Der Sämann

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Archiv für März, 2007

[Wortakrobatik] Brille oder Kontaktlinsen?

31. März 2007

Natürlich Brille! Was für eine Frage… Zum selben Schluß kommt John Hegley:

Glasses Good, Contact Lenses Bad

In the embrace of my glasses
I openly accept my vulnerability
and affirm my acceptance of outside help.
As well as providing open acknowledgement
of the imperfection of my eyesight
my glasses are a symbolic celebration
of the wider imperfection that is the human condition.
In contrast contact lenses are a hiding of the fault
they pretend the self-sufficiency of the individual
and minister unto the cult of stultifying normality,
they are that which should be cast out of your vision:
they are a denial of the self,
they are a denial of the other,
they are a betrayal of humanity.

Quelle: Essential Book of Poetry: Five Centuries of Verse. London: Chancellor, 1994. S. 399.

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Auf den Kopf getroffen

31. März 2007

Tja, da trifft einer den Nagel schmerzhaft auf den Kopf.

Manche Gemeinden entfachen in der Osternacht das Osterfeuer, und der Pfarrer sagt: Jesus lebt. Aber es scheint, als könne das Feuer dieses Satzes niemanden mehr entzünden. Wenn der Satz geglaubt würde, müssten den Christen eigentlich Flügel wachsen, die Gemeinden müssten vor Kraft strotzen, ihre begeisterten Mitglieder müssten an Ostern durch die Straßen rennen und jedem ins Ohr brüllen: »Gott lebt! Wirklich, er lebt!« Stattdessen stehen sie mit allen anderen im Stau auf der Autobahn.

Jesus lebt – das ist heute keine Gewissheit mehr, die das Dasein der Christen beflügelt. Der Satz dient nur als Geschäftsgrundlage einer Funktionärskirche, als gemeinsame Grundannahme, an die man besser nicht rührt, denn niemand könnte heute noch verbindlich sagen, was er eigentlich bedeutet.

Christian Nürnberger hat diese Sätze in der Süddeutschen geschrieben. Mich treffen sie. Dich auch?
Den ganzen Text findest Du hier. Den Hinweis darauf verdanke ich toby.

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Sämann 2.0

30. März 2007

Heute vor einem Jahr habe ich mit der Bloggerei begonnen und bislang habe ich diesen Entschluß nicht bereut. Dabei habe ich neue Menschen kennengelernt, meinen Horizont erweitert und über meinen Tellerrand hinausgesehen. Interessant und spannend, was sich aus diesen Kontakten ergeben hat und noch ergibt.

334 Beiträge und 231 Kommentare hat dieser Blog bislang erlebt, was deutlich macht: Es dürften durchaus mehr Kommentare sein! Also: Wenn Du immer wieder auf meinem Feld vorbeischaust, dann sag doch mal Hallo und/oder beteilige Dich an der Diskussion. Das Medium Blog lebt eigentlich von der Interaktion, dem Gedankenaustausch untereinander; nur so wird die hier ausgestreute Saat begossen, so dass sie wachsen und gedeihen kann.

Das „Einjährige“ habe ich zum Anlass genommen, diesen Blog ein wenig aufzubohren, ein Prozess, der bislang noch nicht abgeschlossen ist, aber als Entschuldigung für die ausbleibenden Posts dienen kann. Das Theme hat sich geändert, der Platz für den Text ist größer geworden und die Lesefreundlichkeit hat sich (meiner Ansicht nach) erhöht. Meine Del.icio.us-Links wurden aufgenommen, die abgeschlossenen Serien über Bücher werden direkt verlinkt und Du kannst Dir mitterweile auch alle Kommentare zu einem bestimmten Beitrag, der Dich interessieren könnte, per E-Mail schicken lassen. Das sind längst noch nicht alle Veränderungen hier, in den nächsten Tagen wird sich dann doch noch ein bißchen was tun. Und nebenbei gehöre ich ab sofort zur Riege derer, die mit ecto schreiben.

Heute ist auch endlich An Emergent Manifesto of Hope eingetroffen. Sollte ich demnächst mit der Forgotten-Ways-Serie fertig werden, widme mich mich danach diesem feinen Buch, falls das nicht schon jemand anders tun wird, auf den ich dann an dieser Stelle fröhlich verweisen werde.

Noch ein Hinweis, der Deinen Browser betrifft:

Solltest Du die Schrift im Header nicht richtig angezeigt bekommen, liegt das voraussichtlich daran, dass Du den Internet Explorer verwendest. Dann wäre JETZT ein guter Zeitpunkt, Dir einen cooleren Browser zuzulegen – natürlich Firefox, den Du hier herunterladen kannst. Du wirst es nicht bereuen…

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Einzug Re-Imagined

26. März 2007

Jesus zieht ein in Heimerdingen
Nicht auf einem Esel, nein
Er steigt aus dem Bus aus
Zwölf junge Männer und einige Frauen sind bei ihm
Sie jubeln, strahlen, freuen sich
Langsamen, festen Schrittes geht er
Vorbei an Geldinstitut und Gasthaus
Passanten bleiben stehen, drehen sich um
Kinder rennen zu ihm
Was ist es, das sie anzieht?
In den Arm nimmt er sie alle
Zieht Bonbons aus der Tasche
Verteilt sie lachend nun hier auf dem Marktplatz
Steht vor der Bäckerei
Setzt sich auf eine Bank neben dem Rathaus
Erzählt
Wie er wohl aussähe?
Was er wohl sagte?
Wer wohl käme und ihm zuhörte
Wenn Jesus einzöge in Heimerdingen?
Ob er in die Kirche ginge?
Sich wohlfühlte am Altar oder auf der Kanzel?
Ob er den großen Spielplatz an der Straße nach Weissach vorzöge
Oder Beachvolleyball und Lagerfeuer am Waldrand
Ob er Asylanten besuchte oder Wohlhabende
Wer folgt ihm nach
Wer hält Abstand
Wer jubelt
Wer wendet sich ab
Wer leistet Widerstand
Wer bereitet den Weg
Dass Jesus einzieht in Heimerdingen?
Ist er bereits da
Oder lange schon wieder fort
Wo findest Du Jesus in Heimerdingen?

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[Wortakrobatik] No more Melody

24. März 2007

{Vor ein paar Jahren sind diese Zeilen entstanden, in meinem Kopf gibt es auch eine Melodie dazu 😉}

I’ve lost the words
I’ve lost the song
I’m broken down
There’s no more melody

The sound is left
The feelings gone
I’m broken down
There’s no more melody

LIFT ME UP
LET ME RISE AGAIN
COME NEAR ME LORD
TOUCH MY WOUNDED SOUL

Being here
All alone
Yet Your presence I feel

Nothing more
Just You alone
Sufficient for me

YOU LIFT ME UP
MAKE ME RISE AGAIN
YOU’RE NEAR ME LORD
FILL MY WOUNDED SOUL

Lightened and relieved
Finally released
I am free

And there’s air beneath my wings
I’m slowly mounting high
And gliding in the wind

I’M LIFTED UP
THERE’S STRENGTH IN ME
MY SOUL IS FILLED
AND I SOAR

YES I SOAR
FLYING HIGH
GLIDING IN THE SKY
OH I SOAR
AND YOU’RE MY MELODY

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[Foster] Bittendes Gebet

23. März 2007

{Dies ist der einundzwanzigste Post zu Richard Fosters Buch Prayer: Finding the heart’s true home. Die Vorgänger: 1|2|3|4|5|6|7|8|9|10|11|12|13|14|15|16|17|18|19|20}

Ob es uns gefällt oder nicht, zu bitten ist die Regel des Königreiches. (C. H. Spurgeon)

Weißt Du, warum der mächtige Gott des Universums sich dafür entscheidet, Gebet zu beantworten? Weil seine Kinder bitten. Gott freut sich über unsere Bitten. Sie erwärmen sein Herz.

