Der Sämann

Saatgut aus der Fülle des Lebens-mit-Gott







  • Buchtipps vom Sämann



    vernetzt mit Emergent Deutschland

    Das Buch vom Sämann Wie die Bibel Sinn macht

    Bücher mit dem Sämann In allen Städten und Dörfern Beziehungsweise Leben Zeitgeist
    Zeitgeist
  • Täglich Brot

    • Irisches Gebetbuch
    • Richard Foster, Dallas Willard, Walter Brueggemann (Hrsg.) – Renovaré Spiritual Formation Study Bible
  • Was ich höre

    • Bob Dylan – Nashville Skyline
    • Bon Iver – Bon Iver
    • Coldplay – Mylo Xyloto
    • Jens Böttcher – Viva Dolorosa
    • Johnny Cash – Bootleg Vol. 2: From Memphis to Hollywood
    • Johnny Cash – Bootleg Vol.3: Live Around the World
    • Johnny Cash – I Would Like to See You Again
    • Johnny Cash – Now, there Was a Song!
  • Was ich lese

    • Gustav Aulén – Das christliche Gottesbild in Vergangenheit und Gegenwart: Eine Umrißzeichnung
    • Manfred Scheuch – Historischer Atlas Deutschland: Vom Frankenreich bis zur Wiedervereinigung
    • Saul Friedländer – Das Dritte Reich und die Juden
    • Stephen R. Covey – The 8th Habit: From Effectiveness to Greatness
    • Thomas C. Oden und Cindy Crosby – Ancient Christian Devotional: A Year of Weekly Readings
    • William Shakespeare – The Complete Works
Egoload - Analytischer Denker

Emergent Village

Friend of Missional

Firefox

Falls dieser Blog nicht richtig angezeigt wird, klicke hier

Dieser Blog ist lizensiert unter einer Creative Commons 3.0-Lizenz

ecto

apple

Döner macht schöner!

Archiv für Januar, 2009

[Chrysalis] Kapitel 2: Kann nicht genug bekommen – Wachstum

29. Januar 2009

[Das ist der dritte Post zu Alan Jamiesons Buch Chrysalis: The Hidden Transformation in the Journey of Faith.]
Chrysalis-1

In der frühen und normalen Phase im christlichen Leben von Erwachsenen wird unser Wachstum hauptsächlich von dem bestimmt, was wir tun. Zwischen Aktivitäten wie z.B. dem Lesen der Heiligen Schrift, Gebet, missionarischem Wirken und unserem Wachstum im Glauben scheint ein enger Zusammenhang zu bestehen. Die Gefahren („die Vögel des Himmels“ aus dem Gleichnis vom Sämann) in dieser Phase sind Geiz, Lust, Faulheit und Sichgehenlassen. Trotz der Bedrohungen ist dieser Abschnitt im Glaubensleben für die meisten Christen sehr bereichernd; sie tragen auf wundervolle Weise zum Wohl ihrer Gemeinschaft und Not leidender Menschen bei. Sie werden zu guten Samenkörnern, die zu Bäumen wachsen und Frucht bringen.

Diese Phase gleicht im Bild vom Schmetterling der Raupe, die immer frißt und beständig wächst. Wie sich eine Raupe mehrmals häutet, so gibt es auch in der vor-kritischen Phase im Glaubensleben immer neue Herausforderungen, und Wachstum erfolgt meist dann, wenn wir neues Gebiet betreten, in dem wir uns zunächst sehr verletzlich vorkommen. Diese Verletzlichkeit wird von langsamem, schrittweisem Wachstum und einer Verstärkung dieses Aspekts unseres Glaubens abgelöst, bis wir uns allmählich sicher fühlen. Und genau an diesem Punkt lockt uns dann eine neue Herausforderung mit der Einladung, eine alte Hautschicht loszulassen, das abzulegen, was uns zu zwicken, sich eng anzufühlen beginnt, und uns statt dessen für neue Möglichkeiten des Wachstums zu öffnen. Es gibt Zeiten, in denen wir großen Appetit nach der Bibel, nach Gebet und Dienst haben, und es gibt Zeiten, in denen das nicht der Fall ist. Das scheint einfach die Weise zu sein, auf die der Geist Gottes im Leben vieler Menschen wirkt. Für viele geht dieser Prozess so lange weiter, bis es keine passende Nahrung mehr gibt oder aber keine neuen Herausforderungen angenommen oder neue Kosten akzeptiert werden oder die Vögel des Himmels den Glauben unterminieren.

Alan Jamieson nennt diese Phase, in der unser Wachstum vorhersagbar und mit unserer Anstrengung verbunden ist und in der sich seiner Ansicht nach die meisten erwachsenen Christen befinden, »konventionell« oder »vor-kritisch«. In diesem Abschnitt ist es uns sehr wichtig, zu einer Gemeinschaft zu gehören. Für unsere Überzeugungen, Werte und Lebensweise hat die Sicherheit der Gruppe einen hohen Stellenwert. Menschen in dieser Glaubensphase haben feste Überzeugungen und eine starke Loyalität dem christlichen Glauben und ihrer Gemeinde gegenüber. Jamieson bezeichnet diese Phase deswegen als »vor-kritisch«, weil sie vor dem kritischen Übergang zur erwachsenen Glaubensreife steht, den Johannes vom Kreuz die »dunkle Nacht« genannt hat. Für Jamieson ist dies die Phase, die im Kokon stattfindet, wenn aus der vormaligen Raupe ein Schmetterling wird.

