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Archiv für die 'Dünger' Kategorie

Gott in Jesus erkennen

27. März 2008


Die Menschengestalt Jesu bildet die Offenbarung des lebendigen Gottes. Wenn wir wissen wollen, wie Gott ist, müssen wir in Jesu Angesicht schauen und seine Gesinnung verstehen.

Aus: Romano Guardini, Der Herr, S. 633.

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Die wahren Ausleger der Schrift

26. März 2008


Die Heiligen sind die wahren Ausleger der Heiligen Schrift. Was ein Wort bedeutet, wird am meisten in jenen Menschen verständlich, die ganz davon ergriffen wurden und es gelebt haben. Auslegung der Schrift kann keine rein akademische Angelegenheit sein und kann nicht ins rein Historische verbannt werden. Die Schrift trägt überall ein Zukunfspotential in sich, das sich erst im Durchleben und Durchleiden ihrer Worte öffnet.

Aus: Joseph Ratzinger, Jesus von Nazareth, S. 108.

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Romano Guardini über Nachfolge

24. März 2008


Die Vorbildlichkeit des Herrn liegt darin, daß in ihm das christliche Dasein beginnt. Er zeigt die Möglichkeit, Christ zu sein; zeigt, was das bedeutet und gibt die Kraft dazu. Nachfolge aber heißt nicht, ihn „nachzuahmen“ – was für unnatürliche und anmaßende Dinge würden daraus entstehen! – sondern in ihm zu leben, und aus seinem Geist heraus von Stunde zu Stunde das Richtige zu tun. (…) Dem Herrn nachfolgen heißt nicht, ihn wörtlich nachahmen, sondern ihn im eigenen Leben ausdrücken.

Aus: Romano Guardini – Der Herr, 455.576.

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Der kreuzigende und gekreuzigte Gott

21. März 2008

Worte, die eine Krafreitagsmeditation befruchten können, habe ich heute in einem modernen Klassiker entdeckt:

Gott ist im Kreuz Jesu »für uns« und wird durch ihn zum Vater der Gottlosen und Gottverlassenen. Die unvergebbare Sünde und die unsühnbare Schuld und mit ihr den unabwendbaren Zorn und die Verwerfung nahm er auf sich, damit wir in Christus zu seiner Gerechtigkeit in der Welt würden. Das wieder heißt in letzter Konsequenz: Gott starb, damit wir leben. Gott wurde der gekreuzigte Gott, damit wir zu freien Söhnen Gottes werden. … Er hat an Jesus, dem Sohn Gottes gehandelt: indem die Menschen ihn verraten, ausliefern und dem Tode überantworten, hat Gott selbst ihn dahingegeben. In der Passion des Sohnes erleidet der Vater selbst den Schmerz der Verlassenheit. Im Tod des Sohnes kommt der Tod auf Gott selbst, und der Vater erleidet den Tod seines Sohnes an seiner Liebe zu den verlassenen Menschen. Das Geschehen am Kreuz muß folglich als ein Geschehen zwischen Gott und dem Gottessohn verstanden werden. Indem der Vater seinen Sohn ans Leiden und an den gottlosen Tod dahingibt, handelt Gott an sich selbst. Er handelt an sich selbst in dieser Weise des Leidens und Sterbens, um in sich selbst Leben und Freiheit den Sündern zu eröffnen. … Das Leiden und Sterben Jesu, verstanden als Leiden und Sterben des Gottessohnes, sind Werke Gottes gegenüber sich selbst und darum zugleich Passionen Gottes. Gott überwindet sich selbst, Gott entschließt sich selbst, Gott nimmt das Gericht über die Sünde der Menschen auf sich selbst. Er rechnet sich selbst zu, was rechtens dem Menschen widerfahren muß. Das Kreuz Jesu, verstanden als Kreuz des Sohnes Gottes, offenbart darum eine Umkehr in Gott, eine innergöttliche stasis: »Gott ist anders.« Und dieses Geschehen in Gott ist das Geschehen am Kreuz. Es wird christlich auf die einfache, aber allen metaphysisch und weltgeschichtlich möglichen Gottesideen widersprechende Formel gebracht: »Gott ist Liebe.«

Aus: Jürgen Moltmann, Der gekreuzigte Gott, 179f.

