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Archiv für April, 2008

D.A. Carson’s Emerging-Kritik auf Deutsch erschienen

29. April 2008

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Unter dem reißerischen Titel »Emerging Church: Abschied von der biblischen Lehre?« ist D.A. Carson’s Buch »Becoming Conversant with the Emerging Church: Understanding a Movement and its Implications« nun im CLV-Verlag auf Deutsch erschienen. Außerordentlich schmerzhaft fällt die Änderung des Untertitels in der deutschen Version auf. Ich will mich eigentlich schon gar nicht mehr darüber aufregen…

Don Carson’s Buch hat einiges an Staub aufgewirbelt, die Diskussion um die »Emerging Church«-Bewegung in den USA stark geprägt und auch viel Kritik einstecken müssen. Drei Beispiele:

Freundlicherweise lassen sich alle Bücher von CLV als pdfs für den persönlichen Gebrauch downloaden. Du kannst Dir also Dein eigenes Bild machen. Ich bin gespannt auf Deine Meinung zu Carson’s Buch, dessen pdf-Version Du hier findest.

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Meet Me @ Christival

24. April 2008

Nächste Woche werde ich mit dem Stand der Werkstatt für Gemeindeaufbau beim Christival sein. Bei der Messe Missionarischer Möglichkeiten ist unsere Standnummer 1.23. Solltest Du auch in Bremen sein, komm doch einfach mal vorbei und sag Hallo!

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Aus EXILES wird EXILIO

18. April 2008

Wer Michael Frost’s feines Buch Exiles mochte, hat jetzt die Möglichkeit, in seiner Gemeinschaft auszuprobieren, wie es sich in einer post-christlichen Kultur missional leben läßt. Frosty hat nämlich Material für Kleingruppen produziert, das hier besprochen wird.

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Liedgut atmet – Theologie auch

10. April 2008

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Ein sehr feines Buch im gigantischen Großformat, das die Geschichte U2s in ihren eigenen Worten erzählt, geschmückt von vielen wunderbaren Fotos. Darin habe ich gestern folgende Gedanken Bono’s über den Song »Bad« gefunden:

That is potentially a truly great song … if I had finished it. And in a way I do finish it every night, live. I change the lyric. Poets have no problem with revising their work. Songs shouldn’t be set in stone. If they are any good, they are living, breathing organisms. (Aus: U2 by U2, 155.)

Liedgut atmet also. Theologie auch? Ja, meint James D. G. Dunn beim Nachdenken über den Apostel Paulus. Viele Versuche wurden gemacht, den Kern der paulinischen Theologie herauszufiltern. Darunter: Die Spannung zwischen Juden und Nichtjuden (F.C. Baur), Rechtfertigung aus Glauben (Bultmann, Käsemann), Teilhaben an Christus oder Christus-Mystizismus (Schweitzer), Kreuzestheologie (Wilckens). Oder geht Paulus von einem alles vereinenden Grundprinzip aus – so z.B. die Anthropologie, die Heilsgeschichte, oder die Erzählung des Bundes in Christus? Dunn, wie ich heute gelesen habe, bemerkt dazu:

The problem with the imagery of centre or core or principle, however, is that it is too fixed and inflexible. It encourages the impression from the start that Paul’s theology was static and unchanging. (Aus: J.D.G. Dunn, The Theology of Paul the Apostle, 20.)

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Gestern Bono, heute Dunn. Nett, wie sich ein irischer Rockstar und ein englischer Neutestamentler ergänzen. Bei jeder Arbeit, die ich verfasse, jeder Predigt und jedem Artikel habe ich das Gefühl des Vorletzten, des Bruchstückhaften und Unfertigen. Schon Monate später würde ich den Schwerpunkt anders setzen, würde andere Gedanken einbringen. „Unsere Erkenntnis ist Stückwerk“ erkannte schon der erwähnte Paulus. Wie recht er hat! Theologie atmet, ist nicht in Stein gemeißelt. If it is good, it is a living, breathing organism.

