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	<title>Der Sämann &#187; Aus meinem Kopf</title>
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	<description>Saatgut aus der Fülle des Lebens-mit-Gott</description>
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		<title>»Die Zweifel des Salaì« oder: Nur die toten Fische &#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 15:40:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DoSi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus meinem Kopf]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit ca. anderthalb Jahren habe ich mir ein neues Hobby angeschafft &#8211; den &#8220;Sonntagsroman&#8221;. Soll heißen: An terminfreien Sonn- und Feiertagen gönne ich mir einen Roman. Das ist eine feine Sache und verstärkt das Sabbat-Gefühl enorm. Außerdem hilft es mir, auf die 100 im Jahr zu lesenden Bücher zu kommen Vor ein paar Wochen war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Seit ca. anderthalb Jahren habe ich mir ein neues Hobby angeschafft &#8211; den &#8220;Sonntagsroman&#8221;. Soll heißen: An terminfreien Sonn- und Feiertagen gönne ich mir einen Roman. Das ist eine feine Sache und verstärkt das Sabbat-Gefühl enorm. Außerdem hilft es mir, auf die 100 im Jahr zu lesenden Bücher zu kommen <img src='http://dosi.p-shuttle.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Vor ein paar Wochen war <a href="http://www.thinkone.de/appDE/nav_product.php?product=K9783499245978&amp;ORIGIN_PRO=KNV">Die Zweifel des Sala</a>ì dran. Ein historischer Roman, verfasst von einem italienischen Ehepaar, der Altphilologin Rita Monaldi und dem Musikwissenschaftler Francesco Sorti. Nachdem ihr erster Roman <a href="http://www.thinkone.de/appDE/nav_product.php?product=K9783548280684&amp;ORIGIN_PRO=KNV">IMPRIMATUR</a> in Italien boykottiert worden war, entschlossen sich die beiden, ihre Bücher international zu veröffentlichen, wo sie in über zwanzig Sprachen übersetzt und zu Bestsellern wurden. <a href="http://www.thinkone.de/appDE/nav_product.php?product=K9783463405223&amp;ORIGIN_PRO=KNV">Die Zweifel des Salaì</a> erschien 2008 und landete (wie das im Normalfall so läuft) über den Bücherbrief des <a href="http://www.perlentaucher.de/">Perlentauchers</a> in meinen Suchaufträgen bei <a href="http://www.booklooker.de">booklooker</a> und einige Zeit später zum Schnäppchenpreis in meinem Briefkasten.<br />
Der Plot: Leonardo da Vinci verbringt im Jahre 1501 einige Zeit in Rom, weil er von einem hohen Beamten der Kurie beauftragt wurde, herauszufinden, wer all die schlimmen Gerüchte über Papst Alexander VI. in Umlauf bringt. Leonardo wird von seinem Adoptivsohn Salaì begleitet. Aus dessen Briefen an seinen Florentiner Padrone Macchiavelli besteht die Erzählung. Locker, flüssig und humorvoll lesen sich die 400 Seiten der Korrespondenz. Im Stil des Schmelmenromans berichtet Salaì von zwielichtigen Gestalten und erotischen Abenteuern, von Scherzen und Gefahren. Im Laufe der Zeit stellt sich heraus, dass die Verschwörung mehrheitlich von Deutschen aus Straßburg ausgeht, die &#8211; durch Tacitus&#8217; Germania &#8211; von ihrer Überlegenheit überzeugt sind und den Papst schwächen wollen, auf dass eine Revolution kommen möge. Alles in allem ein nettes Buch, in welchem der Leser einiges über die damalige Zeit erfährt und ganz gut unterhalten wird.</p>
<p><a href="http://dosi.p-shuttle.de/wp-content/uploads/2010/08/ZweifelDesSalai.jpg" onclick="window.open('http://dosi.p-shuttle.de/wp-content/uploads/2010/08/ZweifelDesSalai.jpg','popup','width=300,height=300,scrollbars=no,resizable=yes,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=yes,left=0,top=0');return false"><img src="http://dosi.p-shuttle.de/wp-content/uploads/2010/08/ZweifelDesSalai-tm.jpg" height="300" width="300" border="1" hspace="4" vspace="4" alt="Zweifeldessalai" /></a><br />
Warum mir unter all den Sonntagsromanen gerade dieser einen Blogpost wert ist? Der Grund liegt weniger in den knapp 70 Briefen des Salaì, sondern vielmehr im 100-seitigen Apolog. Hier erfährt der Leser von den intensiven historischen Nachforschungen der Autoren und erkennt fasziniert, dass der rote Faden der Erzählung wahrer ist als gedacht, und dass es die Wahrheit durchaus mit erdichteten Kriminalromanen aufnehmen kann. Monaldi &#38; Sorti berichten von Rodrigo Borgia, besser bekannt als Skandalpapst Alexander VI., dem Mätressen, Orgien, uneheliche Kinder etc. angehängt wurden und der bis heute als das schlechthinnige Sinnbild für den Abfall der römischen Kirche im Mittelalter gilt. Die Autoren geben in aller Kürze Rechenschaft über ihre Recherchearbeiten, verweisen auf weiterführende Literatur und präsentieren Ergebnisse, die ungeheuerlich aber glaubwürdig scheinen und die mich zum Nachdenken bringen. Zwei Ausschnitte:</p>
<ul>
<li>Borgia war vor seiner Wahl zum Papst ein ehrenwerter Mann und ist es auch danach geblieben. Als Alexander VI. versuchte er, diverse Kirchenreformen anzustoßen, die ihm aus den unterschiedlichsten Gründen nicht gelangen. Briefe an den deutschen Klerus belegen, wie ernst es ihm damit war und wie sehr er sich damit in die Nesseln setzte. Manches von dem, was er angedacht hatte, wurde erst Jahrzehnte später im Tridentinum umgesetzt. Nun allerdings unter ganz anderen Vorzeichen.</li>
<li>Tacitus&#8217; Germania, von der ich im Lateinunterricht auch schon Teile zu übersetzen hatte, ist möglicherweise eine Fälschung, gerne aufgenommen von der Gruppierung Deutscher, die den Reformen Alexanders entgegen standen. Der darin enthaltene Gedanke der Überlegenheit und Rassenreinheit der Deutschen wurde später insbesondere von Himmler wieder aufgegriffen. Faszinierenderweise wurde die Echtheit der Germania immer wieder angezweifelt, aber das Werk, das diese Zweifel letztlich zu zerstreuen versuchte, wurde von einem Historiker in Diensten der SS verfasst, der ein besonderer Günstling Himmlers war und auch im Nachkriegsdeutschland bis 1990 (!) noch einen Lehrauftrag hatte.</li>
</ul>
<p>Sollten Monaldi und Sorti mit ihren Thesen richtig liegen (was ich natürlich nicht beurteilen kann), dann stellt die Wirklichkeit Dan Browns Phantasie deutlich in den Schatten. In mancherlei Hinsicht bringt mich dieses zum Nachdenken: Was war das für ein Boden, auf dem die Reformation gewachsen ist (nicht dass ich ihre Kerninhalte in Frage stellen will)? Ob der ohne die Verleumdungen Alexanders auch so fruchtbar gewesen wäre? Ob die Kirchengeschichte möglicherweise ganz anders verlaufen wäre? Und wie ist dies im Nachhinein zu bewerten? Interessant auch, dass das, was als gesicherte Geschichte, als faktische Ergebnisse wissenschaftlicher Forschungen, als historisch abgesichert präsentiert wird, auf solch tönernen Füßen steht. Dass eine Lehrmeinung irgendwann zu einer Doktrin wird, die nicht mehr hinterfragt werden darf, das kommt mir aus der Theologie doch äußerst bekannt vor und gefällt mir überhaupt nicht. Wenn der Wind sich gedreht hat und das neue Paradigma etabliert ist, dann wird von intellektueller Redlichkeit gesprochen, von gesicherten Ergebnissen, und dann ist es vorbei mit der Toleranz &#8211; ob nun die Evolutionstheorie in Frage gestellt wird oder die Theorie des deuteronomistischen Geschichtswerkes mit jahwistischen, elohistischen und was-weiß-ich-was-Schriften oder die Frage, ob praktizierte Homosexualität Gottes gute Idee war (dem geneigten Leser werden sicherlich auch andere Beispiele einfallen). Wer das Hinterfragen und das Hinterfragt-werden des Hinterfragens nicht mehr zulässt, bewegt sich in eine Richtung, die ich nicht mitgehen möchte. Denn: Nur die toten Fische schwimmen immer mit dem Strom. Das ist natürlich auch eine platte Pauschalaussage, aber es gibt mir die Möglichkeit, einen ernsten Post augenzwinkernd mit einem Lied zu beenden, bei dem Du &#8211; falls Du genau zuhörst &#8211; im Hintergrund nicht nur meine Jungscharknaben, sondern auch mich sowas wie &#8230; ähm &#8230; singen hören kannst. Mann ist das lange her&#8230;<br />