Technorati Tags: ,

Abgelegt unter Bücher | 3 Kommentare »

[Chrysalis] Kapitel 1: Schmetterlinge – Transformation

26. Januar 2009

[Das ist der zweite Post zu Alan Jamiesons Buch Chrysalis: The Hidden Transformation in the Journey of Faith.]

Chrysalis
Alan Jamieson erläutert im ersten Kapitel, dass sich der Titel seines Buches auf den Wandlungsprozess bezieht, in welchem eine Larve zu einer Raupe wird, diese sich in der Chrysalis-Phase in einen Kokon zurückzieht, aus dem sie dann als Schmetterling hervorgeht. Derselbe Organismus mit identischer DNA existiert in unterschiedlichen Gestalten und verändert sich im Laufe seines Lebens. In diesem Bild sieht Jamieson eine Parallele zum christlichen Glaubensleben, das er als eine Reise von den frühen Anfängen zur Reife an Selbstsein, Identität und Tiefe beschreibt. Viele sind es, die diese Reise beginnen, aber nur wenige bringen sie zu Ende; zu viele brechen sie unterwegs ab. Glaubenskrisen ermöglichen es uns, die Vergangenheit hinter uns zu lassen und Gott auf neue Weise zu finden. Jamieson will denen Hoffnung bringen, die sich auf eine Reise jenseits der Anfänge des christlichen Glaubens hin zu den größeren Tiefen Gottes machen. Heute brauchen viele Menschen einen Kokon des Glaubens: Einen geschützten Raum, der es zulässt, dass radikale Veränderung geschieht und aus dem ein neues, zerbrechliches und wahres Selbst zum Vorschein kommen kann. »Chrysalis« will eine Landkarte für die Glaubensreise sein. Wenn sich auch die persönlichen Wege unterscheiden, so erinnert uns eine Landkarte daran, dass wir uns auf dem Weg befinden, dass wir weiter in Bewegung bleiben müssen und sie gibt uns eine Vorstellung davon, wo wir sind und was noch vor uns liegen könnte.

Unsere Reise im christlichen Glauben ist eine Erfahrung, die das ganze Leben mit einschließt. Glaube verändert und entwickelt sich. Aber auch wenn uns das Neue Testament daran erinnert, kindliche Wege abzulegen und nicht mehr länger nur geistliche Milch zu uns zu nehmen, so macht es uns dennoch oftmals ganz schön zu schaffen, wenn unsere kindlichen Wege nicht mehr länger »funktionieren« oder wir uns an der festen Speise verschlucken, die uns vorgesetzt wird.

Viele haben bereits über die lebenslange Reise des christlichen Glaubens geschrieben – Jamieson nennt exemplarisch Teresa von Avila, Johannes vom Kreuz, John Bunyan, Hanna Hurnard, James Fowler und Sharon Parks. Für sie alle ist der christliche Glaube mehr als die Annahme gewisser Überzeugungen – ein dynamischer, sich wandelnder und sich entwickelnder Prozess, der das ganze Leben einschließt.

Ich werde den Lebenszyklus des Schmetterlings verwenden, der – trotz aller Begrenzungen – eine sehr hilfreichen Analogie zum sich wandelnden Glauben darstellt. Auch der christliche Glaube ist eine Reise kaum erkennbaren Wachstums und radikaler Verwandlungen. Eine Reise, die viele beginnen, aber sehr wenige ihr Leben lang weiterführen. Sie geben nicht etwa auf, sondern schlagen einfach irgendwo unterwegs ihr Lager auf. Sie verlassen die Pilgerschaft und lassen sich nieder, werden zu lebenslangen Raupen oder Kokons, aus denen niemals ein Schmetterling wird.
Wir müssen uns immer bewußt sein, dass der menschliche Glaube viel komplexer ist als der Weg einer Raupe über einen Kokon zum Schmetterling. Unsere Wandlungen sind nach außen hin meist nicht sichtbar, unsere Erfahrungen und Einsichten behalten wir in unserem Innern. Und anders als der Schmetterling kann uns unsere Glaubensreise immer wieder in einen Kokon hineinführen. Das Bild des Schmetterlings kann uns dabei helfen, Aspekte des Verlaufs zu erkennen, in den viele Christen gelockt werden, aber es ist nur eine einfache Analogie. Letztlich müssen wir unseren eigenen Weg gehen, der uns in ein tieferes Verstehen und Ausleben des christlichen Glaubens führen wird.

Technorati Tags: ,

Abgelegt unter Bücher | 1 Kommentar »

Mehr Arbeiten ist nicht die Lösung

20. Januar 2009


Wenn Sie es schaffen, 30 Prozent mehr zu arbeiten, wird Ihnen Ihre Umwelt 80 Prozent mehr Arbeit übertragen.
Dieses Rennen können Sie nicht gewinnen.

