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Döner macht schöner!

Archiv für August, 2007

Ein blinder Fleck der evangelischen Theologie?

6. August 2007

Dunn - Theology Of Paul
Ein Grund zur Freude: Scot McKnight hat heute eine Reihe über die „New Perspective on Paul“ begonnen – eine Bewegung, die von E.P. Sanders und J.D.G. Dunn losgetreten wurde. Interessanterweise habe ich mir erst vor drei Tagen Dunn’s Buch The Theology of Paul the Apostle bestellt. Scheint also zeitlich zu passen…

Ich hatte mich immer gewundert, warum eigentlich das Judentum immer so sehr als Gesetzesreligion verstanden wurde, hatte ich doch das Befolgen der Torah immer als logische Antwort auf die Zuwendung und Barmherzigkeit Gottes gesehen. ERST die Befreiung aus Ägypten und der Gnadenbund Gottes, DANN die Torah als Weisung Gottes, wie das Leben innerhalb des Gnadenbundes zu verstehen ist. In meinem Verständnis hat Jesus im Vergleich zum AT nicht viel Neues gepredigt, und auch Paulus argumentiert ja v.a. im Römerbrief immer mit AT-Zitaten. Wie sind wir zu der Annahme gekommen, das AT lehre eine Gerechtigkeit aus Werken allein? Wie kamen wir zur Annahme, im NT wären Werke nicht notwendig? Jesus spricht außerordentlich viel über die Frucht, die unser Leben bringen sollte. Man lese nur einmal das Ende der Bergpredigt oder das Gleichnis vom Weltenrichter in Mt 25. Genauso sprechen Paulus, Jakobus und Johannes über die Frucht unseres Glaubens, der sich erst in Werken erweist. Auch Luther hatte das erkannt. Wie konnte das in der reformatorischen Tradition so verloren gehen?

Ich bin relativer Laie, was die „New Perspective“ anbelangt, hatte mich aber immer gewundert, warum eine Lehrrichtung, die in den USA seit Jahrzehnten viel Staub aufwirbelt und sich mit einigen dieser Fragen zu beschäftigen scheint, in Deutschland so wenig wahrgenommen wird. Im „Jahrbuch für evangelikale Theologie“ (das eigentlich besser ist als sein Titel) habe ich einmal einen Verweis gelesen, der aber meinem Empfinden nach auf Vorurteilen zu beruhen schien und weit von einer fundierten Auseinandersetzung weg war. Ich freue mich auf die Serie bei Scot und die Lektüre von Dunn’s Wälzer, die zusammen mit dem dickeren Zeux von N.T. Wright bei mir im Herbst/Winter ansteht…

Kann es sein, daß die evangelische Theologie das „Sola Gratia“ zu hoch gesetzt hat? Oder woher kommt die Erklärungsnot, die viele befällt, wenn sie mit den oben erwähnten Schriftstellen in Berührung kommen? Warum würden manche gerne den Jakobusbrief aus dem Kanon ausscheiden? Warum traut sich niemand an die unangenehme Wahrheit heran, daß das aktuelle Verhalten der Gläubigen einen so hohen Stellenwert im Neuen Testament hat? Haben wir uns einen Gott nach unserem Gutdünken geschaffen? Ist das nicht Götzendienst?

Der Weg in’s neue Jerusalem führt durch eine Pforte, die enger ist, als die bloße intellektuell-rationale Zustimmung zu einer theoretischen Wahrheit. Es reicht nicht, es zu bejahen, daß Jesus für mich am Kreuz gestorben ist. Nachfolge ist ein Prozess, der unser Leben transformieren muß. Denn Glaube ohne Werke ist tot.

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Was weißt Du über Filme?

4. August 2007

47%The Movie Quiz

Ich hätte mich selbst wohl besser eingeschätzt, aber mal sehen, wie Du abschneidest…

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Hurra, die Piraten haben wieder zugeschlagen!