<object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Z3tyo6gRnHY?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Z3tyo6gRnHY?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object><br />
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<p style="text-align:right;font-size:10px;">Technorati Tags: <a href="http://www.technorati.com/tag/Alexander VI." rel="tag">Alexander VI.</a>, <a href="http://www.technorati.com/tag/Kirchenkrititk" rel="tag">Kirchenkrititk</a>, <a href="http://www.technorati.com/tag/Monaldi &#038; Sorti" rel="tag">Monaldi &#038; Sorti</a>, <a href="http://www.technorati.com/tag/Papst " rel="tag">Papst </a>, <a href="http://www.technorati.com/tag/Snubnose" rel="tag">Snubnose</a>, <a href="http://www.technorati.com/tag/Reformation" rel="tag">Reformation</a>, <a href="http://www.technorati.com/tag/Vatikan" rel="tag">Vatikan</a>, <a href="http://www.technorati.com/tag/Zweifel" rel="tag">Zweifel</a></p>
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		<title>Das Ende der EmergingChurch-Bewegung?</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 21:21:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DoSi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus meinem Kopf]]></category>

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		<description><![CDATA[Lange war es still auf diesem Blog. Viel war zu tun und die Zeit war knapp, die Motivation reichte nicht aus, obwohl genug Stoff vorhanden gewesen wäre, über den zu schreiben sich gelohnt hätte. Nachdem ich dann heute morgen versehentlich den aktuellen Stand der Bücher, CDs, DVDs und Kinofilme, die ich 2010 bislang genossen hatte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Lange war es still auf diesem Blog. Viel war zu tun und die Zeit war knapp, die Motivation reichte nicht aus, obwohl genug Stoff vorhanden gewesen wäre, über den zu schreiben sich gelohnt hätte. Nachdem ich dann heute morgen versehentlich den aktuellen Stand der Bücher, CDs, DVDs und Kinofilme, die ich 2010 bislang genossen hatte, gepostet (und wieder gelöscht) habe, ist es nun an der Zeit, das Schweigen ein klein wenig zu brechen. Bevor ich mich in den nächsten Tagen an mein &#8220;Gehört, gelesen und gesehen 2009&#8243; machen werde, widme ich mich hier zunächst einmal kurz der Emergent Conversation.</p>
<p>In den letzten Wochen wurde in der englischsprachigen Blogosphäre viel über das Ende der EmergingChurch-Bewegung gesprochen, und vorgestern <a href="http://siyach.wordpress.com/2010/01/24/das-ende-der-emerging-church/">stieß Marlin ins selbe Horn</a>: Für ihn ist die Party vorbei, weil es zwar Blogs, Foren und Veröffentlichungen gibt, aber ihm viel zu wenig Praktisches passiert. Die Reise geht für ihn eher in Richtung »missional church«. Ich mag Marlin, aber in diesem Punkt bin ich anderer Meinung.<br />
Vorab zwei subjektive emotionale Reaktionen: Erstens trauere ich sehr um den <em>künstlichen Gegensatz zwischen missional und emergent</em> &#8211; beides gehört zusammen; aus meiner Sicht ist das missionale Denken eo ipso ein Teil des Ausflusses der EmergentConversation. Zweitens nervt mich zusehends die Annahme, dass aus der emergenten Bewegung nichts Praktisches hervorginge. Das ist schlicht falsch. Alle mir persönlich bekannten Teilnehmer der Emergent Conversation sind am Bau des Reiches Gottes beteiligt &#8211; in praktischer herkömmlicher Gemeindearbeit, in aufsuchender Arbeit bei den Marginalisierten, im Einsetzen für einen fairen Lebensstil und im Schaffen neuer Räume, in denen Gott und einander begegnet werden kann. Alle sind Praktiker. Dass nicht jeder sofort eine neue Gemeinde gründet oder ein Projekt startet, das sofort mit eigener Website, eigener Facebook-Gruppe und eigenem Twitter-Account oder -Hashtag an den Start geht, ist möglicherweise sogar so gewollt&#8230; Theorie und Praxis gehören integral zusammen, beides bedingt einander, das Denken ändert das Handeln und das Handeln verändert das Denken. Mit den Worten von Helmut Gollwitzer: Theologie ist immer Theorie zwischen Praxis und Praxis. Beides ist notwendig und an sich wertvoll. Jesus hat nicht nur gehandelt, sondern auch gelehrt. Die Mischung macht&#8217;s.</p>
<p>Aber zurück zum Thema. Vielleicht wird jetzt offenbar, was schon lange klar war: <em>Es gibt nicht das eine emergente Gemeindemodell, es gibt nicht das eine emergente Glaubensbekenntnis, es gibt nicht die eine emergente Spiritualitätsform</em>. Es geht nicht um Gleichschaltung auf eine gemeinsame Linie durch Mittel wie Konferenzen oder Kernmedien. Es geht um sehr verschiedene Menschen, die alle auf ihre eigene Weise dem Wirken des Geistes Gottes in unserer Zeit nachspüren und ihm Raum zu geben versuchen. MIt den gemeinsamen Fragen hat alles begonnen. Möglicherweise hat sich mittlerweile <em>eine gemeinsame Kern-Theologie herausgebildet, die meines Erachtens tief in der ostkirchlichen Trinitätslehre verwurzelt ist</em>. Daraus ergibt sich ein erweitertes Verständnis von Gemeindeleitung, ein erneuertes Verständnis von Gemeinschaft, zwischenmenschlichen Beziehungen und sozialer Gerechtigkeit, ein neues Verständnis vom Reich Gottes und von der Nachfolge Jesu. Die Ethik knüpft an das Erbe der Täufer an; die eigentliche Lehre Jesu erfährt eine neue Betonung. Langsam wird zumindest für mich immer deutlicher, wofür die emergente Bewegung in Deutschland steht. Aber sie ist, was sie schon immer war: emergent.</p>
<p>Ist die EmergingChurch-Bewegung am Ende? Ich glaube nicht; ich denke vielmehr, sie beginnt erst. Sie ist weiterhin am Emergieren &#8211; sie bricht hervor, sie wandelt sich, vernetzt sich. In ganz unterschiedlichen Kontexten reagieren Menschen auf die eine sanfte Stimme, den Ton leisen Wehens und streben nach einem ganzheitlichen Leben-in-Gemeinschaft nach der Idee Gottes. Vieles ist unklar, viele Fragen sind da, mit denen umzugehen ist, viele Gedanken entstehen, viele Schmerzen sind da. Auf dem EmergentForum hat <a href="http://tafel.4haso.de/">Haso</a> Worte gefunden und mir damit direkt aus dem Herzen und ins Herz gesprochen. Ich empfehle <a href="http://emergent-deutschland.de/2009/12/19/hoeren-50-was-tut-gott-unter-uns-harald-sommerfeld/">dieses MP3</a> wärmstens all denen, die sich für die emergente Bewegung interessieren. <a href="http://emergent-deutschland.de/hoeren/ED-Podcast_050_Harald_Sommerfeld_-_Was_tut_Gott_unter_uns.mp3">22:56 min</a>, die sich lohnen. Haso spricht u.a. darüber, dass Gott nicht einen Schmetterling erschafft, sondern eine Raupe, die sich verpuppt. Es ist diese Zwischenphase, die meines Erachtens viele Vertreter der emergenten Bewegung weiterhin kennzeichnet &#8211; eine Mischung aus Hoffnung, Schmerzen, Trauer und Zuversicht. Die Zeit als Raupe ist vergangen, die Schmetterlingsphase kommt wohl erst noch oder beginnt gerade jetzt. In diesem Zusammenhang empfehle ich nochmals meine meine Serie zu <a href="http://www.p-shuttle.de/dosi/bucher/chrysalis/">Alan Jamiesons Buch Chrysalis</a>, die vielleicht einige Monate zu früh kam <img src='http://dosi.p-shuttle.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Aber vielleicht hatten wir auch gehofft, die Chrysalis-Phase ginge schneller vorbei&#8230;</p>