Eben gehört in einem Podcast auf einer Promo-CD der Wirtschaftswoche.

Abgelegt unter Bedenkenswert | 3 Kommentare »

Wie sich der Glaube im Stillen verändert

20. Januar 2009


Hattest Du jemals das Gefühl, dass Dir genau die Dinge, die einstmals Deinen Glauben inspirierten und ihm Nahrung gaben, plötzlich leblos und vielleicht sogar frustrierend erscheinen?

Diese Frage ziert das Backcover des Buches Chrysalis: The Hidden Transformation in the Journey of Faith von Alan Jamieson, der vor einigen Jahren mit der Studie Churchless Faith auf sich aufmerksam machte. Chrysalis erschien 2007 und ist leider momentan in Deutschland schwer lieferbar. Nicht nur deshalb aus meiner Sicht ein möglicher Kandidat für die Emergent Edition. Ein nettes kleines Buch mit knapp über 100 Seiten, das sich Christen widmet, die die für sie beunruhigende Erfahrung machen, dass sich ihr Glaube verändert (hat), und die sich nun hilflos und ausgeliefert fühlen. Jamieson verwendet den Lebenszyklus der Schmetterlinge als Metapher für die Metamorphose des Glaubenslebens und lädt dazu ein, die Veränderungen anzunehmen und als Teil der Führung Gottes zu begreifen.
In Kürze mehr zu diesem Buch, das Erfahrungen beschreibt, die Dir vielleicht nicht ganz unbekannt sind.

3179-Mjuzkl. Sl500 Aa240

Technorati Tags: ,

Abgelegt unter Bücher | 2 Kommentare »

Sei immer bereit zur Anbetung

14. Januar 2009

Jon Birchs Comic-Blog The Ongoing Adventures of ASBO Jesus gehört in jeden Feedreader. Solltest Du anderer Ansicht sein, präsentiere ich Dir nachfolgend den heutigen Cartoon. Ein Paradebeispiel für das, was ASBO Jesus ausmacht: Satire, bei der Dir meist das Lachen im Hals stecken bleibt.

Jonnybaker
Für Interessierte: Direktlink zu Jonny Bakers Blog und der Serie Worship Tricks.

Technorati Tags: ,

Abgelegt unter Aus dem Netz gezogen | 5 Kommentare »

Georges Bernanos – Tagebuch eines Landpfarrers

12. Januar 2009

Wie bereits angekündigt, finden sich in diesem Post einige Zitate aus Georges Bernanos‘ Tagebuch eines Landpfarrers, die als Denk-Anstöße und Leseempfehlung dienen mögen.

So wenig wie ein Mensch kann sich eine Christenheit von Leckereien ernähren. Gott hat nicht gesagt, daß wir der Honig, sondern daß wir das Salz der Erde sind, mein Sohn. Und unsere trübselige Welt voll Wunden und Schwären gleicht dem alten Vater Job auf seinem Misthaufen. Salz auf die nackte, lebendige Haut, das brennt! Aber es verhindert auch die Verwesung. Neben dem Wunsch, den Teufel auszurotten, habt ihr die andere Sucht: geliebt zu werden, natürlich um euer selbst willen geliebt zu werden. Ein wahrer Priester wird niemals geliebt, schreib Dir das hinter die Ohren! (19)

Man wird vielleicht sagen können, die Welt habe sich längst an die Stumpfsinnigkeit gewöhnt, die Stumpfsinnigkeit sei die wahre Lebensform des Menschen. (9)

Die Kirche hat von Gott den Auftrag erhalten, der Welt diesen Geist der Kindheit, diese Unbefangenheit und unberührte Frische zu bewahren. (31)

Als unser Herr die Armut ehelichte, hat er den Armen zu solcher Würde erhoben, daß man ihn nie wieder von seinem hohen Sockel wird herunterholen können. (69)

Ich behaupte nur: wenn der Herr zufällig ein Wort aus mir herauszieht, das den Seelen nützt, so spüre ich es daran, daß es mir weh tut. (74)

Unser Herr hätte mit eigener Hand auf die Geldsäcke „Lebensgefahr“ geschrieben (77)

Das Wort Gottes! „Gib mir mein Wort zurück“, wird der Richter am Jüngsten Tag sagen. (83)

»Sie wissen genau: die Kirche erhebt nur eine sehr kleine Zahl von ganz ausnahmehaften Gerechten zur Würde der Altäre, und zudem meist lange nach ihrem Tod, Gerechte, deren Lehre und heldisches Beispiel – nachdem sie durch das Sieb einer sehr strengen Untersuchung gegangen sind – den gemeinsamen Schatz der Gläubigen ausmachen, wobei den Gläubigen aber, wie Sie wohl beachten wollen, keineswegs gestattet ist, ohne Beaufsichtigung aus diesem Schatz zu schöpfen. … „Gott bewahre uns vor Heiligen“? Nur allzu oft sind sie für die Kirche eine Prüfung gewesen, ehe sie ihr zur Glorie wurden. (91)