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Magische Nacht

10. April 2008

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Dreizehn Jahre alt war ich, als Bloodgood in Ludwigsburg spielten. Freunde hatten mich gefragt, ob ich mitwollte. Nein, DoSi hatte keinen Bock. Wer war überhaupt Bloodgood? Wochen später entdeckte ich die Band für mich. Langsam begann ich mich darüber aufzuregen, daß ich das Konzert nicht besucht hatte. Ein Jahr später wurde dieser Auftritt in limitierter Auflage als Live-Album unter dem Namen »To Germany with Love» veröffentlicht. Bloodgood lösten sich auf. Ich besorgte mir ein Tape des mittlerweile vergriffenen Albums und hörte es in meinem Sony-Walkman rauf und runter. Jahre später hatte ich den Führerschein, und im Tapedeck des Autoradios wechselte sich Bloodgood mit meiner Auslese von Larry Normans Trilogie ab. Später kam ein drittes Tape mit einer Auswahl des Schaffens von Delirious? dazu. Keine Kassette aber habe ich jemals annähernd so oft gehört wie die von Bloodgood. Sie begleitete mich auf Freizeiten, Busfahrten, beim Zeitungsaustragen. Wo immer ich war – dieses Tape war dabei. Einige Male wurden in Heimerdingen (und auch einmal mit meiner Beteiligung beim Schulgottesdienst in Ditzingen) bei evangelistischen Einsätzen (die gab es damals noch) zu den Klängen von Bloodgoods Crucify und The Messiah die Ereignisse um die Kreuzigung und Auferstehung Jesu schauspielerisch dargeboten. Bloodgoods Top of the Mountain gehört zu den Liedern, die ich am liebsten verwende, um meinem König und Meister auszudrücken, was er mir bedeutet. Diese Band hat meiner Seele ihren Stempel aufgedrückt.
Togermanywithlove2
Seit vielleicht zwei Jahren ist das alte Tape verschollen, aber in der Zwischenzeit wurde To »Germany with Love« wiederveröffentlicht und ziert wie die anderen Alben dieser feinen Combo meinen Plattenschrank. Vor kurzem gesellte sich auch noch »All Stand Together» hinzu, das mir [depone] freundlicherweise überließ. Das Liedgut Bloodgoods fand seinen Weg auf meinen Sony Clié und meinen Palm Lifedrive. Wehmütig dachte ich immer wieder an die verpasste Chance in Ludwigsburg zurück, und hätten es meine Anatomie und Motorik zugelassen, so hätten meine Zähne ihren Weg in meinen Allerwertesten gefunden…
BloodgoodDetonationRockinahardplace
AliveinamericaOutofthedarknessThecollection
Allstandtogether

Seit 2002 mehrten sich die Gerüchte, Bloodgood versuche sich an einem Comeback. 2006 spielten sie dann tatsächlich beim Cornerstone Festival, 2007 ebenfalls, und das, was meine Hauspostille HM Magazine in der Rückschau zu diesen Auftritten verlauten ließ, war durchaus vielversprechend. Viel Skepsis (Bandleader Michael Bloodgood hatte mittlerweile sein fünftes Lebensjahrzehnt vollendet) paarte sich mit einem zart aufwachsenden Hoffnungspflänzchen, ob es mir vielleicht doch noch einmal vergönnt sein würde, die Jungs live zu sehen.

Letzten Samstag erfüllte sich dieser Traum bei Legends of Rock in Ennepetal.

Nach 15-jähriger Wartezeit bin ich nun 28 Jahre alt, evangelistische Einsätze der alten Spielart haben wir Emergenten abgeschafft, „White Metal“ gibt es nicht mehr, Grunge und Crossover haben mein Lieblingsgenre in den 1990er Jahren ins Koma versetzt. Die „christliche Musikszene“ härterer Gangart scheint mir ein arges Ghetto zu sein, in dem sich mehrheitlich in den 80ern Steckengebliebene finden, „christliche Musiker“ lassen auf der Bühne schlimme Plattitüden vom Stapel, und das Publikum jubiliert jedes Mal, wenn es vom Star auf der Bühne einen Satz hört, dem es dogmatisch zustimmt. Wieder einmal erlebe ich, daß ich mich in dieser Menge unwohl fühle, fremd und gleichzeitig zu Hause. Ein Gefühl, das ich aus fast jedem Gottesdienst und jeder gemeindlichen Veranstaltung kenne und das ich auch beim Christival wieder erleben werde.

