Der Sämann

Saatgut aus der Fülle des Lebens-mit-Gott







  • Buchtipps vom Sämann



    vernetzt mit Emergent Deutschland

    Das Buch vom Sämann Wie die Bibel Sinn macht

    Bücher mit dem Sämann In allen Städten und Dörfern Beziehungsweise Leben Zeitgeist
    Zeitgeist
  • Täglich Brot

    • Irisches Gebetbuch
    • Richard Foster, Dallas Willard, Walter Brueggemann (Hrsg.) – Renovaré Spiritual Formation Study Bible
  • Was ich höre

    • Bob Dylan – Nashville Skyline
    • Bon Iver – Bon Iver
    • Coldplay – Mylo Xyloto
    • Jens Böttcher – Viva Dolorosa
    • Johnny Cash – Bootleg Vol. 2: From Memphis to Hollywood
    • Johnny Cash – Bootleg Vol.3: Live Around the World
    • Johnny Cash – I Would Like to See You Again
    • Johnny Cash – Now, there Was a Song!
  • Was ich lese

    • Gustav Aulén – Das christliche Gottesbild in Vergangenheit und Gegenwart: Eine Umrißzeichnung
    • Manfred Scheuch – Historischer Atlas Deutschland: Vom Frankenreich bis zur Wiedervereinigung
    • Saul Friedländer – Das Dritte Reich und die Juden
    • Stephen R. Covey – The 8th Habit: From Effectiveness to Greatness
    • Thomas C. Oden und Cindy Crosby – Ancient Christian Devotional: A Year of Weekly Readings
    • William Shakespeare – The Complete Works
Egoload - Analytischer Denker

Emergent Village

Friend of Missional

Firefox

Falls dieser Blog nicht richtig angezeigt wird, klicke hier

Dieser Blog ist lizensiert unter einer Creative Commons 3.0-Lizenz

ecto

apple

Döner macht schöner!

Archiv für März, 2009

[Chrysalis] Fazit und persönliche Gedanken

31. März 2009

[Das ist der vierzehnte Post zu Alan Jamiesons Buch Chrysalis: The Hidden Transformation in the Journey of Faith. Nachdem ich in den letzten Posts Alan Jamieson übersetzt hatte, nun noch ein paar DoSi-Gedanken. Übrigens: Die gesammelten Posts zu »Chrysalis« sind ab sofort wie gewohnt in einer zentralen Übersicht zugänglich, die Du hier findest. – Anmerkung: Die nachfolgenden Gedanken hatte ich ursprünglich am 12.03. als schnellen Rohentwurf runtergeschrieben und wollte sie irgendwann noch sauber überarbeiten und ergänzen. Da ich aus Zeitgründen nicht dazugekommen bin, haue ich sie einfach mal im jetzigen Zustand raus und schließe damit die Chrysalis-Serie ab.]
Chrysalis-12
Jamieson hat eine schöne Bildsprache gewählt: Die Raupe, die sich in den Kokon zurückzieht und dann zum Schmetterling wird. Ein Bild, mit dem sich zu identifizieren nicht schwer fällt. Doch Vorsicht: Dieses Bild enthält eine Wertung. Ziel ist nicht das Raupendasein, Ziel ist nicht der Kokon, Ziel ist eindeutig der Schmetterling. Irgendwie scheint dieses Buch als Apologie auf die post-kritische Phase geschrieben zu sein… Die Gefahr, die ich darin sehe, liegt in der Tendenz, Christen in der vor-kritschen oder kritischen Phase als unreif, unfertig, vorläufig zu sehen und sich über sie zu erheben. Denn liegt es nicht nahe, sich beim Lesen dieses Buches selbst in der post-kritischen Phase zu verorten? Und (zumindest innerlich) zu anderen zu sagen »Erreiche Du erst einmal meine Stufe, dann wirst Du schon verstehen«? Ich jedenfalls habe mich dabei ertappt, wie ich Menschen in meinem Umfeld in die unterschiedlichsten Schubladen verschoben habe. Da gibt es die vor-kritischen (meist evangelikale Charismatiker), die alles nur schwarz und weiß sehen und deren Spiritualität mir begrenzt erscheint. Und es gibt die kritischen, die sich meist durch das identifizieren, wogegen sie sind, und nur zum Teil wissen, wofür sie eigentlich sind. Und es gibt (selbst ernannte?) post-kritische, die mir oft im negativen Sinne profillos erscheinen. Wenn das das Ziel sein soll, die reifste aller Stufen, dann schrecke ich davor zurück, finde sie nicht erstrebenswert. Und entdecke doch Spuren aller drei Phasen in mir. Ob Jamieson überhaupt Recht hat? Ich glaube jedenfalls nicht dass sich der Weg christlicher Glaubensentwicklung in drei (mir persönlich stark stereotypisiert erscheinenden) Standardphasen einteilen lässt. Stecke ich doch momentan nicht zum ersten Mal im Kokon… Daher glaube ich, dass solche Phasen immer wieder auftreten können, dass auch die post-kritische Phase nicht die letzte ist. (Ebenso glaube ich nicht, dass der Weg durch die Wohnungen in Teresa von Avilas Seelenburg konstant vorwärts geht, sondern beständig zwischen unterschiedlichen Zimmern hin- und herspringt. Und das Johannes vom Kreuz‘ dunkle Nacht auch nicht zwingend ein einmaliges Ereignis sein muss…) Es wäre ja auch zu einfach: Aus einem Kind, das alles nach einfachen Kritierien in richtig und falsch einteilen kann, wird – nach einer rebellierenden, ausbrechenden, türeknallenden Teeniezeit – ein toleranter und weitherziger erwachsener Mensch. 😉