Aber wenn es wahr ist, daß der Arme Bild und Gleichnis Jesu ist, Jesus selbst, dann ist es widerwärtig, ihn in die hintersten Kirchenbänke klettern und aller Welt ein Gesicht zeigen zu lassen, das zum Spott herausfordert und aus dem ihr immer noch nicht die Spuren des Angespienwerdens zu löschen vermocht habt. (110)

Es ist so leicht, nicht vollständig zu bekennen! Aber es gibt Schlimmeres. Es gibt die langsame Kristallbildung um das Gewissen, aus kleinen Lügen, Ausflüchten und Zweideutigkeiten. Der Panzer bewahrt in unbestimmter Weise die Form alles dessen, was er zudeckt. Aus Gewohnheit und mit der Zeit bilden sich die weniger Feinfühligen schließlich für all das eine eigene Sprache, die ganz unglaublich unanschaulich bleibt. Sie verbergen gar nichts besonderes, aber ihre verschlossene Offenherzigkeit gleicht dem mattgeschliffenen Glas, das das volle Licht nicht durchläßt. so daß das Auge nichts unterscheidet. Was bleibt da vom Geständnis übrig? Kaum, daß es an die Oberfläche des Gewissens rührt. Ich wage nicht zu behaupten, daß dieses sich darunter zersetzt, es versteinert aber. (116)

Man verliert nicht den Glauben, aber er hört auf, dem Leben Form zu geben, das ist alles. (157)

Wie gern hätte ich ein Wort des Mitleids gefunden, aber alles, was mir auf die Zunge kam, hätte, wie ich fühlte, nur dazu geführt, daß sie über sich selbst in Rührung geriet, und hätte einen Quell unedler Tränen erschlossen. Und niemals habe ich besser erfaßt, wie hilflos ich vor gewissen Formen des Unglücks dastehe, an denen ich trotz aller Bemühung nicht teilzunehmen vermag. (278)

Ich bin traurig, weil Gott nicht geliebt wird. (283)

Offenbar kann ich jetzt besser beten. Aber ich erkenne mein Gebet nicht wieder. Früher hatte es etwas von einem eigensinnigen Betteln, und wenn das Lesen des Breviers z.B. meine Aufmerksamkeit ablenkte, fühlte ich sogar, wie sich in mir das Zwiegespräch mit Gott fortsetzte, manchmal flehend, manchmal drängend und fordernd. Ja, ich hätte oft seine Gnaden ihm abringen, seiner Liebe Gewalt antun mögen. Jetzt komme ich kaum dazu, etwas zu wünschen. Wie das Dorf hat mein Gebet kein Gewicht mehr, es fliegt davon… Ist das nun gut oder schlecht? Ich weiß es nicht. (286)

Sicherlich, ich habe bisher zu sehr an mir gezweifelt. Zweifel an seinem eigenen Ich ist nicht Demut, ich glaube sogar, er ist zuweilen die gesteigertste, fast wahnsinnige Form der Hoffart, eine Art eifersüchtige Wut, womit ein Elender sich gegen sich selbst wendet, um sich zu verschlingen. Darin muß das Geheimnis der Hölle bestehn. (306)

Das eigentümliche Mißtrauen, das ich gegen mich, gegen meine Person hegte, beginnt sich zu verflüchtigen, und das wohl für immer. Dieser Kampf ist zu Ende. Ich verstehe ihn nicht mehr. Ich bin mit mir selbst versöhnt, versöhnt mit dieser sterblichen Hülle. Es ist leichter als man glaubt, sich zu hassen. Die Gnade besteht darin, daß man sich vergißt. Wenn aber aller Stolz in uns gestorben wäre, dann wäre die Gnade der Gnaden, sich selbst demütig zu lieben als irgendeinen, wenn auch noch so unwesentlichen Teil der leidenden Glieder Christi. (364)

Bernanos-2

Technorati Tags: ,

Abgelegt unter Bücher | Keine Kommentare »

Über Eugene Peterson zu Georges Bernanos

11. Januar 2009

Eugene Peterson ist ein Mann, auf den es sich zu hören lohnt. Nach unzähligen exzellenten Büchern zum geistlichen Leben und der formidablen Bibelübertragung The Message legt er aktuell die Zusammenfassung seiner persönlichen Erkenntnisse in einer »Spiritual Theology« genannten Reihe vor, von der bislang vier Bände erschienen sind:

Christ PlaysBand1: Christ Plays in Ten Thousand Places: A Conversation in Spiritual Theology
Eat This BookBand 2: Eat This Book: A Conversation in the Art of Spiritual Reading
Jesus WayBand 3: The Jesus Way: A Conversation on the Ways that Jesus is the Way
Tell It SlantBand 4: Tell it Slant: A Conversation on the Language of Jesus in his Stories and Prayers

Von diesen habe ich die ersten drei Bände gelesen und werde mich demnächst mal an den vierten machen. Der folgende Satz entspringt meiner persönlichen Erfahrung mit den ersten drei Bänden, die ich einfach auf den vierten projiziere: Diese Bücher sind brillant und sollten gelesen werden. Punkt. Es ist ein Genuss, Segen und Geschenk, wenn jemand wie Peterson im Herbst seines Lebens noch die Zeit findet, seine Gedanken zu ordnen und sie auf so ansprechende Weise zu präsentieren. Wie gerne würde ich eine deutsche Übersetzung dieser Reihe sehen! Zum Inhalt dieser Bücher schreibe ich an dieser Stelle nichts, nur das: Peterson kann nicht quergelesen werden. Seine Worte und Gedanken müssen meditiert werden, um ihr Aroma entfalten und unser Leben durchdringen zu können.