Das bittende Gebet wird zeit unseres Lebens im Vordergrund stehen, weil wir für immer von Gott abhängig sind. Darüber kommen wir niemals hinweg, und das sollten wir auch gar nicht wollen. Sei ermutigt: Gott wünscht sich echten Dialog, dass wir das aussprechen, was auf unseren Herzen ist, daran ist Gott zutiefst interessiert.

Unbeantwortete Gebete

Wie gehen wir mit unbeantwortetem Gebet um? Über diesen Punkt dürfen wir nicht vorschnell hinweggehen, indem wir sagen, dass Gott entweder mit „Ja“, „Nein“ oder „Warte“ antwortet. Zunächst einmal müssen wir zugeben, dass wir ein echtes Problem haben. Erst im kommenden Zeitalter werden wir ganz verstehen und dabei möglicherweise erkennen, dass manches von dem, was Gott uns verweigert hat, die beste Antwort auf unser Gebet war. Desweiteren müssen wir verstehen, dass unsere Gebete bisweilen auf eine Art und Weise beantwortet werden, die wir schlicht übersehen. Außerdem wissen wir viel zu wenig über die Wege und Zeitpunkte Gottes. Auch Sünde hindert unser Gebet, indem sie uns ihrem Wesen nach von Gott trennt, uns verhärtet und wir dadurch das Herz Gottes weniger erkennen können und infolgedessen schräge Bitten aussprechen.

Das Vaterunser

Im Gebet des Herrn geht es um’s Bitten. Anbetung steht am Anfang und am Schluß, aber den Schwerpunkt nehmen die Bitten ein. Von den sieben Anliegen drehen sich drei um persönliche Belange: Gib, vergib, erlöse. Diese drei Verben bilden ein Paradigma für Bittendes Gebet, mit dem alle unsere anderen Anliegen verbunden sind.

Unser tägliches Brot gib uns heute: Wir bitten um tägliches Brot, indem wir Gott all die kleinen Dinge bringen, die den Großteil unseres Tages ausmachen. Im Herzen des Universums steht das Verlangen Gottes, zu geben und zu vergeben. Letzteres ist an eine Bedingung geknüpft: Uns wird vergeben, wenn wir vergeben.

Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern: Es ist ein Prinzip der Schöpfungsordnung, dass wir erst geben müssen, bevor wir empfangen können. Vergebung bedeutet nicht, dass es nicht mehr schmerzt. Vergebung bedeutet nicht, dass wir vergessen werden. Natürlich erinnern wir uns, aber wir verwenden die Erinnerung nicht mehr gegen andere. Vergebung bedeutet nicht, dass wir vorgeben, das was uns angetan wurde, würde uns nichts ausmachen. Vergebung bedeutet nicht, so zu tun, als ob alles so sei wie vorher. Was ist dann Vergebung? Vergebung ist ein Wunder der Gnade, durch welches das Vergehen nicht mehr trennt. Vergebung bedeutet, dass wir das Vergehen nicht mehr länger dazu benutzen werden, einen Keil zwischen uns zu treiben und uns dabei zu verletzen und zu verwunden. Vergebung bedeutet, dass die Kraft der Liebe, die uns zusammenhält, größer ist, als die Macht des Vergehens, das uns trennt. Das ist Vergebung. Wenn wir vergeben, lassen wir die an uns schuldig gewordenen frei, Gottes Gnade zu empfangen. Wir laden sie wieder ein in den Kreis der Gemeinschaft.

Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen: Gott versucht uns nur dann, wenn etwas in unserem Herzen Verborgenes offenbart werden muss. Was die Bitte „erlöse uns von dem Bösen“ anbelangt: Der Urtext macht ziemlich deutlich, dass es sich dabei nicht um Böses im Allgemeinen handelt, sondern um den Bösen, nämlich Satan.

Ohne Bittendes Gebet hätten wir ein verstümmeltes Gebetsleben. Ich will uns nochmals daran erinnern, wie sehr sich Gott über unsere Bitten freut, weil er dann eine Ausrede hat, um uns zu beschenken.

Lieber Vater,
ich will Dich nicht so behandeln, als wärst Du der Weihnachtsmann, aber ich muss Dich um gewissen Dinge bitten.
Bitte, gib mir heute Nahrung zu essen. Ich frage nicht nach Morgen, sondern bitte für heute.
Bitte vergib mir die vielen Vergehen gegen Deine Güte, die ich heute wieder fabriziert habe. Ich bin mir der meisten von Ihnen nicht einmal bewußt. Ich lebe zu unbewusst. Das ist an sich schon eine Sünde gegen den Himmel. Es tut mir leid. Stärke meine Wahrnehmung.
Und wenn ich in meiner Unwissenheit um Dinge gebeten habe, die zerstörerisch sein würden, dann gib sie mir bitte nicht – führe mich nicht in Versuchung. Bewahre mich vor dem Bösen.
Um Jesu willen.
Amen.

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Anbetung – ein Lebensstil

22. März 2007

Wenn Du jetzt einen tiefgründigen, allumfassenden, pointiert ausformulierten Artikel erwartet hast, muss ich Dich enttäuschen. Hierbei handelt es sich um Zeilen, über die ich unter obiger Überschrift in der Zeitschrift ERlebt der GGE Württemberg gestoßen bin. Dagmar Weber schreibt dazu: „Diesen Text fand ich beim Aufräumen eines Schrankes. Ich weiß nicht, wer der Verfasser dieser Zeilen ist.“

Anbeten heißt bei Jesus sein und IHM ins Antlitz schauen
nichts wollen als allein IHN lieben und vertrauen.
Anbeten heißt mit Jesus gehen, von IHM sich führen lassen;
In allen Lagen zu IHM stehen und seine Hand erfassen.
Anbeten heißt in Jesus ruhn von Hast und Angst und Sorgen,
von allem ruhelosen Tun, daheim sein und geborgen.
Anbeten heißt für Jesus sein mit Seele, Geist und Willen,
mit Seinem Willen eins zu sein und Seinen Plan erfüllen.
Anbeten heißt wie Kinder ruhn in Gottes Vaterarmen
und gar nichts wünschen, gar nichts tun –
als schmecken Sein Erbarmen.
Anbeten braucht der Worte nicht, Anbeten heißt auch Schweigen
sich liebend vor IHM beugen.