4. August 2007

Welch eine Freude, der FC St.Pauli kegelt Bayer Leverkusen aus dem Pokal – so soll es sein 8)

Ein Traum wäre es, die Piraten vom Millerntor wieder in der Bundesliga begrüßen zu dürfen. Das wird wohl so schnell leider nicht zu realisieren sein, aber ich hätte nichts dagegen, wenn sie dieses Jahr den Pokalwettbewerb wieder so aufmischen würden, wie das im letzten Jahr der Fall war.

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[Wegmarken] Josua 11 (2) – Die weiteren Feldzüge Josuas

2. August 2007

Die Erzählung
Nachdem in den vorangehenden Kapiteln einzelne Feldzüge und Schlachten besonders beleuchtet wurden, folgt im zweiten Teil von Josua 11 eine kurze Zusammenfassung über die weiteren Eroberungsfeldzüge Israels. Josua nahm das ganze Land Kanaan ein und benötigte zum Sieg über all die anderen Könige „a long time“. Außer den Gibeonitern gab es keine andere Nation, mit der Israel Frieden schloß. Gott verhärtete das Herz der Kanaaniter, so daß sie gegen Israel in den Krieg zogen, damit sie komplett vernichtet würden und keine Gnade empfingen, sondern ausgelöscht würden, wie Gott es Mose geboten hatte. In einer Randnotiz wird noch erwähnt, daß Josua die Anakim fast ganz auslöschte – nur in Gaza, Gad und Aschdod blieben welche übrig. Das wird später noch von Bedeutung sein, denn mit den Nachfahren dieser Riesen (einer davon Goliath) wird es Israel noch zu tun bekommen. Das Kapitel endet folgendermaßen:

So Joshua took the whole land according to all that the Lord had spoken to Moses; and Joshua gave it for an inheritance to Israel according to their tribal allotments. And the land had rest from war. (RSV)

Notizen

  • Der Plan ist erfüllt, das Land ist eingenommen. An dieser Stelle wird vorweggenommen, was in späteren Kapiteln ausgeführt werden wird: Jedem Stamm Israels wird per Losverfahren ein Teil Kanaans übertragen. Was Gott seit Abraham immer wieder verheißen hatte, ist wahr geworden. Wenn Gott ein Wort spricht, dann gilt das. Auch wenn es lange dauern und der Augenschein widersprechen mag – was Gott verspricht, das wird er halten. Also: Kopf hoch!
  • „Und das Land hatte Ruhe vom Kriege.“ Oft finden sich im Alten Testament Stellen, in denen Land/Boden personifiziert wird. Weil ich glaube, daß es sich dabei um mehr als nur um schöne Bildsprache handelt, habe ich seit Jahren vor, (im Rahmen einer größeren Arbeit) diese Thematik intensiver zu studieren. Mittlerweile habe ich auch etwas Literatur angesammelt, von der ich leider nicht allzu überzeugt bin. Darum die Frage: Solltest Du von Ansätzen zu einer „Theologie des Landes“ wissen – egal ob Monographie, Teil einer AT-Theologie oder Kosmologie, Exkurs in einem Kommentar, Artikel in einer Zeitschrift – was auch immer: Bitte melde Dich und gib mir Bescheid! Ich bin für jeden Hinweis dankbar.
  • Auf krasse Weise wird hier die „dunkle Seite Gottes“ sichtbar. Die Elberfelder Bibel übersetzt Vers 20 folgendermaßen: „Denn vom HERRN kam es, daß sie ihr Herz verstockten, so daß es zum Krieg mit Israel kam, damit an ihnen der Bann vollstreckt würde, ohne daß ihnen Gnade widerführe, sondern daß sie vernichtet würden, wie der HERR dem Mose befohlen hatte.“ Deutlicher geht es nicht – wer wie ich davon ausgeht, daß die ganze Schrift nach 2Tim 3,16 gottgehaucht ist, und sich nicht mit einfachen Erklärungen zufrieden geben will, wird sich auch solchen Aussagen stellen müssen, die auf den ersten Blick nicht in ein neutestamentliches Gottesbild passen wollen. Oder doch? In Röm 9,17-23 nimmt Paulus das Beispiel des von Gott verhärteten Herzen des Pharao zum Anlaß, um eine Lanze für die Souveränität Gottes zu brechen. Dem Schöpfer ist es gestattet, mit seinen Geschöpfen nach seinem Gutdünken zu verfahren. „Wer bist Du, daß Du mit Gott rechten willst?“ Gedanken, die uns schwer im Magen liegen.
  • Israel hat unter Josuas Führung zwar „the whole land of Canaan“ eingenommen, allerdings bleiben Widerstandsnester wie der Streifen am Mittelmeer oder Jerusalem, die dem Volk immer wieder Probleme bereiten werden. Dies erinnert mich an das, was Paulus in Röm 6 und 7 beschreibt: Die Sünde ist in unserem Leben entmachtet, allerdings nicht beseitigt. Sie ist besiegt, aber nicht entfernt. Immer wieder erhebt sie ihr Gesicht, wir aber sollen sie nicht herrschen lassen. Durch das innere Wirken des Heiligen Geistes werden wir immer mehr dem Bild Jesu gleichgestaltet. Vollkommen los werden wir die feindliche Macht aber erst bei der Auferstehung/Verwandlung, die Paulus in 1Kor 15 beschreibt.