Das unangehme Gefühl verläßt mich, als ich mit Narnia Long Live the King schmettere, die ganzen Whitecross-Klassiker mitsingend feiere und danach die Performance von Glenn Kaiser in mich aufsauge. Nach einer Pause während des Gigs von Blindside schüttet dann beim Auftritt von Bloodgood mein System innerhalb kürzester Zeit derart viele Gückshormone aus, daß ich die Befürchtung habe, mein Körper könne die Emotion nicht aushalten und müsse zerspringen.

Magst Du elektronische Musik, Emo oder was auch immer hören – es sei Dir zugestanden. Aber auf meinem aktuellen Walkman-Handy von Sony werden Bloodgood ihren Stammplatz behalten.

Auf YouTube finden sich auch Mitschnitte von Bloodgood. Ich habe mich dafür entschieden, ein Lied von Whitecross einzubinden, den Klassiker schlechthin, der mich immer wieder neu berührt und der tief in meine Identität eingegangen ist. Eine magische Nacht.

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Anselm Grün über Nachfolge Jesu

9. April 2008


In den letzten Jahren hat sich meine Beziehung zu Jesus wiederum gewandelt. Jetzt geht es mir vor allem um die Frage, wie Jesus meinen Alltag prägt und wie ich im Gestalten und Aushalten der täglichen Konflikte immer mehr in die Gestalt Jesu hineinwachse. Ob ich an Jesus glaube oder nicht, das entscheidet sich nicht in erster Linie am richtigen Bekenntnis, im Wiederholen der theologischen Formulierungen. Es zeigt sich für mich vielmehr daran, ob ich in den alltäglichen Konflikten und Enttäuschungen, in den Erfahrungen von Nichtverstandenwerden und Einsamkeit, von Verletztwerden und Verlassenwerden bitter werde und hart, oder ob ich mich gerade dort, wo niemand zu mir steht, wo andere mich kränken und in meinen alten Wunden wühlen, vom Geist Jesu prägen lasse. … Und ich spüre, wie es täglich neu darum geht, ob ich mich innerlich verschließe oder ob ich mich von Jesus aufbrechen lasse für die Liebe, Barmherzigkeit und Milde. Darin besteht für mich die Nachfolge Jesu.

Aus: Anselm Grün, Bilder von Jesus, 214f.

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Warum das Evangelium kontextualisiert werden muß

2. April 2008

… erläutert Andrew Jones in einem wunderbaren Post. Hier einige kurze Auszüge:

We need to listen, to dialogue, to understand the story (mythology) behind a culture as well as the art and philosophy that expresses it so that we can help create understanding of the good news that Christ suffered, died, rose again and ascended.

Does the context affect the message? Of course it does. The story stays the same – same Jesus who fleshed out his life with humans in their context, and who died, rose again, ascended and then appeared to many witnesses in their context, in a way they could acknowledge. Same story but it will be different every time you tell it because people and their environment are different. DUH! This is not compromise. This is telling the story.

And if we ignore the context of the hearers of the gospel, we will end up with a colonial Christianity shaped by the culture of ourselves, the message-bearers. Contextualization matters and the lack of it is a curse to those on the receiving end of our ministry.

Bottom line. I believe that the Apostle Paul listened and conversed and looked for the redemptive analogies that would help him convincingly and prophetically shed light on the good news of Christ. The next generation are finding their own mythologies that will influence how they understand concepts of redemption, salvation, blood sacrifice and other theological concepts. They will need eye openers. They already have stored away a few redemptive analogies from the poets and writers of their own day and will draw on them to understand the mysteries of the Kingdom. Some of those stories are helpful and some will need to be corrected. But we do need to be aware of them.
And thats why you might find me in the cinema watching Harry Potter.

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Die Freiheit des Geschöpfes zum Bösen

2. April 2008


Gott hat keine Gewalt wider sich. Es gibt nichts, das wider Ihn in Betracht käme. Ebensowenig wider Christus, den Sohn Gottes. Alles, was es gibt, ist Gottes Geschöpf. Dieses Geschöpf ist aber frei und kann böse werden; und da Gott die Freiheit achtet, hat der böse Wille, solange die Zeit währt, eine furchtbare Macht.

Aus: Romano Guardini, Der Herr, 654

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