Mit den genannten Einschränkungen finde ich »Chrysalis« wertvoll und hilfreich. Wer in der vor-kritischen Phase ist, dem muss das Verständnis dafür geweckt werden, dass auch andere Ausdrucksformen persönlichen Glaubens ihre Berechtigung haben. Menschen in der kritischen Phase müssen darauf hingewiesen werden, dass eine Welt beständiger Negation und Dekonstruktion keine lebenswerte darstellt. Post-Kritische dürfen wissen, dass ihre Entwicklung normal ist und noch lange nicht am Ende steht.

{Zusatz aus meinem Kopf:
Interessant finde ich den Gedanken, dieselben Entwicklungsstufen an Gemeinden anzulegen. Nun ja, wir alle meinen, vor-kritische Gemeinden zu kennen. Und vielleicht baust ja Du gerade die post-kritische Gemeinde schlechthin… Aber geht das überhaupt? Wie sieht eine solche post-kritische Gemeinde strukturell aus? Und stellt nicht die EmergingChurch-Conversation möglicherweise für viele Beteiligte den Schutzraum des Kokons dar? Wenn das so ist, dann kann es ja eigentlich keine Gemeinde geben, die von sich sagen kann: »Wir sind eine ‚Emerging Church’«. [Nebenbei bemerkt konnte ich solche Sätze noch nie leiden. Ähnlich schlimm die Frage: »Seid Ihr eine ‚Emerging Church‘?« (Meist eingeleitet mit: »Ich hab Deinen Blog gelesen.«)] Denn dann wäre EmCh mehr ein MindSet oder das Aufrechterhalten des liminalen Zustandes, aus dem dann die Inspiration kommt. Und wenn das so ist, dann liegt der Sinn der Emerging Conversation vielleicht gerade darin? Vielleicht gibt es deswegen kein „Emerging Gemeindemodell“, wenn es auch schon gewisse Grundzüge einer „Emerging Theologie“ gibt, aber das ist ein anderes Thema…}

Würde mich interessieren, was Du so denkst.

Technorati Tags: ,

Abgelegt unter Bücher | 1 Kommentar »

»Let me in the sound« – Steve Taylor zum aktuellen U2-Album

20. März 2009

Nicht nur mir macht das aktuelle U2-Album No Line on the Horizon zur Zeit viel Freude.
U2
Steve Taylor macht sich sehr lesenwerte Gedanken zu dieser feinen Silberscheibe.

Technorati Tags: ,

Abgelegt unter Aus dem Netz gezogen | Keine Kommentare »

[Chrysalis] Kapitel 12: Schön und voller Hoffnung

12. März 2009

[Das ist der dreizehnte Post zu Alan Jamiesons Buch Chrysalis: The Hidden Transformation in the Journey of Faith.]
Chrysalis-11
Nun, da die christliche Kirche zunehmend unruhigen und wechselhaften Zeiten entgegensteuert, werden nicht nur einzelne Menschen, sondern auch ganze Gemeinden Wüstenerfahrungen erleben. Wir werden immer mehr sehen, wie die Kirchen im Westen in eine neue Phase des Exils und der Dunkelheit eintreten. In unserer postmodernen Umgebung scheinen sich viele Gemeindeleiter auf theologischen Konservatismus und ekklesiologische Kontrolle zu konzentrieren – so als ob sie angesichts einer chaotischen und sich beständig verändernden Kultur eine Wagenburg bilden wollten. In der Sprache der Glaubensphase gesprochen, fokussieren sich viele Gemeindestrukturen auf vor-kritische Ausdrucksformen. Dazu werden sie ermuntert, weil das diejenige Phase ist, in der viele – vor allem viele junge Erwachsene – zum Glauben kommen. Das ist eine Art Gemeinde, die schnell wachsen kann, da sie klare Antworten und Glaubensaussagen parat haben, für Probleme schnelle Lösungen und auch ein Zugehörigkeitsgefühl bieten. Wenn sich aber Denominationen und Gemeinden vor allem auf diese Zielgruppe konzentrieren, dann werden Menschen, die sich in eine kritische, von Fragen, Zweifeln, Leiden und Schwierigkeiten gekennzeichnete, Glaubensphase hinein bewegen, das Gefühl haben, dass es für sie keinen Platz gibt.

