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Archiv für die 'Aus meinem Kopf' Kategorie

[Aus meinem Kopf] Kamikaze

5. Oktober 2006


Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.  (Aus Mt 10, 16)

Ein Vers, bzw. Versteil, der mich desöfteren beschäftigt. Jesus sendet uns wie Schafe unter die Wölfe (wenn ich seine Zwölf jetzt einfach mal mit uns gleichsetze und diese Sendung auf uns übertrage). Krass. Mit jedem weiteren Drüber-Nachdenken wird das Bild krasser. Ich will eigentlich gar nicht wissen, was nur ein Wolf mit einer Schafherde anstellen kann. Aber nein. Jesus sendet uns „wie Schafe mitten unter die Wölfe“. Wie wird ein Schaf aussehen, nachdem es mitten unter die Wölfe geraten ist? Wird es überhaupt aussehen? Was wird von ihm übrig sein? Wozu wird es taugen, außer daß es vielleicht zehn verlogene Männer für die Überreste des Mantels ihres Bruders ausgeben könnten? Welche Überlebenschancen haben Schafe mitten unter Wölfen?

Jesus versteht seine Jünger als Kamikaze-Einheit. Als Menschen, denen ihr Leben nicht wichtig ist. Die alles aufgegeben haben und jetzt IHM folgen. Die bereit sind, ihr Leben für den zu lassen, der sein Leben für seine Freunde gelassen hat. Denen Reichtum, Macht, Geld, Anerkennung schlicht nicht wichtig sind. Die wissen, dass es möglicherweise in den sicheren Tod geht. Die sich bewußt dafür entscheiden, sich „wie Schafe mitten unter die Wölfe“ senden zu lassen.

  • Warum ist es NICHT unser Selbstverständnis, wie Schafe mitten unter die Wölfe gesandt zu sein?
  • Wenn wir dieses Selbstverstädnis hätten, welche Folgen ergäben sich für Glaubensleben, Gemeindemodelle etc.?
  • Und was spricht eigentlich dagegen???

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[Aus meinem Kopf] Ein Herz für Bücher

24. September 2006

Was vor einer Weile auf englischsprachigen Blogs begann, hat nun auch unsere kleine Welt erreicht, [depone] hat mich getaggt, und so findest Du hier:

[1] Ein Buch, das mein Leben verändert hat:
Jesaja.

[2] Ein Buch, das ich mehr als einmal gelesen habe:
„Der Herr der Ringe“-Trilogie.

[3] Ein Buch, das ich auf einer einsamen Insel gern bei mir hätte:
Die Bibel (Luther 84)

[4] Ein Buch, das mich zum Lachen gebracht hat:
Garfield. Immer wieder neu.

[5] Ein Buch, das mich zum Weinen gebracht hat:
Als Kind habe ich regelmäßig am Ende von „Robin Hood“ und „Winnetou III“ geweint, letztes Jahr in einem Anflug von Sentimentalität für ca. 1€ „Das fliegende Klassenzimmer“ bei boolooker erstanden und während des Lesens geweint.

[6] Ein Buch, das hätte geschrieben werden sollen:
Kleopas & Anonymus: „Die Unterhaltung mit dem Herrn auf dem Weg nach Emmaus“

[7] Ein Buch, das nie hätte geschrieben werden sollen:
Eigentlich hätte ich ja „Wir wollen nur Deine Seele“ nennen müssen, aber das hat toby schon getan. Ein anderes Buch zu nennen, das mir vorschwebt, brächte mich evtl. in Lebensgefahr. Also wähle ich Hitlers „Mein Kampf“.

[8] Ein Buch, das ich gerade lese:
Findest Du in meiner Sidebar, was ich aber als das wertvollste Buch gerade erlebe ist Steve Turner’s „The Man Called Cash“.

[9] Ein Buch, das ich schon immer mal lesen wollte:
Tja, das ist ne gute Frage, da fällt mir spontan eigentlich nur der K*ran ein. Oh, und Bonhoeffers „Ethik“-Fragmente.
[10] Ich lade diese fünf Blogger ein, mitzumachen:
Herzton, Mike, Bernd, Blacksheeprescue, Sam

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[Aus meinem Kopf] Das Leben, von dem ich träume

24. April 2006

Anklingend an den letzten Post über das Geheimnis des Lebens, erinnere ich mich an eine Zeit Anfang letzten Jahres, als ich im Dialog mit Gott über das von mir erwünschte Leben nachgedacht habe. Hier ein Ausschnitt aus einem längeren Gedicht dieser Zeit, das nichts von seiner Aktualität verloren hat:

Ein Abenteuer will ich erleben
Will gefordert werden bis zum Äußersten
Vorne am Bug mit dem Gesicht in der Brandung
Schlechthinnig leben

