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Archiv für Juli, 2008

Sehen wir uns im November?

25. Juli 2008

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Das Millennium als Gegenbild der Hoffnung

10. Juli 2008

Überrascht und erfreut habe ich Jürgen Moltmann’s Buch Das Kommen Gottes: Christliche Eschatologie folgende Zeilen gefunden:

Christliche Theologie ist keine Theologie der Universalgeschichte, sondern eine geschichtliche Theologie des Kampfes und der Hoffnung. Sie lehrt darum nicht, wie der naive moderne Fortschrittsglaube, dieser säkulare Gegenwartschiliasmus, daß in Zukunft alles immer besser werde. Sie lehrt auch nicht, daß in Zukunft alles immer schlechter werde wie die gleichfalls naive moderne Apokalyptik. Sie schärft aber ein, daß es in der Zukunft dieser Welt immer kritischer wird. (…)
Das »tausendjährige Reich Christi«, das »Friedensreich«, ist das positive Gegenbild der Hoffnung gegen die antichristliche Weltzerstörung im Feuersturm und für jedes alternative Leben und Handeln gegen die Weltverwüstungen hier und jetzt unerläßlich. Ohne chiliastische Hoffnung verliert die christliche Ethik des Widerstands und der konsequenten Nachfolge Christi ihre stärkste Motivation. Ohne die Erwartung eines alternativen Reichs Christi verliert die Gemeinde Christi ihren Charakter als »Kontrastgemeinde« zur Gesellschaft. Weil der ursprüngliche jüdische und christliche Chiliasmus Märtyereschatologie war, ist er das genaue Gegenteil eines jeden eschatologischen Eskapismus und einer jeden heilsgeschichtlichen Besserwisserei. (S. 226f)

Seit einiger Zeit lese ich alles, was ich von Moltmann in die Finger bekomme, und ich bleibe begeistert. Einiges des von ihm kritisierten »naiven modernen Fortschrittsglaubens« bzw. »säkularen Gegenwartschiliasmus« glaube ich bisweilen im US-amerikanischen Teil der emergenten Bewegung erkennen zu können, so ganz nach dem Motto: »Mit Gott auf unserer Seite werden wir die Welt schon verändert bekommen.« Dies ähnelt mir allzu sehr der triumphalistischen Eschatologie der »siegreichen Gemeinde«, der ich in manchen pfingstlich-charismatisch geprägten Kreisen begegnet bin.

Das Bild, das sich mir in den Schriften des Neuen Testamentes von der Gemeinde darbietet, ist das der Kontrastgesellschaft, des Restes, des wenigen Salzes, derjenigen, die als Gefangene im Triumphzug Christi herumgeführt werden, die kruziform leben und in deren Schwäche die Herrlichkeit Gottes aufstrahlt, die sich dahingeben für Gottes Reich und ihren Nächsten – deren Hingabe allerdings fragmentarisch bleibt und deren Bemühen beständig von anderen Mächten durchkreuzt wird, und die deshalb sehnsuchtsvoll auf den Augenblick warten, da der Messias wiederkommt und »eigenhändig« sein Reich aufrichtet, in dem das vergolten wird, was zuvor erlitten wurde. Und nach den Tausend Jahren erklingt die Stimme: »Siehe, ich mache alles neu.«

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Missional SynchroBlog Destillat: Was also ist »missional«?

8. Juli 2008

Mehr als 50 Blogger haben am Misisonal SynchroBlog teilgenommen, den Rick Meigs initiiert hat. Meinen Beitrag findest Du hier. Nun hat sich Brother Maynard die Mühe gemacht, die ganzen Beiträge zusammenzufassen und hat dafür auch wieder neun Posts gebraucht (1|2|3|4|5|6|7|8|9). Er kommt zu folgendem Ergebnis:

Terminologie

  • das Wort missional wird oft falsch verwendet
  • missionale Kirche ist nicht dasselbe wie emergente Kirche
  • eine Gemeinschaft einfach »missional« zu nennen, macht sie noch nicht zu einer missionalen Gemeinschaft
  • nur diejenigen, die keine missionale DNA haben, verwenden »missional« als Schlagwort
  • »missional« ist nicht einfach ein Ersatz für »missionarisch«