<p>In den letzten Jahren hat sich immer wieder Jesja 43,19 in meine Gedanken geschlichen. In einer Situation der Hoffnungslosigkeit kündigt der Prophet das Handeln Gottes an:</p>
<blockquote><p>Siehe, ich will ein Neues schaffen. Jetzt wächst es auf &#8211; erkennt ihr&#8217;s denn nicht?</p></blockquote>
<p>Ich habe diesen Worten wieder und wieder hinterhergedacht. Viele Vorstellungen hatte das Bundesvolk davon, wie Gott handeln und was genau er tun sollte. Der Messias, der kam, war ganz anders. Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, aber die meisten hatten keine Augen dafür. Ich habe mich oft gefragt, ob ich Jesus als den erkannt hätte, der er war, und ob ich vielleicht nicht auch das Kreuzige! gerufen hätte. Gott schuf ein Neues, es dauerte lange, es kam ganz anders als erwartet und stimmte doch mit Geist und Buchstabe der alten Schriften überein. Ich glaube, dass in unserer Generation &#8211; wie immer mal wieder in der Kirchengeschichte &#8211; etwas Ähnliches geschieht.</p>
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<p style="text-align:right;font-size:10px;">Technorati Tags: <a href="http://www.technorati.com/tag/Emergent Deutschland" rel="tag">Emergent Deutschland</a>, <a href="http://www.technorati.com/tag/Emerging Church" rel="tag">Emerging Church</a></p>
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		<title>Vom Dichten und Denken und, achja: Wie ich die Bibel verstehe und mir den Umgang mit ihr vorstelle</title>
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		<pubDate>Tue, 19 May 2009 20:32:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DoSi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus meinem Kopf]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>

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		<description><![CDATA[[Ist doch ein scheinbar bedeutungsschwangerer Titel für einen neuen Post nach sechs Wochen Funkstille, oder?] In den letzten Wochen bin ich immer wieder on- und offline auf Publikationen gestoßen, in denen entweder dieser Blog oder mein kleiner Artikel in ZeitGeist zitiert wurde, wenn es darum ging, zu beweisen, dass und warum die »Emerging Church«-Bewegung doof [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	[Ist doch ein scheinbar bedeutungsschwangerer Titel für einen neuen Post nach sechs Wochen Funkstille, oder?] In den letzten Wochen bin ich immer wieder on- und offline auf Publikationen gestoßen, in denen entweder dieser Blog oder mein kleiner Artikel in <a href="http://zeit-geist.info/">ZeitGeist</a> zitiert wurde, wenn es darum ging, zu beweisen, dass und warum die »Emerging Church«-Bewegung doof ist. Und ich muß nun damit leben, als »einer der Vordenker dieser Bewegung im deutschsprachigen Raum« bezeichnet zu werden. Das macht mir ja eigentlich auch nichts aus; schließlich ist ja jeder selbst schuld, wenn er &#8211; ohne selbst nach-zudenken &#8211; einfach das übernimmt, was ich ihm vor-gedacht habe. Und außerdem denke ich mir ja manchmal was bei dem, was ich denke und dann auch äußere. Aber leider beschleicht mich immer häufiger das Gefühl, dass das, was mir gedacht zu haben nachgesagt wird, gar nicht aus meinem Kopf stammt. Dann sehe ich genauer hin und stelle fest: Es sind tatsächlich Worte, die ich geschrieben habe &#8211; nur scheinen sie im neuen Kontext nicht das zu sagen, was ich ursprünglich gemeint hatte. Es wird also nicht das nach-gedacht, was ich vor-gedacht habe, sondern es wird mir etwas angedichtet, was ich nie gedacht hätte. Und das ist schade. Insbesondere deshalb, weil plötzlich Mauern errichtet werden, wo Brücken sein könnten. Faszinierenderweise sind mir viele andere Beiträge in den erwähnten doch ungenannt bleibenden Publikationen oft sehr sympathisch, weil sie sich darum bemühen, Gedanken aus der Heiligen Schrift verständlich zu machen. Ich lese diese Beiträge, nicke zustimmend mit dem Kopf und freue mich über sie. Sind ja doch eigentlich Brüder (warum schreiben in diesen Publikationen eigentlich nie Frauen? und warum reden sie sich so oft mit der Kombination aus »Bruder«+Nachname an?) im Geiste (auch wenn sie gerne diejenigen, die den Heiligen Geist betonen, etwas schief ansehen oder aber gleich verteufeln). Aber irgendwie kommen diese Brüder im Geiste immer zu dem Schluss, dass die Bewegung, derer sie mich als einen deutschsprachigen Vordenker zuordnen, böse (und oft: »vom Teufel«) ist. Das finde ich wie gesagt sehr schade. Dachte ich doch, dass niemand Jesus den Herrn nennen kann, außer durch den Heiligen Geist. Wenn also ich Jesus den Herrn nenne und sie es auch tun, dann gehören wir doch auf dieselbe Seite, oder?<br />
Nun da Du, lieber Bruder im Herrn, kein Vertreter emergenten Gedankenguts mehr werden wirst und das auch nicht sollst, dieses Blog liest, mich für böse oder verblendet hältst und nach Munition für weitere Anti-Emerging-Artikel suchst, mache ich Dir ein Angebot: Lade <a href="http://www.leiterschaft.de/cms/public/index.php?id=107&amp;expand=">hier</a> kostenlos meine Diplomarbeit (Bachelor-Thesis) herunter, die ich an der <a href="http://www.leiterschaft.de/cms/public/index.php">Werkstatt für Gemeindeaufbau</a> geschrieben habe. Das gute Stück ist drei Jahre alt und heißt <a href="http://www.leiterschaft.de/cms/admin/module/mod_download/media.php?id=79">Theologia Semper Reformanda: Grundlinien für theologisches Arbeiten in der Zeit nach der Moderne</a>. Ja, ich weiß, das klingt ein wenig protzig. Mir ist damals kein besserer Titel eingefallen, aber irgendwie find ich&#8217;s auch heute noch ein bißchen cool. Wenn Du über den Titel hinweg sehen kannst, dann schau Dir das <a href="http://www.leiterschaft.de/cms/admin/module/mod_download/media.php?id=79">pdf</a> mal an. Darin lege ich u.a. dar, wie ich die Bibel verstehe und mir den Umgang mit ihr vorstelle. Und warum ich glaube, dass wir in manchem, wie wir die Bibel verstehen, umdenken sollten, weil wir dem, was uns die Autoren vor-gedacht haben, des Öfteren etwas hinzu-gedacht und ihre Gedanken in unsere Verständnisse hinein-gedacht haben. Du darfst es lesen und zitieren, und ich hoffe, dass wenn zukünftig mein Name im Zusammenhang mit dem »Schriftverständnis der Emerging Church«-Bewegung fällt, diese Arbeit zumindest berücksichtigt wird. Natürlich kann man auch in dieser Arbeit manches falsch verstehen oder aus dem Zusammenhang reißen. Aber vielleicht stellst Du ja fest, dass wir unter Umständen gar nicht so weit auseinander liegen und es möglicherweise an der Zeit wäre, die eine oder andere Brücke zu bauen. Ich würde mich jedenfalls freuen. Ganz ehrlich.</p>
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<p style="text-align:right;font-size:10px;">Technorati Tags: <a href="http://www.technorati.com/tag/Bibel" rel="tag">Bibel</a>, <a href="http://www.technorati.com/tag/Bibelverständnis" rel="tag">Bibelverständnis</a>, <a href="http://www.technorati.com/tag/Emerging Church" rel="tag">Emerging Church</a>, <a href="http://www.technorati.com/tag/Kritik" rel="tag">Kritik</a>, <a href="http://www.technorati.com/tag/Zeitgeist" rel="tag">Zeitgeist</a></p>
<p><!-- technorati tags end --></p>