Heimat will ich haben
Menschen, bei denen ich Zuhause bin
Gemeinschaftlich Leben teilen im vollen Wortsinn
Nichts geben müssen
Nur sein

Ruhe will ich haben
Rückzug und Frieden
Pfeife rauchen und geerdet sein
Die Gedanken schweifen lassen
Zeit für mich

Literatur will ich haben
Poesie und Theologie
Geschichten erleben
Visionen durchdenken
Graben und Forschen
Selber schreiben

Leben will ich
Lachen
Träumen
Lieben

Will den Kern meines Seins ausschöpfen
Und Dein Reich kommen sehen
Jede Faser einsetzen

Dir nachjagen immer und überall
Meine Berufung heiligen
Ganz ich sein
Und in Dir mich verlieren

Wenn ich das jetzt lese, dann ist das nicht weit von der Realität. Vielleicht könnte mehr Brandung sein und weniger Zähes, die Pfeife wurde gegen die Zigarre eingetauscht – aber trotzdem lebe ich mich durch eines der schönsten Leben mit den besten Menschen der Welt. Es ist ein Genuß! Danke an Dich, der/die Du dieses liest, zu den besten Menschen der Welt gehörst und einen Teil meiner Lebensfreude ausmachst. Ohne Dich wäre mein Leben definitv ärmer!

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[Aus meinem Kopf] Der Asket in mir

7. April 2006

Habe gestern das schöne Buch „Neun Wege, Gott zu lieben“ von Gary L. Thomas beendet. Darin stellt er neun verschiedene geistliche Temperamente vor. Werde ich irgendwann mal ausführlich drüber posten. Was mich wiedermal gefreut hat, war, dass Gott uns so unglaublich facettenreich erschaffen hat. So viele Wege gibt es, ihm zu begegnen und ihn zu erleben. Dabei ist mir wieder mal bewußt geworden, wie stark bei mir vor allem zwei Temperamente ausgeprägt sind: Der intellektuelle Typ (nimm mir meine Bücher und ich fange an, auszutrocknen) und der asketische Typ. Was letzteren anbelangt, kann mich voll mit diesem Zitat von Thomas identifizieren:

Ich brauche Zeit für mich, Zeit, in der ich nicht nett und höflich sein muss – ich will sie nicht nur, ich brauche sie wirklich. … Manche Christen tanken auf, wenn sie zusammenkommen und über das reden können, was sie erlebt haben, oder indem sie einfach nur genießen, in der Gesellschaft anderer zu sein. Ich bin lieber allein, um nachzudenken, zu beten und mich langsam zu entspannen.

Könnte echt von mir sein. Ich genieße Gemeinschaft mit anderen, aber wenn ich nicht ausreichend Zeit habe, mich aus dem Trubel zurückzuziehen, wird es gefährlich, dann werde ich unruhig, mein Herz rebelliert und meine Seele verdorrt. Wie begegnest Du Gott?

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[Aus meinem Kopf:] Saatgut aus der Fülle des Lebens-mit-Gott

30. März 2006

Das will dieser Blog sein. Das heißt im Einzelnen:

  • Saatgut: Gedanken teilen, die wohl klein sind wie ein Senfkorn, aber im gemeinsamen Bedenken begossen werden, aufwachsen dürfen, vielleicht beschnitten werden und neu-gedacht, so daß am Ende neues Leben steht.
  • Leben-mit-Gott: Anders kann ich mir mein Leben nicht vorstellen. Warum aber mit Bindestrich? Die Anregung verdanke ich Richard Foster, der vom With-God-Life spricht. Jesus ist der Immanuel, der Gott-mit-uns, der uns beständig nahe ist. Und darum will ich jeden Augenblick vor ihm, von ihm, durch ihn, mit ihm und für ihn leben. Nicht zwischen Weltlichem und Geistlichem unterscheiden, sondern jeden Aspekt meines Lebens von der Beziehung zu Gott durchdrungen sein lassen. In einer ganzheitlichen Spiritualität das Leben-mit-Gott entwickeln. Orthodoxe Theologen sprechen vom eng umschlungenen, perichoretischen Tanz der Trinität. Gott ist in sich liebevolle Gemeinschaft, die er mit mir teilen möchte.
  • Fülle: Gott ist der Schöpfer des Lebens. Und Leben gibt es nur in Fülle. Die Fülle der Schöpfung. Die Fülle der Kulturen. Die Fülle der Konfessionen. Die Fülle der Ausdrucksmöglichkeiten. „Der Wind weht, wo er will“ sagt Jesus. „Christ Plays In Ten Thousand Places“ sagt Eugene Peterson. Dem möchte ich nachspüren. Über sämtliche Tellerrände hinausschauen und zu neuen Horizonten weiterpilgern.

„Gott versteckt sich nur, damit wir ihn finden können“ sagt Tommy Tenney. Na dann mal los…

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