Was in dieser Stunde auf Golgatha innertrinitiarisch vorgegangen sein mag – oder vielleicht, weil Gott nicht in meine Kategorien von Zeit paßt, innertrinitarisch vorgeht, wie Jesu Schrei der Gottverlassenheit in der Perichorese nachhallt, vermag ich nicht zu denken, nur anzubeten.

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Gut gefragt

14. März 2008


Worin besteht die Realität Gottes jenseits von Ethik und Menschenrechten? Von der Beantwortung dieser Frage wird wesentlich die Fortexistenz des Christentums in der nächsten Generation abhängen.

Aus: Klaus Berger, Jesus, 486.

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Verrat im eigenen Herzen

3. März 2008


Uns selbst enthüllt Judas. In dem Maße versteht man ihn christlich, als man ihn aus den bösen Möglichkeiten des eigenen Herzens heraus versteht, und Gott bittet, er möge den Verrat, in den wir immer wieder gleiten, nicht sich verfestigen lassen. Denn daß der Verrat sich verfestigt; daß er vom Herzen Besitz nimmt und dieses Herz keinen Weg mehr in die lebendige Reue findet – das ist Judas!

Romamo Guardini – Der Herr, 443

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Vier Evangelien, ein Messias

1. März 2008


Wenn Jesus wirklich Mensch war und wahrer Sohn Gottes zugleich – wer sieht ihn dann richtig? Der Glaube. Nur er; denn den Glauben gibt der gleiche Vater, der das Wort gesprochen hat, das geglaubt werden soll. Nun: der Glaube hat immer begriffen, daß der Jesus aller vier Evangelien einer und der Gleiche ist. … Der Christus der Synoptiker und jener des heiligen Johannes sind eins. Je tiefer man eindringt, desto deutlicher sieht man, daß wohl Johannes das letzte Wort spricht, sie aber dieses Wort bereits überall vorbereiten.

Romano Guardini – Der Herr, 171f

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Gott um Gottes willen begehren

29. Februar 2008


Niemals ist die Reinheit der Absicht erhabener gewesen als in der Haltung der Heiligen, die sich selbst ganz übersahen, und nur Gott wollten um Gottes willen – aber ohne diese Reinheit so zu fassen, wie sie nur Gott möglich ist, und dadurch in Stolz und Wahn zu geraten.

Romano Guardini – Der Herr, 104

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Romano Guardini über das Fasten

27. Februar 2008

In treffenden Worten beschreibt Romano Guardini, was beim Fasten vor sich geht:

Der Körper wird gleichsam aufgelockert. Der Geist wird freier. Alles löst sich, wird leichter. Last und Hemmung der Schwere werden wieder empfunden. Die Grenzen der Wirklichkeit kommen in Bewegung; der Raum des Möglichen wird weiter. Der Geist wird fühliger.

Romano Guardini – Der Herr, S. 32

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Gut gesagt: Prophet sein

26. Februar 2008


Prophet sein heißt reden, was der Herr befiehlt, in die Zeit, wider die Zeit.

Romano Guardini: Der Herr, S. 23.

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Neues Denken

14. Februar 2008

Weiter geht es in meiner Zitat-Parade mit den Worten, mit denen Romano Guardini sein Jesus-Buch beendet:

Christus gegenüber wird die Bekehrung des Denkens gefordert. Nicht nur die Bekehrung des Willens und Tuns, sondern auch die des Denkens. Die aber besteht darin, daß nicht mehr von der Welt her über Christus nachgedacht, sondern Christus als der Maßstab des Wirklichen und Möglichen angenommen und von ihm her über die Welt geurteilt werde. Diese Umkehr ist schwer einzusehen und noch viel schwerer zu vollziehen. Um so schwerer, je deutlicher im Fortgang der Zeit der Widerspruch des Weltdaseins dagegen wird, und je offenkundiger jeder, der sich darauf einläßt, als Tor erscheint. Im Maße das Denken es aber versucht, erschließt sich die Wirklichkeit, welche Jesus Christus heißt. Und von ihr wird alle Wirklichkeit sonst erschlossen: enthüllt, aber auch in die Hoffnung des Neuwerdens gehoben. [Romano Guardini – Der Herr: Betrachtungen über die Person und das Leben Jesu Christi, 685f]

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»A way of being-in-the-world«

4. Februar 2008


To call Judaism ‚a faith‘ is actually, in one sense, a piece of Christian cultural imperialism, imagining that because Christianity thinks of itself as ‚a faith‘, other peoples do the same. Judaism characteristically thinks of itself as a way, a halakah, a life-path, a way of being-in-the-world. (N. T. Wright, The New Testament and the People of God, 245)

Meinem Empfinden nach gilt das im selben Maße für das Christentum und unser Leben-mit-Gott.

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Romano Guardini über die Sendung der Apostel

4. Februar 2008

Worte, die 1937 geschrieben wurden, aber bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben.

Es muß mit dem Wesen der Menschwerdung selbst zusammenhängen, die ja in der Form der „Selbstentäußerung“ geschah, worin der Sohn seine Herrlichkeit vor dem Tor der Welt liegen ließ und „in Knechtsgestalt“ eintrat. (Phil. 2,7) … Liegt in diesen Zusammenhängen nicht der letzte Grund, warum Macht und Geld eine Gefahr für die göttliche Botschaft bedeuten, und diese, wie Paulus sagt, nur in der Schwäche stark bleibt? (1Kor. 1,25) In einem Wort, das mit Gewalt verkündet wird, kommt Christus nicht. Eine Wirkung, die sich auf Geld und Macht stützt, bringt Gott nicht; denn dadurch wird die Weise aufgehoben, wie Gott in die Welt getreten ist. Damit wird aber auch etwas über das Dasein des Apostels selbst gesagt. Er muß das Grundgeheimnis der Sendung auf sich nehmen und immer neu vollziehen, wonach ewiger, allheiliger Sinn nach der Weise der Schwachheit in die Welt eintritt; der in seinem Worte kommende Christus wehrlos ist; und darum immer das Eigentliche gefährdet wird, wenn Gewalt, Besitz, List bei der Verkündigung und in der Annahme der Botschaft mitwirken. (Romano Guardini, Der Herr: Betrachtungen über das Leben und die Person Jesu Christi, 147f)

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Gut gesagt

18. Januar 2008

»Christian spiritual formation is the process of being conformed to the image of Christ for the sake of others.«

[M. Robert Mulholland; zitiert nach Scot McKnight – The Jesus Creed: Loving God, loving others, S. 232]

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Frage und Antwort

5. September 2007

Fragen waren das Thema einiger der letzten Posts bzw. Diskussionen auf diesem Blog – darunter die Frage nach der Gegenwart bzw. Abwesenheit Gottes am Beispiel Mutter Teresas oder die Frage nach dem rechten Verständnis der Anfangskapitel der Bibel. Manchmal frage ich mich, ob wir nicht den tendenziell unwichtigeren Fragen zu viel Raum geben, weil wir uns versichern möchten, daß wir die richtigen Antworten bereits besitzen. Darum scheint es dabei am Ende des Tages gar nicht um die Frage, sondern um die bereits sichere Antwort zu gehen. Andere wiederum gehen davon aus, daß die Antwort im Fragen an sich liegt – es geht nur darum, alles in Frage zu stellen, weil das eben so sein muß, weil eben nichts sicher ist. Darum ist das einzige Gewisse der Zweifel. Und somit beißt sich das Kätzchen in’s Schwänzchen. Wer nur Fragen hat, hat schon auf seine Weise seine einfache Antwort gefunden. Und ob die Antwort in der propositionalen Aussage liegt oder aber in der pauschal dekonstruierenden Frage – beide Seiten machen, so zumindest mein Eindruck, die Antwort zu einfach. In den letzten Tagen bin ich auf einige Zeilen von Thomas Merton gestoßen, die es wert sind, nach-gedacht zu werden, scheint Merton doch zur Überzeugung gelangt zu sein, daß es um die entscheidenden Fragen geht. Um die nämlich, die es wert sind, verfolgt zu werden, umarmt zu werden, in mein Leben aufgenommen zu werden. Und das nicht, weil sie keine Antwort haben, sondern weil das Suchen, Fragen und Forschen nach Antworten, der bloße Umgang mit der Frage also, unser Leben transformiert.