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[Foster] Alltägliches zum Gebet machen

21. März 2007

{Dies ist der zwanzigste Post zu Richard Fosters Buch Prayer: Finding the heart’s true home. Die Vorgänger: 1|2|3|4|5|6|7|8|9|10|11|12|13|14|15|16| 17|18|19}

Vergiß nicht, daß das Wertvolle und Interessante am Leben nicht so sehr darin liegt, außergewöhnliche Dinge zu tun, … als vielmehr darin, alltägliche Dinge mit einer Sicht für ihren enormen Wert zu erledigen. (Teilhard de Chardin)

Wir können das Alltägliche auf dreierlei Weise zum Gebet machen: Zunächst, indem wir gewöhnliche Erfahrungen in ein Gebet verwandeln, dann, indem wir Gott in den alltäglichen Erfahrungen des Lebens entdecken und schließlich, indem wir während der ganz alltäglichen Erfahrungen des Lebens beten. Wenn wir Gott nicht in den bekannten Abläufen zuhause und beim Einkaufen entdecken, werden wir ihn überhaupt nicht finden. Wir brauchen eine symphonische Frömmigkeit, durch die alles Tun wie Arbeit, Spiel, Familienleben, Anbetung, Sex und Schlaf zu heiligen Lebensräumen des Ewigen werden.

Jesus erkannte die Wirklichkeit Gottes in der Zimmermannswerkstatt an, bevor er in seinem Dienst als Rabbi von der Wirklichkeit Gottes sprach. Gebet ist keine weitere Aufgabe, die einem bereits übervollen Terminkalender hinzugefügt werden müßte. Wenn wir das Alltägliche zum Gebet machen, werden wir kein weiteres Hindernis bekommen, sondern einen Aktivposten. Es ist unsere Berufung, ein Aktivposten im Gebet zu sein, weil unsere Arbeit zum Gebet wird. Das ist Gebet in Aktion. Das Werk unserer Hände und unseres Verstand wird zum ausgelebten Gebet, eine Opfer aus Liebe zum lebendigen Gott. Wir brauchen kein gutes Gefühl oder ein warmes Glühen zu verspüren, um zur Herrlichkeit Gottes zu arbeiten. Wir verherrlichen Gott durch unsere Arbeit, weil wir dem Schöpfer am nächsten kommen, wenn wir schöpferisch tätig werden – arbeiten. Ich schätze den Wert der Arbeit als Reflektion des Bildes Gottes in uns so hoch ein, dass nach meiner persönlichen Überzeugung ein Teil der Wonne des Himmel freudiges, schöpferisches, produktives Arbeiten sein wird.

Wir machen auch dann das Alltägliche zum Gebet, wenn wir Gott in den gewöhnlichen Erfahrungen des Lebens entdecken. Warten z.B. wird zum Gebet, wenn wir Gott unser Warten geben. Im Warten kommen wir mit den Rhythmen des Lebens in Berührung – Stille und Aktion, Zuhören und Entscheiden. Das sind die Rhythmen Gottes.

Eine andere Weise, das Alltägliche zum Gebet zu machen ist, durch die gewöhnlichen Erfahrungen des Lebens zu beten – für das, was wir in der Zeitung lesen, für die Menschen, denen wir auf der Straße begegenen, etc.

Allmächtiger, heiligster, höchster Gott,
Danke, daß Dir die kleinen Dinge wichtig sind.
Danke, daß Du dem unbedeutenden Wert gibst.
Danke, daß Du Dich für die Lilien auf dem Feld und die Vögel in der Luft interessierst.
Danke, daß Du für mich sorgst.
In Jesu Namen.
Amen.

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Post-Christendom: Review

20. März 2007

Die Zeit des „Christendom“ scheint sich dem Ende zu zu neigen. Diese Annahme wird von vielen geteilt, sie liegt unter anderem auch Michael Frost’s Exiles und Alan Hirsch’s Forgotten Ways zugrunde. Wer sich etwas intensiver mit dieser Thematik auseinandersetzen möchte, dem sei Stuart Murray’s Buch Post-Christendom: Church and Mission in a Strange New World empfohlen. Murray befasst sich mit der Geschichte von Aufstieg und einsetzendem Niedergang des „Christendom“ und zieht daraus seine Lehren. Eine ausführliche Zusammenfassung dieses Buches, verfasst von Reinhold Scharnowski, findet sich bei auf dem Coachnet-Blog Mehr-und-bessere-Gemeinden.

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[Wortakrobatik] Behold, He comes

20. März 2007

Waiting for Years
In a dry and barren land
Empty Inside
Longing
Yearning
Thirsting
Reaching out

Behold, He Comes

Just a whisper in the wind
Coming from far away

Behold, He Comes

Sounds good
Too good perhaps
For a dying hope and a burning heart

Behold, He Comes

Seems too long for me
A secret too hard for me to grasp
Yet still true
Sound biblical doctrine
Yet so far away
Heard so often
Still not alive in me that day

Behold, He Comes

Burn in me
Explode in me
Blast through me
Let me implode

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[The Forgotten Ways] Missional-Inkarnatorischer Impuls

19. März 2007

{Dies ist der achte Post zu Alan Hirsch’s The Forgotten Ways: Reactivating the Missional Church. Die Vorgänger: 1|2|3|4|5|6|7}

Der christliche Glaube ist intrinsisch inkarnatorisch; will die Gemeinde kein fremdländisches Gebilde sind, wird sie deshalb immer in den Kontext eintreten, in dem sie sich vorfindet. (David Bosch)

In diesem Kapitel werden wir die Triebkraft und Struktur vergangener Jesusbewegungen untersuchen, eine Sache, die ich als „missional-inkarnatorischen Impuls“ bezeichne. Es ist die Grundthese dieses Kapitels, dass, wenn wir uns dieses Vorgehen nicht aneignen, wir im Endeffekt den Genius der apostolischen Gemeinde einsperren werden, der darin besteht, das Evangelium in die Kulturen und Gesellschaften unterschiedlicher Gruppen zu säen und einzubetten und dadurch die Saat schneller Multiplikation auszustreuen. Beim missional-inkarnatorischen Impuls handelt es sich letztlich um die angewandte Umsetzung der Sendung Gottes (der missio Dei) und der Inkarnation (Fleischwerdung). Darum ist er in der eigentlichen Weise verwurzelt, auf die Gott die Welt erlöst und sich uns offenbart hat. Es ist das evangelistisch-attraktionelle Modell, das uns davon abhält, diesen authentischen Impuls zu erleben, der durch echte Jesusbewegungen reflektiert wird.

Die Sendung Gottes

In den letzten ca. 40 Jahren hat sich die Art, wie wir Mission verstehen, grundlegend geändert – stand früher die Gemeinde im Zentrum, so ist es heute Gott. Wie Gott seinen Sohn in die Welt gesandt hat, so sind wir im Kern ein gesandtes oder schlicht missionarisches Volk. Diese „Sendung“ wird im missionalen Impuls verkörpert und ausgelebt. Es geht also prinzipiell um eine nach außen gerichtete Bewegung einer Gemeinschaft oder Einzelperson zu einer anderen. Das neutestamentliche Muster der Mission ist zentrifugal, nicht zentripetal, was nicht genug betont werden kann. Wenn Jesus das Königreich Gottes mit Samen vergleicht, die ausgesät werden, dann macht er keine Witze.

Wir haben dazu geneigt, Mission als etwas anzusehen, was wir in „heidnischen Nationen“ tun und nicht in der Heimat. Hier evangelisieren wir, dort gehen wir in die Mission. Das Christendom-Denken hat den missionalen Impuls verschlungen und durch einen attraktionellen ersetzt. Während die Ortsgemeinde evangelisiert und Outreaches durchführt, weil sie ihre Effektivität anhand zahlenmäßigen Wachstums, besseren Programms und zunehmender Ressourcen mißt, braucht sie zur Unterstützung den attraktionellen Impuls. Der stattgefundene Tausch wird fast nicht bemerkt, hat aber weitreichende Folgen, weil er die nach außen gerichtete Bewegung, die in’s Evangelium eingebaut ist, unwissentlich blockiert.