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		<title>Verschiedene Orte, gemeinsame Praxis &#8211; wie kann heute eine »Ordensregel« aussehen?</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 19:49:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DoSi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Aus meinem Kopf]]></category>

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		<description><![CDATA[1997 war ich Teil des Leitungsteams einer Jungschargruppe, deren Teilnehmer ca. 10 Jahre alt waren. 1999 äußerten einige der Jungs während eines Zeltlagers den Wunsch, auch zu Hause solche Bibelarbeiten durchzuführen, wie sie sie von der Freizeit gewohnt waren. Zusammen mit einem Mitverschwörer, der neben zwei weiteren Personen mit mir diese Jungschar leitete, begannen wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	1997 war ich Teil des Leitungsteams einer Jungschargruppe, deren Teilnehmer ca. 10 Jahre alt waren. 1999 äußerten einige der Jungs während eines Zeltlagers den Wunsch, auch zu Hause solche Bibelarbeiten durchzuführen, wie sie sie von der Freizeit gewohnt waren. Zusammen mit einem Mitverschwörer, der neben zwei weiteren Personen mit mir diese Jungschar leitete, begannen wir von diesem Zeitpunkt an, uns wöchentlich zu treffen und kapitelweise das Johannesevangelium durchzugehen. Es folgte der Römerbrief und im Anschluß dann das Buch <a href="http://www.amazon.de/Nicht-wie-bei-R%C3%A4ubers/dp/3932842014/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1222717236&amp;sr=8-1">Nicht wie bei Räubers</a>, welches den Namen inspirierte, den wir unserer Gemeinschaft gaben: »Schoßhocker«, denn wir wollen &#8211; schwäbisch geschwätzt &#8211; bei unserem himmlischen Vater »auf dem Schoß hocken«. Einiges hat sich seitdem getan, einige Jungs haben sich verabschiedet, zwei Mädels sind dazu gekommen, wir haben viel gemeinsam erlebt, sind durch unterschiedliche Prozesse gegangen, haben gefeiert, aneinander gelitten und sind miteinander gewachsen. Irgendwann kristallisierte sich dann unser Motto heraus: »Gemeinsam verbindlich Jesus folgen«. Durch die bewußte Entscheidung, in der engen Verbindung mit genau diesen Mitmenschen den Weg der Nachfolge zu gehen, aufgrund der gemeinsamen Geschichte und aufgrund der beteiligten Persönlichkeiten <img src='http://dosi.p-shuttle.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  paßte diese Truppe nie so ganz zur traditionellen Gemeindelandschaft, bekam aber vom örtlichen CVJM ausreichend Raum zum Experimentieren und zur Entfaltung. Ein beständiger Ratgeber auf unserem Weg war dabei Bonhoeffers <a href="http://www.amazon.de/Kaiser-Taschenb%C3%BCcher-Bd-41-Gemeinsames-Leben/dp/3579050419/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1222717395&amp;sr=8-1">Gemeinsames Leben</a>. Viele meiner persönlichen Überzeugungen haben sich in diesem Kontext geformt.<br />
Mittlerweile sind wir alle in den Zwanzigern, einer ist verheiratet, und während die eine Hälfte noch in der beschaulichen Heimat wohnt, sind die anderen ausgeflogen &#8211; nach München (wo sich momentan vier von uns befinden), Berlin, Karlsruhe und Urberach. Da wir jedoch immer davon überzeugt waren, daß die Bande dieser Gemeinschaft enger geknüpft sind als in den meisten kirchlichen Kleingruppen, war klar, daß es &#8211; inspiriert von Zinzendorfs Senfkornorden &#8211; auf eine neue Weise weitergehen würde. Und so denken wir nun schon seit Längerem an einer Art »Ordensregel« herum. Allerdings dreht sich diese weniger um die evangelischen Räte Armut, Keuschheit und Gehorsam, sondern wir suchen nach konkreten Praktiken oder geistlichen Übungen, die uns zusätzlich zu unserem vierteljährlichen persönlichen Treffen miteinander und mit Jesus verbinden sollen. Die Herausforderung liegt darin, den unterschiedlichen Persönlichkeiten, Lebensrhythmen und Orten gerecht zu werden und Dinge zu finden, die von jedem auf seine Art gefüllt werden können. Auf Folgendes sind wir bislang u.a. gekommen:</p>
<ul>
<li>ein tägliches, vorformuliertes, kurzes Gebet, das unsere Werte und Identität ausdrückt </li>
<li>eine wöchentliche Gebetszeit für die Gemeinschaft als Ganze und die einzelnen Glieder</li>
<li>zwischen den Treffen die Beschäftigung mit dem gleichen Bibelbuch und Notizen dazu, was für die Einzelperson und/oder die Gemeinschaft als Ganze wichtig wird</li>
<li>die Übernahme der Patenschaft für ein Kind in der dritten Welt</li>
</ul>
<p>Warum ich das schreibe? Nicht, weil ich denke, daß wir den Dreh raus haben. Wir sind nicht die Ersten damit. Auch nicht, weil ich glaube, daß dies ein Beitrag zu einer neuen Gemeindeform sein könnte. Meiner Ansicht nach sollte jeder Christ in einer lokalen Gemeinschaft mit realen Menschen verwurzelt sein, die er öfter sieht als viermal pro Jahr. Alle Möglichkeiten des Web 2.0 können diese meiner Ansicht nach nicht ersetzen.<br />
Ich schreibe das, weil ich mit den vier oben genannten Punkten nicht zufrieden bin und weil ich mir von Dir weitere Anregungen erhoffe. <a href="http://www.p-shuttle.de/dosi/sinn-der-sache/">Leben-mit-Gott</a> ist soviel mehr als diese Punkte. Was denkst Du dazu? Welche Praktiken/Übungen fallen Dir noch ein, die der Liste hinzugefügt werden könnten? Und vielleicht kennst Du ja ein kostenloses, einfach zu bedienendes Webtool, mit dem unter Ausschluß der Öffentlichkeit a) ein Austausch über das gemeinsam zu lesende Bibelbuch, b) die Koordination gemeinsamer Termine und c) die Information über Gebetsanliegen, Orga u.ä. möglich wäre &#8211; die Beiträge am Besten noch abonnierbar per Mail oder RSS-Feed? (Die Kombination mehrerer Tools macht keinen Sinn, da nicht alle Glieder der Gemeinschaft soviel Zeit im Web verbringen wie der Autor dieser Zeilen.)</p>
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		<title>Über Dienst und Botschaft Jesu</title>
		<link>http://dosi.p-shuttle.de/uber-dienst-und-botschaft-jesu/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 May 2008 20:38:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DoSi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus meinem Kopf]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; schreibe ich grade eine Seminararbeit. Heute ist diese Gliederung entstanden, die einige Punkte daraus in meinem Kopf verbinden soll. Technorati Tags: Jesus]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	&#8230; schreibe ich grade eine Seminararbeit. Heute ist diese Gliederung entstanden, die einige Punkte daraus in meinem Kopf verbinden soll.</p>
<p><a href="http://www.p-shuttle.de/dosi/wp-content/uploads/2008/05/gliederung.jpg" onclick="window.open('http://www.p-shuttle.de/dosi/wp-content/uploads/2008/05/gliederung.jpg','popup','width=1200,height=1600,scrollbars=no,resizable=yes,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=yes,left=0,top=0');return false"><img src="http://www.p-shuttle.de/dosi/wp-content/uploads/2008/05/gliederung-tm.jpg" height="500" width="375" border="1" hspace="4" vspace="4" alt="Gliederung" /></a></p>
<p><!-- technorati tags start -->
<p style="text-align:right;font-size:10px;">Technorati Tags: <a href="http://www.technorati.com/tag/Jesus" rel="tag">Jesus</a></p>
<p><!-- technorati tags end --></p>
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		<title>Worüber ich gerne bloggen würde</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Feb 2008 11:36:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DoSi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus meinem Kopf]]></category>