Am Anfang, als ich Mönch wurde, ja, da war ich mir sicherer, über ‚Antworten‘ zu verfügen. Aber je älter ich im Mönchsleben werde und je tiefer ich in die Einsamkeit eindringe, desto deutlicher werde ich mir dessen bewußt, daß ich erst damit angefangen habe, die Fragen zu suchen. (Thomas Merton, Ein Tor zum Himmel ist überall, S. 119)

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Jürgen Moltmann über Missio Dei

9. August 2007

Gerade habe ich bei Jürgen Moltmann eine Passage gefunden, die so wunderbar den Gedanken der missionalen Kirche artikuliert, daß ich sie hier in voller Länge zitiere:

Wir finden an der Schwelle der Neuzeit als neue Antwort der Christenheit auf die veränderte Weltsituation: 1. eine missionarische Kirche, 2. den Willen zur ökumenischen Gemeinschaft getrennter Kirchen, 3. die Entdeckung der Universalität des Reiches Gottes, 4. das Laienapostolat. (…) Diese Ansätze zu einer missionarischen Kirche im Zerfall des Corpus Christianum muß das theologische Verständnis der Kirche heute aufnehmen. Es ist daraus zu lernen, daß nicht die Kirche eine Mission »hat«, sondern daß vielmehr umgekehrt die Mission Christi sich ihre Kirche schafft. Nicht von der Kirche her ist die Mission, sondern von der Mission her ist die Kirche zu verstehen. (…) Die ganze Gemeinde und jeder einzelne in ihr stehen mit allen Kräften und Möglichkeiten in der Mission des Reiches Gottes. (…) Im Zerfall des Corpus Christianum wird sich die Gemeinde wieder auf die Fülle der ihr eigenen Charismen besinnen und zu jenem ganzheitlichen Zeugnis des Heils vorstoßen, das vom Glauben über die Politik bis zur Ökonomie keinen Bereich des Lebens ohne Hoffnung läßt. Die missionarische Kirche im Welthorizont theologisch zu begreifen, heißt sie im Horizont der Missio Dei zu verstehen. Sendung umfaßt das Ganze der Kirche, nicht nur Teile in ihr, oder gar nur von ihr ausgesandte Glieder. Die Verkündigung des Evangeliums vom anbrechenden Reich ist der erste und wichtigste Faktor der Sendung Jesu, der Sendung des Geistes und der Sendung der Kirche, aber nicht der einzige. Mission umfaßt alle Tätigkeiten, die der Befreiung des Menschen aus seiner Knechtschaft in der Gegenwart des kommenden Gottes dienen, von der ökonomischen Not bis zur Gottverlassenheit. Evangelisation ist Mission, aber Mission ist nicht nur Evangelisation. (…) Die umfassende messianische Sendung der ganzen Gemeinde entspricht der messianischen Sendung Christi und der charismatischen Sendung des Geistes, »der auf alles Fleisch ausgegossen wird«. Versteht die Kirche ihre Sendung im Rahmen der Sendung des Sohnes und des Heiligen Geistes vom Vater, dann versteht sie sich selbst auch im Rahmen der Geschichte Gottes mit der Welt und entdeckt in dieser Geschichte ihren Ort und ihre Funktion. Die neuere katholische und evangelische Missionstheologie spricht darum mit Recht von der Missio Dei, einer Bewegung aus Gott, in der die Kirche entsteht und zu ihrer eigenen Bewegung kommt, die aber über die Kirche hinausgreift und in der Vollendung der Schöpfung in Gott zum Ziel kommt. Daraus folgt, daß die Kirche ihre Weltmission in der trinitarischen Geschichte Gottes mit der Welt versteht. Sie ist mit allen ihren Tätigkeiten und Leiden ein Faktor in der Geschichte des Reiches Gottes. Nicht um ihre eigene Ausbreitung, sondern um die Ausbreitung des Reiches geht es. Nicht ihre eigene Herrlichkeit, sondern die Verherrlichung des Vaters durch den Sohn im Heiligen Geist ist ihr Ziel. Der missionarische Begriff der Kirche führt zu einer in der Sendung Gottes weltoffenen Kirche, weil er zu einem trinitarischen Verständnis der Kirche in der Geschichte Gottes mit der Welt führt.“