Die Inkarnation

Johannes 1,1-18 ist der zentrale und maßgebliche biblische Text, der vom erstaunlichen Kommen Gottes in die menschliche Geschichte erzählt. Alle Christen bekennen, dass Gott in Jesus Christus ganz gegenwärtig war und in einem bislang nicht gekannten Akt demütiger Liebe in unsere Nachbarschaft zog. Die Inkarnation und das aus ihr fließende Werk Christi erwirkte mehr als unsere Erlösung. Sie war ein Akt tiefgründiger Anziehung, eine radikale Identifikation mit allem, was es ausmacht, menschlich zu sein. Darüber hinaus, handelte es sich um eine Offenbarung: Indem er jeden Aspekt der Menschlichkeit auf sich nahm, würde Jesus für uns ganz wörtlich zum Bild Gottes. Wenn wir wissen wollen, wie Gott ist, brauchen wir nur Jesus anzuschauen. Wir können ihn verstehen, weil er einer von uns ist. Er kennt uns und kann uns den Weg zeigen. Davon ausgehend können wir mindestens vier Dimensionen ausmachen, die unser Verständnis der Fleischwerdung Gottes im Messias Jesus formen:

  • Gegenwart (der ewige Gott ist in Jesus ganz gegenwärtig)
  • Nähe (in Christus ist Gott auf eine Weise zu uns gekommen, die wir nicht nur verstehen können, sondern die für uns auch zugänglich ist)
  • Machtlosigkeit (Gott entäußerte sich und nahm die Gestalt eines demütigen Dieners an)
  • Verkündigung (Jesus verkündete die Herrschaft Gottes aus und rief die Menschen auf, in Form von Umkehr und Glauben zu antworten)

Inkarnatorisch zu handeln bedeutet deshalb, daß wir unsin unserer Sendung auf diejenigen einlassen, die wir erreichen wollen, und uns mit ihnen identifizieren. Es wird auf jeden Fall bedeuten, dass wir in ihre Nähe ziehen und damit eine echte und bleibende Präsenz unter ihnen aufrichten. Aber das Grundmotiv inkarnatorischen Dienstes ist ebenfalls offenbarend – damit sie Gott durch Jesus kennenlernen. Dadurch, dass er einer von uns wurde, hat Gott uns schlechthinnig deutlich gemacht, wie wahres Menschsein und damit auch wahre Gemeinschaft aussehen und sich verhalten sollte. Für unser Leben und unsere Mission hat dies weitreichende Folgen, wie anhand desselben Musters gezeigt werden soll.

  • Gegenwart: Es gibt eine Zeit für direktes und provokatives missionarisches Vorgehen, aber es gibt auch eine Zeit dafür, schlicht Teil einer Gemeinschaft zu werden. Desweiteren betont der Gedanke der Gegenwart den Stellenwert von Beziehungen. Unser Leben ist unsere Botschaft. Aber eine der wichtigsten Implikationen unserer Gegenwart als Repräsentanten Jesu ist es, dass Jesus gerne mit den Menschen Zeit verbringt, mit denen wir Zeit verbringen.
  • Nähe: Wenn wir Jesus nachfolgen wollen, der Kontakte zu Menschen aus allen Ebenen der Gesellschaft hatte, dann müssen wir direkt und aktiv in das Leben der Menschen, die wir erreichen wollen, miteinbezogen sein. Das bedeutet nicht nur gegenwärtig, sondern verfügbar zu sein, was Spontaneität und Regelmäßigkeit in den Freundschaften und Gemeinschaften, an denen wir teilhaben, miteinbezieht.
  • Machtlosigkeit: Jesu Beispiel zu folgen, verpflichtet uns zu Dienstbereitschaft und Demut in unseren Beziehungen zueinander und zur Welt.
  • Verkündigung: Die Einladung des Evangeliums, die Jesus in seinem Dienst initiierte, bleibt bis heute aktiv und lebendig. Ein genuin inkarnatorischer Ansatz setzt voraus, dass wir immer bereit sind, denjenigen, die Teil unserer Welt sind, vom Evangelium zu erzählen.

Indem wir inkarnatorisch leben, bilden wir nicht nur das Modell der Menschlichkeit ab, das in der Inkarnation eingeführt wurde, sondern schaffen auch Raum, dafür, dass auf organische Weise Mission geschehen kann. So wird Mission zu etwas, das nahtlos in die gewohnten Rhythmen des Lebens, von Freundschaften und Gemeinschaften „paßt“ und folglich durch und durch kontextualisiert ist. Die Essenz inkarnatorischen Dienstes ist es, die Kirche zu den Menschen zu bringen, statt die Menschen zur Kirche. Was die missionalen Impulse bedeutsamer Jesusbewegungen anbelangt, stellen wir fest, dass es bei der inkarnatorischen Praxis darum geht, das Evangelium in jeder Volksgruppe einzubetten und zu vertiefen, so dass sie zum Volk Gottes werden mögen. Indem sie inkarnatorisch handeln, stellen Missionare sicher, dass Menschen eines jeden Stammes das Evangelium auf eine Weise annehmen und ausleben, die für ihren Stamm bedeutungsvoll ist. Die Kultur als ganze findet so ihre Vollendung und Erlösung in Jesus. Dadurch transformiert das Evangelium den Stamm von innen.

Missional-Inkarnatorisch

Wie sich die Mission ausbreitet, so sät sich auch das Evangelium in die Hostkultur. Heraus kommen Gemeinschaften des Glaubens, die ein faktischer Teil der Kultur sind, die sie bewohnen, und gleichzeitig sind sie selbst missional. Sie breiten ihrerseits die Mission, die sie empfangen haben, weiter aus, in dem sie missionarische Arbeiten zu anderen Stämmen und Volksgruppen in Gang setzen. Die Fähigkeit der Gemeinde, sich zu vervielfältigen, ist direkt mit diesem Impuls verbunden. Alle kraftvollen Bewegungen starten mit einer Gruppe von Menschen, die, von Leidenschaft für eine Sache durchdrungen, sich selbst durch Multiplikationssysteme reproduzieren.

Der missional-inkarnatorische Impuls ist ein fundamentaler Indikator für gemeindliche Gesundheit. Der missionale Impuls heißt uns, Volksgruppen als eigene kulturelle Systeme ernstzunehmen, wohingegen der inkarnatorische Impuls uns die spezifische Kultur einer Volksgruppen ernstzunehmen heißt. Ernst genug jedenfalls, um eine Glaubensgemeinschaft zu entwickeln, die dem Evangelium gegenüber treu und für die Kultur, die sie zu evangelisieren sucht, relevant ist. Dies ist mit der Kontextualisierung des Evangeliums und der Gemeinde gemeint.

Der missional-inkarnatorische Ansatz erfordert die Identifikation mit einer lokalen Volksgruppe, kulturelles Feingefühl und mutige Innovation, um die Mission zu erfüllen. Weil Kultur und Integrität einer Volksgruppe respektiert wird, erweitert missional-inkarnatorische Praxis das Beziehungsgeflecht einer gegebenen Host-Kultur. Das ist deshalb wichtig, weil das Evangelium, und damit auch der Bekehrungsprozess, sich immer entlang des Beziehungsgeflechts der gegebenen Host-Kultur fortbewegt. Für beständiges exponentielles Wachstum braucht eine Bewegung offene Beziehungen zu Außenseitern.