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		<description><![CDATA[Mittlerweile ist der Bock auf Blog zurückgekommen. Leider fehlt die Zeit dazu. Und dabei würde ich doch so gerne etwas zu folgenden Themen schreiben: (1) Tony Jones&#8217; neues Buch The New Christians: Dispatches from the Emergent Frontier ist mir heute von meiner Postbotin überreicht worden. Ein schönes Buch, über das ich gerne eine Serie gestartet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Mittlerweile ist der Bock auf Blog zurückgekommen. Leider fehlt die Zeit dazu. Und dabei würde ich doch so gerne etwas zu folgenden Themen schreiben:</p>
<p>(1) Tony Jones&#8217; neues Buch <a href="http://www.amazon.de/New-Christians-Dispatches-Emergent-Frontier/dp/0787994715/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books-intl-de&amp;qid=1203591831&amp;sr=8-1">The New Christians: Dispatches from the Emergent Frontier</a> ist mir heute von meiner Postbotin überreicht worden. Ein schönes Buch, über das ich gerne eine Serie gestartet hätte. Schade. Aber vielleicht gibt&#8217;s ein Review. Wer sich dafür interessiert, kann <a href="http://tonyj.net/">Tony&#8217;s Blog</a> als Plattform verwenden. Unzählige Ausschnitte, Podcasts und Besprechungen zu diesem Buch finden sich in der englischsprachigen Blogosphäre.<br />
<a href="http://www.p-shuttle.de/dosi/wp-content/uploads/2008/02/21a9whu24nl.-sctzzzzzzz-.jpg" onclick="window.open('http://www.p-shuttle.de/dosi/wp-content/uploads/2008/02/21a9whu24nl.-sctzzzzzzz-.jpg','popup','width=107,height=160,scrollbars=no,resizable=yes,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=yes,left=0,top=0');return false"><img src="http://www.p-shuttle.de/dosi/wp-content/uploads/2008/02/21a9whu24nl.-sctzzzzzzz-tm.jpg" alt="21A9Whu24Nl. Sctzzzzzzz " border="1" height="198" hspace="4" vspace="4" width="133" /></a></p>
<p>(2) <a href="http://www.inmeinerstrasse.de/blog">Günter Hess</a> hat mir vor einigen Tagen ein Blogstöckchen zugeworfen. Es findet sich in den Kommentaren zu <a href="http://www.p-shuttle.de/dosi/?p=387#comment-6947">diesem Post</a>. Höflichkeit gebietet mir, darauf zu antworten. Zeitnot gebietet mir, diese Antwort zu verschieben. Vielleicht möchtest Du eine Antwort verfassen?</p>
<p>(3) Simon de Vries hat <a href="http://www.vries-land.de/emerging-landeskirche-9-thesen">neun Thesen</a> verfaßt, in denen er das emergente Potential der Landeskirche auslotet. Ich bin Mitglied der evangelischen Kirche in Württemberg; ich liebe diese Kirche und leide an ihr. Trotzdem oder gerade deshalb sehe ich die Dinge ganz anders und sehr viel negativer als Simon. Aber woher die Zeit nehmen, meine eigenen Gedanken zu sortieren und auch noch in die Diskussion auf seinem Blog einzusteigen?</p>
<p>(4) Ein Post in meinem Hinterkopf lautet »Emerging <em>Church</em> vs. Emerging <em>Faith</em>«. Irgendwie frage ich mich, warum soviel der Bloggerei aus Deutschland die Frage nach Kirchenstrukturen und Gemeindeformen gar nicht stellt. Dabei ist dies für mich eine der Kernfragen schlechthin. Aber warum lebt das außer ein paar Verrückten keiner? Warum glaubt jeder daran, im Inneren von Institutionen und Organisationen einfach nur durch ein paar veränderte Glaubenssätze emergentes Leben hervorbringen zu können? Was hat Jesus eigentlich mit dem Weinschlauch gemeint? Warum besteht EC in D nur aus theologischen Diskussionen? Und wenn wir schon bei Gibbs und Bolger sind: Wo bleibt »Leading as a body«? Warum gibt es Bühnen in Gemeinden? Warum Kanzeln in Kirchen? Warum tragen Pfarrer einen Talar? Warum kann in meiner Kirche nicht jeder Gläubige das Abendmahl austeilen? Wozu braucht es einen Sonntagsgottesdienst als zentralen Versammlungsort der Gemeinde? Warum verwenden freie Gemeinden ebenfalls dasselbe System wie die Volkskirchen? Warum sind Gemeindeglieder zu Konsumenten verkommen? Wo ist das inkarnatorische Gemeindemodell? Wie sähe denn eine missionale Gemeindestruktur aus? Wozu braucht es in einer Gemeinde hauptamtliche Angestellte mit einer theologischen Ausbildung? Warum lese ich auf deutschen Blogs nichts über das Buch <a href="http://www.amazon.de/Pagan-Christianity-Exploring-Church-Practices/dp/141431485X/ref=pd_bbs_sr_1?ie=UTF8&amp;s=books-intl-de&amp;qid=1203593693&amp;sr=8-1">Pagan Christianity</a>? Das sind die Fragen, die ich mir im Moment stelle. Bewegt das außer mir noch jemanden? Oder klopfen wir uns alle auf die Schultern, unterhalten uns angeregt weiter und berauschen uns an der Musik, während Rom fröhlich weiter brennt und die Titanic entspannt untergeht?</p>
<p><!-- technorati tags start --></p>
<p style="text-align: right; font-size: 10px">Technorati Tags: <a href="http://www.technorati.com/tag/Emerging%20Church" rel="tag">Emerging Church</a>, <a href="http://www.technorati.com/tag/Tony%20Jones" rel="tag">Tony Jones</a></p>
<p><!-- technorati tags end --></p>
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		<title>Über die Bibel und den Willen Gottes</title>
		<link>http://dosi.p-shuttle.de/uber-die-bibel-und-den-willen-gottes/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Dec 2007 22:34:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DoSi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus meinem Kopf]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute hat mich Anna mit einer Frage zum Nachdenken gebracht: Wie lebt man als Christ den Willen Gottes? Was mir bei der Antwort auf diese Frage geholfen hat und immer noch hilft, ist, immer wieder viel Bibel am Stück zu lesen oder anzuhören (toller Link von Storch: Die ganze Bibel zum Runterladen und Anhören). Am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Heute hat mich <a href="http://www.p-shuttle.de/anna">Anna</a> mit einer Frage zum Nachdenken gebracht: <a href="http://www.p-shuttle.de/anna/?p=82">Wie lebt man als Christ den Willen Gottes?</a></p>
<p>Was mir bei der Antwort auf diese Frage geholfen hat und immer noch hilft, ist, immer wieder viel Bibel am Stück zu lesen oder anzuhören (toller Link von <a href="http://www.jfrs.de/storch/blog/wordpress/2007/12/05/das-beste-buch-zum-download/">Storch</a>: Die ganze <a href="http://www.sermon-online.de/search.pl?lang=de&amp;id=0&amp;searchstring=&amp;author=0&amp;language=24&amp;category=2&amp;mediatype=0&amp;order=0&amp;x=24&amp;y=27">Bibel zum Runterladen und Anhören</a>). Am liebsten lese ich dabei immer ein komplettes Buch. Wenn ich eine durch habe, wechsele ich die Übersetzung. Das hilft mir immer wieder, neue Aspekte in Texten zu entdecken, die ich schon seit Jahren in der Luther-Version auswendig kenne. </p>
<p>Warum so viel am Stück lesen? Bei einem solchen Lesen geht es mir nicht darum, irgendwelche Details zu studieren oder zu entdecken oder zu meditieren, sondern darum, den roten Faden zu verstehen, die Zusammenhänge zu sehen, die Geschichte Gottes mit den Menschen zu verfolgen und mitzuerleben. So habe ich als Kind angefangen &#8211; mit Hörspielkassetten und der Kinderbibel. Später wurde mir dann »Stille Zeit« beigebracht. Dabei wurde anhand eines Leseplanes mit Erklärungen täglich ein kurzer Abschnitt gelesen und intensiv darüber nachgedacht. Diese Art des Bibellesens hat mir geholfen, an manchen Stellen in die Tiefe zu gehen. Andererseits brachte sie aber auch diverse Nachteile mit sich: Ein Absatz wird detailliert betrachtet, der Kontext wird ausgeblendet und so lange auf den paar wenigen Versen herumgekaut, bis irgendetwas herausgelesen wird, was nicht im Text steht. Das ist dann »Gottes Wort für heute«. Ich will an dieser Stelle nicht behaupten, daß Gott so nicht reden könnte. Aber dafür bräuchte er nicht die Bibel. Das würde mit jedem anderen Buch auch funktionieren. </p>