Ach wie schön. Und dabei stammt das Buch Kirche in der Kraft des Geistes von 1974. Dort findet sich dieser Text auf S. 23f. Nebenbei freue ich mich darüber, daß »Zerfall des Corpus Christianum« schonmal deutlich deutscher und inhaltlich treffender klingt als »Post-Christendom«.

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Thomas Merton über Glaube und die Absurdität des Lebens

31. Juli 2007

Ein wenig Thomas Merton hat noch keinem geschadet. Darum hier ein kurzes Zitat, welches ich heute entdeckt habe:

Im übrigen wird echter Glaube erst dann möglich, wenn man sich kompromißlos der offenkundigen Absurdität des Lebens gestellt hat. Sonst neigt der Glaube dazu, eine Art Zerstreuung und Ablenkung zu bleiben, ein geistlicher Zeitvertreib, bei dem man anerkannte, allgemein übliche Floskeln sammelt und sie zum gängigen Erklärungsmuster zusammensetzt, ohne wirklich ihren Sinn zu erfassen, oder sich zu fragen, ob sie irgendwelche praktischen Konsequenzen für das eigene Leben haben.

Aus: Thomas Merton – Ein Tor zum Himmel ist überall: Zeiten der Stille, S. 72.

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[Dünger] Das Evangelium nach Scot McKnight

9. Januar 2007

Der Blogger, dessen Theologie mein Denken am meisten inspiriert, ist definitiv Scot McKnight. Über sein im letzten Jahr erschienenes Buch Embracing Grace: A Gospel for all of us hat vor kurzem Ted Gossard eine 14 Posts umfassende Serie geschrieben, die ich Dir sehr ans Herz lege. Seinen letzten Post mit Links zum Rest der Serie findest Du hier. Hier einige Appetizer:

The gospel is the work of God to restore humans to union with God and communion with others, in the context of a community, for the good of others and the world.

God embraces you and me and
God embraces others and
God embraces the whole created order.

Then:

You and I embrace God back and
We embrace others and
We embrace the entire created order.

The gospel is about forgiveness, about justice, and about the communtiy of faith. And it is about each of them, together.

The gospel is the work of the triune, interpersonal God to restore Eikons to God and others into that divine communion, and to unleash it into the rest of the world.

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[Dünger] Driscoll zur missionalen Gemeinde

12. Oktober 2006


I wanted a church filled with missionaries, Christians who were learning how to become missionaries, and lost people. I would not accept a church filled with Christians who did not give, serve, or reach lost people, because they invariably make themselves and their selfish desires the mission of a church and kill innovation and momentum.

Quelle: Mark Driscoll – Confessions of a Reformission Rev.: Hard Lessons from an Emerging Missional Church, S. 112

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[Dünger] Was ist eigentlich “emerging”?

5. Oktober 2006


„Emerging“ will never be found in books or blogs or conferences. It is found as local Christians seek to Incarnate Christ in their local neighbourhoods.

Quelle: emergentkiwi

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