Attraktionelle Gemeinden verlangen, dass, wenn sie das Evangelium hören wollen, die Menschen zu uns, auf unseren Boden, in unsere kulturelle Zone kommen. Letztenendes müssen sie eine(r) von uns werden, wenn sie Jesus folgen wollen. Ich kann nicht genug betonen, wie sehr das die meisten Nicht-Christen entfremdet, die sich gewöhnlich gerne mit Jesus beschäftigen, aber in diesem Prozess ausdrücklich nicht „verkirchlicht“ werden wollen. Der biblische Weg wäre, nicht die Menschen zur Kirche zu bringen, sondern Jesus (und die Gemeinde) zu den Menschen.

Missionale Ekklesiologie oder… Die Hauptsache zur Hauptsache machen

Christologie determiniert Missiologie, und Missiologie determiniert Ekklesiologie. Das soll heißen, dass wenn wir uns als missionale Bewegung korrekt ausrichten wollen, wir zuerst zum Gründer des Christentums zurückkehren müssen und unseren Ansatz von da aus rekalibrieren müssen. Christliche Mission beginnt immer bei Jesus und wird von ihm definiert. Jesus ist unser beständiger Referenzpunkt – wir beginnen und enden mit ihm. Er bestimmt die Mission der Gemeinde in der Welt, und darum kommt unser Verständnis des Zweckes unserer Sendung davon, dass er uns in die Welt gesandt hat. Bei Jesus entdecken wir diese besondere Art der Heiligkeit, die so attraktiv für die nicht-religiösen Menschen und anstößig für die Religiösen war. Von Jesus lernen wir, wie wir uns mit Menschen auf eine ganz frische „unkirchliche“ Weise beschäftigen können. Er hing mit „Sündern“ ab und besuchte die Bars/Pubs seiner Zeit (Mt 11,19). Er tafelte, fastete, feierte, weissagte und klagte offen auf eine Weise, die das Reich Gottes für den Durchschnittsmenschen zugänglich und verlockend machte. Wir müssen zu Jesus zurück. Aber nicht nur unsere Zielsetzung wird von der Person und dem Werk Jesu bestimmt, sondern auch unsere Methodologie. Unsere Missiologie (unser Verständnis unserer Zweckbestimmung in der Welt) muss sich dann dem Wesen der Funktion, wie auch der Gestalt der Kirche mitteilen. Christus bestimmt unser Ziel und unsere Mission in der Welt, und dann muss unsere Mission unser Streben nach Art und Weise unseres In-der-Welt-Seins antreiben.

So wie ich die Bibel lese, scheint Ekklesiologie die flexibelste Doktrin zu sein. Die Gemeinde ist eine dynamische kulturelle Ausdrucksform des Volkes Gottes in seiner jeweiligen Umgebung. Anbetungsstil, soziale Dynamiken, liturgischer Ausdruck muss aus dem Prozess der Kontextualisierung des Evangeliums in der jeweiligen Kultur resultieren. Gemeinde folgt Mission.

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Fast8: Nachsinnen über Judas

18. März 2007

In dieser Woche wollen wir über Judas Iskariot nachdenken. Das bedeutet, dass auch schon Ereignisse in unser Blickfeld treten, die wir erst in späteren Woche intensiver beleuchten werden. Konzentriere Dich in dieser Woche einfach nur auf Judas. Das ist für mich (DoSi) der herausforderndste Abschnitt von allen Episoden, mit denen wir uns während der Fast8-Wochen auseinandersetzen. Nimm Dir Zeit in der Stille mit Gott dafür. Lies diesen Text nicht einfach runter, sondern geh den Fragen hinterher. Erlaube Gott, zu reden, Dich zu hinterfragen und zu verändern.

Als Jesus zu Beginn seiner Tätigkeit aus seinen Nachfolgern einen engeren Kreis von zwölf Jüngern auswählt, die er auch „Apostel“ (also „Gesandte“) nennt, ist auch Judas dabei. Dazu wird gleich erwähnt, dass er Jesus später verraten hat (Mt 10,4; Mk 3,19). Lukas schreibt präziser, dass Judas „zum Verräter wurde“ (Luk 6,16). Jesus wußte genau Bescheid, denn in Johannes 6,70 fragt er: „Habe ich nicht euch Zwölf erwählt? Und einer von euch ist ein Teufel.“

  • Was denkst Du, wenn Du diesen Text liest? Es scheint so, als sei am Anfang schon alles klar gewesen, oder? Hatte Judas überhaupt noch einen Ausweg? Oder war alles vorherbestimmt?
  • Judas wird vorgestellt als der, der Jesus verraten hat. Diese Tat ist das einzige, was von seinem Leben übrig bleibt. Dafür ist Judas bekannt geworden. Was soll einmal von Dir gesagt werden? Wofür willst Du bekannt werden? Was kannst Du heute schon dafür tun? Wie willst Du darauf hinleben?
  • Stell Dir diese Situation vor, wie Jesus nach einer Nacht im Gebet seine Jünger zu sich ruft und zwölf besonders auswählt. Schau in ihre Gesichter. Was geht in ihnen vor? Sind sie stolz? Ist es ihnen mulmig? Was mag wohl Petrus gedacht haben, der wahrscheinlich einer der Ältesten war, weil er verheiratet war?
  • Meditiere darüber, was es wohl in den Jüngern ausgelöst hat, als Jesus sagte, einer von ihnen sei ein Teufel. Waren sie geschockt? Haben sie diese Aussage komplett abgelehnt? Bekamen sie Schuldgefühle? Haben sie ihr Herz und ihre Gedanken geprüft? Was mag wohl das Ergebnis gewesen sein? Haben sie innerlich andere beschuldigt?
  • Stell Dir vor, Jesus sagt das zu Dir und Deiner Glaubensgemeinschaft, Deiner Gemeinde, Deinem CVJM, Deinem Hauskreis, dem p-shuttle. Wie reagierst Du?
  • Denke nach über die Dunkelheit in Dir. Kannst Du eingestehen, dass auch in Deinem Leben, Deinen Gedanken, Deinen Haltungen und Handlungen Aspekte sind, die im Licht Jesu nicht gut wegkommen? Wie gehst Du damit um? Nimm Dir Zeit, das, was Gott Dir zeigt, vor ihm und vielleicht anderen zu bekennen. Wenn es Dir hilft, schreib alles auf und verbrenne den Zettel. Bitte den Heiligen Geist, Dich wieder neu zu durchdringen, so wie es schon der Fall ist.
  • Bete durch Psalm 139. Erkenne Deinen einzigartigen Wert als Geschöpf Gottes, nimm seine allumfassende Nähe wahr und übe Dich in einen Lebensstil der beständigen Umkehr ein.
  • Lies Römer 8 und erfreue Dich daran, dass Du nicht negativ über Dich denken musst, sondern Gott ganz für Dich ist. Drücke Deinen Dank aus, auf welche Weise auch immer es Dir passend erscheint.