<p>Ich habe immer wieder über die Tatsache nachgedacht, daß es erst seit ca. 500 Jahren für jeden Christen die Möglichkeit gibt, die Bibel zu lesen, und daß auch Paulus und Petrus mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit keine Schriftrollen im Handgepäck hatten. Warum also sollte jeder Christ jeden Tag die Bibel lesen müssen? Faszinierenderweise beobachte ich, daß selbst unter denjenigen, die nach eigenen Angaben fast täglich in diesem Buch lesen, die Kenntnisse der innerbiblischen Zusammenhänge nicht allzu ausgeprägt sind. Bekannt sind eher einzelne Verse, die (leider viel zu oft!) aus dem Kontext gerissen werden und aus denen dann eine Theologie gemacht oder ein vermeintliches »biblisches Prinzip« entwickelt wird. Oftmals stehen mir die Haare zu Berge, wenn ich mir anhören darf, was nicht alles «ein biblisches Prinzip« sein soll. </p>
<p>Die Schriften der Bibel sind »gottgehaucht«, sind entstanden auf geheimnisvolle Weise aus göttlichem und menschlichem Ursprungs zugleich. Hier erfahre ich Ausschnitte aus der Geschichte Gottes mit der Welt  und den Menschen. Je mehr ich in mit dieser Geschichte vertraut bin, desto weniger würde ich auf irgendwelche Fragen einfache Antworten in nur einem Satz geben. (Zum Beispiel auf Fragen, die mit den Worten »Darf man als Christ &#8230;« beginnen.) Aber desto mehr verstehe ich, wie Gott tickt, was ihm wichtig ist, wie sein Herz schlägt, wie er sich die Schöpfung, die Menschen und ihr Zusammenleben gedacht hat. Das gibt mir einen guten Rahmen für meine konkreten Entscheidungen, die mir Gott übrigens nicht abnimmt. </p>
<p>Im Judentum wurden die Kinder (okay: vorrangig die Söhne) schon in jungen Jahren in den heiligen Schriften unterrichtet, so daß sie mit dem Inhalt des AT vertraut waren. Das gefällt mir. Dadurch erhielten sie einen Deutungsrahmen für ihr Leben. Meiner Ansicht nach sollten wir die Losungshefte und Bibellesepläne-mit-Auslegungen mal eine Weile zur Seite legen und uns wieder auf die Suche nach dem roten Faden der Geschichte Gottes machen. Möglicherweise würden sich dann manche der »biblischen Prinzipien« von selbst auflösen&#8230;</p>
<p>P.S.: Das soll nicht heißen, daß ich es nicht schätzen würde, mich über längere Zeit mit einem kürzeren Text zu beschäftigen. Dazu nehme ich dann immer meine schön bemalte Luther&#8217;84 zur Hand. <img src='http://dosi.p-shuttle.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Ein feines Buch zum meditativen Bibellesen ist übrigens Eugene Peterson&#8217;s <a href="http://www.amazon.de/Eat-This-Book-Eugene-Peterson/dp/0340863919/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=books-intl-de&amp;qid=1197930810&amp;sr=8-2">Eat This Book</a>, das ich hiermit von Herzen empfehle.<br />
<a href="http://www.p-shuttle.de/dosi/wp-content/uploads/2007/12/21eb472qdvl.-aa115-.jpg" onclick="window.open('http://www.p-shuttle.de/dosi/wp-content/uploads/2007/12/21eb472qdvl.-aa115-.jpg','popup','width=115,height=115,scrollbars=no,resizable=yes,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=yes,left=0,top=0');return false"><img src="http://www.p-shuttle.de/dosi/wp-content/uploads/2007/12/21eb472qdvl.-aa115-tm.jpg" height="150" width="150" border="1" hspace="4" vspace="4" alt="21Eb472Qdvl. Aa115 " /></a></p>
<p><!-- technorati tags start -->
<p style="text-align:right;font-size:10px;">Technorati Tags: <a href="http://www.technorati.com/tag/Bibel" rel="tag">Bibel</a>, <a href="http://www.technorati.com/tag/Bibelverständnis" rel="tag">Bibelverständnis</a></p>
<p><!-- technorati tags end --></p>
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		<title>Jesus, Petrus, Emergent Deutschland und Du</title>
		<link>http://dosi.p-shuttle.de/jesus-petrus-emergent-deutschland-und-du/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Dec 2007 22:52:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DoSi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus meinem Kopf]]></category>

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		<description><![CDATA[[Nachfolgend einige Gedanken, die als morgendlicher Kurzimpuls für den Sonntag auf dem Emergent Forum gedacht waren, die wir aber aus Zeitgründen gestrichen haben. Mit ihnen schließe ich meine Reihe zum Forum ab.] Nachdem Jesus sich mehrmals seinen Jüngern gezeigt hat, erzählt das letzte Kapitel im JohEv von einer besonderen Begegnung am See Tiberias. Petrus, Johannes, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<p style="text-align: justify">[Nachfolgend einige Gedanken, die als morgendlicher Kurzimpuls für den Sonntag auf dem Emergent Forum gedacht waren, die wir aber aus Zeitgründen gestrichen haben. Mit ihnen schließe ich meine Reihe zum Forum ab.]</p>
<p style="text-align: justify">Nachdem Jesus sich mehrmals seinen Jüngern gezeigt hat, erzählt das letzte Kapitel im JohEv von einer besonderen Begegnung am See Tiberias. Petrus, Johannes, Jakobus, Thomas, Nathanael und zwei weitere Jünger fischen erfolglos eine ganze Nacht lang. Am Morgen steht Jesus, den sie nicht erkennen, am Ufer des Sees und schickt sie ein zweites Mal zum Fischen, diesmal allerdings sollen sie ihre Netze zur rechten Seite des Bootes auswerfen. Sie tun das und machen einen reichen Fang. Während der Rückfahrt wird es Johannes bewußt, daß das Jesus ist, der am Ufer steht, er teilt es Petrus mit, worauf sich dieser wieder anzieht und in den See springt. Die anderen kommen ans Ufer, Petrus zieht das schwere Netz mit den 153 großen Fischen an Land, bringt sie zum Kohlenfeuer, auf dem schon Brot und Fische liegen. Jesus fordert sie zum Essen auf. Keiner wagt es, ihn nach seiner Identität zu fragen, weil sie wissen, daß er der Herr ist. Jesus kommt und nimmt das Brot und die Fische und gibt sie ihnen. Nach dem Essen entspinnt sich ein interessanter Dialog:</p>
<p><em>Als sie nun gefrühstückt hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus:</em><em> Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese?<br />
</em><em>Er spricht zu ihm:</em><em> Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe.<br />
</em><em>Spricht er zu ihm:</em><em> Weide meine Lämmer!</em><br />
<em>Wieder spricht er zum zweiten Mal zu ihm:</em><em> Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?<br />
</em><em>Er spricht zu ihm:</em><em> Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe.<br />
</em><em>Spricht er zu ihm:</em><em> Hüte meine Schafe! </em><br />
<em>Er spricht zum dritten Mal zu ihm:</em><em> Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb?<br />
</em><em>Petrus wurde traurig, daß er zum dritten Mal zu ihm sagte: Hast du mich lieb? und sprach:</em><em> Herr, du weißt alles; du erkennst, daß ich dich lieb habe.<br />
</em><em>Jesus spricht zu ihm: Weide meine Schafe! </em><em>Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und gingst, 		wohin du wolltest; wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und 	ein anderer wird dich gürten und hinbringen, wohin du nicht willst.</em><em> (Dies aber sagte er, um anzudeuten, mit welchem Tod er Gott verherrlichen sollte.)</em><em> (Und als er dies gesagt hatte, spricht er zu ihm:)</em><em> Folge mir nach!<br />