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[Wegmarken] Josua 11 (1) – Israel erobert den Norden Kanaans

2. August 2007

Mehrere Könige aus dem Norden Kanaans schmieden eine Allianz gegen das Volk Gottes: „They came out, with all their troops, a great army, in number like the sand on the seashore, with very many horses and chariots.“ Die bis dato größte Bedrohung für Israel. Aber Gott sichert seinen Beistand zu. Er sagt zu Josua: „Do not be afraid of them, for tomorrow at this time I will hand over all of them, slain, to Israel; you shall harmstring their horses and burn their chariots with fire.“ Am nächsten Tag startet Josua einen blitzartigen Angriff, Gott gibt die Feinde in die Hand der Israeliten, die sie verfolgen und erschlagen. Danach wendet sich Josua gegen die feindlichen Städte, erobert sie, tötet alles Volk und Israel macht große Beute. Damit ist auch der nördliche Teil Kanaans unter der Kontrolle Israels. Der Abschnitt endet mit dem Satz: „As the Lord had commanded his servant Moses, so Moses commanded Joshua and so Joshua did; he left nothing undone of all that the Lord had commanded Moses.“

  • Wieder einmal macht Gottes Gegenwart und Eingreifen den entscheidenden Unterschied aus. Aus dem Hören auf die Weisung Gottes heraus handelt Josua. Gottes „in-die-Hand-Israels-geben“ der Feinde und das Kämpfen des Volkes gehen Hand in Hand. So darf es bei uns ruhig auch sein.
  • Beachtlich ist der Abschlußsatz: Gott gibt Mose ein Gebot, der gibt es an Josua weiter, und der erfüllt es. Das erinnert mich an Paulus, der Timotheus anweist, das, was er von Paulus gehört hat, treuen Menschen anzuvertrauen, die tüchtig sind, wieder andere zu lehren. Wem gibst Du weiter, was du von Gott empfangen hast?
  • Josua ließ nichts ungetan von dem, was der Herr geboten hatte. Ein beeindruckendes Vorbild!

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Ein Satz, der mich begleitet

1. August 2007


The ball I threw
While playing in the park
Has not yet reached the ground

(Dylan Thomas)

Ein melancholischer, tiefer, melodischer, poetischer, einfach schöner Satz, der sich immer wieder bei mir meldet.
Was fällt Dir dazu ein?

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