Am Ende eines jeden Bandes seiner »Spiritual Theology«-Reihe stellt Peterson einige Bücher vor, die das behandelte Thema weiter ausführen. So bin ich auf das Tagebuch eines Landpfarrers von Georges Bernanos, gestoßen, das ich zu meinem Roman des Jahres 2008 küre. Eugene Peterson schreibt in »The Jesus Way«:

I assumed I was reading an autobiography since it was written in the form of a diary. The discernments involved in following Jesus, worked out in conditions of poverty and humiliation, struck me with a depth of authenticity and gospel obedience that I hardly imagined possible. I later learned that the book was a novel. I read it again. It may have been fiction, but there was not a false note in it – every sentence rang true. Through numerous re-readings it has permeated my imagination. For me it is a major witness to the nuances and subtleties involved in following the actual, revealed Jesus in a culture that has installed religious coventions and fantasies in place of the real thing.

Empfehlung gelesen, Buch gekauft, Buch gelesen, was ich Dir ebenfalls ans Herz lege, zumal das »Tagebuch…« antiquarisch sehr günstig zu haben ist. Die Hauptfigur des Landpfarrers hat mich ein wenig an Dostojewskis Idiot erinnert, der Grundton der Erzählung ist eng verwandt mit Graham Greene’s The Power and the Glory und dem ähnlich angelegten Silence aus der Feder von Shusako Endo, die Markus hier vorgestellt hat. Wer diese Bücher mochte, wird auch am »Tagebuch eines Landpfarrers« Gefallen finden, das eben als solches gestaltet ist: Die Aufzeichnungen eines ärmlichen Geistlichen auf dem Lande, der – gesundheitlich angeschlagen und kindlich naiv – den Menschen seiner Parochie zu dienen versucht. Er strebt danach, ihnen den »Herrn« nahezubringen, »den wundervollen lebenden Freund …, der mit uns unsere Schmerzen leidet, von unsern Freuden bewegt wird, an unserm Todeskampf teilnehmen und uns in seine Arme und an sein Herz schließen wird.« (41) Von sich selbst sagt er: »Ich bin nicht Botschafter des Gottes der Philosophen, ich bin der Diener Jesu Christi.« (112) Sein inneres Ringen beschreibt er so:

Bin ich dort, wo der Herr mich haben will? Zwanzigmal am Tag frage ich mich das. Denn der Herr, dem wir dienen, richtet nicht nur unser Leben – er teilt es mit uns und nimmt es auf sich. Es wäre unendlich viel leichter, einen Gott zufriedenzustellen, der Geometer oder Moralist wäre. (113)

An Stelle einer Nacherzählung folgen morgen ausgewählte Zitat, die sich wunderbar als Denk-Anstöße eignen.
Bernanos-1

Technorati Tags: , ,

Abgelegt unter Bücher | 3 Kommentare »

Rückblick 2008: 100 Bücher

5. Januar 2009

Nun offenbart der letzte Teil meines Jahresrückblicks, welche Bücher ich gelesen habe:

David Augsburger – Dissident Discipleship: A Spirituality of Self-Surrender, Love of God, and Love of Neighbour
Janet & Geoff Benge – Sundar Singh: Footprints Over the Mountains
Klaus Berger – Jesus
Klaus Berger und Christiane Nord – Das Neue Testament und frühchristliche Schriften
Georges Bernanos – Tagebuch eines Landpfarrers
Rudolf G. Binding u.a. – Die Blümlein des heiligen Franziskus von Assisi
Klaus Bockmühl – Hören auf den Gott, der redet
Richard Baum (Hg.) – Bruder Singer
Jason Boyett – 11 Arten, ein Ei zu kochen
Ori Brafman und Rod A. Beckstrom – The Starfish and the Spider: The Unstoppable Power of Leaderless Organizations
Martin Buber – Die Erzählungen der Chassidim
Tony Buzan – Kopftraining: Anleitung zum kreativen Denken. Tests und Übungen.
John D. Caputo – What Woould Jesus Deconstruct? The Good News of Postmodernism for the Church
Johnny Cash – Man in White: A Novel about the Apostle Paul
Johnny Cash (with Patrick Carr) – Cash: The Autobiography
Gilbert Keith Chesterton – Der stumme Ochse: Das Leben des Thomas von Aquin
Shane Claiborne – The Irresistible Revolution: Living as an Ordinary Radical
Kevin DeYoung und Ted Kluck – Why We’re Not Emergent (By Two Guys Who Should Be)
Tim Dowley – Bibelatlas kompakt
James D. G. Dunn – The Theology of Paul the Apostle
Michael Ebmeyer – Achter Achter
Michael Ebmeyer – Plüsch
John Eldredge – The Way of the Wild Heart: A Map for the Masculine Journey
Shusako Endo – Der Samurai
Shusako Endo – Silence
Shusako Endo – Sünde
Ann Faraday – Deine Träume: Schlüssel zur Selbsterkenntnis. Ein psychologischer Ratgeber
David Fitch – The Great Giveaway: Reclaiming the Mission of the Church from Big Business, Parachurch Organizations, Psychotherapy, Consumer Capitalism and Other Modern Maladies
Jean Gebser – Abendländische Wandlung
Peter Glotz – Von Heimat zu Heimat: Erinnerungen eines Grenzgängers
Albrecht Gralle – Der goldene Omnibus
Albrecht Gralle – Die Insel der spitzen Steine
Albrecht Gralle – Der Mönch und die Königin
Albrecht Gralle – Die Weissagerin
Graham Greene – The Power and the Glory
Anselm Grün – Bilder von Jesus
Romano Guardini – Der Herr: Betrachtungen über das Leben und die Person Jesu Christi
Kerstin Hack – Swing: Lebe im Rhythmus der Schöpfung
Klaus Heidenreich u.a. – Training Pädagogik
Ernest Hemingway – A Farewell to Arms
Alan Jamieson – Chrysalis: The Hidden Transformation in the Journey of Faith
Walter Jens – Das A und O: Die Offenbarung des Johannes
Tony Jones – The New Christians: Dispatches from the Emergent Frontier
Tim Keel – Intuitive Leadership: Embracing a Paradigm of Narrative, Metaphor, and Chaos
Ephraim Kishon – Ein Apfel ist an allem schuld: Gebrauchsanweisung für die Zehn Gebote
Reinhard Kleist – CASH: I See a Darkness. Die Comic-Biografie von Johnny Cash
Sarah Kuttner – Die anstrengende Daueranwesenheit der Gegenwart
Anne LaMott – Traveling Mercies: Some Thoughts on Faith
Phillip Lopate – The Art of the Personal Essay: An Anthology from the Classical Era to the Present
Reinhold Mayer – Der Talmud (ausgewählt, übersetzt und eingeleitet)
Scot McKnight – A Community Called Atonement
Scot McKnight – Embracing Grace: A Gospel for All of Us
Scot McKnight – The Jesus Creed: Loving God, Loving Others
Scot McKnight – The Story of the Christ
Brian McLaren – Finding Our Way Again: The Return of the Ancient Practices
Brian McLaren – The Voice of Luke: Not Even Sandals
Jürgen Moltmann – Trinität und Reich Gottes: Zur Gotteslehre
Jürgen Moltmann – Gott in der Schöpfung: Ökologische Schöpfungslehre
Jürgen Moltmann – Der Weg Jesu Christi: Christologie in messianischen Dimensionen
Jürgen Moltmann – Der Geist des Lebens: Eine ganzheitliche Pneumatologie
Jürgen Moltmann – Das Kommen Gottes: Christliche Eschatologie
Jürgen Moltmann – Erfahrungen theologischen Denkens: Wege und Formen christlicher Theologie
Jürgen Moltmann – Weiter Raum: Eine Lebensgeschichte
Andrew Murray – Warten auf Gott: Quelle geistlichen Segens
Das Neue Testament (Revidierte Elberfelder Übersetzung)
Henri Nouwen – Der dreifache Weg
Michael Noss – Führen: Mutig und kompetent Verantwortung übernehmen
Doug Pagitt – A Christianity Worth Believing: Hope-Filled, Open-Armed, Alive-And-Well Faith for the Left out, Left behind and Let down in Us All
Eugene Peterson – Answering God: The Psalms as Tools for Prayer
Eugene Peterson – Mit den Pferden laufen: Verlockung zu einem leidenschaftlichen Leben
Eugene Peterson – The Jesus Way: A Conversation on the Ways that Jesus is the Way
John Piper – The Future of Justification: A Response to N. T. Wright
Joseph Ratzinger / Benedikt XVI. – Jesus von Nazareth: Von der Taufe im Jordan bis zur Verklärung
Rainer Maria Rilke – Stundenbuch
Dan Roam – The Back of the Napkin: Solving Problems and Selling Ideas with Pictures
Peter Rollins – The Fidelity of Betrayal: The IR/Religious Heart of Christianity: Towards a Church Beyond Belief
Reinhold Ruthe und Lydia Ruthe-Preiss – Traumbotschaften: Deutungshilfen für die Seelsorge
E.P. Sanders – Paulus
Tom Sine – The New Conspirators: Creating the Future One Mustard Seed at a Time
James K. A. Smith – Who’s Afraid of Postmodernism? Taking Derrida, Lyotard, and Foucault to Church
Veronika E. Schmitt – Gebet als Lebensprozeß: Teresa von Avila – Edith Stein
Helge Schneider – Guten Tach. Auf Wiedersehn: Autobiographie, Teil 1
Helge Schneider – Zieh dich aus du alte Hippe
Helmut Schweiker – Das Blut Jesu: Die stärkste Kraft im Universum
Chris Seay u.a. – The Last Eyewitness: The Final Week
Nicholas Shakespeare – In dieser einen Nacht
Vladimir Solofjew – Kurze Erzählung vom Antichrist
Michael Stauffer – ‚I promise when the sun comes up I promise, I’ll be true.‘ So singt Tom Waits. Ich will auch Sänger werden.
William Strunk Jr. und E. B. White – The Elements of Style
Peter Stuhlmacher – Revisiting Paul’s Doctrine of Justification: A Challenge to the New Perspective
Daniel Taylor – The Myth of Certainty: Trusting God, Asking Questions, Taking Risks
Phyllis Tickle – The Great Emergence: How Christianity Is Changing and Why
Leo Tolstoi – Auferstehung
Hans Traxler – Meine Klassiker: Bildergedichte
U2 & Neil McCormick – U2 by U2
N.T. Wright – Paul: Fresh Perspectives
N.T. Wright – The Resurrection of the Son of God
N.T. Wright – Surprised by Hope: Rethinking Heaven, the Resurrection and the Misison of the Church
Theodor Zahn – Grundriß der Geschichte des Lebens Jesu
William Zinsser – On Writing Well: The Classic Guide to Writing Nonfiction