In den Gemeinschaften, die alle Glaubensphasen anzusprechen versuchen, wird eine Schönheit und Hoffnung sichtbar, die den unvermeidbaren Verlust an Kontrolle aufwiegt. Einer Gemeinschaft, die sowohl den Frischestbekehrten als auch den schroffsten Skeptikern Respekt und Verständnis entgegenbringen kann, haftet etwas ungemein Reiches an: wo Junge und Alte, Sichere und Unsichere eine fürsorgliche Gemeinschaft formen. In den verschiedenen Glaubensphasen brauchen die Menschen ganz unterschiedliche Unterstützung. Manchmal scheint es so, als ob die Sprachen, die sie sprechen nicht vereinbar seien. Denn wenn vor-kritische und post-kritische Menschen miteinander sprechen, dann können dieselben Worte verschiedene Bedeutungen und Nuancen haben. Insbesondere für diejenigen, die in der vor-kritischen Phase sind, kann das recht verwirrend sein.

Wenn wir uns in eine neue Phase bewegen, bedeutet das nicht, dass wir unser Verständnis für die vorige Phase oder deren Sprache verlieren; wir tragen sie weiter in uns. So wie manche Menschen mehrsprachig sein können, so können sie auch »mehr-phasig« sein, was die Glaubensphasen anbelangt. Wenn solche mehr-phasigen Menschen sich mit einer Sache des Glaubens auseinandersetzen, haben sie zwei oder mehr Sprachen, in denen sie darüber reden können. Wenn Menschen aus unterschiedlichen Glaubensphasen miteinander in Kontakt kommen, mögen die Kernelemente dieselben sein – z.B. das Leben, die Lehre, der Tod und die Auferstehung Jesu Christi -, aber sie werden unterschiedlich verstanden und ausgedrückt. Der mehrsprachige Ausdruck unseres Glaubens scheint allerdings nur dann zusammenzukommen, wenn wir in der post-kritischen Phase zu Hause sind. Die vor-kritische und hyper-kritische Phase scheinen nicht zueinander zu passen, solange die post-kritische Phase nicht zur Home Base wird. Menschen in der hyper-kritischen Phase begegnen vor-kritischen Ausdrucksformen oft mit Wut und Ablehnung. Wie Öl und Wasser können sie nicht ohne ein drittes Element vermischt werden, das sie verbindet und zusammenhält. Dieses dritte Element ist die Reise in eine post-kritische Ausdrucksform des Glaubens. Um zu lernen, wie man auf die unterschiedlichen Glaubensphasen hört und sie wertschätzt, braucht es nicht nur ein Verständnis davon, wie sich christlicher Glaube normalerweise entwickelt, sondern auch Respekt für die Menschen in jeder Phase. Es braucht Toleranz und Gnade. Diejenigen, die am weitesten gereist sind, müssen gnädig mit denen sein, die bislang eine kürzere Strecke zurückgelegt haben.

Wir brauchen Gemeinden, Gemeinschaften und Gespräche, wo Menschen aus den unterschiedlichen Glaubensphasen zusammenkommen können, um die Einzigartigkeit ihres eigenen Glaubensausdrucks erkennen können und dabei lernen, dass ihr Weg nicht der einzige ist und wie sie einander respektieren können. Wir brauchen nicht nur Stationen auf der Reise, die einzelne Menschen mit einer tiefen Theologie und post-kritischen Ausdrucksformen des Glaubens unterstützen, sondern auch Orte und Räume, wo Menschen aus allen Glaubensphasen zusammenkommen können, wo die Breite der christlichen Reise gefeiert werden kann, wo rohe Anfänger die Weisheit in den Geschichten derer hören können, die im christlichen Glauben weit gereist sind, und wo die Weitgereisten von der Leidenschaft und Überzeugung der Frischlinge ermutigt werden können. In diesen Orten und Räumen können fundamentalistische Absichten abgemildert und die Vielfalt und der Reichtum des christlichen Glaubens von der breiteren Gemeinschaft gesehen und erfahren werden.

Technorati Tags: ,

Abgelegt unter Bücher | 2 Kommentare »

[Chrysalis] Kapitel 11: Stationen auf der Reise – Strategisch sein

11. März 2009

[Das ist der zwölfte Post zu Alan Jamiesons Buch Chrysalis: The Hidden Transformation in the Journey of Faith.]
Chrysalis-10
In der post-kritischen Phase ihres Glaubenslebens binden sich viele Christen nicht mehr im selben Maß an eine Gemeinde, wie das zuvor der Fall war. Dies liegt daran, dass sie jetzt etwas anderes brauchen, um ihren Glauben zu nähren, als vorher. Die Zahl der Umfelder, aus denen sie Kraft ziehen und an die sie sich hingeben, ist gewachsen, und ihre Loyalität ist jetzt nicht mehr nur lokal, sondern global verortet. Sie sind zu Wandernden geworden, die nach einem kulturell relevanten christlichen Glauben suchen und auf ihrer Reise Stationen brauchen, an denen ihr Glaube gefördert, gegründet und entwickelt wird. Solche Stationen sind Räume, die es zulassen, dass einzelne Menschen ihre eigene Glaubensgeschichte und die Geschichten der christlichen und biblischen Tradition im Kontext ihrer Gemeinschaften ernst nehmen. Ob es sich bei diesen Stationen auf dem Weg nun um Gemeinden, para-gemeindliche Gruppen, Kleingruppen, Hauskirchen, Webseiten oder Blogs handelt – sie haben Folgendes gemeinsam:

  • sie sind leicht zugänglich und heißen Menschen willkommen
  • Geschichten von Menschen und ihrer Gemeinschaft über Gott und Wahrheit werden erzählt und gehört
  • Raum für Diskussion, unterschiedliche Ansichten, verschiedene Verstehensweisen und variierende Erfahrungen
  • sie nehmen heilige Texte ernst, setzen sich mit ihnen auseinander und lassen sich von ihnen leiten und ermutigen
  • tiefe Brunnen der Spiritualität werden gegraben und geteilte Rhythmen von Gebet und Kontemplation werden praktiziert
  • Marginalisierte erfahren praktisches Mitgefühl, soziale Gerechtigkeit wird aktiv angestrebt und die Stummen bekommen eine Stimme
  • Wanderer können sich für eine gewisse Zeit (Stunden, Tage, Monate) zugehörig oder für immer zu Hause fühlen
  • Respekt und Ehrerbietung für die Reise anderer ist spürbar

Stationen am Weg sind nicht das Zuhause. Das können Gemeinden, christliche Gemeinschaften oder Gruppen für die Leute sein, die sie zu ihrer Home Base gemacht haben; aber für viele Wanderer in der post-kritischen Glaubensphase werden sie zu einem Ort, wo sie anhalten können und erfrischt werden, bevor es wieder weiter geht. Für diejenigen, die den Kern dieser Gemeinden, Gemeinschaften und Gruppen ausmachen, kann das schwer zu akzeptieren sein. Menschen kommen und Menschen gehen. Die überwiegende Mehrheit wird nur kurz hier sein oder bestenfalls unregelmäßig zu Besuch kommen. Wenn wir Institutionen zu errichten versuchen statt einzelne Menschen zu unterstützen, dann wird uns ihr flüchtiges Wesen entmutigen. Aber eine Station auf dem Weg zu sein, bedeutet, die Mentalität eines Gastwirts zu haben, der eine Übernachtung mit Frühstück anbietet.

Technorati Tags: ,

Abgelegt unter Bücher | Keine Kommentare »

[Chrysalis] Kapitel 10 – Zurück schauen – Das Ganze sehen

11. März 2009

[Das ist der elfte Post zu Alan Jamiesons Buch Chrysalis: The Hidden Transformation in the Journey of Faith.]
Chrysalis-9
Wie im ersten Kapitel angedeutet wurde, gibt es einige Möglichkeiten, die verändernde Natur des christlichen Glaubens zu beschreiben. Für viele Menschen stellt sich der Kern der Glaubensentwicklung erwachsener Menschen als Einladung dar, sich von vor-kritischen Formen des Glaubens durch die Erfahrung einer dunklen Nacht zu einem nach-kritischen Glauben zu bewegen – eine prä-kritische, eine hyper-kritische und eine post-kritische Phase. Die entscheidende Metamorphose geschieht in der hyper-kritischen Chrysalis-Phase. Dies ist die Reise…

  • von einem Schwarz-Weiß-Glauben zu einem post-kritischen Glauben der alle Graustufen annimmt
  • von Abhängigkeit über eine Hyper-Unabhängigkeit zu einer wachsenden gegenseitigen Abhängigkeit, die sich durch Demut, Verletzlichkeit und tiefe Verbundenheit auszeichnet
  • zur Annahme von Geheimnissen, Widersprüchen und einem kindlichen Staunen voller Freude
  • zu einem tiefen Verständnis von Gott, der sich über uns freut und uns annimmt, so dass wir einfach nur sein können
  • zur neuen Selbsthingabe für andere
  • zu einer wachsenden Annahme und Aufnahme von Stimmen, die sowohl aus unserem Innern kommen, als auch von Außen zu uns reden
  • von einem mühsamen Glauben über einen zweifelnden Glauben zu einem bedachten Glauben
  • zu einem Glauben, der sowohl im Herz Marias als auch in den Händen Marthas Ausdruck findet
  • zur Annahme gemeinschaftlicher Wahrheit, symbolischer Wahrheit und paradoxer Wahrheit

Von denen, die zur Chrysalis-Phase eingeladen oder getrieben werden, kommen zu wenige aus der Dunkelheit zu einem stärkeren persönlichen Glauben. Zu viele verlieren ihren Glauben oder behalten nur einen Schatten ihres früheren Glaubens, der ihr Leben schwer motivieren, stützen und formen kann. Die Veränderungen von einer Phase zur anderen können für die beteiligte Person sehr schwer sein und es kann so aussehen, als ob ihr Glaube zerstört werden würde. Dieses Gefühl kann lange andauern, meistens sind es eher Jahre als Monate. Weil die Übergänge zwischen den Stufen oft so schwer, schmerzvoll und langwierig sind, bleiben manche mitten im Übergang stecken. Professor James Fowler geht davon aus, dass jede Stufe des Glaubens von einer Veränderung in jedem der folgenden Bereiche gekennzeichnet ist:

  • wie die Person ihren Glauben denkt und versteht
  • der Grad, zu dem sie die Standpunkte anderer gut heißen kann
  • wie sie zu moralischen Urteilen und Entscheidungen kommt
  • wie und in welchem Ausmaß sie Grenzen um ihre Glaubensgemeinschaft zieht
  • ihre Beziehung zu externen Autoritäten und deren Wahrheitsansprüchen
  • wie sie Symbole und Metaphern versteht und auf sie reagiert

Er fand ihn in der Wüste,
in der dürren Einöde sah er ihn.
Er umfing ihn und hatte Acht auf ihn.
Er behütete ihn wie seinen Augapfel.
(Deut 32,10)

Ich will dir heimliche Schätze geben und verborgene Kleinode,
damit du erkennst, dass ich der HERR bin, der dich beim Namen ruft, der Gott Israels.
(Jes 45,3)

Technorati Tags: ,

Abgelegt unter Bücher | Keine Kommentare »

[Chrysalis] Kapitel 9: Schmetterlingseffekt – Fliegen

10. März 2009

[Das ist der zehnte Post zu Alan Jamiesons Buch Chrysalis: The Hidden Transformation in the Journey of Faith.]
Chrysalis-8
Teresa von Avila erinnert uns daran, dass wir, wenn wir aus dem Kokon herausgekommen sind, einen post-kritischen Glauben leben müssen. Das bedeutet, dass die Art wie wir beten, anbeten, studieren, dienen und mitwirken sich in unserer Erfahrung der Chrysalis verändert hat. Wir können nicht mehr zur alten Weise des Betens oder irgendeines anderen Aspekts des christlichen Lebens zurück – genauso wenig wie ein Schmetterling wieder zur Raupe werden kann. Den Glauben wieder so leben zu wollen wie früher ist kontraproduktiv. Vielleicht spüren wir diese Veränderung am schärfsten in dem Bedürfnis, neue Wege des Betens zu finden.

Gebet
Wie auch immer wir das Gebet beschreiben, jedenfalls stellen wir fest, dass nach unserer Chrysalis-Phase Zeiten der Reflexion, Kontemplation und Stille äußert wichtig für uns sind. Auf diese Weise finden wir Zugang zum Geist Gottes, um gut zu leben. Nach den Veränderungen, die die dunkle Nacht in unserem Glauben hervorgebracht hat, sind wir für ein gewissenhaftes Leben von der beständigen inneren Erneuerung durch Gebet abhängig. Von jetzt an kann Gebet nicht mehr vorgetäuscht werden, weil unser bloßes Überleben davon abhängt.

Gebet, das verbindet
Während wir es lernen, mit dem Geist Gottes in Verbindung zu kommen, lernen wir, im Einklang mit dem Geist zu handeln. Während unsere Taten vielleicht klein sein und uns unbedeutend erscheinen mögen, haben sie geheimnisvolle Auswirkungen, wenn sie in Verbindung mit dem Werk des Heiligen Geistes geschehen. Unser Verständnis unseres Leben hat sich nach der dunklen Nacht gewandelt, wie Gerald May schreibt:

Die grundlegendste Veränderung, die der Geist in der passiven Nacht an uns wirkt, ist das Verschwimmen unseres Glaubens daran, dass wir von Gott, von anderen Menschen und vom Rest der Schöpfung getrennt sind. Mehr und mehr fühlen wir uns als Teil von allen Dingen.

Dieses tiefe Gefühl des Miteinander-Verbundenseins führt meist eine Sehnsucht unseres Herzens nach solcherart Gebet, Kontemplation oder Reflexion mit sich, die dieses Gefühl der Verbundenheit verstärken.

Gebet, das wahrnimmt
Gebet kann viele Formen haben, aber sein Selbst zu zentrieren und in eine tiefe Verbindung zu kommen, ist ein Verlangen, das fast nur nach der Chrysalis-Phase zu wachsen scheint. Während sich diese Art des Betens entwickelt, wächst auch die Fähigkeit, das wahrzunehmen, was zuvor verborgen war. Das gilt z.B. für das, was hinter den Handlungen anderer Menschen liegt und sie motiviert. Wer sich mit dem eigenen Leid, Schmerz, Enttäuschen und oft auch Versagen auseinandergesetzt hat, ist sich seiner eigenen Menschlichkeit zutiefst bewusst, was zur Verbindung mit dem Menschsein anderer befähigt. Darum sind Post-Chrysalis-Menschen in der Lage, mit anderen an schmerzvollen Orten zu sitzen. Sie lassen sich von den Lebenserfahrungen, dem Kummer und den Glaubensüberzeugungen anderer weniger einschüchtern und brauchen weder sich selbst noch ihren Glauben zu beschützen. Es fällt ihnen leichter, andere zu begleiten und deren wahre Bedürfnisse – insbesondere nach Liebe und Annahme – zu erkennen. In ihrem gemeinsamen Menschsein kann eine Verbindung entstehen, die die Grenzen unterschiedlicher Handlungsmuster und Glaubensüberzeugungen überwindet.