</em><em>Petrus wandte sich um und sieht Johannes nachfolgen und spricht zu Jesus:</em><em> Herr, was aber dieser?<br />
</em><em>Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, daß er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach!</em></p>
<p>Das war nicht das erste Treffen zwischen Jesus und Petrus. Wir wissen aus dem LukEv, daß Jesus Petrus allein am Ostertag begegnet ist, bevor er sich den zehn Jüngern zeigte. Dabei sprach er die Worte, die uns so wichtig sind: »Friede sei mit euch. Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Empfangt den Heiligen Geist! Wenn ihr jemandem die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, und wem ihr sie behaltet, dem sind sie behalten.« Eine Woche später trat er dann nochmals in ihre Mitte, als auch Thomas dabei war. Irgendwann in den Tagen danach dann diese Begegnung am See Tiberias. Sie wußten sich gesandt von Jesus, wußten aber nicht, was als Nächstes passieren sollte. Der allgemeine Auftrag war klar. Nun also gingen die Jünger fischen. Vielleicht war es ihnen langweilig &#8211; wer weiß? Wahrscheinlich waren sie zum letzten Mal fischen. Wahrscheinlich kam die Himmelfahrt kurze Zeit später, und danach blieben sie ja in Jerusalem. Jetzt aber war wohl manches unklar. Sie gehen fischen. Und begegnen Jesus. Stellen keine Fragen, sitzen nur beim Essen. Und dann dieses Gespräch. Ob Petrus den anderen wohl erzählt hatte, wie seine erste Begegnung mit Jesus abgelaufen war? Wir wissen es nicht. Jedenfalls stellt Jesus jetzt drei Fragen: »Liebst Du mich mehr als diese? Liebst Du mich? Hast Du mich lieb?« Drei Fragen. Dreimal hatte Petrus Jesus verleugnet. Jetzt darf er dreimal bestätigen: »Herr, Du weißt, daß ich Dich lieb habe«. Etwas wird heil in Petrus und in der Jüngergemeinschaft. Dreimal gibt Jesus den Auftrag: »Weide meine Lämmer. Hüte meine Schafe. Weide meine Schafe.« Was Jesus einst in Cäsarea Philippi zu ihm gesagt hatte, ist durch die Verleugnung nicht hinfällig geworden: »Du bist Petrus, und auf diesem Felsen will ich meine Gemeinde bauen.« Petrus hat den Auftrag zurückbekommen, den Jesus ihm damals gegeben hatte. Sein Versagen hat ihn nicht disqualifiziert. Jesus sieht in sein Herz. Daß Petrus Jesus lieb hat &#8211; das ist es, was ihn qualifiziert. Das ist die angenehme Nachricht.<br />
Die eher unangenehme Nachricht ist das, was im Folgenden kommt: Jesus deutet den Märtyrertod des Petrus an. Das schreibt Johannes in der Rückschau, zu einer Zeit, als Petrus wohl schon tot war. Jesus sagt zu Petrus: »Früher hast Du gemacht, was Du wolltest. Folge mir nach. Später werden Dinge mit Dir geschehen, die Du nicht willst.« Petrus will dann wissen, was mit Johannes geschehen wird. Jesus blockt das ab: »Was geht es Dich an, was ich mit Johannes vorhabe? Folge Du mir nach!«</p>
<p>Was sagt uns diese Geschichte, uns, die wir uns mit emergentem Gedankengut auseinandersetzen? Uns, die wir irgendwie nicht ganz zufrieden sind mit dem Bild, das die Kirche unserer Tage abgibt? Uns, die wir vieles Althergebrachte auf den Prüfstand stellen? Manche von uns sind schon länger in diesem Prozeß, andere erst seit kurzem. Manche haben in den letzten Monaten oder Jahren so viele Bücher und Blogs gelesen, daß sie gar nicht mehr wissen, wo ihnen der Kopf steht. Wenn wir berufen sind, an der Sendung Gottes zu partizipieren, dann kommt uns das so ungeheuer weit vor. Mission und Evangelisation, Umweltschutz und Gesellschaftstransformation, soziale Gerechtigkeit und inkarnatorische Ekklesiologie etc. Ein so weites Feld. So viel muß hinterfragt, dekonstruiert, neu verstanden, gedacht und artikuliert werden. Ein Gefühl der Unsicherheit schleicht sich ein. Können wir das? Sind wir überhaupt fähig dazu? Was ist mit den Menschen, die uns für das kritisieren, was wir tun und denken? Haben die recht? Sind wir nicht überfordert? Was kann Gott schon mit uns anfangen?</p>
<p>Ich glaube, daß uns Jesus die eine entscheidende Frage stellt: »Hast Du mich lieb?« Es geht nicht in erster Linie um Werte, Prinzipien oder Philosophien. Es geht in erster Linie um diese Frage, die uns Jesus stellt, jedem und jeder Einzelnen: »Hast Du mich lieb? Wenn ja, dann habe ich einen Auftrag für Dich. Möglicherweise ist der unbequem. Möglicherweise könnten Dir Dinge geschehen, die Du nicht willst. Vergleiche Dich nicht mit anderen. Entscheidend ist das, was ich zu Dir persönlich sage. Es kommt nicht darauf auf, ob Du bei den coolen und innovativen Leuten dabei bist oder irgendwelche verrückten Sachen machst. Entscheidend ist, daß Du mich lieb hast und mir auf dem Weg folgst, den ich Dir zeigen werde. Folge Du mir nach.«</p>
<p>Diese Frage will ich nicht vergessen. Sie bleibt die wichtigste.</p>
<p style="text-align: right; font-size: 10px">Technorati Tags: <a href="http://www.technorati.com/tag/Emergent%20Deutschland" rel="tag">Emergent Deutschland</a>, <a href="http://www.technorati.com/tag/Johannesevangelium" rel="tag">Johannesevangelium</a></p>
<p><!-- technorati tags end --></p>
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		<title>Emergent Deutschland &#8211; Offene Fragen</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Dec 2007 23:18:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DoSi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus meinem Kopf]]></category>
		<category><![CDATA[Bedenkenswert]]></category>

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		<description><![CDATA[Anfang des Jahres haben wir uns als Koordinationsteam zum ersten Mal getroffen. Ein durchaus bunter Haufen. Mittlerweile rückt das Jahresende näher. Studientage und Forum sind vorbei. Emergent Deutschland ist gestartet. Einige Fragen sind beantwortet. Zum Beispiel die Frage, ob sich das Koordinationsteam als Leiter von Emergent Deutschland sieht. Nein, tun wir nicht. Eher als Moderatoren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Anfang des Jahres haben wir uns als <a href="http://emergent-deutschland.de/kontaktieren/impressum/">Koordinationsteam</a> zum ersten Mal getroffen. Ein durchaus bunter Haufen. Mittlerweile rückt das Jahresende näher. Studientage und Forum sind vorbei. <a href="http://emergent-deutschland.de/">Emergent Deutschland</a> ist gestartet. Einige Fragen sind beantwortet. Zum Beispiel die Frage, ob sich das Koordinationsteam als Leiter von Emergent Deutschland sieht. Nein, tun wir nicht. Eher als Moderatoren der Konversation und Ermöglicher der Infrastruktur. Oder die Frage nach der Resonanz. Die war gut, sehr gut sogar. Gut besuchte Studientage und ein Forum mit vielen wunderbaren Menschen, die Emergent Deutschland verkörpern und ein Gesicht geben. Einige interessante Initiativen sind entstanden. Ich freue mich noch immer.</p>
<p>Einige Fragen (nicht an das Koordinationsteam, sondern an alle, die sich mit Emergent Deutschland identifizieren) sind offen. Für mich z.B. folgende:<span style="font-size:0pt;"><br />
</span>
<ul>
<li>Werden wir es schaffen, einen sicheren Raum zu schaffen (»to save safe space«), in dem die Konversation stattfinden kann?</li>
<li>Wird sich das emergente Virus ausbreiten und an vielen Orten viele neue Initiativen hervorbringen?</li>
<li>Werden es Außenstehende und Kritiker verstehen, daß diese Konversation bzw. Bewegung keine zentrale Leitung besitzt, die für alle sprechen kann?</li>
<li>Wie werden wir mit Kritik umgehen? Demütig genug, um das berechtigte Anliegen herauszuhören, aber auch selbstbewußt genug, um Falsches zurückzuweisen?</li>