Ein gutes Jahr für mein Leseverhalten. In Bezug auf Jürgen Moltmann, Scot McKnight und N.T. Wright habe ich meine Hausaufgaben gemacht und ansonsten eine feine Mischung genossen. 2009 möchte ich die hundert wieder voll machen und hoffe, daß Romane und v.a. Lyrik einen höheren Stellenwert einnehmen werden. In der nächsten Zeit werde ich meine etwas vernachlässigte Tradition des Postens über Bücher wieder beleben und einiges zu den Büchern schreiben, die mich im vergangenen Jahr am meisten beeindruckt haben oder von denen ich denke, dass eine Auseinandersetzung mit ihren Gedanken fruchtbar sein könnte.
Das Buch, das mich im vergangenen Jahr am meisten überrascht hat und auf das ich darum gesondert hinweisen möchte, stammt von Johnny Cash: Man in White. Ein Roman über das Leben des Apostels Paulus. Gut geschrieben verrät dieses Buch mehr vom Glaubensleben der Countrylegende als die Biographien, die ich bislang gelesen habe. Beeindruckt hat mich, wie intensiv sich Cash insbesondere mit dem AT und dem Judentum zur Zeit Jesu auseinandergesetzt hat und dieses in die Erzählung einfließen läßt. Mit dem qualitativ hochwertigen Hardcovereinband und dem ansprechenden Äußeren ist dieses Werk sehr hübsch geworden. Ein Jammer, daß der Kerl nicht mehr Romane geschrieben hat. Dein Buch des Jahres?

Cash Man In White

Abgelegt unter Aus dem Leben | 9 Kommentare »

Rückblick 2008: 100 DVDs

4. Januar 2009

Teil 3: Die DVDs, die ich im vergangenen Jahr gesehen habe:

11:14
2001: Eine Odyssee im Weltraum
36
The 51st State
88 Minuten
A.I.
Agents Secrets
Alexander
Amazing Grace
American Beauty
American Gangster
American Heart
Bad Lieutenant
Barfuss
Batman Begins
The Best of the Johnny Cash TV Show
Black Rain
Blood Diamond
Cars
Casino
Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia
Cloverfield
The Dark Knight
Dead Presidents
The Departed
Elmer Gantry
Es war einmal in Amerika
E.T.
FC Venus
Feld der Träume
Flechter’s Visionen
From Dusk Till Dawn
Gandhi
Gangs of New York
Ein ganz gewöhnlicher Dieb
Ghost Rider
Goodfellas
Der Herr der Ringe: Die Gefährten
Der Herr der Ringe: Die zwei Türme
Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs
Ice Age
Ich, Du und der Andere
Independence Day
Infernal Affairs
Infernal Affairs 2
Iron Man
Jagd auf Roter Oktober
JFK: John F. Kennedy – Tatort Dalles
Judgment Night
Jumper
Kleinruppin Forever
Kung Fu Panda
L.A. Crash
Das Leben ist schön
Lucky # Slevin
Mamma Mia
Match Point
Der menschliche Makel
Mini’s First Time
Mr. Holland’s Opus
Der Nebel
Next
Nicht auflegen
The Notebook (Nur mit Dir)
Number 23
Nur noch 60 Sekunden
Die Passion Christi
Peter Pan
Der Pianist
The Rocky Horror Picture Show
Scarface
Shaft
Shoot ‚em up
Smokin‘ Aces
Der Sohn
Spartan
Spiderman 3
Spurwechsel
Stalingrad
Starship Troopers
Stirb Langsam
Stirb Langsam 4.0
Die Stunde der Patrioten
Tatsächlich… Liebe
Titanic
Tödliche Entscheidung: Before the Devil Knows You’re Dead
Transformers
Tricks
True Romance
The Truman Show
Und täglich grüßt das Murmeltier
Underworld
Underworld Evolution
Verhandlungssache
Die Verurteilten
Vom Winde verweht
Walk the Line
War
Wer die Nachtigall stört
You Can Count On Me