Natur und Zweck

  • missional ist inkarnatorisch
  • die Sendung Gottes setzt die Sendungen der Gemeinden in Gang
  • Ziel der Sendung ist die Ausbreitung des Reiches Gottes
  • Gottes Werk ist größer als das Heil der Kirche
  • missionale Kirche ist eine Kirche, die ihre Form von ihrer Sendung erhält

Gemeinschaft

  • nicht nur gemeinsames, sondern auch individuelles missionales Engagement zählt
  • jede gesunde Gemeinde sollte ein missionales Paradigma haben
  • missional erwirkt Communitas
  • Mission und das tägliche Leben sind eins, die Unterscheidung zwischen sakral und säkular wird zurückgewiesen
  • eine missionale Gemeinschaft ist eine Bundesgemeinschaft
  • es sind die Menschen, die an ihr teilhaben, die eine Gemeinde missional machen
  • Gemeinde wird als ein zentriertes, nicht als ein geschlossenes System verstanden

Methodologie

  • missionale Kirche ist in den Händen der sogenannten »Laien«
  • missionales Wirken blüht an »dritten Orten« auf
  • missionales Wirken findet im gewöhnlichen Rhythmus des alltäglichen Lebens statt
  • missional zielt darauf ab, dem »Anderen« Gerechtigkeit zu bringen
  • missional ist kontextbezogen, kann aber auch manchmal gegen die Kultur gerichtet sein (»Kontrastgesellschaft«)
  • missionales Wirken stützt sich auf das Wirken des Heiligen Geistes
  • missional definiert neu, was »Erfolg« ist – gegen das oftmals gängige Zählen von Gottesdienstbesuchern oder Gemeindemitgliedern
  • missionale Begegnungen müssen nicht zwangsläufig in der Verkündigung des Evangeliums enden

Werte und Perspektiven

  • missional ist ein Lebensstil
  • missionale Kirche verwurzelt sich in der Geschichte, indem sie davon ausgeht, lange an einem Ort zu bleiben
  • missionale Kirche tendiert zu einer narrativen Theologie, zu den Evangelien und insbesondere zur Bergpredigt
  • das missionale Leben läßt sich mit dem eines Pilgers, eines Exilanten oder Vagabunden vergleichen
  • wenn traditionell Denkende missional werden wollen, müssen sie durch einen Paradigmenwechsel geführt werden
  • missional ist inklusiv und nimmt andere an
  • missional strebt danach, sich nicht nur einer Zeitepoche (Prämoderne, Moderne, Postmoderne) zu verschreiben

Brother Maynard versucht im Anschluß, diese Punkt in einem Fließtext zusammenzufassen, äußert weitere Gedanken und endet mit folgendem Satz:

Nun, wenn ich selbst das missionale Gedankengut kurz und prägnant destillieren müßte, dann würde ich mit einer Zeile daherkommen, die ich in der Vergangenheit schon oft verwendet habe: »Lebe deinen Glauben. Teile dein Leben.«

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Neue Unterseite zu Prayer

6. Juli 2008

Mittlerweile sind die Posts zu Richard Fosters Buch Prayer: Finding the Heart’s True Home in der direkten Übersicht zu erreichen. Solltest Du erst in den letzten Monaten auf diesen Blog gestoßen sein, empfehle ich einen Blick darauf.

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Emergente Theologie und Jürgen Moltmann

5. Juli 2008

In einer seiner 20 Depeschen schrieb Tony Jones: »Für Emergente ist Theologie ort- und zeitgebunden und geschieht im Dialog. Um den theologischen Riesen der Vergangenheit gegenüber treu zu sein, streben Emergente danach, deren theologisches Gespräch weiterzuführen.« Wie ein Selbstverständnis emergenter Theologie aussehen kann, führt Jürgen Moltmann im Vorwort seines 1995 erschienenen Buches Das Kommen Gottes: Christliche Eschatologie aus:

Bis heute ist Theologie für mich ein ungeheures Abenteuer, Entdeckungsreise in ein mir unbekanntes Land, Ausfahrt ohne gewisse Rückkehr, Weg ins Unbekannte mit vielen Überraschungen und nicht ohne Enttäuschungen. Wenn ich eine theologische Tugend habe, dann eine, die bisher nicht als solche anerkannt wurde: Neugier.
Ich habe Theologie nie als Verteidigung von alten Lehren oder kirchlichen Dogmen betrieben, sondern immer als Entdeckungsreise. Darum ist mein Denkstil experimentell: ein Abenteuer der Ideen, und mein Mitteilungsstil: die Form des Vorschlags. Ich verteidige keine unpersönlichen Dogmen, ich äußere aber nicht nur meine persönliche Meinung: ich mache Vorschläge in einer Gemeinschaft. Die Sätze, die ich schreibe, sind darum ungesichert und – wie manche meinen – waghalsig. Sie sollen zum eigenen Denken herausfordern und natürlich auch zum sachlichen Widerspruch. Auch Theologen gehören zur communio sanctorum, wenn denn die wahren Heiligen nicht nur die gerechtfertigten Sünder, sondern auch die angenommenen Zweifler sind und also ebenso sehr zur Welt wie zu Gott gehören.
Theologie ist eine Gemeinschaftsaufgabe: Daraus folgt, daß die theologische Wahrheit wesentlich – und nicht nur zur Unterhaltung – dialogisch ist. Es gibt theologische Systeme, die nicht nur in sich selbst widerspruchsfrei, sondern auch von außen unwidersprochen zu bleiben beabsichtigen. Sie sind wie die Festungen, die nicht eingenommen werden können, aus denen man aber auch nicht ausbrechen kann, und die darum ausgehungert werden. Ich habe nicht den Wunsch, mir eine solche theologische Festung zu bauen. Mein Bild ist der Exodus des Volkes und ich warte auf theologische Schilfmeerwunder. Theologie ist für mich keine kirchliche Dogmatik und keine Glaubenslehre, sondern Phantasie für das Reich Gottes in der Welt und für die Welt in Gottes Reich und darum immer und überall öffentliche Theologie, aber niemals und nirgendwo religiöse Ideologie der bürgerlichen und politischen Gesellschaft, auch nicht der sog. »christlichen«. Manche haben gemeint, ich sage theologisch zuviel und mehr über Gott, als man wissen könnte. Ich fühle tiefe Demut vor dem Geheimnis, das wir nicht wissen können, darum sage ich alles, was ich mir denke. (Moltmann, Das Kommen Gottes, 14f)

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Hut ab

3. Juli 2008

Der Lutherische Weltbund will Mennoniten und andere täuferische Kirchen um Vergebung bitten. Mehr bei idea.

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[Foster] Radikales Gebet

2. Juli 2008

{Heute löse ich eine alte Schuld ein, indem ich den Post zum letzten Kapitel von Richard Foster’s Buch Prayer: Finding the Heart’s True Home verfasse. Die Vorgänger erschienen zwischen Januar und September 2007 und sind hier zu finden: 1|2|3|4|5|6|7|8|9|10|11|12|13|14|15|16| 17|18|19|20|21|22|23|24|25}

Die Hände zum Gebet zu falten ist der Beginn des Aufstands gegen das Durcheinander in der Welt. (Karl Barth)

Radikales Gebet geht an die Wurzel, zum Herz, zum Zentrum. Radikales Gebet läßt uns nicht am Rande der großen Probleme des Lebens stehenbleiben. Es wagt den Glauben, daß die Dinge sich ändern können. Es zielt auf die totale Veränderung von Personen, Institutionen und Gesellschaften ab. Radikales Gebet ist prophetisch.

Der prophetische Botschafter
Wir haben lange für eine neue Art von prophetischen Leitern gebetet. Ich glaube, wir sehen sie jetzt – viele von ihnen in Ländern der dritten Welt -, wie sie Menschen in neue Ausdrucksformen von Treue und Gehorsam rufen. Sie kommen aus jeder sozialen Schicht und jeder menschlichen Schublade. Sie lieben Jesus von ganzem Herzen. Sie spüren den Ruf Gottes auf ihrem Leben und die Hand Gottes auf ihrem Dienst. Unter ihrer Leitung und durch die Kraft des Heiligen Geistes wird das Volk Gottes ein weiteres Mal versammelt – nicht als Organisation, sondern als Organismus. Sie sehen eine neue Zukunft von Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist. Sie sind nicht mehr Sklaven von Menschen. Sie können nicht mehr bestochen, manipuliert oder umschmeichelt werden. Sie lieben ihre Feinde und beten für die, die sie hassen und verachten. Ihre Gegenwart und ihr Handeln wird die Strukturen, die von Gier, Angst und Stolz erhalten werden, zum Fallen bringen. Die schlichte Tatsache, daß sie nicht bei der Unterdrückung, den Vorurteilen und dem Klassendenken der modernen Kultur mitmachen, wird die Welt verändern.

