, welch eine Aussage – voll des Geistes der Weisheit. Ist das auch das Zeugnis über uns? Wohnt der Geist der Weisheit Gottes auch in uns? Ist das für andere Menschen wahrnehmbar? Aber sind wir auch bereit, anderen die Hände aufzulegen, sie zu segnen für ihren Auftrag? Oder sehen wir sie als Konkurrenz an? Sind wir bereit und willens, anderen zu folgen, die Gott über uns gesetzt hat, auch wenn uns ein solcher Gedanke nicht schmecken mag?

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[Wegmarken] Deuteronomium 34 (4) – Die Kraft Moses

2. November 2006

„Mose war 120 Jahre alt, als er starb; sein Augenlicht war nicht getrübt und seine Kraft war nicht verfallen.“

Es gibt keinen Ruhestand im Dienst Gottes. Das Aufgabengebiet mag sich ändern, aber wenn Gott seine Hand auf unser Leben gelegt hat, dann gilt das bis zum Ende. Ich möchte mein Leben mit dieser Langzeitperspektive leben und nicht nur auf die Gegenwart sehen.

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[Wegmarken] Deuteronomium 34 (3) – Der Tod Moses

31. Oktober 2006

„Mose, der Diener Gottes, stirbt nach dem Wort des Herrn. Er wurde begraben, aber niemand kennt den Ort.“

Ein Diener Gottes – gibt es einen höheren Adelstitel? Mehr können wir nicht wünschen, als den Menschen in unserer Umgebung als Diener Gottes bekannt zu werden. Die unbekannte Grabstätte bringt mich ins Nachdenken. Was Gott verbirgt, das muß ich nicht zu ent-hüllen trachten. Das gilt für manche theologische Fragen ebenso wie für diverse andere Dinge. Ja, ich will nach Erkenntnis trachten. Aber bisweilen gibt es auch Grenzen, an denen ich nicht weiterkomme, ohne in wilde Spekulationen zu verfallen. Diese Grenzen zu respektieren und ihre Spannung auszuhalten, ist eine Kunst für sich.

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[Wegmarken] Deuteronomium 34 (2) – “Du darfst nicht hinein”

30. Oktober 2006

Gott spricht zu Mose: „Dies ist das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob versprochen habe. Du darfst es sehen, aber du darfst es nicht betreten.“

Bitter, vor der Erfüllung der Verheißung zu stehen, sie in greifbarer Nähe zu wissen, aber ihre Vollendung nicht zu erleben. Sein Leben lang war es die Leidenschaft Moses gewesen, das Volk Gottes in die Freiheit zu führen. Er hat einen großartigen Dienst getan, aber er hat das Endziel nicht erreicht. Ich wünsche mir ein Leben der Treue bis ans Ende. Ich wünsche mir, alles Potential auszuschöpfen, was Gott in mein Leben gelegt hat. Gleichzeitig möchte ich aber weise sein und meine Grenzen erkennen. Nicht alles, was mir möglich ist, ist auch mein Auftrag. Nicht alles, was mir im Herzen und auf der Seele brennt, hat Gott mir auch zugedacht. „Herr, schenke mir Weisheit, Erkenntnis und Unterscheidungsvermögen, so daß ich in Deine Ruhe komme und diejenigen Werke tue, die Du vorbereitet hast.“

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[Wegmarken] Deuteronomium 34 (1) – Mose darf das Land sehen

28. Oktober 2006

Aus der Ebene Moabs steigt Mose hinauf auf den Berg Nebo, von wo aus Gott ihm das verheißene Land zeigen wird.

Momentan befinde ich mich auch in der Ebene. Es ist kein Tal des Todes oder der Vereinsamung, sondern einfach nur die normale Ebene des business-as-usual. Ich wünsche mir, daß Gott mich wie Mose auf den Berg führt und den Ausblick auf ein weites Land zeigt – seine Größe, seine Pläne für mich, meine Zukunft. Solche Erlebnisse sind rar und kostbar, schenken aber viel Lebenskraft. Bis dahin gilt es zu warten, zu beten, das hungrige Herz auszustrecken und das, was vor mir liegt, zu tun.

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