Gebet, um unseren Weg zu finden
In dem Geheimnis dessen, was während unserer Phasen der dunklen Nacht mit uns geschieht, werden wir verändert. Oft ist es ein Teil dieses Transformationsprozesses, dass wir die geheimnisvolle Gabe eines inneren Kompasses erhalten – ein Bauchgefühl für das, was wir tun sollten. Es braucht echten Mut, loszulaufen und auf unseren inneren Kompass zu vertrauen: den tiefen Ort, an dem wir Gott begegnet sind und das Gefühl dessen, wer zu sein wir berufen sind, das von tief in uns an die Oberfläche kam.

Technorati Tags: ,

Abgelegt unter Bücher | Keine Kommentare »

[Chrysalis] Kapitel 8: Imago – Sein

10. März 2009

[Das ist der neunte Post zu Alan Jamiesons Buch Chrysalis: The Hidden Transformation in the Journey of Faith.]
Chrysalis-7
Auf unserer Glaubensreise werden wir nach den Veränderungen in der Wüste mehr und mehr zu den Menschen, zu denen wir bestimmt wurden. Unser Bild, das imago, das Gott uns gegeben hat, fängt an, durchzuscheinen. Wir werden, was zu werden wir berufen wurden. Dies ist die Phase des Seins, in der unseren Glauben zu leben weniger sich darin zeigt, was wir tun, sondern vielmehr zu einem Ausdruck unseres Selbstseins wird. Was in der Dunkelheit und Abgeschiedenheit im Verborgenen geformt wurde, wird jetzt im Licht anderen und der Welt angeboten. An jeden von uns ergeht die Einladung, jenseits unserer Chrysalis-Phase der Veränderung die Gabe zu leben, die Gott uns gegeben hat. Es ist die Einladung, die Gabe zu leben, die uns in unserer Chrysalis des Glaubens eingehaucht wurde. Es ist die Einladung, unser neues Leben, unsere neue Energie und Vision sehen zu lassen, sie zu riskieren und anderen anzubieten. Das muß natürlich nicht bedeuten, dass wir unsere Arbeitsstelle oder unseren Beruf wechseln. Es geht darum, zu sein, wer wird sind und unsere Gabe zu leben, und das kann sich genauso gut auch in unserer Familie, Gemeinde oder an unserem derzeitigen Arbeitsplatz ausdrücken. Der Kontext ist weniger wichtig als die Einladung, zu sein und den Traum zu leben, die Vision des neuen Lebens zu leben, die uns während unserer Veränderung im Kokon zuteil wurde. Oft ist die Einladung zu einer neuen Weise des Seins gar keine neue Einladung. Es kann sich auch um etwas handeln, dass seit langer Zeit in uns pulsiert. Es könnte ein Traum sein, der latent in unserem Sein lag oder ein Traum, dem wir bereits gefolgt sind und in den umfassender und kompromissloser einzutreten wir nun eingeladen werden.

Unsere Wahrheit leben
Es braucht Mut und Stärke, unsere Wahrheit voll Überzeugung und Anmut zu leben. Diese Reife christlichen Lebens kann sowohl stark als auch anmutig sein, weil sie im Kokon von der Liebe Gottes verwundet wurde und nun durch diese Gnade für immer gezeichnet ist.

In unserer eigenen Haut leben
Dies ist die Einladung, unsere eigene Berufung zu leben, weil wir wissen, dass wir nicht berufen sind, jemand anderes zu sein, sondern voll und ganz wir selbst. Das historische christliche Verständnis hatte ein Wort für dieses neue, einzigartige Selbstsein: Charisma. In den Schriften des Apostels Paulus hat dieser Begriff eine doppelte Bedeutung. Er bezeichnet im breiteren Sinne die „Gabe“ des christlichen Lebens und im engeren Sinne eine spezifische „Begabung“. Darum ist ein Charisma eine lebende Gabe, der Atem des Schöpfergeistes in Einzelpersonen oder Gruppen.

Gütig und anmutig leben
Unsere Berufung zu leben, ist wie eine anmutige Tänzerin zu sein, die sich gemäß dem Ruf und Rhythmus ihrer inneren Musik bewegt. Nach der Chrysalis-Phase kann man den Tanz des Glaubens wahrhaftig als anmutig bezeichnen. Das bedeutendste Kennzeichen eines solchen Glaubens ist seine Güte. Während jeder eine einzigartige und sehr persönliche Chrysalis-Zeit hat, ist doch jede Wüstenerfahrung und jede dunkle Nacht der Seele von einer universellen Eigenschaft gekennzeichnet. Das ist die Erfahrung, von der Gnade berührt zu werden, dieser nicht selbst erwirtschafteten, unverdienten Annahme und Liebe Gottes. In unseren persönlichen Zeiten in der Wildnis verstehen wir solche Gnade nicht mehr länger nur begrifflich, sondern erfahren sie intensiv und persönlich. Im dunkelsten Augenblick unserer dunklen Nacht erkennen wir, dass wir gehalten werden; wir gehören und wir sind angenommen. Das ist etwas, das persönlich erfahren worden sein muss, um ausgelebt werden zu können. In unseren tiefsten und dunkelsten Bereichen wirkt der Geist Gottes, und das verändert uns umfassend und unumkehrbar. Menschen, die die Chrysalis-Phase hinter sich haben, tun viele unterschiedliche Dinge, leben verschiedene Berufungen und füllen unterschiedliche Rollen aus. Gemeinsam werden sie aber von der Güte in dem, was sie tun, gekennzeichnet. Sie handeln barmherzig und voll Mitgefühl. Richard Rohr fasst zusammen, was es bedeutet, in unserer eigenen Haut zu leben, unsere eigene Wahrheit zu leben und gnaden-voll zu leben:

Reife Christen leben aus Glauben, nicht aus Gewißheit. Sie sind zufrieden in ihrer eigenen Haut. Sie sind ruhige, abgerundete Menschen, sie haben ein Verständnis davon, wer sie sind. Nicht, dass sie komplett unabhängig in sich selbst wären, aber sie wissen, was sie nicht wissen. Sie sind ganz gegenwärtig und widmen der Welt, wie sie ist, ihre Aufmerksamkeit. Bei ihnen fühlst Du Dich sicher; sie bedrohen Dich nicht und Du hast keine Angst vor ihnen. Gewalt ist ihnen zuwider. Sie sind keine Fanatiker oder Leute, für die nur eine einzige Sache zählt.

Technorati Tags: ,

Abgelegt unter Bücher | Keine Kommentare »

[Chrysalis] Kapitel 7: Alleine gehen – Hervortreten

9. März 2009

[Das ist der achte Post zu Alan Jamiesons Buch Chrysalis: The Hidden Transformation in the Journey of Faith.]
Chrysalis-6
Wenn wir versuchen, für immer im Kokon zu bleiben, dann wird dieser zu unserem Grab. Jetzt braucht es einiges an Mut, da es keine Abkürzungen oder leichte Zehn-Schritte-Programme gibt. Der fremde und einsame Platz in unserem Glaubenskokon ist uns zur Heimat geworden. Es kommt uns riskant vor, nun anderen von unserem Glauben zu erzählen oder uns einer Gemeinschaft anzuschließen. Das Hervortreten aus dem Kokon wird alles an Kraft und Durchhaltevermögen fordern, was wir haben, aber andernfalls werden wir nicht das Maß an Stärke in Glauben und Charakter entwickeln, das wir für die nächste Phase brauchen. Dies ist eine Übergangszeit. Habe ich den Mut und die Entschlossenheit, über die Schwelle zu treten und meinen Glauben auf eine neue Weise auszuleben? Wenn wir an diesem Punkt stehen, dann kann uns das wachsende Bewußtsein der Jünger inspirieren, dass Christus auferstanden war und sie einlud, ihm in neuer Weise zu folgen. Es brauchte Zeit, bis diese neue Wirklichkeit sie ergriffen und ihr Verständnis verändert hatte. Dieses Ereignis ist wie ein schwarzes Loch in der Erfahrung der Jünger. Die normalen Regeln und Erwartungen ihrer religiösen Vorstellungen wurden unversöhnlich verändert. Der Prozess des Hervortretens aus einer Veränderung des Glaubens schließt mindestens zwei bedeutsame Schritte mit ein: Sich wieder an einer Gemeinschaft zu beteiligen und – basierend auf dem eigenen Verständnis der persönlichen Vision und Berufung – anderen und der Welt zu dienen.

Sich wieder in eine Gemeinschaft des Glaubens einbringen
Wenn wir eine Weile im Kokon waren und großen persönlichen Gewinn aus dieser abgeschotteten Zeit gezogen haben, kommt irgendwann der Tag, an dem wir spüren, dass wir uns wieder mit anderen verbinden, ihnen dienen und von ihnen lernen müssen, wenn wir unseren Glauben weiter entwickeln wollen. Das heißt, dass wir wieder zum aktiven Gemeindemitglied werden – nicht nur zum passiven Gottesdienstbesucher. Insbesondere ist es wichtig, in Beziehung zu Menschen zu kommen, die an verschiedenen Punkten ihrer eigenen geistlichen Reise sind. Wir brauchen ihre Geschichten und werden von ihrer Leidenschaft und Hingabe motiviert. Ebenso bringen wir unsere Erfahrungen mit der Chrysalis-Phase mit ein. Das ist der erste Schritt: Hin zur Gemeinschaft – gemeinsame Einheit mit anderen Christen.

Unsere Berufung finden
Der zweite Schritt geht hin zu unserem Beitrag, dahin, uns an andere hinzugeben. Hier nimmt unsere zerbrechliche Vorstellung unserer Berufung langsam Form an. Es geht darum, auf die Stimme in uns zu hören, die uns dazu ruft, zu dem Menschen zu werden, als der ich geboren wurde, mein originales Selbst zu erfüllen, das mir bei meiner Geburt von Gott gegeben wurde. In unserer Chrysalis-Phase ist jetzt die Zeit der Rekonstruktion und des Neuaufbaus. Nun verspüren wir ein neues Verständnis von einer Lebensweise, die mit unserem tiefsten Verständnis unseres Selbst und dessen, was wir in der Welt zu sein und zu tun wünschen, übereinstimmt. Es muß aber nochmals gesagt sein: Unser Verständnis von Berufung zu finden, ist mühevoll. Kein Teil der Chrysalis-Phase ist einfach. Es geht um tiefe und schwierige emotionale und geistliche Arbeit. Unsere Seele spricht nur in ruhiger, einladender und vertrauenserweckender Umgebung ihre Wahrheit aus. In unserem Tun müssen wir beständig darauf achthaben, ob wir und andere das Gefühl bekommen, dass der Geist Gottes mit uns ist. Indem wir unser Handeln immer wieder reflektieren, zeigt sich vielleicht langsam der Weg, den wir zu gehen haben.