Das nächste Mal tritt Judas bei der Salbung in Bethanien auf den Plan, mit der wir uns in der vergangenen Woche beschäftigt haben. Er regt sich darüber auf, dass das kostbare Öl, mit dem Maria Jesus salbte, seiner Ansicht nach verschwendet wurde: „Warum ist dieses Öl nicht für dreihundert Silbergroschen verkauft worden und den Armen gegeben?“ (Joh 12,5) Es wird aber gleich klar gemacht: „Das sagte er aber nicht, weil er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb, denn er hatte den Geldbeutel und nahm an sich, was gegeben war.“ (Joh 12,6) Irgendwas war also schon in Judas vorgegangen. Er war innerlich schon vom Weg abgekommen.

  • Meinst Du, die anderen Jünger hätten Judas verurteilt dafür, dass er die Salbung für eine Verschwendung hielt? Hatten sie andere Gedanken? Wie denkst Du darüber?
  • Judas hatte den Anschein des treuen Nachfolgers Jesu. In Wahrheit war er ein Dieb, der die gemeinsame Kasse plünderte. Warum fällt es uns heute immer noch so schwer, ehrlich und echt zu sein? Was müsste sich ändern, damit Christen voreinander nicht immer nur die fromme Fassade zeigen müssten?
  • Fange damit an, ehrlich und authentisch vor anderen zu leben. Gehe kleine Schritte. Wie könnten die aussehen?

Danach berichtet uns Lukas: „Es fuhr aber der Satan in Judas, genannt Iskariot, der zur Zahl der Zwölf gehörte.“ (Luk 22,3).

  • Das ist eine krasse Aussage, oder? Wie konnte das geschehen? Die Bibel schweigt dazu. Jedenfalls war vorhin schon klar, dass nicht alles in Ordnung war. Jesus hatte Judas als „Teufel“ bezeichnet, und Judas hatte beständig die anderen bestohlen. Er war vielleicht offen für Satan.
  • Trug Judas Schuld daran, dass Satan in ihn fuhr? Oder war er er nur ein wehrloses Opfer?
  • Kann Dir das auch passieren? Warum? Oder warum nicht? Wie kannst Du leben, damit das vielleicht unwahrscheinlicher wird?

Judas geht zu den Hohenpriester und macht einen Deal mit ihnen: Für dreißig Silberlinge wird er ihnen Jesus verraten. Von da an sucht er eine Gelegenheit dazu, wo das ohne Aufsehen möglich war (Mt 26,14-16; Mk 14,10f; Luk 22,4-6).
Jetzt wird das Doppelleben von Judas krasser. Er selbst trifft aktiv die Entscheidung, Jesus zu verraten. Allerdings ohne Aufsehen. Es soll am besten keiner erfahren. Heute wissen wir, dass diese Rechnung nicht aufgegangen ist…

  • Was ist Verrat?
  • Hast Du Jesus auch schon einmal verraten? Absichtlich oder aus Versehen? Was ist der Unterschied zu Judas? Für welchen Lohn würdest Du Jesus heute verraten?

Später treffen wir Judas beim Abendmahl an. Die Dramatik nimmt immer mehr zu, strebt hier ihrem eigentlichen Höhepunkt zu. Der Handel mit den Hohenpriestern steht. Im vollen Bewusstsein dessen, dass er Jesus demnächst verraten wird, erlebt Judas, wie Jesus seinen Jüngern die Füße wäscht (Joh 13,2ff). Im Gespräch mit Petrus sagt Jesus: „Wer gewaschen ist, bedarf nichts, als daß ihm die Füße gewaschen werden; denn er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle.“ (Joh 13,10). Damit meint er Judas (Joh 13,11). Im Anschluss daran spricht Jesus darüber, dass seinen Jünger einander dienen sollen (Joh 13,12-17). Dann spricht Jesus von Judas: „Ich weiß, welche ich erwählt habe. Aber es muß die Schrift erfüllt werden: »Der mein Brot ißt, tritt mich mit Füßen.«“ (Joh 13,18). Und Jesus wird ganz konkret: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten.“ (Joh 13,21). Den Jüngern wird es richtig mulmig, sie versuchen herauszufinden, von wem Jesus redet, bis Petrus Johannes ein Zeichen gibt und der Jesus fragt, wer es ist, der ihn verraten wird (Joh 13,22-26). Und dann der dramatische Höhepunkt:

„Und sie wurden sehr betrübt und fingen an, jeder einzeln, ihn zu fragen: Herr, bin ich’s? Der Menschensohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre.“ (Mt 26,22.24). „Jesus antwortete: Der ist’s, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er nahm den Bissen, tauchte ihn ein und gab ihn Judas, dem Sohn des Simon Iskariot.“ (Joh 13,27 „Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Bin ich’s, Rabbi? Er sprach zu ihm: Du sagst es. Und als der den Bissen nahm, fuhr der Satan in ihn.“ (Mt 26,25) „Da sprach Jesus zu ihm: Was du tust, das tue bald! Aber niemand am Tisch wußte, wozu er ihm das sagte. Einige meinten, weil Judas den Beutel hatte, spräche Jesus zu ihm: Kaufe, was wir zum Fest nötig haben!, oder daß er den Armen etwas geben sollte. Als er nun den Bissen genommen hatte, ging er alsbald hinaus. Und es war Nacht.“ (Joh 13,28-30)

  • Wahnsinn! Stelle Dir dieses letzte Abendessen vor. Lies den letzten Text ein paar mal langsam durch. Stell Dir vor, was in Judas vorgeht, als Jesus immer genauere Andeutungen macht. Und dann stellt Jesus vor allen Jüngern klar, dass es Judas ist, der ihn verraten wird! Was ist da in Judas vorgegangen? Was dachte er, was Jesus über ihn denkt? Was hat Jesus über ihn gedacht? Was denkt Jesus über Dich? Was dachte Judas, was die anderen über ihn denken? Was denkst Du, dass die anderen über Dich denken? Was denken sie wirklich über Dich?
  • Die Jünger haben es offensichtlich nicht gecheckt, obwohl Jesus ganz deutlich war. Ob wir es auch oft nicht checken, wenn Jesus uns was sagen will? Was kannst Du tun, um zu hören, was Jesus Dir sagen will?
  • Wann war die Entscheidung getroffen? Gab es für Judas noch ein Zurück? Oder war schon alles vorbei? Glaubst Du auch manchmal, dass es kein Zurück gibt, dass Du es eben durchziehen musst? Hätte Jesus Judas noch vergeben?

Judas ist gegangen. Jesus bricht das Brot, spricht über die Bedeutung seines Todes, führt weitere Gespräche mit seinen Jüngern, kündigt seine Verleugnung durch Petrus an und verlässt mit seinen Jüngern das Haus. Sie gehen zum Ölberg, in der Garten Gethsemane, wo Jesus nur Petrus, Jakobus und Johannes mitnimmt. Er ringt im Gebet mit seinem Vater und übergibt sein Schicksal in die Hände Gottes. All das wird uns in den kommenden Wochen noch beschäftigen. Jetzt ist Jesus wieder in Gegenwart seiner Jünger und sagt ihnen dass sein Verräter nahe ist.

