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[Aus meinem Kopf] Mit oder für Gott kämpfen

11. Januar 2007

{Achtung: Völlig unreflektierte, spontane Gedanken. Weder komponiert noch wirklich durchdacht.}

Auf dem Heimweg vom angenehmen Kaffeetrinken mit Haso bin ich beim Anhören des letzten Emergent-Village-Podcasts durch eine Predigt von Was-weiß-ich-wem (der Podcast war ein Potpourri aus unterschiedlichen „Christmas Reflections“) auf einen interessanten Gedanken gestoßen. Was-weiß-ich-wer sprach über den Stammbaum Jesu in Mt 1 und über die unterschiedlichen Gestalten, die zu den Vorfahren des Gesalbten gehören. Darunter Jakob. Jakob, Enkel Abrahams und Stammvater Israels, erhält von Gott einen neuen Namen:

Nicht mehr Jakob soll dein Name heißen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und hast überwältigt. [Gen 32,29]

„Israel“ ist Jakobs neuer Name. Israel bedeutet „Kämpfer Gottes“. Aus dem betrügenden Fersenhalter ist ein Gottesstreiter geworden. Gott spricht eine neue Identität über Jakob aus. (Die Parallelen zu unserem Dasein als neue Kreatur in Christus möge der geneigte Leser selbst ziehen…) Gottesstreiter ist sein Name. Aber Gottesstreiter ist nicht nur der Name eines längst verstorbenen alten Mannes aus der Ahnenreihe Jesu, sondern Gottesstreiter ist auch der Name des von Gott auserwählten Volkes, in das wir Christen aus den Nationen (= Nichtjuden bzw. Nichtisraeliten) hineingepfropft wurden (siehe Röm 11). Folglich ist es auch unsere Identität, Gottesstreiter zu sein.

Wer jetzt an Terroranschläge, aggressive Evangelisationskampagnen, vollmächtig gebietendes Gebet und gepfefferte Erweckungspredigen denkt, hat nicht ganz erfaßt, was an dieser Stelle meinem Empfinden nach mit „Gottesstreiter“ gemeint ist. Jakob hat nämlich nicht für Gott gekämpft, sondern der Mann, der mit ihm rang, sagte: „Du hast mit Gott (…) gekämpft.“ Ich schätze, daß niemand gegen Gott kämpfen, also Gott ausschließlich zum Feind haben will. Jakob hat mit Gott gerungen. Die Bedeutung Israels als „Gottesstreiter“ meint also nicht jemanden, der für, sondern mit Gott kämpft. Und damit ist es auch unsere Berufung als in Israel eingepfropfte Christen aus den Nationen, mit Gott zu kämpfen und zu überwältigen.

Was das wohl bedeutet? Wenn ich ehrlich sein soll, habe ich keine Ahnung. Ob es ein Bild für Fürbitte ist, wie manche meinen? Ob wir mit Gott ringen sollen, wie Abraham um Sodom und Mose um das Volk in der Wüste? Ich weiß es nicht…

Jeremia fällt mir ein, der mit Gott um seinen Auftrag rang, der ihm zu schwer schien, daß es in seinem Herzen wie ein brennendes Feuer war und er schier vergangen wäre. Jesus selbst fällt mir ein, der in Gethsemane mit Gott um seinen Auftrag rang, der ihm zu schwer schien, den er gerne auf andere Weise erfüllt gesehen hätte, sich aber dem Willen des Vaters unterordnete.

Jakob hat überwunden, aber er blieb gezeichnet für sein Leben. Er ging als Hinkender in die Geschichte ein. Jesus hat überwunden, aber er blieb gezeichnet. Die Wundmale in seinen Händen und in seiner Seite waren es, die Thomas von der Realität der Auferstehung überzeugten. Und ich gehe davon aus, daß diese Male in Ewigkeit an Jesus sichtbar bleiben werden, Zeichen seines Sieges über Sünde, Tod und Teufel, Zeichen seiner Hingabe an den Willen Gottes, Zeichen seines Opfers um Deinet- und meinetwillen.

Ob Paulus mit Gott gerungen hat? Gegen den Stachel des Treibers konnte er nicht ausschlagen. Seiner Mission konnte er nicht entgehen. „Wehe mir“, sagte er, „wenn ich das Evangelium nicht predige!“ Paulus hat überwunden, er hat den Lauf vollendet, er hat Glauben gehalten. Er blieb gezeichnet. Verfolgung, Entbehrungen, körperliches und seelisches Leiden kannte er zur Genüge. Was unter dem Engel Satans, der ihn mit Fäusten schlug, zu verstehen ist? Ich weiß es nicht… Meinem Gespür nach handelt es sich dabei wohl mehr um psychisches als um physisches Leiden. Die Verfolgungshypothese greift zu kurz und steht meines Erachtens auf außerordentlich wackligen Füßen. Ob es Krankheit war? Möglich, aber ich weiß es nicht und will die Spannung aushalten.

Was bedeutet das, ein Streiter Gottes zu sein? Ich weiß es nicht. Aber ich will ein Streiter Gottes sein. Nein, gegen Gott will ich nicht kämpfen. Für den König zu streiten, danach sehne ich mich. Mit Gott zu ringen, das ist unangenehm. Bewegt sich im Grenzgebiet. Zwischen Nacht und Morgengrauen, wie bei Jakob. In der Nacht, wie bei Jesus. Dunkel war es in beiden Fällen. Beide haben überwunden. Beide waren gezeichnet. Beide haben den Namen Gottes groß gemacht. Das Gottes Wille in, durch und an uns geschieht, dazu scheint auch ein Ringen im Dunkeln zu gehören. Den auf uns lastenden Druck auszuhalten, was allein aus einem Grunde gelingen kann: Es ist die Hand Gottes. Schwer. Beinahe erdrückend. Aber Gottes Hand.

Was wohl Dein Auftrag ist? Ob Du auch mit Gott ringst? Ob dieser Druck Dich vielleicht auch gerade zu erdrücken scheint? Du diese Hand lieber abschütteln möchtest, aber wie Paulus nicht gegen den Stecken des Treibers ausschlagen kannst? Wie Jeremia schier vergehst?

Bleib dran. Laß nicht locker. Fliehe von Gott zu Gott. Ringe mit ihm. Klage. Halte aus. Der Morgen dämmert. Überwinde! ER wird Dich segnen….

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3 Kommentare zu “[Aus meinem Kopf] Mit oder für Gott kämpfen”

  1. sängerin sagt:

    Danke für deine Gedanken 🙂

  2. DoSi sagt:

    Thx. Nett, Dich mal wieder in der Comment-Section anzutreffen…

  3. Der Sämann sagt:

    Foster: Das Gebet der Überlassung…

    {Dies ist der achte Post zu Richard Fosters Buch Prayer: Finding the heart’s true home. Die Vorgänger: 1|2|3|4|5|6|7}
    Der Geist lehrt mich, meinen Willen ganz dem Willen des Vaters hinzugeben. Er öffnet mein Ohr, so daß ich voll Sanftmut und Bel…


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