Unser Zweck wird klar
Während wir es zulassen, dass uns Gottes Geist in der Dunkelheit unserer Chrysalis-Phase neue Wege auftut, entsteht eine Vision dessen, was zu sein wir berufen sind. Nun ist es an der Zeit, diesen Visionen Leben einzuhauchen. Es ist an der Zeit, nicht mehr länger nur von unserer Vision zu träumen; es ist an der Zeit, unseren Kokon hinter uns zu lassen und zu fliegen. Welch ein gruseliger Gedanke!

Wenn uns die Vision lähmt
Wir denken oft, dass wenn wir wahrhaftig unsere Bestimmung leben, wir dann etwas tun müssen, was die Welt verändern wird. Dies ist schlicht nicht wahr. Was wir in der Dunkelheit spüren, kommt in uns zum Leben in der Art wie wir leben und was wir tun, nicht in der Größe unseres Einflusses. Mutter Teresa wird die Aussage zugeschrieben: „Du kannst keine großen Dinge tun. Du kannst nur kleine Dinge mit großer Liebe tun.“ Wenn wir aus dem Kokon herauskommen, müssen wir uns darauf konzentrieren, wie wir tun, wozu wir uns berufen fühlen, und nicht auf die Auswirkung dessen, was wir tun. Wir sind uns selbst nur dann gehorsam, wenn wir das leben, was wir sind – und das auf eine Weise, die die Liebe und Gnade ausdrückt, die wir in der Dunkelheit erfahren haben. Unsere Vision kann uns auch deswegen lähmen, weil wir nicht wissen, wie wir ihr Leben einhauchen sollen. Der einzige Weg nach vorne ist, unsere Vision in lockerem Griff zu halten, weil wir wissen, dass sie sowohl stärker werden als auch sich weiterentwickeln wird. Im Moment haben wir eine provisorische Idee, die sich bewähren muß. Darum ist es wichtig, es einfach einmal zu versuchen. Wir lernen das zu werden, was zu werden wir berufen sind, indem wir es tun. Selbstverständlich wird sich das zunächst unbehaglich, komisch und ermüdend anfühlen. Aber je mehr wir es tun, desto mehr werden uns unser angeborenes Wesen und der Geist Gottes leiten. Mehr und mehr fühlt es sich natürlich an. Wenn wir auf die Art und Weise leben, zu der wir erschaffen wurden, dann blühen wir auf. Dies ist es, was zu tun wir bestimmt sind. Wir können zu einem Werkzeug werden, das nach den Konturen der Hand Gottes geformt ist. Dies ist der eigentliche Zweck der uns verwandelnden Glaubensreise. Wenn wir uns den dunklen Nächten des Glaubens überlassen, dann formen sie uns so, dass Gott uns benutzen kann; wir werden zu Werkzeugen, die durch ständigen Gebrauch perfekt in seine Hand passen. Das ist nicht immer ein leichter Prozess, wenn die rauen Kanten glatt geschliffen werden. Stück für Stück richtet sich unser Fokus weg von dem, was wir persönlich lernen oder gewinnen und hin zu dem, was Gott mit uns zu Gottes eigener Absicht erreichen kann. Das ist es, was es bedeutet, produktiv zu sein, und ironischerweise spüren wir in dieser Phase des christlichen Glaubens den Geist Gottes in unserem Leben dann am meisten, wenn wir produktiv sind und weiter im Gewahrwerden Gottes reifen. Das ist darum der Fall, weil wir uns immer mehr dessen bewußt sind, dass wir durch das Leben geformt und gestaltet werden, um willige Werkzeuge in der Hand Gottes zu werden. Und schlußendlich haben wir, während wir in Form gebracht wurden, um Gottes Absichten besser zu dienen, in unserem eigentlich Selbst und unserer Seele neue Tiefen an Hoffnung, Glaube und Liebe hervorgebracht.

Technorati Tags: ,

Abgelegt unter Bücher | Keine Kommentare »

Schön gesagt: Sinn und Unsinn von »Mission (und Vision) Statements«

8. März 2009


Isn’t the Church’s mission to live out Christ’s vision of God’s Kingdom? And isn’t Christ’s vision of church to incarnate the mission of God?

If God uses 66 books full of narrative, poems, songs, sermons and imperatives to communicate the fullness of His mission, can we really do it in a few pithy sentences?

Mehr hier.

Abgelegt unter Aus dem Netz gezogen | Keine Kommentare »