„Und als er noch redete, siehe, da kam Judas, einer von den Zwölfen, und mit ihm eine große Schar mit Schwertern und mit Stangen, von den Hohenpriestern und Ältesten des Volkes. Und der Verräter hatte ihnen ein Zeichen genannt und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist’s; den ergreift. Und alsbald trat er zu Jesus und sprach: Sei gegrüßt, Rabbi! und küßte ihn. Jesus aber sprach zu ihm: Mein Freund, dazu bist du gekommen? Da traten sie heran und legten Hand an Jesus und ergriffen ihn.“ (Mt 26,47-50)

  • Judas hat seine Entscheidung getroffen, der Verrat ist geschehen. Denke nach über Judas und die anderen Jüngern. Sieh in die Gesichter. Stelle sie Dir vor. Was ist in ihnen vorgegangen beim Abendmahl, im Garten und beim Verrat? Wie ging es Jesus? Wie ging es Petrus? Wie geht es Dir?

Die Erzählung geht weiter. Es gibt einen Tumult. Petrus schlägt Malchus, einem Knecht des Hohenpriesters das Ohr ab. Jesus heilt es und gibt zu verstehen, dass ihm sein Vater zu seiner Rettung mehr als zwölf Legionen Engel schicken würde, wenn er ihn darum bitten würde. Die Jünger fliehen und Jesus wird zur Verhandlung gebracht, die mit dem Todesurteil endet. Daraufhin wird Jesus zu Pilatus geführt. Über das Ende des Judas berichtet Matthäus:

Als Judas, der ihn verraten hatte, sah, daß er zum Tode verurteilt war, reute es ihn, und er brachte die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und Ältesten zurück und sprach: Ich habe Unrecht getan, daß ich unschuldiges Blut verraten habe. Sie aber sprachen: Was geht uns das an? Da sieh du zu! Und er warf die Silberlinge in den Tempel, ging fort und erhängte sich. (Mt 27,3-5)

Offensichtlich hat das mit dem Erhängen nicht so richtig geklappt, denn Petrus erzählt in der Apostelgeschichte, Judas sei „vornüber gestürzt und mitten entzwei geborsten, so daß alle seine Eingeweide hervorquollen“. (Apg 1,18)

  • Judas hat ein schreckliches Ende genommen. Viele Fragen bleiben offen. Klar ist, dass er nicht wollte, dass Jesus getötet wird. Was wollte er dann? Darüber ist viel spekuliert worden. Vielleicht erhoffte sich Judas, dass Jesus bei der Konfrontation mit den Hohenpriestern sein wahres Gesicht als Messias und König Israels zeigen würde, der letztendlich die Römer aus dem Land wirft. Vielleicht ist er deshalb beim Abendmahl gegangen, weil er verstanden hat, dass Jesus sich opfern und sterben würde. Vielleicht wollte Judas das verhindern. Wir wissen es nicht. Sollte es aber so gewesen sein, dann ist uns Judas sehr nahe. Sinne darüber nach, ob Du nicht auch manchmal Gott für Deine Zwecke gebrauchen willst, Gott dazu benutzen willst, dass Deine Gedanken, Programme, Ideen, Ziele, Pläne, Konzepte, Träume, Hoffnungen, Visionen wahr werden. Kennst Du den Willen Gottes? Kennst Du Deine Berufung? Bist Du auch in Gefahr, das, was in Deinem Herzen ist, für den Willen Gottes und für Deine Berufung zu halten? Wie weit würdest Du gehen, damit das was Du Dir erwünscht, was Du für Gottes Willen hältst, wahr wird? Formuliere Deine Wünsche, Träume, Ziele, Visionen für Dein Leben. Halte sie Gott hin. Sei bereit, sie alle aufzugeben, für den Fall, dass es Gottes Plan und Ansicht entspricht. Bitte ihn, immer wieder zu Dir zu reden, und Deinen Willen nicht mit seinem zu verwechseln. Lebe aus der Stille und aus dem Hören auf Gott. Halte nie Deine Träume für den Willen Gottes. Denke an das Gebet Jesu im Garten Gethsemane.
  • Ob Judas das ewige Leben ererbt hat, ist zweifelhaft, aber nicht unmöglich. Er hat seine Tat zwar bereut, hat aber (offensichtlich) nicht Buße getan. Vielleicht war er auch depressiv veranlagt, so dass es zum Selbstmord kam. Petrus hat Jesus verleugnet und Jesus hat ihm später vergeben. Am Kreuz hat Jesus um Vergebung für seine Peiniger gebetet. Über das ewige Schicksal des Judas finden wir in der Bibel keinen Hinweis.
  • Denke nach über die letzten Stunden im Leben des Judas – vom Verrat, über die Verhandlung, seine Reue und Verzweiflung bis zu seinem furchtbaren Tod. Was empfindest Du? Was empfindet Jesus? Rede mit ihm darüber. Lass Deine Gedanken zu und bleibe in der Gegenwart Gottes.

(Mehr zur Fast8-Aktion des p-shuttle findest Du hier.)

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[Wortakrobatik] Brighter than the Sun

16. März 2007

You Shine Brighter Than The Sun
Only Holy One
Won’t You Shine On Me Today?

Sein Angesicht leuchtet
Ist nicht rot vor Zorn
Nein es leuchtet
Leuchtet über mir
Leuchtet mir entgegen
Leuchtet mir zu

Brennt nicht
Ver-Brennt mich nicht

Strahlender Glanz seiner Herrlickeit
Der mich nicht ver-strahlt
Sondern anstrahlt

Leuchtender
Strahlender Glanz
Der Wärme spendet
Wohltuende
Heilende Wärme
Die Leben schafft
Aufrichtet
Bejaht

Dein Angesicht leuchtet
Strahlt
Erwärmt mich

Ttrifft sanft im Innersten
Zärtlich
Leicht
Aber völlig
Umfassend
Intensiv
Doch so unglaublich sanft

Sanftes, leuchtendes, wärmendes Licht
Licht von Deinem Angesicht
Strahlt mir zu
Strahlt mir entgegen
Licht von Dir wird mir zum Segen

(Die ersten drei Zeilen entstammen dem Lied „Bighter than the Sun“ von Paul Oakley)

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Eine Freude…

15. März 2007

Wahrscheinlich hast Du diese Bilder schon bei Kester Brewin gesehen, es ist egal, ich will sie auch hier haben: Die Lego Emerging Heroes. Hier Kester’s Versionen von Andrew Jones und Alan Hirsch:

http://kester.typepad.com/signs/images/2007/03/14/tskjpg_1.jpg

Dein eigenes Alter Ego kannst Du hier erschaffen, leider steht meine Bart-Kreation nicht zur Verfügung und Zigarren gibt es auch nicht 🙁

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[Wortakrobatik] Totaliter Aliter

15. März 2007

Anders bist Du
Größer
Besser
Weiter
Tiefer
Anders

Wie wir eigentlich
Gleichzeitig aber auch –
Anders

Überraschst mich immer wieder neu
Schreibst meine Geschichte um

Passagen
Die ich auszuradieren gedachte
Erhalten plötzlich
Unerwartet
Neue, eigene Würde

Kleider
Die ich zu wechseln gedachte
– zu rot erschienen sie mir –
Erscheinen plötzlich
Unvermutet
Weiß
Strahlend rein
Blutgewaschen
In Deiner Quelle

Neu
Anders
Verändert

So heiligst Du
Mich
Meine Gedanken
Meine Berufung
Mein Leben
Meine Geschichte
Mich

Gibst mir Würde
Danke

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Kinotag…

14. März 2007

… war gestern, und das mußte ausgiebig gefeiert werden 😉

Blood Diamond, Das Leben der Anderen und Ghost Rider haben uns den Abend genießen lassen. Nette Mischung das…

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Fast8, die Dritte

13. März 2007

Hätte ich fast vergessen: Zur Dritten Fastenwoche ein Text über die Salbung Jesu in Bethanien.