<li>Werden wir Arroganz, Elite-Denken und Besserwisserei ablegen können?</li>
<li>Wird es uns gelingen, die Puriformität und Breite der Bewegung nicht nur beizubehalten, sondern auszuweiten?</li>
<li>Werden wir es schaffen, unsere hochtrabenden Gedankengänge praxisrelevant zu machen?</li>
<li>Werden wir irgendwann auch über Gemeindemodelle, -formen und -strukturen reden?</li>
<li>Werden wir den Herrschaftsanspruch Jesu im Blick behalten?</li>
<li>Werden wir uns mit der evangelikalen Vergangenheit, welche die meisten von uns teilen, aussöhnen können?</li>
<li>Werden wir es im Blick behalten können, daß es nicht um Emergent Deutschland oder unser cooles Ding geht, sondern um das Reich Gottes, das nicht mit Emergent Deutschland gleichzusetzen ist?</li>
<li>Werden wir freundliche Kritiker haben, die uns auf unsere blinden Flecken hinweisen? </li>
<li>Werden wir es schaffen, andere in ihrem Denken und Paradigma stehen zu lassen?</li>
<li>Wird es uns gelingen, daß auch Frauen nicht nur eine Vielzahl von Stimmen bekommen, sondern den Austausch prägend mitbestimmen?</li>
<li>Werden wir eigene Grabenkämpfe vermeiden können?</li>
</ul>
<p>Das sind einige der Fragen, die mich im Moment bewegen und die ich auch mir selbst stelle. Was sind Deine Fragen?<br />
<!-- technorati tags start -->
<p style="text-align:right;font-size:10px;">Technorati Tags: <a href="http://www.technorati.com/tag/Emergent Deutschland" rel="tag">Emergent Deutschland</a></p>
<p><!-- technorati tags end --></p>
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		<title>An die Kritiker der Emerging Church im Allgemeinen und Emergent Deutschland im Besonderen</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Nov 2007 19:47:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DoSi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus meinem Kopf]]></category>

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		<description><![CDATA[In der letzten Zeit bin ich auf einige Blog-Posts gestoßen, in denen Ihr Euch sehr negativ zu Wort gemeldet hat. Das schmerzt mich. Zerteilt man denn das Fell eines Bären, bevor er erlegt ist? Könnt Ihr etwas kritisieren, das Ihr gar nicht kennt? Hat nicht unser gemeinsamer Herr und Meister gesagt: &#8220;Richtet nicht andere, auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	In der letzten Zeit bin ich auf einige Blog-Posts gestoßen, in denen Ihr Euch sehr negativ zu Wort gemeldet hat. Das schmerzt mich. Zerteilt man denn das Fell eines Bären, bevor er erlegt ist? Könnt Ihr etwas kritisieren, das Ihr gar nicht kennt? Hat nicht unser gemeinsamer Herr und Meister gesagt: &#8220;Richtet nicht andere, auf daß Ihr nicht gerichtet werdet?&#8221; Ich gehöre zu den zwei Handvoll Menschen, die sich ganze zwei (!) Mal getroffen haben, um über <a href="http://emergent-deutschland.de/">Emergent Deutschland</a> nachzudenken und es aus der Taufe zu heben. Und wißt Ihr was? Ich weiß selbst nicht genau, wie Emergent Deutschland werden wird. Wenn Ihr wissen wollt, wofür Emergent Deutschland steht, dann schaut Euch doch mal unser vorläufiges <a href="http://emergent-deutschland.de/vernetzen/verstehen/">Selbstverständnis</a> an. Darin haben wir u.a. Folgendes formuliert:</p>
<blockquote><p># Alles Überlegen, Diskutieren und Anwenden geschieht in dem Bewusstsein, dass sich der dreieinige Gott in Jesus von Nazareth geschichtlich offenbart und die Welt mit sich versöhnt hat. Unser Leben erhält seinen Sinn in der Ausrichtung auf ihn.<br />
# Als seine Nachfolger kultivieren wir unter uns und bei anderen eine lernbereite Atmosphäre, streben nach Integration von theoretischem Wissen und praktischer Anwendung und fördern als Teil des Leibes Christi bestmöglich die Ausbreitung des Reiches Gottes inmitten dieser Welt.<br />
# Wir begrüßen es, wenn Emergent Deutschland als ökumenisch ausgerichtetes Netzwerk wächst und durch unterschiedliche Begabungen und biographische Prägungen bereichert wird.</p></blockquote>
<p>Was an diesen Worten habt Ihr nicht verstanden? Wie könnt Ihr denn die theologischen Schwerpunkte von Emergent Deutschland kennen, die nicht einmal wir kennen? Wie könnt Ihr Emergent Deutschland mit »klassisch liberaler Theologie« gleichsetzen? Warum könnt Ihr nicht zwischen <a href="http://emergentvillage.com/">Emergent Village</a> und Emergent Deutschland unterscheiden? Warum hackt Ihr auf Eure Brüder und Schwestern in Christus ein? Habt Ihr nichts Besseres zu tun? Wie wär&#8217;s mal mit &#8220;Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor Deinem Gott&#8221;? Warum setzt Ihr Emergent Village mit Brian McLaren gleich? Warum setzt Ihr Emergent Deutschland mit Brian McLaren gleich? Wenn wir Brian als Redner einladen, dann ist er ein Dialogpartner, der uns inspirieren kann &#8211; nicht unser geistlicher Führer. Wenn ich seine Bücher auf meinem Blog vorstelle, dann tue ich das deswegen, weil ich der Ansicht bin, daß die Auseinandersetzung mit seinem Gedankengut förderlich sein kann. Weite Teile seiner Theologie teile ich nicht &#8211; den Ansatz schon: Aus den vielfältigen Strömen christlicher Glaubensgeschichte schöpfen und die Botschaft Jesu nicht nur auf das Leben nach dem Tod reduzieren. Mich regt Eure Kritik auf. Ihr hört Vorträge, aber kennt die Menschen nicht, lest Bücher selektiv und prüft sie anhand Eurer persönlichen Theologie, die natürlich der Maßtab ist &#8211; was denn auch sonst? Die katholische Kirche ist aus Eurer Sicht sowieso mit der großen Hure Babylons zu identifizieren, die Kirchengeschichte hat wahlweise mit der Gründung Eurer Denomination/Gemeinde oder aber Eurer Geburt begonnen, und es wird nicht lange dauern, bis Ihr <em>die </em>Emerging Church (die es ja gar nicht gibt, aber das wollt Ihr ja auch nicht einsehen) auch noch in irgendeiner diffusen Sicht der Johannesoffenbarung ausgrabt. Ist das nötig?</p>
<p>[Mein persönliches Verständnis von Emerging Church findet sich übrigens hier: <a href="http://www.p-shuttle.de/dosi/?p=77">1</a>|<a href="http://www.p-shuttle.de/dosi/?p=198">2</a>|<a href="http://www.p-shuttle.de/dosi/?p=387">3</a>. Vielleicht solltet Ihr diese Posts mal lesen und Eure Gedanken in den Kommentaren äußern.]</p>
<p>Warum kommt Ihr nicht einfach (zu den <a href="http://emergent-deutschland.de/treffen/studientage/">Studientagen</a> oder) zum <a href="http://emergent-deutschland.de/treffen/forum/">Forum</a> nach Erlangen, trinkt mit uns einen Kaffee und lernt uns persönlich kennen? Sind wir nicht durch einen Geist alle zu einem Leib getauft? Warum können wir nicht gemeinsam im Namen Jesu das Reich unseres himmlischen Vaters ausbreiten und in der Kraft des Heiligen Geistes darauf hinwirken, daß mehr und mehr Menschen a) mit ihrem Munde bekennen, daß Jesus der Herr ist, b) in ihrem Herzen glauben, daß Gott ihn von den Toten auferweckt hat und c) mit ihrem Leben danach trachten, alles zu halten, was er uns geboten hat? Na, wie wär das? Können wir, die wir doch Schwestern und Brüder sind, nicht auch Freunde werden? Ich jedenfalls würde mich freuen &#8211; Herzliche Einladung!</p>
<p><!-- technorati tags start -->
<p style="text-align:right;font-size:10px;">Technorati Tags: <a href="http://www.technorati.com/tag/Emergent Deutschland" rel="tag">Emergent Deutschland</a>, <a href="http://www.technorati.com/tag/Emerging Church" rel="tag">Emerging Church</a></p>
<p><!-- technorati tags end --></p>
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