Geistlicher Widerstand
Es geht um eine geistliche Widerstandsbewegung im Untergrund. Wir werden die Stimme derer, die keine Stimme haben, bringen ihre Sache vor den Thron im Himmel. Wir verlangen, angehört zu werden. Wir werden uns fest und streitlustig gegen alle Ungerechtigkeit und Unterdrückung wenden. Die Waffen unseres Widerstands lassen uns in den Augen einer Welt, die auf Macht, Effizienz und Kontrolle beruht, absolut irrelevant aussehen. Wir sprechen die Wahrheit. Wir beten für unsere Feinde. Wir weigern uns, mit Ungerechtigkeit zusammenzuarbeiten. Und doch, so unglaublich wie es scheinen mag, haben diese Waffen die Macht, Festungen einzureißen und das gerechte und friedfertige Königreich Jesu hervorzubringen.

Soziale Heiligkeit
Die wahre prophetische Botschaft ruft uns immer zu „sozialer Heiligkeit“, um eine Formulierung John Wesleys zu verwenden. Durch unser Gebet und unser Leben sabotieren wir alle Unterscheidungen, die auf Klasse, Rang und Status beruhen. Für die Kinder des Reiches ist es nicht wichtig, wer eine Person ist, nur daß eine Person ist.

Die ganze Welt in die Arme schließen
Die wahre prophetische Botschaft ruft uns dazu, unsere Arme weit auszustrecken und die ganze Welt einzuschließen. In heiliger Kühnheit bedecken wir die Erde mit der Gnade und Barmherzigkeit Gottes. Wir schlagen unsere Bedenken in den Wind und beten nicht nur für Einzelpersonen, sondern auch für ganze Nationen, nicht nur für die Erneuerung der Kirche, sondern auch für die Transformation der Welt. Wir beten und setzen uns dafür ein, daß das Reich Gottes auf die Erde – die ganze Erde – kommt, so wie es im Himmel ist.

Christliche Gemeinschaft
Geistliche Mentoren haben die Gabe der Unterscheidung, der Weisheit und der Erkenntnis. Ihre Aufgabe ist es, anderen Menschen dabei zu helfen, die Fußspuren Gottes in ihrem Leben zu erkennen und sie hin und wieder dazu zu drängen, in eine Richtung zu gehen, in die sie sonst vielleicht nicht gehen würden. Wie auch immer die Form unseres gemeinsamen Lebens aussieht – es ist von äußerster Wichtigkeit, daß wir in Gemeinschaft beten. Dallas Willard schreibt: „Gottes Ziel in der Geschichte ist es, eine alles umfassende Gemeinschaft liebender Personen zu schaffen, mit ihm selbst in ihrer Mitte als grundlegendem Erhalter und herrlichstem Bewohner.“

Das königliche Gesetz
Göttliche Liebe, agape, allein kann die Gemeinschaft erhalten, die Gott ins Dasein ruft; darum ruft uns die wahre prophetische Botschaft immer zu dieser dynamischen Liebe zu Gott und dem Nächsten auf, die im Kern des Evangeliums ist. Wir lieben Gott, indem wir unseren Nächsten lieben, und wir können unseren Nächsten nur lieben, wenn wir Gott lieben. Diese beiden Gebote formen ein saumloses Gewand. Gebet läßt unsere Liebe frei fließen – sowohl vertikal als auch horizontal. Wenn wir beten, werden wir in die Liebe Gottes hineingezogen, die uns unwiderstehlich zur Liebe unseres Nächsten führt. Wenn wir versuchen, unseren Nächsten zu lieben, erkennen wir unsere Unfähigkeit dazu, was uns unwiderstehlich zurück zu Gott führt. Und so treten wir in diese niemals endende Liebesgemeinschaft ein, die der christlichen Gemeinschaft ihr Leben gibt.