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UPLOAD-Blogstöcken: Wie bloggst Du?

13. März 2007

Über Johannes und Daniel hat mich das Blogstöckchen von UPLOAD erreicht. Ziel dieser Geschichte ist es, dass möglichst viele Menschen auf die Frage antworten, wie und mit welchen Mitteln bei ihnen ein neuer Blogpost entsteht, auf dass gegenseitige Inspiration geschehen möge.

Wie die Saat auf’s Feld des Sämanns kommt

(1) Woher kommt die Saat?

Manches kommt über diverse RSS-Feeds. Dafür benutze ich noch immer Bloglines, mit dem ich einigermaßen zufrieden bin. Anderes kommt aus Websites, die ich gezielt besuche, weil sie noch keine Feeds anbieten – Shame on them! Jedenfalls handelt es sich meist über Dinge, die ich inspirierend finde, und deren Genuß ich anderen nicht vorenthalten möchte. Solches landet meist in der Kategorie Aus dem Netz gezogen.

Wieder anderes kommt aus Gesprächen, Gedanken, Begegnungen, Büchern, Vorträgen, Predigten etc. Mein ständiger Begleiter ist mein Palm Lifedrive. Hier lassen sich Audio- und Videoquellen abspielen, eBooks lesen, Office-Dokumente bearbeiten oder aber Gedanken schnell festhalten – entweder als freie Skizze, Sprachnotiz oder klassische Texteingabe. Sollte es sich hierbei um spontane unreflektierte Gedanken von mir handeln, wird der Post unter Aus meinem Kopf abgelegt, sollte ich etwas mehr Zeit darauf verwendet haben und davon überzeugt sein, dass das Geäußerte nicht ohne eine gewisse Substanz daherkommt, kann es später unter Bedenkenswert wiedergefunden werden. Die restlichen Kategorien sind selbsterklärend.

(2) Welchen Weg nimmt die Saat?

Rohe Gedankensplitter finden durch den HotSync des Palms den Weg auf das Notebook. Hier bleiben sie in der Memoliste, bis sich irgendwann ein kleines Männchen in meinem Kopf meldet und mir erklärt, dass da ein Gedanke gebloggt werden will. Gehorsam übe ich Copy&Paste aus, so dass der Inhalt der Palm-Memo in meinem WordPress-Editor landet. Letzterer genügt mir momentan noch zum Schreiben, da mich bislang kein kostenloser Offline-Editor überzeugt hat und ich Stand heute zu geizig bin, um ecto zu kaufen. Schätze aber, dass sich dies 2007 ändern wird. Bilder landen im myGallery-PlugIn, zu dem ich keinen Link habe, weil es mir mein lieber Admin käse installiert hat. Posts werden vorgeschrieben und im WP-Editor abgelegt und dann veröffenticht, wenn es passend erscheint. Eigentlich poste ich gerade nicht mehr als einen „richtigen“ Beitrag pro Tag und hebe mir das Übrige für später auf, wenn die Zeit zum Bloggen fehlt.

(3) Warum kommt die Saat?

Vielleicht off-topic, aber egal. Mein Blog ist persönlich und subjektiv. Ich entscheide, was ich schreibe. Folgende Gründe leiten mich dabei an:

Zeugnis: Hat tsk eingeführt und das macht auch Sinn. Gott ist groß, und das kann mal durchaus mal weitersagen.

Disziplin: Aus Gründen der Eigenmotivation ist die Kategorie Wegmarken entstanden. Sie sollte mich dazu bringen, mich täglich mit einem Stück Bibel auseinanderzusetzen. Leider klappt das im Moment nicht mehr so, wie es die Einführung der Kategorie intendierte. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben…

Wider das Vergessen: Wie andere Menschen neige ich dazu, Dinge zu vergessen. Das ist in manchen Fällen gut, manchmal aber nicht. Darum poste ich, wenn ich mich an etwas erinnern möchte.

Intensivere Auseinandersetzung: Es gibt Bücher, die sprechen mich an und ich spüre den Drang, das Buch nicht einfach zur Seite zu legen. Eine Möglichkeit, mich länger mit dem Gedankengut zu beschäftigen, ist es, eine Serie draus zu machen. So geschehen beispielsweise bei Exiles oder momentan am Laufen bei The Forgotten Ways.

Multiplikation: Manches ist zu gut, als dass nur ich davon profitieren sollte. Ein weiterer Grund für die eben erwähnten Buchserien. Oder dafür, dass ich manchmal unsinnigem Quatsch Raum gebe, der mich zum Lachen bringt.

Tagebuch: Aktuelles aus dem Leben für Menschen, die sich dafür interessieren.

(4) Stöckchen fliiiieeeeg…

Ich werfe das Stöckchen weiter, weil ich mich dafür interessiere, was hinter den Kulissen der Blogs von Haso, toby, Björn und Marlin läuft und wie ihre Beiträge zustande kommen.

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[Wortakrobatik] What if

12. März 2007

Was, wenn das Wurmloch nicht vorüber geht?
Wenn emerging emergent bleibt?
Wenn Prinzipien
Strategien
Modelle
Programme
Endgültig der Vergangenheit angehören?

Wenn
Außer Dir
Nichts
Mehr trägt?

Wenn die Annahme
Daß diese Phase nur einen Übergang darstellt
Auf falschen Voraussetzungen beruht?

Wenn das Warten
Auf Konsolidierung endlos währt?

DANN

Gilt es jetzt schon
Sich End-Gültig
An Dir
Festzukrallen

Mit diesem Gefühl
Des Druckes
Der Spannung
Permantem Unterwegs-Seins
Sich im-Fluß-Befindens
Freundschaft zu schließen
Es zu umarmen

Sich verabschieden
Von festgetretenen Pfaden
Von vorgezeichneten Wegen
Von (scheinbaren) Sicherheiten

Und sich Hals über Kopf
Hineinzustürzen
In Dein
Abenteuer

YEE-HAW!!

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[Wortakrobatik] Vision

11. März 2007

Neues will er tun
Hat es lang schon angekündigt
Alten Sehern offenbart

Leer kommt es nicht zurück
Netzt die Erde
Geht auf wie Samen
Bringt reiche Frucht
Durchläuft die Erde
Schafft sein Vok
Baut sein Reich

Wie Tau der Morgenröte
Liegen Zions Söhne
Erheben sich aus einem Tal voller Knochen
Eben noch Totengebeine
Jetzt schon ein überaus großes Heer

Vom abgehauenen Baum
Bleibt nur der Stumpf
Prachtvolle Bauten lassen Ruinen zurück
Von Schakalen durchstreift

Das Wort ist ergangen
Die Erfüllung steht aus
Dem Augenschein entgegen
Un-glaublich scheint es

Und doch ist es wahr
Bleibt es Fundament
Fester Halt
Wegweisendes Licht

„Durch dich soll gebaut werden, was lange wüst gelegen ist; und wirst Grund legen, der für und für bleibe; und sollst heißen: Der die Lücken verzäunt und die Wege bessert, daß man da wohnen möge.“

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