Abgelegt unter Aus dem Leben | 5 Kommentare »

Rückblick 2008: Kino

2. Januar 2009

Teil 2 meines Jahresrückblicks. Folgende Filme habe ich 2008 im Kino gesehen:

21
Der Baader Meinhof Komplex
The Bank Job
Brügge sehen… und sterben?
Burn After Reading
Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia
The Dark Knight
Eagle Eye
The Happening
Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
Iron Man
John Rambo
Juno
Keinohrhasen
Krabat
Leg Dich nicht mit Zohan an
No Country for Old Men
Street Kings
Untraceable
Wanted

Wie unschwer zu erkennen ist, stehe ich auf Blockbuster. In dieser Hinsicht war das Jahr in Ordnung: The Dark Knight war das erwartete Brett, Prinz Kaspian besser als der erste Ausflug nach Narnia. Robert Downey Jr. brachte in Iron Man den bislang coolsten Comic-Superhelden auf die Leinwand, und auch die Coen-Brüder haben nicht enttäuscht. Der Sonderpreis für gelungene Synchronisation geht an Sandlers Leg dich nicht mit Zohan an. Der Rest: Naja. Indiana Jones wäre besser im Ruhestand geblieben; Keinohrhasen blieb deutlich hinter meinem bisherigen Schweiger-Highlight Barfuss zurück. Besondere Erwähnung verdienen zwei überraschend große »kleine« Filme: Die wunderbare Juno in ihren Schwangerschaftswirren und der Film mit dem größten Kultpotential: Brügge sehen… und sterben? Mein Film des Jahres. 2009 freue ich mich besonders auf zwei weitere Comic-Verfilmungen: X-Men Origins: Wolverine und Watchmen. Das wird ein Spaß. Dein Höhepunkt des Kino-Jahres?

Brügge Sehen

Abgelegt unter Aus dem Leben | 4 Kommentare »

Rückblick 2008: Musik

1. Januar 2009

Spaßeshalber habe ich mir dieses Jahr notiert, welche CDs ich gekauft, welche Bücher ich gelesen und welche Filme ich gesehen habe. Daher nun ein etwas anderer Jahresrückblick. Ich beginne mit Musik. Diese erwerbe ich ausschließlich in Form von CDs, weil ich das gekaufte Produkt in den Händen halten möchte und schön gestaltete Booklets sehr schätze. Im vergangenen Jahr haben folgende Alben den Weg in meinen Plattenschrank gefunden:

Johnny Cash – Complete Sun Masters
Johnny Cash – Hello I’m Johnny Cash
Johnny Cash – Hymns
Johnny Cash – Orange Blossom Special
Johnny Cash – Rockabilly Blues
Johnny Cash – Silver
Johhny Cash – The Christmas Spirit
Johnny Cash – The Mystery of Life
Johnny Cash – Water from the Wells of Home
Johnny Cash & Jerry Lee Lewis – Sunday Down South
Coldplay – Viva la Vida
Delirious – Kingdom of Comfort
Neil Diamond – Home Before Dark
Dire Straits – Dire Straits
Dire Straits – Making Movies
Mark Knopfler – Golden Heart
Mark Knopfler – Screenplaying
Lothar Kosse – Du bist
Neal Morse – Lifeline (Special Edition)
Larry Norman – Only Visiting this Planet
The Notting Hillbillies – Missing… Presumed Having a Good Time
Tomte – Heureka
Hannes Wader – Blick zurück (Das Beste aus den 80ern)

Wie unschwer zu erkennen ist, habe ich 2008 genutzt, um einige Lücken in meiner Sammlung zu schließen, insbesondere was den Man in Black anbelangt. Zum Tagesgeschehen: Coldplay und Tomte waren lang erwartet und bringen noch immer Freude, Delirious werden bis auf unbestimmte Zeit pausieren und haben meiner Ansicht nach im Vergleich zur letzten Platte einen leichten Rückschritt gemacht, Kosse bringt, was er bringen muss. Dasselbe gilt von Neal Morse, der aber auch schon bessere Zeiten gesehen hat. Faszinierenderweise stellt »Lifeline« das einzige Stück Musik härterer Gangart dar, das ich mir im vergangenen Jahr einverleibt habe. Nun ja, die neue Metallica wird sicher noch folgen, sobald sie im Preis gefallen ist. Nun warte ich auf den Hoffnungsträger 2009 – vier Iren, die im März mit No Line On The Horizon an den Start gehen werden. Zum Abschluß sei noch erwähnt: Mein Album des Jahres stammt von einem Mann, der nichts mehr beweisen muß und vielleicht gerade deswegen so feine Arbeit abliefert, dass mir sein Liedgut auch nach dem fünfzigsten Durchlauf noch Freude bereitet: Neil Diamond mit Home Before Dark – nur echt in der Deluxe Edition, die zwei Zusatz-Tracks und eine DVD mitbringt. Was war Dein Album des Jahres?
Diamond - Home Before Dark

Abgelegt unter Aus dem Leben | 7 Kommentare »