EIN SEGEN
Mögest Du nun, durch die Kraft des Heiligen Geistes, den Geist des Gebets empfangen. Möge er, im Namen Jesu Christi, zur kostbarsten Beschäftigung Deines Lebens werden. Und möge der Gott allen Friedens Dich stärken, segnen und Dir Freude geben.
Amen.

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Destillat: Die 20 Depeschen aus »The New Christians«

1. Juli 2008

Nach meiner Serie zu The New Christians, deren Posts mittlerweile auf dieser Seite zu finden sind, hier nochmals die 20 Depeschen als Zusammenfassung.

1. Für Emergente sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Geschmacksformen des Christentums von nicht allzu großer Bedeutung. Stattdessen praktizieren sie eine weitherzige Orthodoxie, welche den Beitrag aller christlichen Bewegungen willkommen heißt.

2. Emergente lehnen die Politik und Theologie sowohl der Linken als auch der Rechten ab. Weil sie beide Seiten als ein Überbleibsel der Moderne ansehen, richten sie den Blick nach vorne auf eine komplexere Realität.

3. Das Evangelium ist wie Lava: Egal wie viel Kruste sich über ihm gebildet hat – es wird immer einen schwachen Punkt finden und hindurch brechen.

4. Die emergente Bewegung erschien in den späten 1990er Jahren auf der Bildfläche, als sich eine Gruppe christlicher Leiter darüber auszutauschen begann, wie sich die Postmoderne auf den Glauben auswirkt.

5. Die emergente Bewegung lebt nicht nur in Nordamerika, sondern wächst rund um den Globus.

6. Emergente sehen Gott in jedem Bereich der Kultur am Wirken und weisen die Unterscheidung zwischen heilig und profan (oder sakral und säkular) zurück.

7. Emergente sind der Ansicht, daß das Bemühen um Freundschaft und Versöhnung alle Diskussionen um Dogma und Doktrin einhüllen muß.

8. Emergente finden den biblischen Ruf zur Gemeinschaft attraktiver als den demokratischen Ruf nach individuellen Rechten. Die Herausforderung liegt darin, beiden Idealen gerecht zu werden.

9. Die emergente Bewegung ist stark theologisch geprägt und von der Grundüberzeugung geleitet, daß Theologie und Praxis untrennbar verbunden sind und einander beständig befruchten.

10. Für Emergente ist Theologie ort- und zeitgebunden und geschieht im Dialog. Um den theologischen Riesen der Vergangenheit gegenüber treu zu sein, streben Emergente danach, deren theologisches Gespräch weiterzuführen.

11. Emergente glauben, daß das Bewußtsein unseres relativen Standpunktes – zu Gott, zu einander, zur Geschichte – biblische Demut hervorbringen sollte und nicht relativistische Apathie.

12. Emergente nehmen die ganze Bibel an – die Herrlichkeit und den Pathos.

13. Emergente glauben, daß Wahrheit genauso wie Gott von endlichen menschlichen Wesen nicht endgültig artikuliert werden kann.

14. Emergente umarmen Widersprüche – insbesondere diejenigen, die Kernelemente der christlichen Erzählung sind.

15. Emergente haben eine von Hoffnung erfüllte Eschatologie: Als Jesus zum ersten Mal kam, war das eine gute Nachricht, und so wird es auch bei seiner Rückkehr sein.

16. Emergente sind der Ansicht, daß die Kirche eher wie ein Open-Source-Netzwerk funktionieren sollte als wie eine Hierarchie oder Bürokratie.

17. Emergente starten neue Gemeinden nicht aus evangelistischen Gründen, sondern um ihren eigenen Glauben zu retten.

18. Emergente sind der festen Überzeugung, daß Gottes Geist – und nicht ihre eigenen Bemühungen – für das Gute in der Welt verantwortlich ist. Es ist die Aufgaben der Menschen, mit Gott darin zusammenzuarbeiten, was Gott bereits tut.

19. Emergente spielen den Unterschied zwischen Klerus und Laien herunter – oder lehnen ihn rundheraus ab.

20. Emergente glauben, daß Kirche genauso schön und chaotisch sein sollte wie das Leben.

Was denkst Du zu diesen 20 Thesen? Werden sie der emergenten Bewegung gerecht? Welche Depesche würdest Du ergänzen?

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